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Sexuelle Sonderwünsche und Dates

das extreme spiel mit der lust gefällt nicht jeder und jedem - doch manchmal muss es eben pfeffer statt vanille sein.

Wer ein Date eingeht, sollte wissen: Alles ist möglich, aber es gibt keine Garantie auf irgendetwas. Ein Date, das aufgrund der Bemühungen einer seriösen Partnervermittlung zustande kam, muss nicht vor dem Traualtar enden – es kann auch in ein paar rauschenden Liebesnächten enden und dann auslaufen. Ebenso wenig muss ein Date, dass über eine Casual Dating Agentur geschlossen wurde, unbedingt im Bett enden, und recht selten werden Menschen ihre erotischen Sonderwünsche gleich in ihr Profil schreiben.

Dates sind – man kann es nicht oft genug sagen – Möglichkeiten, einander kennenzulernen – ganz brav im Dialog miteinander oder ganz wild, nachdem man einander die Kleider vom Leib gerissen hat. Nur in einem Punkt wird man sich niemals sofort öffnen – bei den „besonderen Vorlieben“, die man allgemein als Schmerzlust, Unterwerfung, Rollenspiele, SM, Fetischismus oder Bisexualität bezeichnet. All dies sind schreckliche Wörter für jemanden, der „Stino“ ist, also stinknormal oder „Vanilla“, also ohne scharfe Würze.

Doch für diejenigen, die Freude daran haben, ist dies alles ganz normal – und natürlich soll es auch mit dem neuen Partner oder der neuen Partnerin verwirklicht werden. Auf die Frage „Hast du besondere Vorlieben“ wird man ja zu Anfang bestenfalls hören: „Oh, ich liebe kantonesische Küche“ aber nicht: „Ich mag gerne leichte Schläge auf den Po vor dem Liebesakt“.

Nicht mit der Tür ins Haus fallen - und keine Reizwörter benutzen.

Nicht opportun ist jedenfalls, mit der Tür ins Haus zu fallen: Sadist, Masochist, BDSM-Anhänger, Fetischist? Um Himmels willen. „Hast du schon einmal die dunkle Seite der Liebe entdeckt?“, geht gerade noch, kann aber auch zu Missverständnissen führen. Noch direkter sollte man erst recht nicht werden: „Liebst du es eigentlich, wenn du in der Liebe gehorchen musst?“ ist viel zu viel – das funktioniert bestenfalls im erotischen Roman.

Hallo - seid ihr sicher, nicht schärferes zu wollen?

Dies ist der Moment, um sich einmal an die Vanille-Fraktion zu wenden: „Hey, wisst ihr denn eigentlich, ob ihr nur Vanille wollt?“ – oder mit anderen Worten: Hattet ihr nie Lust, mal ein bisschen Piri-Piri (scharfe Pfeffersoße) zu probieren?

Man sagt leichthin „wat de Bur nich kennt, dat fret he nich“ (Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht“) und man könnte dazu natürlich auch sagen: „Was Lieschen Müller in der Liebeslust nicht kennt, das verweigert sie.“ Das gilt auch für Karlchen Müller, und ich verrate euch nichts Neues, wenn ich dies behaupte: Das erste Mal, da tut’s noch weh und vielleicht ist man ein bisschen beschämt, das volle Lustprogramm gewagt zu haben – aber so „peu a peu“ da gewöhnt man sich nicht nur daran, sondern dann lechzt man vielleicht sogar danach.

Woran man die besonderen (Ge-)Lüste erkennt

Wie findet man also heraus, welche merkwürdigen Gelüste der andere bereits hat oder von welchen er träumt? Ein Beispiel ist die Literatur. Mag sie oder er frivole Erzählungen, in denen es um wilde, verwegene Spiele geht? Versteht er/sie hintergründige Dialoge sofort?

