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Die codierte Lust-Sprache, Frauen und Casual Dating

Geschrieben von Gebhard Roese • Sonntag, 16. Januar 2011 • Kategorie: casual dating geheimnisse
Die „Codierung“ einzelner Begriffe, um sexuelle Lüste zu vertuschen, ist bereits in der überhitzten bürgerlichen „Götterdämmerung“ der 1900er Jahrhundertwende zu erkennen. Damals entstanden Begriffe wie „Privatsekretärin“ für die Geliebte eines Geschäftsmannes, „strenge und unnachgiebige Gouvernante“ für das, was wir heute eine Domina nennen würden, und „Französischlehrerin“ für eine Hure, die orale Lüste anbietet.

Bis in die Neuzeit: Codierte Sexwünsche

Ein Teil dieser Sprachrereglungen hat sich bis in die Neuzeit erhalten. Zwar ist Prostitution in Deutschland nicht mehr verboten, aber die Ankündigungen der Huren müssen sich doch im Rahmen der üblichen Gepflogenheiten halten, was im Endeffekt bedeutet, dass die Dienste in offene Medien dezenter angeboten werden müssen als in Über18-Online-Angeboten.

Um auch in mehr oder weniger seriösen Medien annoncieren zu können oder in den nach wie vor offenen Anzeigenbereichen im Internet, benutzen aber nicht nur typische Huren Abkürzungen. Auch andere lustvolle Menschen, die ungewöhnliche Begegnungen suchen, verschleiern ihre Absichten gegenüber der Öffentlichkeit.

Die sonderbare Welt der erotischen Abkürzungscodes

Besondere Sprachregelungen gelten vor allem bei den Abkürzungen, die in vielfältiger Weise benutzt werden. Zumeist werden dabei die Praktiken in der Abkürzungsform beschrieben. Die erwartet oder geboten werden, aber auch die Art, in der sie ausgeführt werden. So bedeutet „a.o.“ „alles ohne Kondom“ – möglicherweise eine spektakuläre, aber eben auch eine äußerst gefährliche Spielart der Sexualität.

Besondere Sensibilität beim Lohn für die Lust

wollen wir nicht doch erst einmal nachsehen, was der herr mit "erziehungsfragen diskutieren" gemeint hat?
Da verschiedene Medien auf keinen Fall erlauben würden, Preise für sexuelle Dienstleistungen zu nennen, aber auch vermeiden wollen, dass die entsprechenden Inserenten überhaupt als sexuelle Dienstleister zu erkennen sind, wird vor allem bei der Frage, ob Geld gefordert wird, in vielfältiger Wiese herumgetrickst. Hier ist ein bunter Strauß von Wortblüten entstanden, etwa, man habe „finanzielle Interessen (fi)“ oder man erwarte ein „Taschengeld“ (TG). Besonders blumig klingt der Hurenlohn im Bereich der auf Stil bedachten Domina-Branche: Dort wird entweder mit dem geschäftsmäßigen „Honorar“ geworben oder auch mit dem Wort „Tribut zahlen“ gearbeitet. Frauen, die gar keine Angaben zur „Taschengeldpflicht“ machen will, sagt einfach, sie suchten einen „solventen Herrn“, einen Geschäftsmann oder einen „Gentleman“.

Private Anzeigen von Frauen wurden fast stets codiert

Allerdings verwendet nicht nur die Rotlicht-Branche Verschleierungen. Auch „ganz gewöhnliche“ Frauen tarnen ihren Wunsch nach „Casual Dating“. Über Jahre hinaus war die Formulierung „für alles Schöne“ ein sicherer Hinweis darauf, dass das Bett der Dame schon gemacht war, und ähnlich war es mit dem Satz „für alles, was zu zweit mehr Freude macht“. Wer einen ONS suchte, sprach von einer „modernen Beziehung“ oder davon, dass man „zugänglich“ oder „zärtlich“ sei.

Daran hat sich nicht viel geändert, denn immer noch schämen sich Frauen, in Anzeigen ihre wirklichen Wünsche offen darzulegen, weil sie letztendlich fürchten, diffamiert zu werden, falls diese Wünsche an die Öffentlichkeit kommen sollten. Als damals eine Dame offen annoncierte, sie suche „Begegnungen in Körper, Geist und Seele“ stand die halbe Presse Kopf – das war anno 1973, als eine solche Frau noch als „an Promiskuität und Nymphomanie und Exhibitionismus sowie an Sadismus erkrankte Hausfrau“ geschildert wurde.

Auch heute noch wird das Schlampensiegel schnell aufgedrückt

Leider wird Frauen, die zu ihrem Wunsch nach spontanen körperlichen Begegnungen stehen noch immer das „Schlampensiegel“ aufgedrückt, sodass es nicht verwunderlich ist, wenn solche Frauen gezielt auf Casual Dating Agenturen zugehen, in denen ihnen sie wenigstens eine gewisse Sicherheit gegenüber Nachstellungen und übler Nachrede geboten wird.

