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Erotische Themen für Autorinnen

Geschrieben von Gebhard Roese • Montag, 6. April 2015 • Kategorie: hintergrund
Falls Sie Interesse haben: Hier sind 32 und noch mehr Vorschläge für erotische Themen für Autorinnen und Autoren:

1. Erotische Dates (Partnersuche)

2. Erotische Entführungen

3. Zwei Männer gesucht? (FMM-Dreier)

4. Ungewöhnliche Triolen (Dreier)

5. Der „klassische Dreier“ – neu gesehen.

6. Verführerinnen.

7. Sperma im erotischen Roman.

8. Liquide fließen.

9. Die Scham, sich zu ergießen.

10. Feminisierung.

11. MILF- ältere Geliebte

12. Cougar - viel ältere Geliebte.

13. Harmlose Fetische.

14. Gefahrvolle Fetische.

15. Die Domina

16. Herrinnen und Sklavinnen.

17. Cuckold - professionell

18. Sex mit Fremden

19. Ausgetauscht

20. Erotische Lebensbeichten

21. Erotische "Folter"

22. Nackt sein für den Loverl

23. Überraschend nackt sein

24. Rituelle Zirkel

25. Erotik-Sekten

26. Das erste Mal Sex - aber nicht das Übliche

27. Jungfrau über 25

28. Alternative und ungewöhnliche "erste Male"

29. Strap-on-Sex.

30. Untreue - Ehebruch

31. Die Erotik der Puppen.

32. Das Idol.



Die Webseite hat noch wesentlich mehr zu bieten.
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Ein Paar lieben?

Geschrieben von Induna • Mittwoch, 21. September 2011 • Kategorie: casual dating geheimnisse
dreier mit kuss
Männer wünschen sich manchmal, ein Paar zu lieben, und auch Paare wünschen sich hin und wieder einen Mann. Dabei ist selbstverständlich die Frage nach seinem „Verwendungszweck“. In der Cuckoldwelt soll er der „Bull“ sein, in der Welt der Swinger möglicherweise ein zweiter Mann für die weibliche Partnerin, bei latent homosexuellen Ehemännern meist ausschließlich für den Ehemann, und in der bekennenden Bi-Szenerie für beide.

Bi-Kontakte scheinen dabei häufiger zu sein als bisher angenommen wurde. Dabei sind die anfragenden Männer, so eine Insider-Information, durchaus sensibel und wollen sich keinesfalls kopfüber Abenteuer stürzen. Dann ist beispielsweise von „entspannten Gesprächen unter gepflegten Freuden bei einem Glas Wein“, aus dem sich die erotische Dreierbeziehung entwickeln soll.

Manchmal haben die Männer noch Berührungsangst, manchmal aber auch nicht, was auf positive Erfahrungen mit Paaren hindeutet. Schlechte Erfahrungen haben offenbar auch schon manche Männer gemacht: Sie weisen darauf hin, dass es ihnen nicht alleine um Sex geht, sondern um ein ausgiebiges erotisches Miteinander. Erstaunlicherweise liegt der Altersschwerpunkt der Bi-neugierigen Männer dabei um die 45.

Frauen ticken offenbar – solo Frauen suchen so gute wie nie Paare, und wenn Paare Frauen suchen, dann sollten sie nicht immer Bi sein – manchmal wird dies sogar ausdrücklich ausgeschlossen. Welche Ein- und Anbindungen geboten werden, wird allerdings sehr häufig offen gelassen – man verspricht bestenfalls, dass der oder die „Dritte“ nicht nur „das fünfte Rad am Wagen“ ist, sondern dass eine intensive Beziehung zu dritt gewünscht wird, die allen gerecht wird.

Wie das geschehen kann, sollte allerdings vor der Aufnahme einer Beziehung geklärt werden.
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Cuckold-Zirkus oder was ist eigentlich ein Cuckold?

Geschrieben von Induna • Samstag, 26. März 2011 • Kategorie: casual dating geheimnisse
Der „Cuckold“ ist ein typisches Beispiel für die „Umdefinition“ eines Wortes durch interessierte Kreise im Internet: Das englische Wort soll so umformuliert werden, dass es als Markenzeichen für bestimmte pornografische Produkte taugt – und dies kann man auf vielerlei Art tun: zum Beispiel auch mithilfe von Foren und angeblich „neutralen“ Webseiten.

Was ist ein Cuckold?

Ein Cuckold ist schlicht und einfach ein „gehörnter Ehemann“, ein „Hahnrei“. Das englische Wikipedia sagt es richtig aus, bereits das deutsche Wikipedia verfälscht den Begriff. Während nämlich das englische Wikipedia „Cuckold“ oder „Cuckolding“ „auch als Fetisch“ bezeichnet, triumphiert das Deutsche Wikipedia (übrigens unbeanstandet) mit dem Begriff so auf, wie er in der Pornografie, der SM-Szene und den angeblichen „weiblich dominierten Beziehungen“ Beziehungen verwendet wird (wörtlich) „ (als) ein Mann bezeichnet, der in einer festen Partnerschaft oder Liebesbeziehung durch den intimen Kontakt seiner Partnerin mit anderen Männern … sexuellen Lustgewinn erlangt:“

Niemand wird bezweifeln, dass es solche Neigungen gibt, nur gehören solche Paare eindeutig zu den sexuellen Abweichlern, die zwar spektakulär wirken mögen, aber in Wahrheit aber eine Minderheit darstellen.

Cuckolds – der Traum vom Zusehen

Wenn der „Traum vom Zusehen“ Wirklichkeit werden soll, wird dies meist in der privaten Abgeschiedenheit einer Wohnung erprobt, also nicht in der Swinger-Szenerie. Die Realisierung aus einer Laune heraus, etwas in Abwandlung eines „flotten Dreiers“ gehört zu den Varianten, die am Wahrscheinlichsten in die Praxis umzusetzen sind.

