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Die Kusslehrerin – Erinnerungen und erste Pfeile der Verführung

Bevor die Kusslehrerin in Astrids geheimes Boudoir eintritt, tastet sie noch einmal ihre Erfahrungen ab - und muss sich letztlich eingestehen, dass sie in eine Falle hinein gelockt wird. Wir sie Lust daran bekommen, sich wie ein Insekt in der Venusfliegenfalle aussaugen zu lassen? Oder wird sie im letzten Moment noch fliehen?

Wir die Sektlaune auch Yvonnes Widerstand schmelzen lassen?


Geheime Gedanken einer ehemaligen Kusslehrerin

Yvonne biss sich auf die Lippen. Ja, sie war die Kuss-Königin des Gymnasiums gewesen, aber sie hatte die Jungs nicht „herangelassen“, wie man damals sagte. „Schwanzfopperin“, hatten die Jungs gesagt, und die vornehmen Mädchen nutzten den Ausdruck „Halbjungfrau“ für Frauen wie sie. Mächtig rangehen und dann zurückziehen – die Jungs erzählten es überall herum. Nach und nach sank ihr Stellenwert bei den jungen Männern, weil sie ihren Erwartungen nicht entsprach. Entweder das Mädchen war zurückhaltend, machte ein bisschen Petting und wartete, dann wurde es geheiratet. Oder es war wild und sinnlich, dann streichelten die Jungs seine Brüste, schliefen mit ihm und hatten Spaß dabei. Aber Halbjungfern? Sie erinnerte sich, dass sich reifere Damen für sie interessiert hatten. Frauen aus dem alten „Sarah“ und Hausfrauen, die ein bisschen Erfrischung vom Eheleben suchten. Nach und nach wurde sie häufiger von Damen eingeladen - solche mit fetten Fingern und zu vielen Ringen daran und solchen von schlanker, knabenhafter Statur. Doch immer, wenn es zur entscheidenden Frage kam, floh sie unter einem Vorwand. Bald schon erhielt sie auch keine Einladungen von Damen mehr. Ja, und dann hatte sie geheiratet. Das war so üblich gewesen.

Und nun? Nun war sie in einer Gegend der Stadt die sie noch nie gesehen hatte. Große Gärten, über mehrerer Hundert Meter in leichter Hanglage, und in einiger Entfernung stehende, ruhige Villen. „Wie komme ich von hier wieder zurück?“ fragte sie Astrid, die darüber sanft lächelte. „Erst einmal bis du hier“, sagte sie in einem sehr bestimmten Tonfall, „wir werden Sekt trinken, vielleicht ein wenig tanzen – und dann küssen wir uns, bis der Morgen graut.“ Als Yvonne sie ungläubig ansah, ergänzte sie noch: „Reine Mädchensache – es tut uns gut und niemand weiß davon.“ Sie bemerkte erst jetzt, dass sie über einen weichen Rasen gingen, auf dem nächtliche Obstbäume mit dem Gras und den Erdgeruch um die Wette dufteten. „Wohin gehst du mit mir?“, fragte Yvonne nun halb ängstlich, halb belustigt, „es sieht nicht aus wie der Weg zu einer Villa.“

Astrid hielt inne, nahm einen tiefen Atemzug, sah die Freundin ein wenig spöttisch an und erklärte mit Verschwörermine: „Wir … gehen durch den Hintereingang ins Haus. Die Nachbarn müssen nicht unbedingt wissen, wer aus- und eingehst, verstehst du?“

Yvonne verstand es nicht genau: Hieß es, dass sich Astrid ihrer schämte? Oder war sie nicht als „ihre kleine Schlampe“, die sie heute abgeschleppt hatte statt der Mädchen aus „dem „F1“, wie die Lesbenbar jetzt hieß? Astrid schien ihre Gedanken zu raten, blitzte sie kurz mit den Augen an und sagte: „Du klommst auf deine Kosten – versprochen.“

Die Venusfliegenfalle öffnet sich

Tatsächlich tauchte bald eine gut verriegelte, aber arg mitgenommene rückwärtige Gebäudetür auf, die Astrid mit einem riesigen Schlüssel öffnete. „Wir sind da“, sagte sie kurz und knapp. Yvonne wusste von solchen Eingängen. Nicht einmal die Aufwartefrauen und Kindermädchen mussten sie benutzen, sondern es waren die Türen, über die sich die damaligen Villenbesitzer ihre Liebchen, Huren und Stricher einschleusten. Und heute? Sie seufzte und hasste sich für einen Moment, dass sie Astrid auf den Leim gegangen war. Es musste wohl so sein, dass dies eine Venusfliegenfalle war – und sie war das Insekt, dass etwas Süßes gesucht hatte und dann selbst verzehrt wurde. Astrid weckte sie aus ihren Befürchtungen, als könne sie ihre Gedanken lesen. „Es ist nicht mehr wie früher“ sagte sie leise, „dies ist mein privates Reich – niemand darf es sehen, außer wenn ich …“ nun zögerte, sie in der Wortwahl … „wenn ich jemanden einlade …“

