Mit dem nackten Hintern tolle Gefühle auf dem Fahrrad?

Dienstag, 20. Juli 2010
frauenlust

nackt radfahrenDer Sommer hat doch immer etwas Neues: Dürfen Frauen barfuß durchs Büro gehen, ohne Höschen am Postschalter sitzen oder ohne BH (aber mit Kittel) Wurst verkaufen?

Natürlich wird dann auch ab und an diese Frage gestellt: Was gehört eigentlich auf den Fahrradsattel – der Hosenboden, die Rockrückseite oder der blanke Hintern, der dank Tanga gerade mal so weit blickdicht ist, dass er die Teile verdeckt, die der Öffentlichkeit nicht ohne Weiteres zugänglich gemacht werden sollen? Beim Mini sei es Quatsch, sich auf den Rock zu setzen – da gehört der nackte Hintern auf den Sattel, meinte gerade eine Bekannte, die es auch praktiziert. Aber die vielen anderen Frauen, die Minis auf Fahrrädern tragen? Die kümmern sich nicht drum, ob man ihr Höschen sieht, meint die Freundin.

Wem das nach Chauvinist klingt: Es ist ein Zitat von Alicia Steimberg.
Früher soll es den Frauen ja peinlich gewesen sein, überhaupt etwas zwischen den Beinen zu haben, wenn sie ritten oder Fahrrad fuhren – aber der keusche Damensattel (da geht nichts zwischen die Beine) hat sich nun mal beim Fahrrad nicht durchgesetzt. Immerhin – heute würde wohl keine Frau mehr darauf verzichten, den Sattel unter dem Hintern zu haben, denn Fahrrad fahren im direkten Sattelkontakt soll angeblich auch erotische Aspekte haben: „Durch eine leichte Gewichtsverlagerung nach vorne und hinten, bei der man mit der Sitzfläche gegen eine Unterlage drückt oder sich von ihr löst …“ kann die gleiche Wirkung erzielt werden wie durch Masturbation.


Tielbild © 2010 by anemoneprojectors

Strippen für den Partner?

Samstag, 26. Juni 2010
männerlust

Würden Sie für ihren Partner strippen? Oder würde ihr Partner es für Sie tun?

Ich höre schon: Alles, nur das nicht, ich bin doch keine Hupfdohle, Barschlampe oder Tanzmaus.

Nur: „Strippen“ ist nicht unbedingt Striptease. Also: Würden Sie sich denn nun für ihren Partner ausziehen?

Warum Mehrhaut danach fragt: Gerüchteweise verlautet, dass zumindest „gestandene“ Westfrauen immer noch entweder nackt ins Bett gehen oder dort konventionelle oder (noch schlimmer) „lustige“ Nachtgarderobe tragen würden. Aber sich mal so richtig „ausziehen“, sodass der Partner den Körper sehen kann, und dabei die wirklich süßen Körperteile auch mal ins rechte Licht zu rücken, das tun angeblich nur wenige Frauen.

Ja, und da fragen wir uns natürlich: Wie sollen denn die Männer Lust bekommen, wenn es nichts zu sehen gibt?

Bild © 2006 by sehpferd, budapest - all rights reserved

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Hohoho – sauber ist der Po

Montag, 17. Mai 2010
fetischlust

Na klar – der Po ist immer sauber, so sauber, dass jederzeit eine „süße Begegnung von Zunge und Anus“ stattfinden kann, und der Geschmack ist „absolut neutral“, und natürlich ist der Po stets klinisch sauber und … und … und …

Ich weiß ja nicht, Sie ihr da an Erfahrungen habt - aber ich habe ganz selten mal den Hintern eines Mannes „ganz sauber“ gesehen – ja, bei vielen war nicht einmal die Unterhose so richtig sauber, vor allem bei den besseren Herren-, die ständig ihre Hintern platt sitzen. Ob der „wirklich sauber“ ist, wenn er mal eben unter die Dusche geht? Und ob ich Lust habe, Seifengeschmack im Mund zu haben oder so was?

Nö – glaube ich nicht. Ich glaub auch nicht, dass es viele Frauen gibt, die wild darauf sind, gerade aus dem Anus herausgezogene Dödel schick zu finden und sich auf sie zu stürzen wie auf Lutschstangen. Es kann ja sein, dass es ein paar Frauen sind, die sich vor nix fürchten – aber ich überlasse das mit dem Lecken des Popos mal dem allergnädigsten Landesherrn vom Götz. Ich finde, das musste mal gesagt werden, oder?

