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Der Kuss in den Schoß

Geschrieben von Isidora Fecekazi • Mittwoch, 4. Juli 2012 • Kategorie: casual dating - short story
Am 6. Juli ist Weltkusstag – Zeit, einmal über Küsse nachzudenken, die uns wirklich gut tun, oder nicht?

Sie haben doch noch etwas Zeit für mich, schöner Bote?


Der junge Bote stand etwas befangen da, denn in seinem Kopf summte es wie auf einem Dachboden, auf dem sich Hornissen eingenistet haben. Er hatte die Blumen eines Kavaliers abgeliefert. Schöne, rote Rosen, viel zu viele. Die Dame, die sie empfing, war deutlich älter, als er gedacht hatte, und sie trug deutlich weniger Kleidung, als schicklich ist, wenn man die Tür öffnet.

„Sie haben wenig Erfahrung mit Frauen, wie mir scheint“, hörte er wie durch einen Nebel aus Geräuschen ihre Stimme. Er war auf solche Fragen nicht gefasst. Ja, er hatte wenig Erfahrung, und ja, er hatte auch Schwierigkeiten mit den jungen Mädchen. Doch die Dame ließ nicht locker: „Kommen Sie doch näher“, sagte sie und setzte sich in eine Pose, in der er sehen konnte, dass sie zu Ihrem Negligé nicht einmal ein Höschen trug. Der junge Bote errötete, kam aber näher, den verwirrten Blick bald auf den Schoß der Dame, bald in ihr Gesicht versenkend.

„Würden Sie wohl so freundlich sein, mir einen leidenschaftlichen Kuss zu geben?“, fragte die Dame, als er vor ihr stand. Er stotterte, wusste nicht, was er wirklich darauf sagen sollte, und näherte sich dann aber zaghaft ihrem Mund. Sie wand sich ab und lächelte dabei. „Nicht auf den Mund, du Schelm“, sagt sie leise, spreizte ihre Schenkel voreinander und sagte nun noch etwas nebulös: „Frauen haben auch andere schöne Stellen, die junge Männer küssen könnten – wusstest du das nicht?“ Ohne weiter zu zögern, nahm sie seinen Kopf in die Hand und führte ihn zu der Stelle, die sie im Auge hatte. „Erst die Schenkel, mein Junge, ich führe dich dann schon dahin, wo ich dich hin haben möchte.“

Er kannte sich nicht mehr. Tatsächlich begann er, die Schenkel der Dame sanft zu küssen, wurde aber bald in die Mitte geführt, von der ein verführerischer Duft ausging. Er konnte sich nicht erinnern, jemals einen so intensiven, mesmerisierenden Geruch empfunden zu haben, und er spürte, wie sich die hypnotische Wirkung in seinem Gehirn ausbreitete. Er wollte noch aufhören, fliehen vielleicht gar, doch der Duft hatte seien Wirkung längst getan. In einer Dunstwolke von unklaren Empfindungen hörte er die sanften Befehle, wie er zu küssen hatte, wann er ihren Körper mit der Zunge benetzen sollte und was er zu tun hatte, wenn sie ihre Lippen weit öffnete. Dann und wann hörte er gar keine ihrer lustvollen Befehle, sondern nur ein leichtes Stöhnen, bei dessen Ertönen sich ihr Schoß etwas hob, bis sie schließlich ein wenig verhalten, aber deutlich hörbar einen spitzen Schrei ausstieß und er eine neue, noch stärkere Empfindung auf der Zunge, wie auch in der Nase spürte. Er lag noch eine Weile zwischen ihren Schenkeln, bis sich die Dame erhob. Er sah ihr nicht einmal nach, sondern blieb verträumt liegen, so, als müsse er der Erfahrung nachsinnen.

Wären seine eigenen Empfindungen nun nicht ganz auf die Dame konzentriert gewesen, und hätte der Duft ihres Schoßes nicht seine Gedanken verwirrt, so hätte er die unendliche lustvolle Spannung bemerkt, die sich längst zwischen seinen eigenen Beinen aufgebaut hatte.

Als er es nach dem Abklingen des Rauschens in seinem Kopf bemerkte, war die Dame bereits im Bad gewesen, um sich zu säubern und frisch zu parfümieren, doch war sie immer noch überaus leicht bekleidet. Sie lächelte ihn gewinnend an, und sagte nun in höflich-distanzierten Ton: „Sie müssen jetzt bitte gehen. Ich erwarte den Herren, von dem die Rosen stammen, in wenigen Minuten, und es wäre nicht gut, wenn er Sie hier vorfinden würde.“ Dann entnahm sie einer kleinen, vergoldeten Kassette einen Geldschein, den sie ihm in die Hosentasche streckte, was ihm sehr peinlich war, da sie doch seien noch vorhandene Erektion spüren musste. Doch sie verzog keine Mine und verabschiedete ihn nun. „Sie haben sich Ihr Trinkgeld wirklich verdient, junger Mann – ich werde ihr verhalten bei ihrer Chefin lobend erwähnen.“ Sie schob ihn mehr zur Tür hinaus, als er ging. Im Treppenhaus begegnete ihm ein verschwitzter, dickbäuchiger Mann in höherem Alter, der auf die Treppenstufen starrte, als er dem jungen Mann begegnete.

