Jugendschutz: Agathes Puppe kotzt mal wieder

Mittwoch, 27. Januar 2010
sex news

Wenn künstliche Empörung und übertriebene Betulichkeit verbreitet werden, dann sagte sogar die bürgerliche Gesellschaft: „Mein Gott, Agathe, die Puppe kotzt – Kind, pass auf den Teppich auf“.

Nun ist es mal wieder so weit. Bund und Länder planen „neue Auflagen für die TV-Sender“.

Dazu schreibt der Kölner EXPRESS:

Die Sender sollen verpflichtet werden, mit jedem Programmsignal eine maschinenlesbare Alterskennzeichnung zu senden – also zum Beispiel „Freigegeben ab 16“ oder „Freigegeben ab 18


Toll, nicht wahr? Man will die Jugend mal wieder schützen – vor allem vor „Softpornos mit Telefonsex-Werbung“, aber natürlich auch vor „brutalen Vergewaltiger, sadistischen Mördern und psychopathischen Serienkillern“.

Nur, dass Gewaltszenen, fragwürdige Moralvorstellungen und vor allem brutaler Kitsch eben auch bereits im Abendprogramm ausgestrahlt werden, und zwar fast überall – und vergessen die Damen und Herren Jugendschützer da nicht, dass das Medium „Fernsehen“ längst abgemeiert hat, wenn es um wirkliche Brutalität und tatsächlich jugendgefährdende Sexszenen geht?

Ich weiß nicht, wie Sie das Bestreben von Bund und Ländern nennen. Ich nenne es Populismus.

Oh ist das gut ... oh ... oh ...

Mittwoch, 26. August 2009
humor

Nein, Sie befinden sich nicht in der Stöhnwerbung einer Telefonmieze (padron, die heißen ja jetzt Senderin) sondern in einer Werbung für ein oh ... oh ... Massagegerät. Na sehen sie mal, wie schön die Dame stöhnen kann - könnte glatt Filme vertonen. Wir haben das Ganze übrigens in der Zeit gefunden bei oh ... oh ... Sigrid Neudecker.

Nähere betrachtet – Sex und eine Londoner Telefonzelle

Freitag, 21. August 2009
männerlust

Was hat Telefon mit Sex zu tun? Wenn ihnen nun „Telefonsex“ einfällt, dann sehen sie viel zu spät viel zu viele Privatsender. Diese Londoner Telefonzelle gefiel mir so gut, weil sie im Grünen stand – doch fällt Ihnen etwas auf? Richtig, in der Telefonzelle befindet sich Werbung. Geht man näher heran, dann sieht man, dass es sich um Werbung für Damen handelt, die ihre Zeit an liebeshungrige Männer verkaufen.

Ob zufällige Londoner Telefonbenutzer im Stadtteil Westminster tatsächlich diese Nummern anrufen würden? Wo ich gerade bei London und Telefonsex bin – das ansonsten seriöse Magazin „Time Out“ in London zeigt eine ganze Seite Anzeigen von „Senderinnen“ – die dort tatsächlich nur 60 Pennys für ihre telefonischen Aktionen verlangen.

Tabulose Sie sucht …

Samstag, 6. Juni 2009
stichwort

telefonsex ohne tabu„Tabulos“ ist eines der am meisten missbrauchten Wörter in Sexanzeigen. Nicht nur in den einschlägigen Bauarbeiterblättern findet man diese Art von Anzeigen, sie sind über das ganze Internet verstreut. Die suchenden „Damen“ haben dabei eine ganz bestimmte Klientel im Auge: Männer, die ebenso blöd wie geil sind. 550.000 Anzeigen dieser Art kennt allein die Suchmaschine Google.

Zur „Tabulosigkeit“ kommt dann noch die aufgeilende Selbstbeschreibung als „Stute“ (ca. 10.000 Mal) oder „Ehehure“ (ca. 5.100 Mal) – die meisten aber annoncieren einfach als „tabulose Frau“ oder „tabulose Sie“, womit nicht einmal klar ist, dass hinter den meisten dieser Anzeigen „Sex gegen Geld“ steht. Schließt man zudem „Telefonsex“ aus, so sieht man, wie die Anzahl der Annoncen dahinschwindet. „Tabulos“ ist man eben nur, wenn ein Telefon zwischen der „Senderin“ und dem Rezipienten steht – selbst die Telefondamen Webcam erweisen sich nur so lange als „tabulos“, wie es um bloße Verbalerotik geht – sobald man den Beweis der Tabulosigkeit fordert, ziehen sie sich schnell zurück.

In der Liebe „tabulos“ sind in der Regel nur Frauen, die auch sonst ehrlos sind – dazugehört schon ein wenig mehr, als „nur“ eine Hure zu sein. Jede Frau, auch wenn sie im Gewerbe agiert, hat ihre Grenzen.

Was ist eigentlich mit Frauen, die wirklich Seitensprünge suchen? Nach Insider-Berichten sind sie nicht „völlig tabulos“, sondern suchen vor allem intensive, manchmal sogar sehr erregende und bisweilen sogar gefährliche Sexabenteuer. Doch zur Tabulosigkeit würde mehr gehören – und genau das stellen sich die Dumpfbacken auch vor, die „tabulose“ Frauen kontaktieren.

Will eine Frau wirklich etwas Ungewöhnliches, so steht meist eine Codierung für den Wunsch in der Anzeige, beispielsweise „für eine fesselnde Beziehung“. Wer noch vorsichtiger sein will, benutzt auch heute noch die alten Begriffe „tolerant", „aufgeschlossen“ oder „zugänglich“, um zu signalisieren, dass sich auch Neues in der Liebe probieren will.

Wenn die Senderin nicht Tante spielen will

Sonntag, 25. Januar 2009

Rollenspiele sind immer sehr beliebt – übrigens nicht nur auf Wunsch der Männer – und ich würde mal vorschlagen, sich bei den Damen Kolleginnen Senderinnen zu erkundigen, welche geheimen Fantasien sie selbst haben.

Wie auch immer: Bei Inzestfantasien geht der Ofen dieser Senderin so langsam aus – vor allem, wenn sie die Mami oder Tante spielen soll, die das Jüngelchen verführt.

Doch irgendwie kann man den Blutdruck hier durchaus absenken: Nicht alle Tanten sind wirklich Tanten oder mir anderen Worten: Nicht alle Tanten sind Blutsverwandte – und den Rest weiß Wikipedia.

Allerdings ist auffällig, wie groß der Wunsch junger Männer nach der Verführung durch erfahrene, erwachsene Frauen ist – und die Fantasie bleibt zumeist auch nach ihren ersten Erlebnissen mit gleichaltrigen Frauen erhalten.

Übrigens war die Verführung von Bürgersöhnchen durch erfahrene Verwandte in indirekter Linie früher oft der Einstieg der jungen Männer in ein freudvolles Sexualleben. Besonders Cousinen auf dem Lande sollen dabei Namhaftes geleistet haben.

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