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Haare im Schritt – schamlos, beschämend oder sinnlich?

Wer weiß schon, wo dieses Haar spross?
Haare auf dem Kopf sind bekanntlich Ausdruck sinnlicher Weiblichkeit. Haare unter den Achseln sind neuerdings verpönt (stinken angeblich nach Schweiß) und Haare auf der Scham sind völlig out. Heute werden Liebhaber von Schamhaaren sogar schon als „Fetischisten“ bezeichnet. Parallel dazu tauchen, wie ich gerade las, eine Menge Idioten auf (natürlich in „Sozialen Netzwerken, wo sonst?), die Propaganda für den haarlosen Schritt machen.

Wir haben mal überprüft, wie dusselig die Frauen und Männer sein müssen, die darüber schreiben. Google hat 2,6 Mio. Einträge für „Shaved Pussies“, also rasierte Pussys. Bloß: Eine rasierte Pussy ist keine Pussy mehr. Denn die Pussy (Muschi) zeichnet sich gerade dadurch aus, dass uns aus dem Fellkleid ein rosa Mäulchen entgegenglänzt. Es kommt noch schlimmer, denn 1,8 Mio. Einträge wiesen auf „rasierte Vaginen“ hin (eine Vagina ist niemals behaart) und nur popelige 0,2 Mio. Einträge verwiesen (richtigerweise) auf rasierte Vulven.

Und wie ist die Realität? Manche Frauen rasieren sich wegen des angeblich „ästhetischen“ Aussehens. Andere glauben, dass „haarlos“ hygienischer wäre und wieder andere denken an die Männer, die bei ihnen Oralverkehr ausüben wollen. Die „Braveren“ sind modebewusst und möchten nicht, dass aus den Rio-Strings oder Bikinihöschen Haare herausgucken.

Ob Männer sich wirklich freuen, wenn Frauen vom Hals abwärts völlig haarlos sind? Wer weiß, ob nicht manche Männer davon träumen würden, schönes, lockiges Schamhaar sanft zu streicheln? Und die Achseln? Auf denen wirken hübsche schwarze Löckchen doch einfach wundervoll sinnlich – und dazu muss sich die Frau nicht einmal ausziehen.

Mehr bei Isabelle Lauren.

Das sinnliche Spiel mit Schmerz, Unterwerfung und Gefahr

schamvoll oder mühelos hinein gleitend in die welt der unterwerfung?


Ach, verschonen sich mit der Frage, warum ich dies tue“ – das ist die aussage, die man am häufigsten hört, wenn man mit den „passiven“ Liebhaberinnen und Liebhabern von Schmerz, Unterwerfung und Lustfolter spricht. Die Informationen darüber sind dürftig und oft nicht ganz zutreffend, was an dreierlei liegen mag:

1. Die BDSM-Szene, die früher relativ freizügig und gelegentlich sogar objektiv über ihre Aktivitäten berichtete, hat sich wieder in ihre Katakomben zurückgezogen.
2. Das Internet wird inzwischen auch bei sogenannten „Dominas“ von Werbeagenturen beherrscht, die mit Keywords und dergleichen versuchen, ganz bestimmte Praktiken und ihren Vollzug in den Vordergrund zu stellen. Wie sich die Kunden tatsächlich fühlen, spielt dabei kaum noch eine Rolle. Viel wichtiger ist den Agenturen, wie sich „fühlen sollten“, damit sie neugierig werden.
3. Wenn die meisten Informationen von Dominas zu Werbezwecken veröffentlicht werden, kommt insbesondere der sinnliche Inhalt der Beziehung zwischen der Herrin (dem Herrn) und dem sklavischen Liebhaber der Unterwerfung zu kurz. Was bleibt, ist lediglich die Schilderung der Abläufe während einer Dienstleistung.

Dabei sind gerade die simulierte vollständige Unterwerfung, der als sensationell empfundene Schmerz und die subjektive Gefahr die wesentlichen Gründe, die faszinierende Welt der zunächst befremdlichen Lüste zu betreten – und möglichst nicht nur in die Welt der Dominierung als Dienstleistung einzusteigen.

Wir meinen: Menschen steigen nicht einfach schrankenlos in die Welt der sinnlichen Schmerz- und Unterwerfungslüste ein. Sie haben Bedenken, Schämen sich, behalten Zweifel, erleiden unerwünschte Qualen, verfallen Ausbeuterinnen oder Betrügerinnen. Warum eigentlich kommen sie nicht zu Wort? Haben sie Angst, zu den eigenen Lüsten zu stehen und zuzugeben, dass sie „gelinkt“ wurden?

Wir stellen diese Fragen ganz bewusst, denn unsere Leserinnen und Leser erwarten entweder Tatsachen oder sinnliche Märchen, die man auch als „Erotik-Short-Storys“ bezeichnen könnte.

Was meinen Sie?