Ein anderes Beispiel ist die Liebe zu bestimmten Spielfilmen, in denen es „etwas härter zur Sache geht“. Der Connaisseur kennt sie alle und schätzt sie. Dazu noch ein paar Videos, die sich mit dem Genre beschäftigen – und schon weiß man – mhhh … da hat er/sie aber einen besonderen Geschmack.

Hat der neue Partner merkwürdige Gegenstände? Dicke Seile, deren Verwendung recht unklar bleibt? Besitzt er Handschellen, eine Streichelpeitsche oder einen Rohrstock? Liebt er den Geruch von Leder, Pelz oder Gummi? Eine junge Dame sagte mir einmal, sie habe sich „gerade eine Dunkelkammer“ eingerichtet, obgleich sie gar keine Kamera besaß – es war ein schwarzer Raum mit einer Prügelbank, die deutliche Zeichen häufigen Gebrauchs zeigte.

Manchmal sind die Utensilien schon da - nur der Partner fehlt

Weil wir gerade bei Damen sind: Sie bestellen sich die kleinen Helfer für die lustvollen Rollenspiele manchmal im Versandhaus, ohne sofort eine Verwendung dafür zu haben – sie wollen einfach einmal sehen, wie sich die Sache anfühlt, und suchen dafür einen Gespielen, der sich wenigstens ein bisschen auskennt.

Ob man darauf eingehen soll?

Ich rate davon ab, es beim ersten Date zu versuchen. Nicht jeder Mensch, der behauptet, sinnliche Frivolitäten zu suchen, ist dabei aufrichtig – vor allem aber: Tut niemals Dinge, von denen ihr nichts versteht oder von denen eine Gefahr für Leib und Leben ausgeht, die ihr nicht abschätzen könnt.

Nach einer Überlegung von Barak & Sheba
Bild: Französische Bordellszene, Privatbesitz, retuschiert.

Fremdgehen: Wenn es die Frau mit einer Frau tut

fremdgehen ... einmal anders
Fremdgehen ist nicht darauf beschränkt, dass sich ein Mensch mit dem anderen Geschlecht einlässt: Auch das gleiche Geschlecht wird immer attraktiver – und vor allem gibt es für verheiratete Frauen viel mehr Gelegenheiten, den Verführungen einer Frau zu verfallen.

Zwar behaupten die meisten Frauen, sie seine nicht bisexuell, aber auch wenn sie dies nicht sind, haben sie doch weniger Berührungsängste, wenn andere Frauen ihnen körperliche Aufmerksamkeit schenken. Gerade einfache, zärtliche Berührungen sind unter Frauen sozial ausgesprochen akzeptiert, und jede Frau, die möchte, dass daraus mehr wird, hat jederzeit die Möglichkeit, es zu versuchen.

Ob Zufall oder gezielte Verführung: Hetero-Frauen verfallen anderen Frauen häufiger als Hetero-Männer anderen Männern verfallen. Der Grund scheint darin zu liegen, dass Männer Zärtlichkeiten anderer Männer zumeist von vornherein abwehren, während Frauen zärtliche Berührungen anderer Frauen zunächst zulassen. Wer aber den ersten Schritt nicht zulässt, der ist auch resistent gegen die bei Verführungen oft angewendete Salamitaktik, also die „scheibchenweise“ Verführung zu immer heftigeren erotischen Aktionen.

Wie sonst beim „Gelegenheitsdating“, also beim Casual Dating“ auch, gibt es mehrere zufällige und gezielte Möglichkeiten für Frauen, bisexuelle Kontakte zu knüpfen:
1. Pseudopassiv durch das Aufsuchen eines Ortes, an dem die Frau sicher sein kann, „angesprochen“ zu werden.
2. Naiv durch die Teilnahme an körperbezogenen Seminaren mit intimen Berührungen, die teilweise von Frauengruppen angeboten werden.
3. Durch die erotische Vertiefung einer zufälligen Begegnung mit einer sinnlichen, bisexuellen Frau.
4. Völlig passiv, also dadurch, dass sich eine Verführerin eine „ganz gewöhnliche“ Heterofrau aussucht.
5. Hineingleitend durch die Lust an einer anderen Frau während eines Dreiers.
6. Durch die gezielte Suche nach einer Bi-Frau durch Anzeigen oder in Casual-Dating-Foren.
7. Durch reine Neugierde, die vor allem bei den Frauen unter 30 häufig auftritt. (Bi-Neugierde).

