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Wer hat Angst vor der grausamen Frau?

Geschrieben von Ubomi Ulobi • Dienstag, 24. Mai 2011 • Kategorie: casual dating geheimnisse
Wer fürchtet sich vorm bösen Wolf? Doch höchstens ein Schweinchen. Nun, und vor der grausamen, bösen Hexe? In ihr Lusthäuschen geht der Hänsel auch gerne ohne die Gretel, obwohl es der Gretel auch manchmal Freunde bereitet, an ihre Grenzen herangeführt zu werden.

Wer aber ist die grausame Frau? Die Frau, die weiß, was Gewalt ist und sie auch ausübt und deshalb „grausam“ genannt wird, weil sie über die Grenzen hinausgeht, die sich andere Frauen selbst gesetzt haben. Männer – ja, Männer, die missbrauchen grausam ihre Macht, und die Grausamkeitsgrenze paart sich zumeist mit der Grenze zum Körpereinsatz. Wenn Männer auf grausame Art brutale Gewalt ausüben, dann schlagen Sie kräftig zu – bei Frauen ist die Grenze sozusagen nach „vorne verlegt“. Eine eiskalte Befehlsstimme, die Macht, den Mann mit einer Geste in die Knie zu zwingen, vielleicht dann und wann eine Ohrfeige. Eigentlich benötigt sie sie weder ein Dominaoutfit noch eine Uniform, beides ist optional für zahlende Kunden, sicherlich – so geht das Spiel nun einmal.

Die grausame Frau ist deshalb grausam, weil sie es liebt, bis an die Grenzen des Machbaren zu gehen. Sie will nicht herrschen, wie die dominante Frau – es reicht ihr, wenn sie einen Mann so lange einschüchtert, bis er sich selber demütigt. Hat sie dies erreicht, dann langweilt sie der Mann. Allerdings muss es nicht notwendigerweise ein Mann sein. Das Geschlecht spielt eigentlich kaum eine Rolle. Sie will sich nicht „rächen“, sie will sehen, wie der Stolz eines Menschen unter ihren Augen schmilzt. Mann oder Frau? Ganz egal. Sie kann ebenso gut ein Mäuschen tanzen lassen, bis es sich völlig ihrer Willenskraft beugt.

Für die grausame Frau machen sich Frauen und Männer zu willfährigen Sklaven, aber das nützt ihnen gar nichts. Die meisten Menschen sind für sie austauschbar, und einen neuen Mann oder eine neue Frau zu finden, fällt ihr leicht. Der Kick liegt darin, den Willen ihrer „Dienerinnen“ und „Diener“ zu brechen, ganz und gar und über das übliche Maß hinaus. Es ist ein Teufelskreis: die Wirkung der Droge „ich habe ihren/seinen Willen gebrochen" hält nicht lange an – ein neues, freies, süßes Tierchen muss her, und es muss sich zähmen lassen. Wenn es dann lieb aus der Hand frisst, ist der Zauber vorbei – ach wie langweilig sind doch diese willfährigen Haustierchen. Da muss eben ein neuer, wilder, ungezähmter und neugieriger Mensch her. „Es gibt wirklich genug davon“, sagen die Frauen, die so denken. Was, wenn die gebrochenen Seelen nicht wieder zusammenwachsen? Ein Schulterzucken und eine klare Aussage: „Das ist dann nicht mein Problem.“ Aus gutem Grund sind grausame Frauen selten verheiratet, sondern leben in einer eigenen Welt. Ihr Motto könnte sein: „Ich bekomme, was ich will, und ich will, was ich bekomme.“ Nur eines bekommen sie selten: wirkliche Liebe.

Das Essay wurde von einem Anonymen Autor verfasst - © 2011 by liebesverlag.de
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Missbrauch ist nicht nur eine Frage direkt ausgeübter Macht

Geschrieben von Gebhard Roese • Freitag, 28. Januar 2011 • Kategorie: casual dating geheimnisse
ein zahlschwein ist kein niedliches schwein, sondern eine arme sau


Das Thema „Katholische Kirche und sexueller Missbrauch“ wird immer noch am Köcheln gehalten, wie ich meinem RSS-Radar entnehmen kann - doch bitte: Es ist weder die katholische Kirche noch sind es die 1968er, sondern es ist die geballte Macht über den Schwächeren schlechthin, der zum Missbrauch führt. Das ist nicht nur beim sexuellen Missbrauch so, sondern bei jeder schamlosen Ausbeutung der Emotionen. Dabei wird die starke Kraft der Sexualität nicht nur aktiv genutzt, um Schutzbefohlene zu demütigen und letztendlich zu missbrauchen. Auch die lenkende Ausnutzung erotischer Wünsche und Bedürfnisse ist gewaltig „in Mode“ – aber leider nicht oft im Gespräch.

