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Dominanz und Unterwerfung: wer strebt nach was?

Zahlen und Fakten im Überblick - die Differenzen zwischen Frau und Mann sind oft sehr gering
Fast alles, was wir schreiben, lässt sich durch Zahlen und Beobachtungen belegen – allerdings ist dies immer recht mühsam und oft ungenau. Hier erfahren Sie, welche Fakten sich hinter unseren Artikel über Dominanz und Unterwerfung verbergen.

Fragen wir uns zunächst: Wer strebt in Fantasien oder oder feuchten Träumen Unterwerfung an?

Die Sichtweise der Unterwürfigen

Von welchen Unterwerfungen träumen Frauen?

Wir wissen verlässlich, dass sich die gut 65 Prozent der Frauen in ihren Träumen erotische Unterwerfungen wünschen, und wir wissen auch, dass Fesslungen dabei einen hohen Stellenwert haben, mehr noch als Schläge, von denen nur ein starkes Drittel der Frauen träumt.

Welche Unterwerfungen erträumen sich Männer?

Etwa 53 Prozent der Männer träumen sich in eine unterwürfige Rolle hinein, und ein enormer Anteil davon stellt sich vor, dabei gefesselt zu werden. Deutlich weniger Männer, nämlich unter 30 Prozent, wollen bei dieser Gelegenheit auch geschlagen werden.

Die Sichtweise der Dominanten

Wie beherrschen Frauen die Personen erotisch in ihren Träumen?

Etwa 46 Prozent der Frauen würden gerne eine Person sexuell dominieren, und ein ähnlich hoher Anteil würde diese Person gerne fesseln. Das Schlagen und Peitschen liegt abgeschlagen unter einem Viertel der befragten Frauen.

Wie beherrschen Männer die Personen erotisch in ihren Träumen?

Nur etwa 60 Prozent der Männer haben die Gelüste, eine Person sexuell zu dominieren, und etwa die Hälfte der befragten Männer träumt davon, diese Person zu fesseln. Es folgt eine ebenso beachtliche Zahl von Männern, die andere Personen gerne erotisch schlagen würden.

Was wir nicht wissen

Was wir nicht wissen, ist der Anteil der Frauen, die sich selbst eher dafür interessieren, eine Frau zu dominieren (oder von ihr dominiert zu werden). Ebenso wenig wissen wir, wie viele Frauen sich mehreren Frauen oder Paare erotisch unterwerfen wollten. Der Anteil der Frauen, die in der Realität bewusst nach Frauen suchen, soll sich aber erhöht haben.

Bei Männern liegt der Schatten der Homosexualität über der Wahrheit. Es dürfte bekannt sein, dass manche Männer davon träumen, von mehreren Frauen (meist Amazonen oder Underdogs) entführt, erniedrigt, gefesselt und geschlagen zu werden. Es ist aber unmöglich festzustellen, wie viele Männer sich von Männern oder Hetero-Paaren erniedrigen lassen möchten.

Jenseits der Fakten – mögliche Tendenzen

Obgleich in der Untersuchung, aus der wir zitierten, ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass es sich nicht um Realitäten, sondern um Fantasien handelt, scheinen doch mehr und mehr Personen (sowohl Männer als auch Frauen) an der Verwirklichung einzelner Träume interessiert zu sein. Jedenfalls geben immer mehr Frauen zu, sich ganz bewusst zu unterwerfen, um daraus Lust zu gewinnen. Frauen, die in Beziehungen leben, wählen dazu nicht immer ihren ständigen Partner, sondern eine Person, die sich „eignet“. Das kann in einigen Fällen auch eine Frau sein, nicht nur, weil die Bi-Schwelle für Sex bei etwa einem Drittel liegt, sondern auch, weil Männern bei „harten“ Spielen misstraut wird. Bei Männern verhält es sich anders. Beinahe sicher können wir annehmen, dass sie sich bei einer dominanten Frau sicherer fühlen als bei einem Mann – auch, wenn sie nicht homophob sind – und sie haben panische Angst davor, aufgrund eines erotischen Experiments als „homosexuell“ zu gelten.