Der bisexuelle Seitensprung aus einer heterosexuellen Beziehung ist dabei nicht so selten, wie man denkt, denn die meisten Kontakte entstehen nicht willkürlich, sondern durch Zufälle unterschiedlicher Art. Weil die meisten sexuellen Seitensprünge der Ehefrau mit anderen Frauen von Männern gar nicht als solche wahrgenommen werden, ist das Risiko, dabei „erwischt“ zu werden, gleich null, solange die „andere Frau“ keine Besitzansprüche anmeldet.

Die meisten lesbischen Affären der Hetero-Frauen bleiben Affären Zumeist sind sie kurz, aber intensiv und sehr erregend – so schildern es jedenfalls die Frauen. Nur wenige Frauen verlieben sich intensiv in ihre neuen Partnerinnen, und nur sehr selten kommt es vor, dass sich die Ehefrau entschließt, sich scheiden zu lassen und ihr Zukunft forthin mit einer Frau zu erleben.

Auch in Frankreich: Frauen suchen Sex im Internet

keine berührungsängste


"Madame France" hatte schon immer ein besonderes Verhältnis zu Seitensprüngen und Gelegenheitssex als "Frau Deutsch" – man denke nur an den „Lendemain“, ein Wort, das auch in Deutschland für den „Morgen danach“ Verwendung fand.

Alleinerziehende Mutter sein und einen anstrengenden Beruf haben – das ist in Frankreich nicht so ungewöhnlich wie in Deutschland, und was macht man dann mit der Liebe? Bloß keinen dauerhaften Partner sondern einen Mann für ab und an – zum Vernaschen eben, durchaus für die Liebe, ja.

Ob sie auch bisexuell sei, weil sie Frauen und Paare als Partner nicht ausschließt? Die 29-jährige Sonia aus Mühlhausen lächelt und sagt dann „Ja und Nein“ – lieben können sie eine Frau nicht, aber Sex mit einer Frau haben schon. Sie könne Sex und Liebe trennen – wie übrigens recht viele Frauen ihrer Generation, und keinesfalls nur in Frankreich.

„Rencontres légères“ heißt „Casual Dating“ in Frankreich, und C-Date ist dort die Nummer eins, als CasualDaing.fr.

Kommen die Jungfrauen zurück?

Kommen die Jungfrauen zurück oder lügen die US-amerikanischen Teens und Twens heute noch besser als vor Jahren? Wie eine US-amerikanische Regierungsbehörde wissen will, habe eine Studie ergeben, dass 27 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen „zwischen 15 und 24“ im Jahr 2008 „noch Jungfrau“ waren – und damit waren die Zahlen höher als in den Jahren zuvor, denn 2002 hatte man nur 22,7 Prozent Jungfrauen unter den Frauen und 22,6 Prozent unter den Männern festgestellt.

Im Grunde benutzte man hier allerdings einen statistischen Trick: Denn die minderjährigen 15-17-jährigen Frauen waren naturgemäß eher Jungfrauen (60,3 Prozent) als die Volljährigen zwischen 18 und 19 Jahren (20 Prozent verbliebene Jungfrauen) – und dann ist die Luft schnell raus, denn bei den 20-25 jährigen behaupteten nur noch 12,3 Prozent, Jungfrau zu sein.

In der Studie wurde ebenfalls gefragt, ob es bei den Befragten gleichgeschlechtliche Kontakte gegeben hätte: Erstaunliche 13 Prozent der Frauen zwischen 15 und 44 gaben dies zu, während Männer nur zu 5 Prozent behauptete, gleichgeschlechtliche Kontakte gehabt zu haben. Obgleich die jungen Damen sich gerne mit ihresgleichen vergnügten, behaupteten nur 1,1 Prozent, lesbisch zu sein, und 3,5 Prozent sagten, sie seien bisexuell.

