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Wie stehen die Paare heute zum Partnertausch?

Im Taumel der Lust - Orgie, Partnertausch, Dreier oder einfach - Fremdgehen?
Dies ist der zweite Teil: Wie stehen die Paare heute zum Partnertausch? Lesen Sie dne ersten Teil mit historischem Bezug (1970er Jahre) hier.

Um es vorwegzunehmen: In der Fantasie spielt der Partnertausch eine wesentlich größere Rolle als in der Realität. Doch was hat sich geändert, seit den 1970er Jahren? Warum streben Paare immer noch nach sexuellen Außenkontakten, seien es bezahlte Affären, sinnliche Begegnungen, zufällige Kontakte, die in Sex umschlagen oder gemeinsame Affären und Liebesverhältnisse wie Dreier, Vierer, Orgien oder Polyamorie?

Die Antworten sind nicht leicht zu finden. Erinnern wir uns: Das Wesentliche an der „Paartauschbewegung“ der 1970er Jahre war die Frage: «Ist ein sogenannter „mitwirkender Ehebruch“ wirklich eine Alternative für einen echten Ehebruch? »

Die Vorteile schienen auf der Hand zu liegen: Keine Geheimnisse, sondern Offenheit – keine verschwiegen oder „schmutzigen“ Affären, sondern gemeinsamer Spaß. Und die Anmutung, zu den Vorreitern einer Gesellschaft mit einer absoluten sexuellen Freiheit zu gehören.

Die Nachteile wurden schnell bekannt: Eifersucht, Verdruss, Gewissenskonflikte, Verweigerungen – und im schlimmsten Fall Scheidungen.

Und wie ist es heute wirklich? Partnertausch oder Fremdgehen?

In nahezu allen einschlägigen Foren, Ratgebern und dergleichen wird zum „Partnertausch“ geraten, wenn beide (oder alle vier) es wollen und niemand von allen zur Eifersucht neigt. Ergänzend kann man hinzufügen: der Partnertausch wird nur Paaren empfohlen, bei denen beide „Sex“ und „Liebe“ trennen können.

Aber natürlich bleibt die Eifersucht ein Faktor, der zur Enttäuschung beiträgt – mehr noch als die plötzliche Erkenntnis: Der andere ist wesentlich sinnlicher, lustvoller oder eben auch aktiver als die Ehefrau oder der Ehemann. Kurz gesprochen könnte man sagen: Der Partnertausch ist ein sinnliches, erotisches und hochgradig sexuelles Experiment mit unsicherem Ausgang.

Geht die Initiative von der Frau aus?

Wir wissen, dass die Initiativen der 1970er Jahre fast ausschließlich von Männern ausgingen – und sie benutzten auch nicht das Wort „Partnertausch“, sondern häufig das Wort „Frauentausch“, was klar aussagt, wer da „tauschbereit“ war.

Heute stellt sich die Frage anders. Frauen sind neugieriger geworden, können Sex häufig von Liebe trennen und entwickeln mit außerehelichen Partnern erstaunliche Lustbeziehungen, die Ehemänner immer wieder verblüffen. Mittlerweile liegt prozentuale Anzahl weiblicher Fremdgeher je nach Quelle zwischen 20 und 50 Prozent – aber welche Zahlen auch stimmen mögen, alle Studien und Umfragen sagen übereinstimmend aus, das die Anzahl „untreuer“ Frauen in den letzten 30 – 50 Jahren signifikant gestiegen ist.

Warum Fremdgehen für Frauen attraktiver ist als Partnertausch

Warum also mit dem „eigenen“ Ehemann auf gemeinsame Pirsch gehen, wenn frau sich die Sahnestückchen selber suchen kann? Und die Eifersucht? Die kommt gar nicht erst auf, denn Frauen sind ausgesprochen verschwiegen, wenn es um Affären geht. Gewissensbisse? Wenn es sie gibt, werden sie mit Freundinnen „glattgerubbelt“. Solange der Mann nichts merkt (was meist der Fall ist) ist alles paletti, und falls er etwas merkt, schadet das nicht: Männer riskieren nur selten Scheidungen wegen Untreue der Ehefrau.