Die Geschichte stammt aus meiner Sammlung: "Was mir Männer erzählten". Wollt ihr mehr davon?
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Küsse beim Casual Date – wie intim darf der Kuss sein?

Geschrieben von Miss Y. • Sonntag, 22. Mai 2011 • Kategorie: miss y. casual dating rat
die muschi küssen? das überlegen sich männer meist gründlich ...


Die Teenies streiten sich ja manchmal darum, wann sie überhaupt anfangen sollten, einen Mann zu küssen, aber wir sind doch erwachsen, nicht?

Also dann mal ran an die heißen Kartoffeln – wie küsst man eigentlich seine Casual-Dating-Partnerin, Männer? Gleich ran wie die Geiß auf den Apfelbutzen? Oder doch mal ein bisschen gentlemanlike?

Irgendwie ist es ja so, dass man mal über die Wangen hinausgeht beim Küssen? Na, und bevor ich mal meinen Blick auf die wirklich intimen Stellen richte, wären da Ohr und Mund. Manche Männer kennen Ohren ja gar nicht, aber man kann sie von außen und innen küssen- Außen ist ja klar, Ohrläppchen und so – und innen? Versuch macht klug. Manche Frauen schreien vor Wut und andere vor Lust, wenn man die Zunge sanft ins Öhrchen einführt, aber eine Freundin schwört, dass sie automatisch feucht wird, wenn man ihr das Öhrchen mit der Zunge liebkost.

Na, über die Zunge brauche ich euch nichts zu erzählen, oder? Sie zuküssen ist doch die reine Lust … mal umspielen, mal dran saugen: Ich sag euch was – es gibt Frauen, die dann automatisch dran denken, dass die Kerle so was auch mal an anderen Stellen versuchen sollten.

Na, dann mal los. Kommen wir zum Kuss auf die Brust. Da sind Frauen unterschiedlich sensibel, und manche mögen es eben auch gar nicht, wenn Männer sanft an ihren Brüsten saugen. Männer wollen es allerdings fast alle. Ich kann nur empfehlen: Männer probiert es aus. Wenn eure Freundin nichts davon wissen will, könnt ihr nichts machen. Aber vielleicht jauchzt sie schon, ohne dass ihr irgendwas anderes mit ihr anstellt.

Der echte Intimkuss zielt natürlich auf die Vagina – ist ja wohl klar, oder? Da ist es nun so: Ziemlich viele Männer ekeln sich davor, und auch viele Frauen weigern sich, „dort unten“ geküsst zu werden. Ich hab schon zwei Frauen kennengelernt, die keine Kinder von Traurigkeit sind, aber keinem Mann ihre Muschi zeigen mögen. Da wird es also kompliziert. Ich sag mal: Wenn ihr es mögt, dann versucht mal, eure Liebsten zu verlocken, damit sie’s tun. Manche Kerle sind ja lernfähig.

Bei so viel intimen Sachen solltet ihr Männer nicht vergessen, dass auch Hände und Füße, der Hals, der Bauch und die Schenkel der Frauen küssenswert sind – ob wir es mögen, sagen wir euch schon. Jedenfalls: Wir haben mehr „erogene Zonen“, als die an die ihr ständig denkt.

Bei Hände und Füßen ist es so: gilt ein bisschen als anrüchig, sich die Füße küssen oder die Finger abschlecken zu lassen, macht aber Spaß, und wenn „er“ es tut, dann weißt du, dass er gelehrig ist, und es schadet ja wirklich nichts, wenn wir die Kerle ein bisschen auf das dressieren, was uns Spaß macht, oder etwa nicht?

Mit Götzküssen (1) („Rimming“) und Mozartküssen (2) ist es so eine Sache: Niemals fordern, und niemals „einfach so“ versuchen. Ich finde sie eklig, und die meisten Leute, die ich kenne, auch. Die Jungs sehen so was heute in Pornos, und dann wollen sie manchmal, dass wir es machen, aber ich finde, so was geht nun wirklich zu weit. Wenn ihr glaubt, dass so was erst heute „offiziell“ wird, dann kennt ihr weder Mozart noch Goethe, die beide den „Schwäbischen Gruß“ verwendeten, am heftigsten bei Mozart.

Der Tipp der Redaktion an die Männer: Immer das küssen, was freiliegt und gezeigt wird, aber immer gentlemanlike. Bei Abwehr oder Unmutsäußerungen sofort aufhören und dort weiterküssen, wo es „ihr“ angenehm war. Lernfähig sein, aber auch mal verweigern, wenn es euch gar nicht „schmeckt“ – und: Auf eure Gesundheit achten. Vor allem beim Oral-Vaginalverkehr.

(1) Götz-Küsse: „Er aber, sag's ihm, er kann mich im Arsche lecken“
(2) Mozart-Küsse: „Leck mire den Arsch recht schon, fein sauber lecke ihn …“

Titelfoto (Ausschnitt) © 2007y by J. Schoeck
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