Übrigens: Wir haben gerade ZA als Abkürzung in unser erotisches Lexikon aufgenommen.

Blogs – mal schärfer, mal entschärft

Sonntag, 21. Februar 2010
sex news

Wer sein Radar auf die Sexereignisse dieser Welt gerichtet hat, liest auch Blogs – das tun Sie ja auch gerade, nicht wahr? Da fiel ich doch fast vom Stühlchen, als das Blog „Lust und Mehr“, das manchmal ein bisschen verwaist wirkte, nun einer Autorin gestattete, von ihren Erlebnissen auf der „Fickmaschine“ zu berichten, und das noch mit so netten Worten wie „Komm her, Du geiles nacktes Babe“ – muss man sich mal auf der Zunge zergehe lassen.

Dahingegen macht das schon mal recht progressive „liebes blog“ jetzt in grüner Verhütung: „Natürliche Verhütung mit Cyclotest“ – noch vor kurzem schrieb man darüber, dass „Spanking-Videos auf dem Vormarsch“ seien.

Übrigens – die Frage nach dem „wie weit wollen wir eigentlich gehen und wen wollen wir eigentlich erreichen“ stellen sich nicht nur diese beiden Blogs – wir tun es auch.

Wenn im Fasching der Tanga fällt

Mittwoch, 3. Februar 2010
dessous

Dass Fasching etwas schrecklich Ernstes ist, war unserer Redaktion natürlich nicht neu – mag sein, weil unser Chef Norddeutscher ist und ihm deswegen bei „Stimmung Marsch“ und Pappnasigkeit schon mal die Schiffermütze hochgeht.

Da hat nun also im fernen Neuenhof, einem Ortsteil von Attendorn, Landkreis Olpe, Nordrhein-Westfalen (wo sonst?) eine Dame bei einem zuvor bestellten Strip anlässlich einer Faschingsveranstaltung sogar den Tanga ausgezogen. Man denke: Eine Stripperin zieht im Karneval den Tanga aus – das schlägt doch dem Fass die Krone mitten ins Gesicht, und zwar von hinten durch die nackte Brust ins Auge, nicht wahr? Die Chefin der Stripperin (von Kim-Showservice) will denn auch nicht wahrhaben, dass „mit Tanga an“ gebucht war – sondern sagt klar: „Das war so gebucht. Man kann Nummerngirl ohne Strip buchen, dann bleibt der Tanga an, und man kann mit Strip buchen, dann zieht sie sich komplett aus“. Hat da vielleicht eine Tänzerin eigenmächtig den Tanga ausgezogen, sozusagen aus Nächstenliebe? Um “den (alten) Jungs mal etwas Gutes zu tun?“ Tatah, Tatah, Tatah … ein Tusch für das „leckere Mädchen“?

Nix „lecker Mädchen“ – da hat sich inzwischen der Herr Landrat eingeschaltet. Der hatte nun so gar keinen Humor und meinte, das sei „völlig inakzeptabel unter dem Aspekt des Jugendschutzes”. Dabei war es möglicherweise nicht einmal der nackte Unterleib der Tänzerin, denn nun gab man sich ästhetisch, denn „der Auftritt (sei) niveau- und geschmacklos gewesen“ und die „Veranstalter (hätten) die Pflicht …, solche Auftritte seriös zu planen“. Nun, und ein Brauchtumspfleger hat sich auch schon gemeldet: Solche Auftritte lägen „nicht im Interesse des Kreiskarnevals“, und auch nicht „im Interesse des Bundes Deutscher Karneval“ und habe im Übrigen „auch mit Brauchtumspflege nichts zu tun.“

Na also – wir wusste es doch immer – der Karneval ist eine Sache, die so ernst ist, dass man nicht einmal mehr drüber lachen kann – schließlich ist Neuenhof, Ortsteil von Attendorn, Landkreis Olpe, Nordrhein-Westfalen, der Nabel der Welt: Schaut, Menschen, wie verderbt der Karneval dort ist.

Übrigens wissen wir jetzt auch, warum das eine Sache des Jugendschutzes ist: weil die „Schönauer Roten Funken“ danach auftraten (das sind die Damen, die Gardetänze aufführen). Und siehe: die jüngsten roten Funken seine gerade mal 14 Jahre alt – klar, dass man da keine nackte erwachsene Frau sehen darf. Verstehen wir völlig.

Bild: Pariser Cabaret-Girl, 1959er Jahre

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