Kein Trend zum Partnertausch mehr

In der Skala der Aktivitäten (also nicht der Wünsche) liegt der Partnertausch nach einer Umfrage des Instituts Yougov inzwischen deutlich unterhalb der Erfahrungen mit Dreier und sogar Orgien (Gruppensex). Demnach lag der Anteil jener, die behaupteten, Partnertausch zu betreiben, bei schmalen sechs Prozent – und er ist damit fast identisch mit dem Anteil der Swinger. Zum Vergleich: Die „Dreier“, die intimere Form des sinnlichen Genusses, liegen derzeit bei etwa 16 Prozent auf der Erlebnisskala.

Erotische Träume neigen zu Orgien, Realitäten zum Seitensprung

Bei den Wünschen wäre zu berücksichtigen, dass die erotischen Träumer(innen) sich der Realität verschießen können und deshalb nicht an Untreue, Scheidungsrisiko oder Verlust der Freunde (mit denen es geschieht) rechnen müssen. Bei einer einschlägigen Studie wurde der Partnertausch gar nicht explizit erfasst, doch kam die Teilnahme an Orgien besonders häufig vor – und zwar hauptsächlich bei Frauen.

Die eheliche Treu wird selbst als Fassade noch hochgehalten

Alles in allem kann man sagen: Die eheliche Treue, sei sie nun Fassade oder Realität, wird wieder hochgehalten. Der Grund dafür ist nach Meinung der meisten Beobachter, dass Frauen weitaus bereiter sind, intime sexuelle Affären zu zweit einzugehen, als sich mit zweifelhaften Paaren einzulassen, die bereit zum „Sex zu viert“ sind.

Alle Quellen: SPIEGEL historisch(Printausgabe), Studie "YouGov" über MoPo.
Stellungnahmen und Foren:
ElitePartner Forum
BFriends (Frauenzeitschrift-Forum)
Med1 (Jugendliches, medizinisches Sexforum)
Secret (Online-Dating für lustvolle Frauen)
Joyclub (Börse für allerlei sexuelle Aktivitäten)
Insgesamt lasen wir rund zwei Dutzend Beiträge zum Thema im Internet und in Buchveröffentlichungen.




Partnertausch – ich nehme deinen, du nimmst meinen …

Partnertausch - Spaß, Ehebruch oder Langeweile?
Als die Großmama noch den Großpapa abstaubte, war die Sache einfach: Großmama hatte bestenfalls einmal zuvor an einem Penis genascht – wenn überhaupt jemals, und Großpapa machte die Sache so, wie er sie im Bordell erlernt hatte. Oder bei einer Arbeitertochter, wenn er „was Besseres“ war. Oder bei sonst einer Frau, die nicht so kleinlich war, wenn’s um das Anlernen von Männern ging.

Wie Opa und Oma auf den "mitwirkenden Ehebruch" kamen

Und wenn Oma und Opa dann ein paar Jahre verheiratet waren, und Oma nicht heimlich einen Herrn besuchte, der es ihr „richtig schön“ machte, und Opa sich nun scheute, erneut in den Puff zu gehen, dann lasen beide vielleicht mal eine Illustrierte, in der von „Partnertausch“ die Rede war.

In den 1970er Jahren war Partnertausch ein Phänomen – man nannte ihn auch „mitwirkenden Ehebruch.“ Waren die entsprechenden Gesuche verschleiert, so war der Standardsatz: „Ehepaar sucht gleichgesinntes“. Mussten sie nicht verschleiert werden, dann hieß es beispielsweise:

Topgeiles Unternehmerpaar, attraktiv, 30/40, mit Niveau. Chic, Charme und Diskretion, lädt superscharfe Paare und heiße, exhibitionistische Ladies in exklusives Jagdhaus ….


Gelegentlich wurden die Praktiken mit angegeben (1):

Sympathie vorausgesetzt, möchte kultiviertes, gutaussehendes Ehepaar (sie etwas bi) für stimulierende, hemmungslos-geile, jedoch anspruchsvolle Stunden zu viert (GS/69/PT, keine MS/NS) (Ehe-) Paare(e) … kennenlernen.