Sex ist oft ein Bestandteil der Spielpläne für Dominanz

Ein Satz sollte noch fallen: Im Gegensatz zu sogenannten „Domina-Anzeigen“ und Behauptungen über „professionelle Dominas“ beinhalten Unterwerfungen (auch mit Schlägen und Fesselungen) oftmals doch Sex – sie stehen also nicht als „isolierte Abweichung“ da.

Hinweis: Alle Zahlen wurden aufbereitet nach der Studie: What Exactly Is an Unusual Sexual Fantasy? Von Christian C. Joyal, Amélie Cossette und Vanessa Lapierre. Diese Studie gilt als extrem zuverlässig.

Wenn der Popo lustvoll versohlt wird …

Die Lust an der Lust, den Po zu präsentieren
Wenn du hörst, dass sich jemand lustvoll den Popo versohlen lässt, was denkst du dann?

Ich helfe dir mal auf die Sprünge. Wenn du eine humanistische Bildung genossen und es vielleicht bis zum Abitur geschafft hast, dann spukt dir sicher der Zigarrenraucher im Kopf herum, der die Psychoanalyse erfunden hat. Und wer den kennt, der weiß, dass alles, was man armen Kindern antut, später mal wieder herauskommt – meistens als Neurosen.

Sie muss zum Doc - bevor sie es noch ausprobiert ...

Auch wenn dir der Po versohlt wurde, und du das immer wieder willst, dann musst du zum Doc – du arme … denn dann ist irgendetwas in dir versaut worden.

Nun ja, falls du nun glaubst, du wärest ja niemals auf den nackten Po, das Höschen oder auch nur den Sommerrock gehauen worden, dann hast du das verdrängt – und musst erst recht zum Doc.

Eine Freundin von mir hat das mal als Mickey-Mouse-Psychologie bezeichnet: Da weiß jemand was und glaubt, er weiß alles von jedem. Und dann rennt sie (oder er) überall herum und verkündet mit dem Megafon: Die ist krank, weil sie sich denn Po versohlen lässt.

Und du bist wirklich noch neugierig auf den geröteten Po?

Blöd nur für die vielen Frauen und Männer, die niemals was „hinten drauf“ gekriegt haben aber unglaublich neugierig darauf sind, wie sich so etwas anfühlt. Meistens geht es dabei wirklich darum, eine starke Hand auf dem Po zu spüren, die eine „hübsche Handschrift“ hat.

Nimm mal an, du wärst so jemand, und du hast jemanden, der dir solche Wünsche erfüllt – mal vor dem Sex, mal ohne Sex. Dann kannst du dich entscheiden, was dir lieb ist: die Lust am ungewöhnlichen Kontakt von Haut zu Haut, also wenn die Hand auf den Po klatscht. Oder die Lust am Schmerz, die du dann beliebig steigern kannst – mit altmodischem Gerät, wie zum Beispiel mit einem Teppichklopfer, mit Haushaltsgegenständen, wie einem Pfannenwender oder mit Sachen aus Leder, die entweder einen flächigen oder stechenden Schmerz erzeugen.

Das Ganze kannst du in verschiedenen Positionen und innerhalb vieler Rituale oder Rollenspiele erleben. Es gibt ziemlich viel Literatur darüber, aber … das Beste ist natürlich, selber herausfinden, was dir Spaß macht.

Lies gerne nach bei bfriends - kontrovers und nicht mehr ganz taufrisch, aber sexy. Bild: Herric, Buchillustration.

Lustvolle Schläge: was, wenn jemand die Spuren sieht?

Bei mir trudeln ja die ulkigsten Artikel ein, und manchmal schickt man mir Links: „Hey, du, Miss Y, guck die doch mal an, was die da schreibt“ – das kannst du doch sicher auch gebrauchen. Na, also meistens ist es Mist, aber da war nun gerade mal was. Es soll ja angeblich Sommer sein, und da will Frau schwimmen gehen und dabei auch ihren schönen Körper vorzeigen, was sonst?

Ja, nur – also da wären Spuren von einem Rohrstock, einer Klatsche oder eine Peitsche – die trägt natürlich jede Schmerlustliebhaberin mit Stolz, aber doch nicht im Schwimmbad. Na, mal ehrlich: die meisten Frauen werden ja wohl sagen, sie hätten einen Unfall beim Extremsport gehabt.

