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Frauen zum Aussuchen …

Frauen zum Aussuchen … warum uns der Gang in die Internet-Welt nützt – und auch schaden kann.

angebote aller art warten auf sie ... wirklich?


„Ein Lächeln billiger, ein Angebot voraus?“ offenbar ist alles zu haben. Frauen, vor allem, mit Zubehör. Eine Venus im Pelz? Ach bitte schön, 300 die Stunde, inklusive Pelz. Wohlfeil beim Trödler erstanden, weil doch das Volk nun die Tiere schützt. Ein Vorgespräch wie vor einer schwierigen Operation, großes Theater, schnell von einem Hurchen inszeniert, das keine sein will, schließlich ist sie Mutter. Um 16 Uhr muss das Kind spätestens vom Kindergarten abgeholt werden, da bleibt gerade noch Zeit für das Losbinden. Irgendein billiges Liebchen? Na sicher doch. Am besten Hausfrau, gegen 35, äußerlich noch relativ unverbraucht, aber rattenscharf und naturgeil. War es schön? Schön war’s – Spermareste entfernen, um 18 Uhr kommt der Ehemann heim, ja, es geht wirklich nur nachmittags, aber es war schön, danke schön. Die Bifrau fängt sich eine kleine Verkäuferin, da muss sie nicht mal online gehen, sondern sich nur über Dessous beraten lassen – dann lenkt sie das Gespräch schon dahin, wohin sei es gerne hätte.

Eine Frau für eine Nacht? Das heißt jetzt „Casual Dating?“ Die Angebote mit Bild sind schon da: in der Unterwäsche, nackt, mit offenem Schritt? Kein Problem – alles bereits vorhanden, hat der Ehemann bereits gemacht, oder der vorige Lover, oder beide zusammen. Mehrfach begehbar? Selbstverständlich.

Das Zubehör wird akribisch beschrieben, manchmal erscheinen Bilder der Spielzeugsammlung, aber nicht nur das: auch wie viele Partner außer den Damen (Zofe, Freundin, Ehemann) noch zur Verfügung stehen, welche Aktivitäten ausgeführt werden, wie man sich die Arrangements vorstellt und wer zu wem reisen könnte. „Mein Mann ist immer dabei, aber er ist absolut passiv“ – wie beruhigend, Cuckolding heißt das wohl. Hoffentlich bleibt wenigstens der Schäferhund an der Leine, der in manchen Anzeigen ebenfalls erwähnt wird.

Ja, bitte – gibt es denn nichts Anständiges? Zum Beispiel Angebote wie: „Suche Mann zum Verlieben, Heiraten und mit Kinderwunsch?“ ja, die gibt es. Hoffentlich sind sie besser durchdacht, doch schon ist die nächste Stufe angesagt: die psychologisch durchgesheckte und auf eheliche Verwendbarkeit getestete Partnerin, vorerst noch ohne Zertifikat der sexuellen Fähigkeiten und ohne gynäkologisches Gutachten und psychiatrischen Befund. Wenn wir noch ein wenig warten, kommen diese Qualitäts-Zertifikate sicherlich auch noch dazu.

Zum Trost: Nicht nur Frauen sind betroffen – Männer auch. Vor allem aber funktioniert das Ganze nicht so halb gut, wie man es sich wohl vorstellen mag: Die zertifizierten Frauen aus den Katalogender Edelagenturen, die es bereits heute gibt, wollen sich einfach nicht alle verlieben. Aber auch hier wissen die Verkünder einer schönen neuen Welt bereits Rat: Das mit dem Verlieben braucht halt Geduld, aber die Katalogdaten stimmen selbstverständlich. Nur Mut, wenn die Ware nicht gefällt – irgendwie scheinen Sie die Pflegeanleitung für die Damen nicht genügend beachtet zu haben - Ihre Schuld.

Bevor Sie nun aufgeben, beachten Sie doch bitte den Rat meiner feinen Tante Christina: „Kind, du kannst alles tun, was du gerne tun möchtest, aber behalte bitte deine Ziele im Auge und vergiss nicht deine Herkunft.“ Danke, Tante Christina.

Bild © 2007 by (modifiziertes Bild) von Jérome

Sexy Trends – wir wollen wieder was Feminines, verstanden?

die alten zeiten sind vorbei - aber wie wünschen sich die männer heute ihre frauen?
Eigentlich wollen die Männer vor allem eines: feminine Frauen – jedenfalls zur Entspannung. Da kann man natürlich auch sagen: fürs Bett. Denn wenn man den ganzen Tag vom Frauenvolk herumgescheucht und gegängelt wird, wie das heute so üblich ist, dann hofft man doch, wenigsten am Abend noch mal ne Frau wie Samt und Seide zu finden, oder nicht?

Wenn jetzt die Feministinnen aufschreien (das tun sie immer an solchen Stellen, es sei denn, sie hätten selber solche Frauen im Bett) dann will ich euch auch noch sagen: Die „jugendliche Naive“ hat ausgespielt und alle andren Flirttricks der Zimperliesen sind auch im Eimer. Wenn es so ist, Frauen, dann wäre doch alles in Butter – guckt mal, wir wollen sogar im Bett richtig erwachsene Vollblutfrauen.