Oder auch auf „Schön“:

Junges Paar, schlank und gutaussehend, sucht für romantische Abend und Wochenenden attraktives Paar …


Partnertausch ... eher selten, weil man sich über Anzeigen verabredete

Falls beide (was wirklich selten vorkam) dann „Blut geleckt“ hatten, suchten sie sich ein Pärchen, bei dem der Mann möglichst kein Puffgänger war und die Ehefrau keine Einwände hatte. Und wenn sie viel Glück hatten, dann trafen sie sich irgendwann mal zum Partnertausch. Man war „auf Pille“, und AIDS war noch kein Thema, über das man sprach.

Lustvoll war anders - Frust und Eifersucht waren Themen

Reden wir mal von „damals“. Nach Untersuchungen aus den USA von 1974 hatten die Männer das meiste Vergnügen am Partnertausch, die Frauen hingegen deutlich weniger. Sie waren es auch zumeist, die den Anlass für den Abbruch des „Swinging“ gegeben hatten. Die häufigsten Motive: Eifersucht und Schuldgefühle, aber (man staune) auch Lageweile.

Das Paradoxe daran: Genau diese drei Hauptgründe sollten (nach damaliger Auffassung) für den Partnertausch stehen: raus aus den Langeweile und weder Schuldgefühle noch Eifersucht beim Geschlechtsverkehr mit dem außerehelichen Partner.

Tatsächlich kann man die Argumente auch heute noch hören. Eifersucht, die häufig erst nach dem Partnertausch ausbricht, und Schuldgefühle, die regelmäßig erst hinterher auftauchen. Dazu Frust über die Erfahrung, die keinesfalls so glorios ausfiel, wie man sich dies gedacht hatte. Dazu gehörten auch trostlose Szenen, in denen die zuvor übererdet Frau plötzlich unter Tränen abbricht oder der Ehemann seien Potenz nicht unter Beweis stellen kann. Und nach wie vor kommt es nach dem Partnertausch zu Scheidungen und Trennungen.

Die lange Suche nach dem Positiven - und heute?

Das Positive? Wer es sucht, muss lange forschen. Bestenfalls kann man sagen, dass Paare außerhalb der notorischen Swinger-Szenerie die Erfahrungen als „lehrreich“ empfanden. Innerhalb der Szenerie allerdings wurden (und werden) nach Eigenangaben mit Partnertausch und Swinging häufig faszinierende Erfahrungen gemacht.

Der zweite Teil: Wie stehen die Paare heute zum Partnertausch?

(Demnächst auf "Sinn und Sinnlichkeit")

(1) Zu den Abkürzungen:

PT – Partnertausch
69 – zugleich Fellatio und Cunnilingus.
GS – Gruppensex.
NS – Natursekt
MS – möglicherweise maso, auch Master/Slave möglich.

Quelle der Anzeigen: "nur ernstegmeinte Zuschriften erbeten" , Düsseldorf 1982.


Cuckold – der Kuckuck, der Esel und eine Frau

Hörner aufsetzen ist im Deutschen geläufiger als "Cuckold"
Vor vielen Jahren war „Cuckold“ in aller Munde, und noch heute verzeichnet Google gut 1,4 Mio. Einträge mit diesem Begriff.

Nicht alle betreffen Erotik, Sex, SM und dergleichen. Der „Cuckold“ ist ein ganz gewöhnlicher Mann, der von einer ganz gewöhnlichen Frau „gehörnt“ wird. Klartextlich: Sie treibt’s mit einem oder mehreren anderen Männern, und er duldet es mehr oder weniger freiwillig.

In der Pornografie und in bestimmten Bereichen der SM-Szenerie ist er jedoch ein Weichei. Ausgestattet mit wenig Körperkraft, schmalem Selbstbewusstsein und (zumindest in der pornografischen Abteilung) mit einem kleinen Penis.