Puh … ja, wenn es schon im Bikini so schwer ist, was soll ich dann erst machen, wenn ich einen Arzttermin habe oder zur Masseurin gehe oder mit jemandem dusche?

Ja, wie ihr seht, kann das Leben ganz schön hart sein, wenn frau ins Schwimmbad gehen will und kurz zuvor eine „Sitzung“ hatte. Männern macht die Sache fast gar nicht aus – die ziehen halt Schwimmshorts an.

Wenn ihr mehr lesen wollt – dann lest mal hier. Pandora rettete sich mit einem Handtuch.

Die Redaktion empfiehlt,die verlinkte Seite nicht am Arbeitsplatz zu öffnen.

Schläge auf den Po: „… und ich dachte, ich wäre die Einzige“

Schläge auf den Po? Also, das habe ich immer für ziemlich verrückt gehalten. Meine psychologisch „vorgebildete“ Schulfreundin Annemarie hatte ja mal behaupte, dass Frauen, die in der Kindheit versohlt wurden, im Erwachsenenalter „krankhafte Züge von Schmerzsucht“ empfinden könnten, weshalb man auf junge Mädchen auf gar keinen Fall auf den Po schlagen sollte (wenn überhaupt irgendwo hin).

Nur ist da so sein Knoten in der Sache: In den Foren und in den Briefen an uns fragen jetzt immer wieder junge Frauen, ob es denn eigentlich OK wäre, wenn man Lust darauf hätte, den nackten Po geschlagen zu werden – und diese Frauen hatten als Mädchen keine Erfahrungen mit dem Po-Verklatschen.

Die meisten Frauen sagen, sie wären im Alltag unheimlich stark (große Schwestern zum Beispiel) und würden im Beruf und Alttag „ihren Mann stehen“. Dabei ist die 20-jährige, die ein Internet-Startup führt, eine Ärztin mit eigener Praxis und eine Personalleiterin – alle sind ausgesprochen starke Frauen. Bevor sie sich an ein Forum oder eine Briefkastentante wandten, dachten sie, sie wären „ein bisschen pervers“ und schämten sich dafür, aber dann … dann endeckten sie plötzlich, dass es viele andere Frauen gibt, die nicht nur ein paar Schläge auf den Po lieben, sondern auch noch härter „rangenommen“ werden wollen, und das sagt man dann so:

Wenn man die Kontrolle mal einfach abgeben kann, ist das unheimlich geil“ oder „Ich mag es, wenn man mir beim Sex sagt, was ich zu tun habe – und im Alltag darf das niemand zu mir sagen“. Oder gar „und ich dachte immer ich wäre die Einzige, und ich kann es meinem Freund einfach nicht beibringen, dass ich so bin“. Eine Architektin sagt, dass sie mit ihrem Mann erst mal zum Baumarkt gegangen ist, Seile kaufen – da hat er begriffen, wie ernst es ihr ist, und eine junge Ehefrau und Mutter sagt, sie hätte da mal ein „Set für Anfänger“ in einem Erotikshop bestellt, das hätte die Sache dann endlich in Gang gebracht.

Warum sind Menschen devot? Warum lieben Sie Schläge? Niemand weiß es, und niemand will es wissen. Gerade Frauen stehen ja immer zwischen den Fronten: starke Frau sein und devotes Weibchen? Das darf man nicht einmal im Freundeskreis sagen, so „pervers“ ist die Vorstellung, man könnte sich einfach nackt auf einen Fliesenboden legen und (… denkt euch was aus) oder an einen Dachbalken gefesselt werden oder … na ja, was euch eben sonst noch so einfällt – vom Rohrstock bis zur Reitpeitsche.

Ja, und dann und wann ist da doch immer wieder die Frage: „Ist das Normal, Ina?“ Ja, wie soll ich denn das wissen? Normal ist immer, was einem Freude bereitet, und wenn es denn der nackte Po ist, der immer mehr glüht, und du froh und glücklich bist, dass du jemanden gefunden hast, der dafür sorgt, ja warum denn dann eigentlich nicht?

Einige Beispiel fanden wir hier: Schläge auf den Po. Das Forum wurde aber nicht als Zitatenquelle genutzt - alle Zitate stammen aus ähnlichen Erhebungen im Rahmen der Recherchen der Redaktion.