Langfristig gesehen hat das „Casual Dating“ innerhalb der geschützten Umgebung von Agenturen also einen Sinn bekommen. Voraussetzung ist allerdings, dass auch sie selbst alles dafür tun, um ihre Identität zu verschleiern – denn im Casual Dating gilt: Je weniger der Dating-Partner erfährt, umso weniger erfährt auch sein Umfeld von der geheimen Lust, die beide miteinander teilen.
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Casual Dating ist ein Etikett – oder doch nicht?

Geschrieben von Gebhard Roese • Samstag, 8. Januar 2011 • Kategorie: casual online dating
Bevor ich ernsthaft darüber rede, was Causal Dating „eigentlich ist“ (das kommt auch noch) will ich euch sagen, was es „auch ist“: ein Etikett, das man sich aufpappen kann oder nicht. Denn „gelegentliche Lüste“, „kurze Beziehungen“ oder „Affären“ kann man theoretische immer und überall haben. Mit anderen Worten: Casual Dating ist nicht an eine Casual Dating Agentur gebunden, sondern sie ist eine Variante, einem Menschen zu begegnen.

Zwar ist es wahrscheinlicher, bei einer Casual Dating Agentur einen ONS zu haben als bein einer Online-Partnervermittlung – das heißt aber nicht, dass man bei beiden nicht beides haben kann: Eine Affäre, die über eine Casual Dating Agentur vermittelt wurde, kann zu einer großen Liebe werden, und ein Date mit einer Partneragentur-Frau kann im ONS enden.

Selbstverantwortung zählt beim Casual Dating

Die Menschen heute vergessen oft, dass sie alleine verantwortlich sind, für das, was geschieht, und nicht die Agentur, bei der man jemanden kennenlernt. Das war schon immer so: Ob es um die Sparte „Heiraten“ der großen Samstagzeitungen ging oder um die boomenden Partneragenturen der 1960er Jahre – immer wieder waren Menschen enttäuscht, wenn sie statt der erhofften Langzeitbeziehung einen ONS bekamen.

Casual Dating auch bei „anständigen“ Online-Partnervermittlungen

casual datingDer Hintergrund bei den Partneragenturen: Oft kann sich der Partner keine Ehe oder Beziehung mit der Kandidatin oder dem Kandidaten vorstellen, aber „was zur Hand ist, kann auch verputzt werden“. Ein anderer Teil nutzt die höhere Sicherheit der Online-Partneragenturen, um sich die „kleine Lust zwischendurch“ zu holen: Normalerweise sind die Frauen und Männer, die man dort trifft, solider – und das verlockt eben auch dazu, dort einmal etwas zu wildern. Ähnlich war es übrigens schon zu Zeiten der Heiratsanzeigen: Keine Lehrerin konnte es sich 1960 leisten, sich aus Lust einem Mann anzubieten – über den Umweg der Heiratsanzeige und das Treffen an fremden Orten ging es aber.

Das Gelegenheitsdating blüht auch in Singlebörsen

Zwischen den Online-Partneragenturen, bei denen so etwas höchst selten vorkommt, und den Casual-Dating-Agenturen, bei denen sehr kurze Beziehungen die Regel sind, stehen die Singlebörsen als „Wundertüten des Datings“. Je offener diese Börsen sind, umso mehr locken sie allerlei Nachtfalter an, die sich Gelüste erfüllen wollen – aber das leider nicht in geschützter Atmosphäre, sondern teilweise in aller Öffentlichkeit.

Vollbusige Frauen, die sich offen anbieten? Vorsicht ist geboten

Man muss dazu sagen, dass siech im Casual Dating Bereich auch Firmen tummeln, die Bilder vollbusiger Frauen in den Mittelpunkt stellen. Wie weit man dabei mit Fakes arbeitet oder Huren den Zugang gewährt, ist schwer abzuschätzen. Tatsache ist aber, dass einige der unseriösen Portale ganz bewusst auf den „Hureneffekt“ setzen. Man kann dies in etwa so sagen: Wenn in einem Portal für nicht zahlende Mitglieder bereits in großer Anzahl Frauen zu sehen sind, die in erregenden Dessous, mit nackten Brüsten oder gar „bei der Sache“ fotografiert wurden, dann ist Vorsicht geboten: Solche Aufnahmen existieren überwiegend von Frauen, die auch sonst noch kaum etwas im Leben zu verlieren haben.

Casual Dating: Kein einheitliches Etikett

Casual Dating ist kein einheitliches Etikett – man kann jedes seriöse Date nach „casual“ verändern und manche „Casual Dates“ in Richtung seriös. Problematisch wird die Sache erst, wenn man als Mann glaubt, ein gewöhnlichen „Casual Date“ zu haben, und die betreffende Dame erst nach der Frage „zu dir oder zu mir“ ihren Tarif für die Liebesnacht nennt.

Bild rechts: ©: 2010 by arha detruit
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