Das Pendant zum Kuckuck-Mann (Hahnrei, gehörnter Mann) ist ein menschlicher Eselhengst. Stürmisch, zupackend, von großer körperlicher Kraft und enormer Potenz, machohaftem Selbstbewusstsein und selbstverständlich mit einem großen Gemächt. Man nennt ihn nicht „Eselhengst“, sonder üblicherweise „Bull“.

Warum lässt der Mann "so etwas" mit sich machen?

Was treibt einen Mann eigentlich dazu, als „gehörnter Ehemann“ verheiratet zu bleiben? Und was könnte ihn dazu treiben, sich von der Ehefrau als „Cuckold“ derart erniedrigen zu lassen, dass er zusieht, wie ein anderer Mann sich mit seiner Ehefrau „beschäftigt“?

Der Mann, der seiner Frau gewähren lässt, mag gute Gründe haben. Mag sein, dass er selbst gerne mal anderwärts nascht, oder dass er ganz froh ist, dass sie sich anderweitig austobt – es ist nicht Sache eines jeden, den wilden Eselhengst zu spielen. Vor Jahren traf ich eine Frau, die regelmäßig in ein Mittelmeerland fuhr, um mit glutvollen Männern das zu bekommen, was sie von ihren „festen Beziehungen“ nicht geboten wurde.

Vier Theorien, warum der Mann gerne beim Ehebruch der Frau zusieht

Was aber geht in dem Mann vor, der tatsächlich in einen „Dreier“ nach Art des "Cuckolds" einwilligt, bei dem er überwiegend „zusieht?“

Es gibt dazu viele Theorien: Die eine basiert überwiegend auf SM-Paaren oder SM-Konstellationen: Sie dominiert, er lässt sich freiwillig erniedrigen und versklaven, und am Ende ist er dankbar, dass er wenigstens zusehen durfte.

Die zweite Theorie verweist auf die Faszination, einer Frau beim Sex mit einem Mann zuzusehen – in diesem Fall sogar der Ehefrau oder Freundin. Das könnte der Mann zwar auch bei einem konventionellen MMF-Dreier haben, aber dabei ist das reine „Zusehen“ eher verpönt.

Die dritte Theorie ist einfacher: Eigentlich will man einen Dreier (MMF), aber die betroffene Frau besteht darauf, dass nur einer der Partner aktiv ist und der andere wartet.

Es gibt eine vierte, auch recht plausible Theorie: Der Mann kann tendenziell Freude daran haben, einmal einem Mann körperlich nahe zu sein, traut sich aber nur in Gegenwart seiner Geliebten. Ob es sich dabei um echte Bisexualität oder bloße Neugierde handelt, ist umstritten.

Private Studie von 2011 über Cuckolds nicht mehr im Netz
Angebliche Umfrage - Cuckold-Ergebnisse (siehe Anmerkung)
Aufschluss sollte einmal eine umstrittene private Studie aus dem Jahre 2011 geben, die im Internet nicht mehr vorhanden ist. Danach waren 78 Prozent der Befragten Männer (Cuckolds) unterwürfig, und 15 Prozent empfanden sich nicht als unterwürfige, fanden die Idee aber (im Rollenspiel) attraktiv. Nur ungefähr neun Prozent empfanden sich nicht als unterwürfig. Interessant waren auch ander Zahlen: Etwa 57 Prozent der „Cuckolds“ liebten es, von der betroffenen Frau erniedrigt zu werden, wobei verschiedene Varianten infrage kamen, und nur etwa 29 Prozent waren reine Voyeure, also Männer, die Lust am „zusehen“ hatten. Die restlichen Männer gaben bisexuelle Tendenzen an. In einem 2005 veröffentlichten erotischen Roman (Domination Inc.) werden ähnliche Tendenzen geschildert.

Letztlich ergab sich aus der Studie (wenn man sie so nennen will), dass der Wunsch nach einem Cuckold-Szenario in den weitaus meisten Fällen von der Frau ausging. Allerdings beruht diese Aussage einseitig auf das, was „bekennende“ Cuckold-Männer äußerten.

