Mit dem nackten Hintern tolle Gefühle auf dem Fahrrad?
Der Sommer hat doch immer etwas Neues: Dürfen Frauen barfuß durchs Büro gehen, ohne Höschen am Postschalter sitzen oder ohne BH (aber mit Kittel) Wurst verkaufen?
Natürlich wird dann auch ab und an diese Frage gestellt: Was gehört eigentlich auf den Fahrradsattel – der Hosenboden, die Rockrückseite oder der blanke Hintern, der dank Tanga gerade mal so weit blickdicht ist, dass er die Teile verdeckt, die der Öffentlichkeit nicht ohne Weiteres zugänglich gemacht werden sollen? Beim Mini sei es Quatsch, sich auf den Rock zu setzen – da gehört der nackte Hintern auf den Sattel, meinte gerade eine Bekannte, die es auch praktiziert. Aber die vielen anderen Frauen, die Minis auf Fahrrädern tragen? Die kümmern sich nicht drum, ob man ihr Höschen sieht, meint die Freundin.
Wem das nach Chauvinist klingt: Es ist ein Zitat von Alicia Steimberg.
Früher soll es den Frauen ja peinlich gewesen sein, überhaupt etwas zwischen den Beinen zu haben, wenn sie ritten oder Fahrrad fuhren – aber der keusche Damensattel (da geht nichts zwischen die Beine) hat sich nun mal beim Fahrrad nicht durchgesetzt. Immerhin – heute würde wohl keine Frau mehr darauf verzichten, den Sattel unter dem Hintern zu haben, denn Fahrrad fahren im direkten Sattelkontakt soll angeblich auch erotische Aspekte haben: „Durch eine leichte Gewichtsverlagerung nach vorne und hinten, bei der man mit der Sitzfläche gegen eine Unterlage drückt oder sich von ihr löst …“ kann die gleiche Wirkung erzielt werden wie durch Masturbation.
Tielbild © 2010 by anemoneprojectors

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Dass Fasching etwas schrecklich Ernstes ist, war unserer Redaktion natürlich nicht neu – mag sein, weil unser Chef Norddeutscher ist und ihm deswegen bei „Stimmung Marsch“ und Pappnasigkeit schon mal die Schiffermütze hochgeht.






