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Sinn und Sinnlichkeit

Das Konzept von „Mehrhaut“ wurde von mir vor einigen Wochen verändert. Und nun hoffe ich darauf, mehr Leser(innen) zu gewinnen. Um mal Klartext zu reden: Nackte Haut ist nicht nur „so was von out“ und selbst halb nackte Zeitgenossinnen gibt es in allen Variationen. „Nein, #Metro hockt mir nicht im Nacken, es ist eher so, dass eigentlich nur noch Sinnlichkeit zählt. Und darüber gäbe es auch noch mehr zu schreiben.

Du zählst – wer sonst?

Voraussetzung für den Erfolg ist, dass Du ein wenig mitmachst, liebe Leserin, lieber Leser. Ohne dich sind wir nichts, und wir sind gerne bereit, von unseren Leserinnen und Lesern zu lernen.

Ob erotische Storys, sinnliche Fotografien, interessante Kunstwerke oder auch nur ein einzelner sinnlicher Gedanke – wir greifen nahezu alles auf, was sinnlich ist.

Und da unterscheiden wir uns immer noch deutlich von anderen, die hauptsächlich bezahlte Artikel über Vibratoren schreiben und so etwas für „erotisch“ halten. Nun gut, der Name „Mehrhaut“ steht immer noch oben. Aber vielleicht lässt sich ja auch da noch ändern.

Sehen Frauen erotischer als Männer?

Sehen Frauen sinnlicher?
Um Himmels willen! Frauen sehen die Welt erotisch? Da werden einige Kirchgängerinnen, Hausfrauen und andere Salonmoralistinnen erst einmal heftig protestieren.

Doch Fotografinnen sehen die Welt tatsächlich erotisch, sinnlich und manchmal sogar köstlich ironisch, zum Beispiel, wenn sie mit Porno-Klischees spielen. Und sie haben noch einen Vorteil, wenn sie nicht gerade in der Werbung arbeiten – und dazu sagt die Galeristin Kirsten Landwehr;

Ich glaube tatsächlich, dass Fotografinnen den Begriff Schönheit viel radikaler hinterfragen und dementsprechend freier abbilden.


Auf die aktuelle Diskussion durch #MeToo angesprochen, regiert die Galeristin etwas verhalten, doch sagte sie ICONIST:

Und gleichzeitig fürchte ich, dass uns Sinnlichkeit, Intuition, Erotik, sexuelle Spannung verloren gehen werden.


Es wäre jammerschade. Wir erleben ja gerade, dass sogar Bloggerinnen nicht mehr freizügig über Sinnlichkeit und Erotik schreiben mögen, obgleich das Thema im Grunde aktueller ist als je zuvor. Denn die Frage ist doch: Wie stellen wir es an, dass uns das sinnlich Schöne wieder erreicht? Wie lassen wir die Sinnlichkeit heraus, und wie lassen wir sie hinein? Und wie halten wir die erotische Spannung aufrecht, die ja nicht durch die Aufnahme des sinnlichen Vanillegeschmacks, sondern auch durch erregende Empfindungen aus scharfen Chilischoten entsteht?

Was wir gebrauchen könnten, wer einfach mehr Ehrlichkeit und weniger aufgesetzte Masken.

Zitate aus "ICONIST (ICON, Welt).

Sinnliche Frauen sind begehrt – aber schwer zu finden



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Sinnlichkeit ist ein rares Gut geworden. Warum das so ist, darüber mag man Kluges oder Dummes hören, vor allem aber liest man Belangloses. Oftmals wird behauptet, es sei die Emanzipation, weil sie der natürliche Feind der Sinnlichkeit wäre. Das kann kaum sein, denn um sich zu ent-sinnlichen, muss frau (übrigens auch Mann) sich schon eine Lederhaut wachsen lassen.
Sinnlich sein - Sinnlichkeit schenken und empfangen

Sinnliche Menschen haben eine durchlässige Haut

Sinnliche Menschen haben eine durchlässige Haut für sinnliche Berührungen, einen durchlässiges Ohr für sinnliche Worte und eine neugierige, sinnliche Zunge für die Haut der anderen. Sie fühlen und denken sinnlich, und Körper, Geist und Psyche saugen Sinnlichkeit auf wie ein Schwamm. Vernunftbegabte sinnliche Menschen können diesen Fluss der Sinnlichkeit anstellen und auch wieder abstellen. Sie sind durchaus Zöllner(innen) oder Programmiere(innen), aber auch Krankenpfleger(innen) und Bäckerwarenverkäufer(innen).