Die Katholische Kirche muss sich der Demokratie unterwerfen

Was die Katholische Kirche betrifft – sie muss noch viel weiter herunter vom hohen Roß: Das Priestertum der Frauen und die Aufhebung der Ehelosigkeit sind keine unerhörten Forderungen, sondern demokratische Selbstverständlichkeiten. Wenn die Kirche dies nicht begreift, dann begreift sie nicht, was Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in dieser Welt bedeuten. Freilich kann man dies keinem Katholiken deutlich machen – und schon diese Tatsache zeigt, welche ungeheure Macht hinter dieser Kirche steht.

Der indirekte Machtmissbrauch nimmt zu - niemand schaut hin

Nun, und die Beeinflussung? Jeden Tag werden auf dieser Erde viel zu junge Frauen von bösartigen Zuhältern über das Internet in die Prostitution getrieben. Das Stichwort heißt „Loverboys“. Sie arbeiten zunächst gar nicht mit Macht, sondern mit Verführungen, die sie „Liebe“ nennen. Staat und Gesellschaft sehen dieses Phänomen mit Erstarrung, werden aber kaum tätig, wenn es darum geht, diesem Treiben Einhalt zu gebieten.

Frauen verdienen mit emotionalem Machtmissbrauch

Geldgierige Hyänen unter den Frauen sind keinen Deut besser: Wer ein „Zahlschwein“ („Paypig“) sucht, weiß genau, was dies letztendlich bedeuten könnte: den finanziellen Ruin der Underdogs, die sich auf solche Anzeigen melden. Zumeist wird gar nicht drum herum geredet: Am Ende wird das Opfer gedemütigt und mittelos dastehen, und dann heißt es: „Wieso, das haben die doch gewusst?“ Es scheint sogar so zu sein, dass die „Paypig“-Masche in den meisten Ländern als ganz legal durchgeht - Anzeigenblätter im Internet treffen jedenfalls kaum Vorkehrungen gegen die Annoncen einschlägiger „Damen“.

Mit der Salamitatik zum Ziel, das Opfer zu verwursten

Bei all diesen Methoden wird die Salamitaktik angewandt: Die Opfer werden nach und nach immer stärker in das Geflecht von Liebeswahn, Macht und Geldgier involviert, bis sie aus vielen Gründen nicht mehr herauskönnen: Bei den Loverboys ist es die Totalüberwachung der jungen Frauen, bei den Paypigs die Scham vor dem, was man bereits an sexuellen Wünschen und Handlungen offenbart hat.

Unter den „realen“ Beeinflussungen durch die Macht, die mittels der Salamitaktik angewandt wird, ist vor allem das Hineinziehen von Personen in die „Hörigkeit“ (sexuelle Abhängigkeit“) zu nennen, das selbst in der einschlägigen Szene oft verniedlicht wird. Man will gar nicht wissen, was der andere wirklich anstrebt, sondern setzt voraus, dass er mit dem eingeschlagenen Weg der Versklavung allzeit einverstanden sein wird. Auch auf diesem Gebiet gibt es kaum Klägerinnen und Kläger – denn zu Anfang war es ja der freie Wille, der die Menschen in die Maschinerie dieser Gefühls-Wurstfabriken hineingezogen hat.

Scammer: Schindluder mit Gefühlen aus Geldgier

Nicht unerwähnt bleiben sollen hier auch die Scammer, die ebenfalls emotionalen Missbrauch bis zum Exzess treiben. Sie sorgen per E-Mail und Brief dafür, Frauen und Männer in Europa und den USA gefügig zu machen, indem sie sich tief in die Gefühlswelt des Fremden einbohren und dort ihre gefährliche Brut hinterlassen: Liebeswahn. Ist er bis zu einem gewissen Grad aufgekocht, dann wird mit der Hilfsbedürftigkeitsmasche Geld abgezockt: Bis zu 20.000 Euro haben Frauen und Männer dafür bezahlt, um die „Person“ glücklich zu machen – von den vielen geheimen erotischen Wünschen einmal ganz abgesehen, die dabei übermittelt wurden, und die viele dieser Opfer noch zusätzlich bloßstellen könnten. In diesem Fall ist die Angelegenheit noch besonders schambesetzt: Keines der Opfer kann sicher sein, ob die Liebeschwüre an eine Frau oder einen Mann gerichtet waren – die Mehrheit der Scammer sind angeblich afrikanische Männer im Alter von bis zu 25 Jahren, die sich überwiegend als Frauen oder als ältere, weit gereiste Geschäftsleute ausgeben.

Differenzierungen "ja" - aber keine Verniedlichung des emotionalen Missbrauchs

Man kann nicht alles in einen Topf werfen – und der Missbrauch der Macht an Kindern und Jugendlichen ist sicherlich verwerflicher als der Missbrauch an Erwachsenen. Doch muss auch dies gesagt werden: Nicht jeder Missbrauch ist körperlicher Natur. Neben den Vermögensschäden, die sicher eine große Rolle spielen, ist es vor allem die Zerstörung des Seelengefüges, wenn nicht gar der psychischen Existenz, die Romance-Scammer und andere Gauner so unerträglich für die Gesellschaftsordnung machen. Es wäre an der Zeit, dass die großen Medien, die mehr Macht haben als Blogs, diese Dinge aufgreifen würden.

Titelbild: © 2011 by Liebesverlag.de
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