Ich hab ja mal gehört, dass die Supermanagerinnen sich nachts sogar in Femmes fatales verwandeln – hat mir Liane erzählt, die weiß so was. Und die hat es von der Barfrau im ***-Hotel, wo man keine Huren in die Hotelbar lässt, sondern nur Damen, na ihr wisst schon, wenn ihr mich oft lest: Damen mit langem „a“. Na, und wer kann heute noch eine gebildete Hure (Pardon: „Daame“) von einer liebesdurstigen Bankmanagerin Inkognito unterscheiden? Immerhin spricht sogar meine Favoriten Buschbaby fließend englisch und französisch – jawohl: SPRICHT.

Ob Sie so etwas auch „praktiziert“? Leute, so etwas fragt man doch eine „Daame“ nicht und eine Dame schon gar nicht - so wahr ich Gramse heiße.

Mann oder Porsche mieten?

Meine Freundin Hannelore kriegt immer gleich Schaum vor ihren süßen Kussmund, wenn sie hört, dass ich über das Mieten schreiben will. Nicht, dass sie nicht schon mal einen VW-Golf, ein Wochenendhaus oder sogar eine ständige Wohnung gemietet hätte, aber ein Mietrammler war noch nie im Programm.

Nun ist es nicht so, dass die Männer an ihrer Türschwelle in Zweierreihen stehen und mit offenen Mündern nach ihr lechzen. Nö – eher ist das Gegenteil der Fall. Falten, Krampfadern, Brille, schlaffer werdende Brüste und mit 40 bereits stark angegrauten Haaren machen der Ex-Vollblusenschönheit, die einmal schwarzbraun wie die Haselnuss und glutäugig wie die Sünde war, inzwischen schwer zu schaffen.

Hannelore in Konkurrenz zur Fleischerwarenverkäuferin

Doch wie jede Frau, weiß auch Hannelore, wie man so was macht - geht man eben in Bars, die nicht so stark beleuchtet sind, richtet die ganze Flak vom Blicken auf die Männer, die abgeschossen werden sollen und zeigt durch dezente Hinweise, dass man auch im Bett mehr kann als die Fleischerwarenverkäuferinnen und Krankenschwestern, die hier ebenfalls ihr Glück suchen.

Na also – da braucht die Frau keinen Porsche Cabrio, um vor der Hotelbar vorzufahren, oder wie nun?

Ganz anders war das ja bei Evchen. Die hatte sich einen Golf Cabrio (man beachte den Unterschied!) zugelegt, und fuhr dann mit Natur-Blondhaar (da sieht man die grauen Strähnen noch nicht so) beim Date vor. Damit hat sie tatsächlich ein paar abgewrackte Scheidungsleichen ins Bett gekriegt und einmal sogar eine Beziehung für sechs Wochen – war aber leider verheiratet, der Typ, und das Evchen hat sich ganz furchtbar schrecklich aufgeregt.

Mieten - Mann, Porsche oder lieber gar nichts?

Also, wie denn nun? Golf Cabrio kaufen, Porsche mieten oder doch lieber Mann mieten?

„Ökonomisch betrachtet“, sagt dazu unsere Benimm-Beraterin Frau Eleonore von Gestern, „ist das alles nicht sinnvoll“. Sie rät dazu, keine Mietrammler (allein der Ausdruck, aber Herr Gramse!) zu nehmen, sondern sich ein Arsenal von kostengünstigen bis kostenfreien Begleitern zuzulegen: Theater, Oper, tanzen gehen, Popkonzert besuchen, essen gehen … für jeden Zweck einer. „Es ist doch nicht völlig abwegig, den Herrn hernach noch zu einer Tasse Kaffee einzuladen?“ lächelt Frau von Gestern.

Ja, da hat sie recht. Lädt ein Mann eine Frau, die eigentlich nix als Begleiterin sein will, zum Kaffee ein, so sagt sie sich: „Scheiße, will ich eigentlich mit dem bumsen?“ und sagt dann: „Nein, ich glaube, ich vertrage jetzt keinen Kaffee mehr“. Fragt aber eine Frau einen Mann, dann sagt er sich: „Na, besser als gar keine – und irgendwie werde ich schon einen hoch kriegen“.

Uff … also nun mal der Reihe nach, Frau von Gestern – wie ist das denn nun so? „Ach, sagt die Frau von Gestern, „wenn Sie es denn wirklich wissen wollen, Herr Gramse: Ein süßes junges Kerlchen für ausdauernde Begegnungen, einen hirnlosen Macho für gellende Lustschreie, und einen älteren Gentleman für Ganzkörperliebkosungen – das sollte fürs Erste reichen.“

Ja, und wie war das jetzt mit „Mann oder Porsche mieten“?

Da lächelt Frau von Gestern erneut und errötet nun erstmals ganz leicht: „Für den Mietpreis eines Porsche Cabrios bekomm eine Frau am Markt allerlei Mann“, sagt sie im vertrauten Flüsterton, „aber sagen Sie dies doch bitte nicht weiter, Herr Gramse.“

Ich – na ich werde doch so etwas nicht öffentlich verbreiten – so wahr ich Gramse heiße.

Hinweis: Es gibt weder Johann Fürchtegott Gramse, noch Hannelore, noch Evchen, und selbstverständlich auch nicht Frau von Gestern. Wenn Ihnen irgendjemand davon bekaknnt vorkommt - dann können wir es nicht ändern, denn die Realität ist noch wesentlich blumiger als die Fantasie.