(Das Zahlenwerk liegt der Redaktion vor, es kann aber nicht als wissenschaftlich korrekt anerkannt werden). Anmerkung (1): In weiblichen Kleidern oder gar geschminkt dem Geschehen zusehen (2) Alle anderen Erniedrigungen, wie Beleidigungen, oder "zu kleiner Penis". Alle Erniedrigungen wurden im letzten Balken zusammengefasst.
Bild oben: Illustration von Viktor Leyrer.

Erotische Themen für Autorinnen

Falls Sie Interesse haben: Hier sind 32 und noch mehr Vorschläge für erotische Themen für Autorinnen und Autoren:

1. Erotische Dates (Partnersuche)

2. Erotische Entführungen

3. Zwei Männer gesucht? (FMM-Dreier)

4. Ungewöhnliche Triolen (Dreier)

5. Der „klassische Dreier“ – neu gesehen.

6. Verführerinnen.

7. Sperma im erotischen Roman.

8. Liquide fließen.

9. Die Scham, sich zu ergießen.

10. Feminisierung.

11. MILF- ältere Geliebte

12. Cougar - viel ältere Geliebte.

13. Harmlose Fetische.

14. Gefahrvolle Fetische.

15. Die Domina

16. Herrinnen und Sklavinnen.

17. Cuckold - professionell

18. Sex mit Fremden

19. Ausgetauscht

20. Erotische Lebensbeichten

21. Erotische "Folter"

22. Nackt sein für den Loverl

23. Überraschend nackt sein

24. Rituelle Zirkel

25. Erotik-Sekten

26. Das erste Mal Sex - aber nicht das Übliche

27. Jungfrau über 25

28. Alternative und ungewöhnliche "erste Male"

29. Strap-on-Sex.

30. Untreue - Ehebruch

31. Die Erotik der Puppen.

32. Das Idol.



Die Webseite hat noch wesentlich mehr zu bieten.

Die Hausfrau als Hure – in Wahrheit ist es umgekehrt

die willige hausfrau, wie man sie sich in den 1960er jahren vorstellte


In konservativen Gegenden Deutschlands und Österreichs herrscht bei Männern immer noch die Auffassung, dass von morgens früh bis abends spät in den bürgerlichen Wohnungen vernachlässigte, sexuell bedürftige Hausfrauen herumlägen. Das nutzen Anzeigenseiten aus, in denen professionelle Texter gewöhnliche Huren als Hausfrauen anpreisen.

Da liegen sie also herum: die Nippel steif, der Erfrischungsraum feucht und empfangsbereit, und bei Bedarf auch „restlos versaut“. Dem seitensprungbereiten Mann wird eingeflüstert: Macht nichts, wenn du gebunden bist, ich bin es auch.“ Weil die Geschmäcker verschieden sind, annonciert neben der „rasierten und versauten“ 34-Jährigen dann auch noch eine „gepflegte und niveauvolle Dame“, die allerdings das F-Wort auch nicht ausspart.

Alle diese Damen zeichnen sich dadurch aus, dass sie entweder ihre nackten Brüste in den Vordergrund stellen oder sich in ihrer Unterwäsche fotografieren ließen, die man bei bedarf übrigens auch erwerben kann. Je nach Anzeigenseite ist die Sprache mal direkter, mal weniger direkt, aber zumeist fehlt der wichtigste Hinweis, nämlich welche Preis für derartige Dienste zu entrichten wäre. Wenn überhaupt, stehen Dümmlichkeiten dort wie „ich möchte meine Haushaltskosten aufbessern“. Nun, kaufmännische Bildung ist Glückssache: Gemeint sind nicht die Kosten, sondern die Einnahmen. Wer es noch nie gehört hat: „FI“ heißt: Ich verlange Geld, und „Taschengeld“ ist das Codewort für den Hurenlohn.

Die Hausfrau als Hure? Da kann man sich wirklich nur amüsieren, wie blöd Männer sein können. In Wahrheit ist es umgekehrt: Die Hure wird zur Hausfrau „umgetextet“, damit der naive Freier glaubt, er bekommt bei ihr die erotischen Dienstleistungen umsonst – oder mindestens preiswerter als bei der Konkurrenz.