Schämen wegen der eigenen Sinnlichkeit?

Indessen schämen sich viele Frauen, sinnlich zu sein, wilde Lüste in sich aufsteigen zu sehen und grenzwertige Bedürfnisse an den Tag zu legen. Mit anderen Worten: sie schämen sich, echte Wollust zu empfinden. Sie wollen nicht, dass man ihnen ihre Geilheit ansieht und lassen sich deshalb „im Dunklen“ lieben. Sie berufen sich auf die „anständige Frau“, die „so etwas niemals tun würde“. Und sie befürchten, dass Ihnen „schreckliche Dinge“ passieren würden, wenn sie es dennoch täten. Doch der schrecklichste aller Schrecken erschöpft sich bei näherem Hinsehen darin, dass es bei ein paar Nächten bleibt. Das könnt ihr überall nachlesen, wo sich Frauen ausweinen. Die Nacht mag noch so toll gewesen sein, der Lover noch so gut – ja, aber er machte ihr keinen Antrag. Na, so etwas.

Den eigenen Körper lieben

Sinnlichkeit beginnt damit, deinen eigenen Körper zu lieben. Und zu deinen eigenen sinnlichen Empfindungen zu stehen. Warum sollte dich jemand begehren, wenn du dich nicht einmal selbst begehrst? Wie soll jemand deine wirklich heißen Lustknöpfe finden, wenn du sie nicht einmal selbst kennst? Wie soll jemand lernen, dich zu berühren, wenn du nicht einmal selbst weißt, wie du berührt werden willst?

Was ist mit deinen Brüsten, den Aureolen, den Brustwarzen? Was mit Lippen, Ohren und Nacken? Wo willst du Zungen und Lippen spüren?

Sei doch einfach so sinnlich, wie du willst … dann bereicherst du dich und die Welt, die nach Sinnlichkeit giert.

Bild Mitte: Aus einer Buchillustration "Der Fehler der Rosen"

Strapse zum Date – frivol oder selbstverständlich?

Drei Marken - drei Möglichkeiten, chic zu sein (Bezugsquelle im Text)
Männern werden ja immer bestimmte Denkweisen zugeschrieben: Voyeure seien sie, schwanzgesteuert, notgeil und verlogen. Und genau auf diesem System bauen dann mache Frauen auf: Wenn ich dies oder das trage, dann reize ich die Kerle bis zur Weißglut. Nun gibt’s ja immer zwei Möglichkeiten: Entweder das ist meine Absicht oder ich will es auf keinen Fall.

Sinnlicher Seiltanz beim Date

Na ja – ein Rendezvous haben (neudeutsch: „Ein Date“) ist ja immer ein Seiltanz. Auf der einen Seite willst du ihm gefallen, auf der anderen Seite aber auch kein Feuer entfachen, zumal, wenn er so toll nun auch wieder nicht ist. So weit finde ich das ja auch noch OK. Kompromisse sind schnell gefunden: Du machst dich chic und begehrenswert, aber nicht einladend. Jetzt sagt ihr sicher: Die Grenzen sind fließend. Sind sie auch.

Rock und Kleid - dazu passen Strapse

Reden wir mal Klartext. Und zwar über ein ganz gewöhnliches Date: Da empfehle ich Kleid oder Rock (nicht zu kurz) und zum Rück eine schlichte, aber elegante Bluse. Dazu wenig, aber unbedingt passenden Schmuck. Wichtig bei einem hübschen Date im Café ist das „oben“ herum, nicht das „unten herum“.