Interessant für das Lügenverhalten wäre diese Tatsache: Mehr als 10 Prozent der US-amerikanischen Teens, die mit Geschlechtskrankheiten infiziert waren, gaben an, niemals Sex gehabt zu haben. Wie viele Schwangere behaupteten, niemals Sex gehabt zu haben, ist unbekannt.

Wer sich tatsächlich für den Zahlenwust aus den USA interessiert, kann die Daten hier abfragen. (PDF)

Lady Porn Day - Damen Pornografie Tag

Am 22. Februar war, von uns kaum bemerkt, der Tag der Frauenpornografie. Dazu gab es ein Interview mit der Initiatorin, Rachel Rabbit White. (Aka "Rachel Rabbit Write").

Wir haben das Interview und die Webseite gelesen geben Ihnen eine Idee davon, was sich ändern müsste in der immer noch von Männern beherrschten Domäne der Pornografie.

Wenn man eine Frau ist und versucht, die Pornografie zu erkunden, ist dies ziemlich hart. Frauen werden nicht dazu angeregt, miteinander über Pornografie zu sprechen, ebenso wenig, wie wir dazu angeregt werden, über Masturbation zu sprechen und es gibt kaum frauenfreundliche Sachen, die uns anregen könnten. In der Frauen-Welt erwarten wir unsere ersten Orgasmus von einem Partner oder einer Partnerin. Dann glauben wir, dass wie unseren Sex-and-The-City Hitachi-Ogasmus mit geschlossen Augen bekommen. Aber Pornografie ist im Grunde nur ein anderes Werkzeug für unsere sexuelle Weiterentwicklung.


der klassiker - filmplakat (ausschnitt) zu "emmanuelle zwei" für den asiatischen markt
Frauen haben sich, so die Initiatorin, hätten sich ja bereits aufgemacht, um die Pornografie zu kreieren, die sie gerne sehen würden, und das sei nicht die übliche getürkte Lesbenszene zwischen gerade mal volljährigen Blondinen. Doch es gäbe da schon ein Problem, denn die neue Frauenpornografie käme überwiegend aus der Queer-Szene – und sie habe noch nicht viele Pornos für Hetero-Frauen gesehen. Doch was will denn eine Frau, die ganz normale Männer will – welche Pornografie sucht sie?

Im Grunde, so meint unsere Redaktion, könnte man das Wort „Pornografie“ ruhig weglassen. Unsere Miss Y, sucht seit Langem nach neuen, erotischen (und nicht pornografischen) Romanen, die erotische Frauenbilder zeigen – gleich, ob es nun rein heterosexuelle Frauen sind oder bisexuelle Frauen. Denn was derzeit in den üblichen Medien geboten wäre, seien die üblichen Klischees:

Frauen die …

- … Erotik lieben, sind Schlampen.
- … viel Sex haben, sind immer noch „Nymphoman“.
- … die auch mal Frauen vernaschen, sind immer „Bisexuell“.

Darüber hinaus sagt manchen Autorinnen die Schere im Kopf, die Fantasie ja nicht dorthin treiben lassen, wo Frauen gemein, hinterhältig oder gar brutal sind – das könnte ja den Feministinnen missfallen.

Daher dürft es noch ein weiter Weg sein, bis einmal wieder wirklich unverschämt anregende Romane von Frauen geschrieben werden – sei es für Frauen, für Männer oder einfach für lustvolle Zeitgenossen. Übrigens; Das berühmteste Buch von einer Frau über die ausgefallensten erotischen Erlebnisse dieser Erde ist nach wie von "Die Geschichte der O" - und der bleibteste Erotik-Film aller Zeiten für Frauen ist "Emmanuelle".