Yvonne bäumte sich nochmals innerlich auf: „Ich werde aber … gehen, wenn es mir nicht gefällt …“, sagte sie in recht schroffem Ton. Astrids Augen blitzten wieder auf: „Du hast wirklich seltsame Sprüche“, lästerte sie ein wenig, „wer sollte dich daran hindern, jederzeit zu gehen?“ Nachdem sie die Worte eine Weile wirken ließ, schlug sie vor: „Schließ die Augen, gehe fünf Schritte hinein und dann öffne die Augen wieder. Ich wette, so etwas hast du noch nicht gesehen.“

Die Wollust als Zeichen an der Wand

Yvonne tat genau, was die Freundin ihr geheißen hatte, und als sie wagte, die Augen zu öffnen, war sie im Boudoir einer Dame, wie man es früher einmal hatte. Goldig, plüschig, samtig und violett, mit einem Schminktisch, einem Paravent und einem riesigen Messingbett. An der rückwärtigen Wand, die mit einer englischen Tapete bedeckt war und die die sanft und indirekt ausgeleuchtet war, befand sich ein Ölgemälde. Erst nach und nach konnte Yvonne erkennen, dass die Frau nackt und wollüstig dalag. Sie konnte nicht anders, als an das Gemälde heranzutreten, so nahe es eben ging. Sie scherte sich in diesem Moment nicht darum, dass Astrid sie scharf beobachtete, ja, sie nahm Astrid für eine Weile gar nicht mehr wahr. Erst, als sie näher trat, wurde auch der untere Teil des Bildes deutlich, der offenbar bewusst schlechter beleuchtet war. Nun konnte sie sehen, dass die Schenkel der Frau auf dem Gemälde wollüstig gespreizt waren, und dass der Betrachter unter den blonden Locken des Schamhaars und der weißen, leicht geröteten Haut eine sanft glänzende, offene Vagina zu sehen war, die über alle Maßen anregen präsentiert wurde. Yvonne ging ein paar Schritte zu Seite, mal nach links, mal nach rechts, und bemerkte, dass man von jeder Position den Eindruck hatte, als würde sich ihr wollüstiger Schoß dem Betrachter anbieten.

Astrid beschloss, Yvonne wieder in die Realität zurückzuholen. Sie hatte mit Genugtuung festgestellt, wie fasziniert Yvonne von diesem Bild war, und sie wusste, dass nur Frauen mit sinnlichem Verlangen solche Bilder derart bewundern würden. Gleich würde Yvonne wahrscheinlich sagen: „Das ist ein interessantes Gemälde, wo hast du es her?“ und dabei versuchen, den feuchten Glanz aus den Augen zu bekommen. Astrid beschloss, die Antwort vorwegzunehmen. „Das Bild stammt aus dem Bestand eines mexikanischen Bordells, sagte sie leichthin … eine Freundin schenkte es mir.“ Yvonne stotteret: „Ich hatte dich nicht gefragt aber … aber diese Vagina scheint zu leben, wenn man das Bild ansieht.“

Astrid lächelt über den Ausdruck „Vagina“ und über das gelehrte Getue der Freundin. Sie beschloss sogleich, einen Pfeil aus ihrem Köcher zu ziehen, und ihn auf Yvonne abzuschließen, nur, um seine Wirkung zu erproben: „Und deine eigene Muschi … kann sie damit konkurrieren?“ Doch Yvonne hatte noch ihre Schutzschilde parat und konterte selbstbewusst: „Fragst du dies alle deine Mäuschen, wenn du sie hier schleppst?“ Astrid wusste nun, dass es weiterer Pfeile bedurfte, um die Freundin mit der Lust zu infizieren, und sicherlich ein paar Gläser Sekt … eine klassische Verführung. Doch sie griff Yvonnes Tonfall zunächst auf und gab ebenso mokant zurück: „Nein, nur diejenigen, die ein bisschen scheu sind, die anderen legen sich gleich ins Bett.“

Das Spiel der beiden Freundinnen war wieder auf „Los“ zurückgestellt, doch Yvonnes Fantasien würden nun nicht mehr aufhören, um das Bild zu kreisen, auch wenn man das Thema wechseln würde. „Lassen wir mal das Bild, es ist ja nicht so wichtig. Du hast dich damals für sinnliche Tänze und Musik interessiert, erinnerst du dich noch?“ fragte sie so harmlos, wie es eben ging … und währenddessen schenkte sie den süßen Sekt in die schön geschwungenen Flöten, die alsbald einen sanften Singsang von sich gaben.

Wird Yvonne den Sektkelch schnell leeren, um sich verführen zu lassen? Oder wird Astrid ihr bald einen Kelch ganz anderer Art anbieten? Lesen Sie die überraschende Fortsetzung, in der Yvonne alte Talente wiederentdeckt.