Strapse und Sex - der Irrtum

Starpse-in den 1950ern noch sehr frivol
Womit ich beim Thema wäre. Da gibt es die Furcht, als Schlampe zu gelten, die dann auch noch unterstützt wird mit Aussagen wie „Männer in Wahrheit keine Schlampen“. Oder auch mal mit „ich verstehe das nicht: Wenn du auf keinen Fall Sex willst, warum solltest du dann schicke Dessous anziehen?“

Und das ist schon des Pudels Kern: Schicke Dessous? Aja, Schlampe. Schlampe? Aha, die eignet sich für einen ONS. Solche Ansichten kannst du überall im Internet in Frauenforen finden. Ganz selten heißt es: Ich will dies oder das tragen, weil ich darin toll aussehe“ sondern oft: „Ich will das nicht tragen, weil er denken könnte, ich wäre eine Schlampe.“

Selbstbewusstsein geht anders, aber die Meinung steht nun mal überall.

Unser Experte für Dating hält das für Quatsch und sagt zwei Sätze dazu:

Erstens achten Männer beim Date eher auf wohlgeformte, natürliche Brüste, und zweitens sehen sie von dir beim Date die meiste Zeit deinen Oberkörper – also warum machst du dir Sorgen?

Er wollte auch noch wissen, dass Männer schlecht sitzende oder unpassende, aber auch übertrieben formende BHs durchaus erkennen.

Wann kommen die Strapse, Halterlosen, Strumpfhosen oder nackten Beine also zum Einsatz? Wenn ihr noch „zu dir“ oder „zu ihm“ geht. Erst dann kann (und soll er sie vielleicht) sehen. Und dann kannst du dich noch mal fragen: Bin ich eine Schlampe, weil ich mich verführerisch anziehe? Natürlich nicht.

Schlechte Idee: Minikleid und Strapse

Die „Schlampenidee“ kommt den Männern vorwiegend, wenn du einen Minirock oder (noch schlimmer) ein Minikleid trägt, bei dem er deinen Slip, die Strapse oder den Bund der Halterlosen sehen kann. Ob er dann denkt: „Oh wie sexy“, oder „um Himmels willen, so eine Schlampe?“ Ich tippe mal auf: Der denkt dann wirklich, du bist ziemlich frivol, denn was er sehen kann, kann jeder andere Mann auch sehen.

Vielleicht kommt daher die schräge Idee, Strapse und Halterlose als „ganz harte Sachen“ zu bezeichnen, so, wie wir da sin einem Blog fanden. In Wirklichkeit sind dies „die ganz weichen Sachen“, also sanfte und intime Verführer, die sehr chic aussehen können.

Keine Strapse, weil Escorts sie tragen?

Es stimmt natürlich, dass Escorts fast immer Strapse tragen – aber sie sehen darin selten ordinär aus. Und dazu passt dann eben auch, was eine sehr selbstbewusste Frau in einem Forum schrieb (ich habe leider vergessen, in welchem): „Wenn ich ihn später noch verführen will, muss ich schließlich vorbereitet sein – das geht aber besser, wenn ich die tollen Dessous schon beim Dinner trage. Will ich ihn nicht verfrühen, dann sieht er ja sowieso nichts davon.“

Strapse sind wirklich chic

Strapse – dies will ich noch loswerden, sind nicht gleich Strapse. Schau dir in Ruhe alle Strapsgürtel und Kombinationen an, und entscheide dann, was zu dir passt. Denk auch dran, dass deine Slips und Tangas eventuell nicht dazu passen und du andere dazu tragen musst.

Die hier gezeigten Produkte und Verlinkungen wurden nicht gesponsert. das © 2018 für die Bilder liegt bei den Herstellern/Händlern.

Sinnlichkeit aneignen – ist das möglich?

Flirten - angeboren, aber perfektioniert - wirkt immer sinnlich
Sinnlichkeit kannst du nicht kaufen – und doch ist es möglich, sinnlicher zu wirken. Dazu musst du wissen: Du kannst vieles spielen, was du nicht bist – aber das ist ziemlich anstrengend. Wenn du dir „Sinnlichkeit“ aneignen willst, musst du also zuerst wissen: Wie lange möchtest du die Rolle spielen?

Eine typische, sinnliche Haltung
Wenn es für einige Stunden sein soll, reichen meist auch wenige Stunden „Unterricht“ in sinnlichem Aussehen und sinnlichem Verhalten. Wenn du aber die Geliebte von jemandem sein willst, der auf Sinnlichkeit Wert legt, und er wirklich glauben soll, du wärst seine einzige, leidenschaftliche und überaus sinnliche Geliebte, dann solltest musst du den dornigen Weg gehen. Dazu gehört Stilberatung, Schauspielunterricht, und – wo es möglich ist – eine bewusste Verhaltensänderung, die tief und nachhaltig wirkt.

Was ist der Unterschied zur echten Sinnlichkeit?

Was ist der Unterschied zwischen „eine sinnlich Frau sein“ und „eine sinnliche Frau spielen?“

Nun, eine sinnliche Frau denkt mit ihren Sinnen. Sie kann ganz und gar in diesen Sinnen aufgehen und ihnen folgen oder aber auch „Sinne zuschalten“, wann und wo sie will. Und weil sie es „drauf hat“, wirkt alles ganz natürlich und selbstverständlich.

Eine Frau, die sinnlich wirken will, spielt mit ihrer Sinnlichkeit. Sie weiß, welche Regung oder welche Bewegung (also Gestik und Mimik) an ihr erotisch wirkt, wie sie sich auf „sinnlich“ schminkt und wie sie ihre Stimme erotisiert. Und sie kennt genau die Kombinationen von Oberbekleidung und Dessous, die auf Männer sinnlich wirken. Sie hat gelernt, sich schamvoll oder auch schamlos auszuziehen oder sich sowohl wild und verwegen wie auch schüchtern und zögerlich hinzugeben.

Typisch für die aufgesetzte Sinnlichkeit sind also:

1. Kenntnis und Kontrolle der Körpersprache.
2. Wissen, wie Make-up, Schmuck, Oberbekleidung und Dessous zusammen sinnlich wirken.
3. Sich angeeignet zu haben, jederzeit auf „Kommando“ sinnliche Verhaltensweisen zu zeigen.


Du kannst lernen, sinnlicher zu wirken

Wird es funktionieren, sich „auf sinnlich“ emotional umzuschminken?

Mache sagen: „leider ja“, andere „gottlob ja.“ Fast niemand wird dir sagen: „Es ist aussichtslos.“ Und warum? Wir beantworten dir diese Frage.

Flirten kann fast jede Frau

Erstens hast du, wie jede Frau, die natürliche Fähigkeit, zu flirten. Sie ist angeboren und entwickelt sich später zur Perfektion – wenn du sie nicht unterdrückst. Die meisten Frauen verstärken diese Fähigkeit etwas, indem sie Gesten, die besonders gut „ankommen“, im Spiegel üben. Das kannst du auch.

Schauspielunterricht hilft unheimlich

Willst du deine Körpersprache und auch deine Stimme „auf sinnlich“ umstellen, dann nimm gezielt Schauspielunterricht, der in diese Richtung tendiert. Du lernst wahrscheinlich mehr über deinen Körper, deine Stimme und deine Erscheinung, als du aktuell wissen willst.

Kleider, Röcke, High Heels

Versuche, Kleider und Röcke zu tragen, vor allem solche aus Stoffen, die deinen Körper umschmeicheln. Lerne, sie mit High Heels zu tragen. Du musst dann zwangsläufig auf deine Haltung achten.

Versuche es mal mit Seide

Wenn du dich sinnlich fühlen willst, versuche einmal, Seide zu tragen. Es gibt nicht nur dir ein wundervolles Gefühl, sondern auch dein Lover wird begeistert davon sein.

Schmücke dir ein Zimmer sinnlich aus

Richte ein Zimmer deiner Wohnung so ein, dass es einen sinnlichen Eindruck macht, wenn du deine Lover zuhause empfangen willst.

Sinnliche Düfte unterstützen die Verführung

Verwende einen Duft, der (vor allem ihn) sinnlich macht. Wärme, Nähe, Duft, die erotische Umgebung und ein wenig Champagner eignen sind wundervoll, um dich und deinen Lover auf Sinnlichkeit einzustimmen.

Das kleine Geheimnis, das du unbedingt brauchst

Eine von Natur sinnliche Frau ist fast immer feucht, wenn sie ihren Lover erwartet. Wenn du Sinnlichkeit simulierst, und du dabei Erfolg hast, ist es gut, Feuchtigkeit vorzutäuschen – mit etwas Gleitgel.

Alles klar für dich? Schreib uns mal, ob dir unsere fantastischen Tipps genützt haben.