Um einen gewöhnliche Dreier in eine Cuckold-Szenerie zu wandeln, bedarf es dreier Spieler, denen unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben werden:

1. Der Mittelpunkt des Spiels ist stets der Cuckold selber, zu dessen Gunsten gespielt wird. Er wird in der Literatur unterschiedlich beschrieben, zu ihm passt aber eine mindestens leicht devote Grundhaltung – in der Literatur wie in der Realität.
2. Unumgänglich ist eine feste Freundin, Verlobte oder Ehefrau, die Freude daran hat, vor den Augen ihres Freundes, verlobten oder Ehemannes mit einem anderen Mann heftigen Sex zu haben. Sie heißt in der Szene „Hotwife“ oder „Eheschlampe“. In der Literatur ist sie neugierig oder lustvoll, in der Pornografie eher skrupellos und unerschrocken, eben eine „Professionelle“.
3. Der Dritte im Bunde ist zumeist ein kräftiger Beschäler, der „Bull“, der an der „Schlampe“ sein Werk verrichtet. Er wird normalerweise als Mann mit „Stehereigenschaften“ geschildert, und er wirkt besonders in der Pornografie völlig gefühllos. Im wirklichen Leben ist dies zumeist nicht der Fall.

Cuckold-Zirkus und Cuckold-Literatur

In der sogenannten „Szene“, die eher eine künstlich aufgebaute Internet-basierte Szene ist, werden künstliche Begriffe (C1, C2, C3) kreiert, die von manchen Medien (beispielsweise Orion-Blog) nahezu kritiklos übernommen werden. Man könnte diese Szenerie als den „Cuckold Zirkus“ bezeichnen, weil hier die Protagonisten vorgeführt werden wie die Zirkuspferdchen.

Die möglichen Varianten in der Fantasie wie auch in der erotischen Literatur sind hingegen vielfältiger und oft feinsinniger. Zwar kokettiert man auch hier mit einem unterwürfigen Mann, den man in Kontrast zu einem starken Mann stellt, jedoch werden die Spieler dort üblicherweise nicht so plakativ dargestellt. Die Literatur geht ja davon aus, dass jeder Mensch mit einem Grundgefühl von Scham und Neugierde oder Angst und Wollust in sexuelle Abenteuer hineingeht, und nicht, dass die Dinge routiniert abgewickelt werden und jeder dabei vorher, währenddessen und nachher zufrieden ist.

Wer nicht in die Erotik-Szene eingebunden ist, sollte größte Vorsicht bei der Realisierung von Cuckold-Fantasien walten lassen. Harmlosere Spielvarianten ergeben sich zum Beispiel dadurch, dass man auf den „Dritten“ zunächst verzichtet (etwa dadurch, dass sich die Frau vor den Augen des Mannes selbst befriedigt und dabei laut fantasiert) oder durch einen „Dreier“ mit einem bereits bekannten Partner, in dem die Szenerie lediglich ausgeweitet wird.

Eine weitere Variante dieser Beziehungen besteht darin, dass die bei manchen bestehenden Dreiern ohnehin bestehende Bi-Option stärker ausgespielt wird. Diese Option ist gerade in der Literatur sehr beliebt, weil sie an Grenzen heranreicht, die Menschen in der Realität kaum überschreiten würden.
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Frauen zum Aussuchen …

Geschrieben von Ubomi Ulobi • Sonntag, 13. März 2011 • Kategorie: satire und humor
Frauen zum Aussuchen … warum uns der Gang in die Internet-Welt nützt – und auch schaden kann.

angebote aller art warten auf sie ... wirklich?


„Ein Lächeln billiger, ein Angebot voraus?“ offenbar ist alles zu haben. Frauen, vor allem, mit Zubehör. Eine Venus im Pelz? Ach bitte schön, 300 die Stunde, inklusive Pelz. Wohlfeil beim Trödler erstanden, weil doch das Volk nun die Tiere schützt. Ein Vorgespräch wie vor einer schwierigen Operation, großes Theater, schnell von einem Hurchen inszeniert, das keine sein will, schließlich ist sie Mutter. Um 16 Uhr muss das Kind spätestens vom Kindergarten abgeholt werden, da bleibt gerade noch Zeit für das Losbinden. Irgendein billiges Liebchen? Na sicher doch. Am besten Hausfrau, gegen 35, äußerlich noch relativ unverbraucht, aber rattenscharf und naturgeil. War es schön? Schön war’s – Spermareste entfernen, um 18 Uhr kommt der Ehemann heim, ja, es geht wirklich nur nachmittags, aber es war schön, danke schön. Die Bifrau fängt sich eine kleine Verkäuferin, da muss sie nicht mal online gehen, sondern sich nur über Dessous beraten lassen – dann lenkt sie das Gespräch schon dahin, wohin sei es gerne hätte.

Eine Frau für eine Nacht? Das heißt jetzt „Casual Dating?“ Die Angebote mit Bild sind schon da: in der Unterwäsche, nackt, mit offenem Schritt? Kein Problem – alles bereits vorhanden, hat der Ehemann bereits gemacht, oder der vorige Lover, oder beide zusammen. Mehrfach begehbar? Selbstverständlich.

Das Zubehör wird akribisch beschrieben, manchmal erscheinen Bilder der Spielzeugsammlung, aber nicht nur das: auch wie viele Partner außer den Damen (Zofe, Freundin, Ehemann) noch zur Verfügung stehen, welche Aktivitäten ausgeführt werden, wie man sich die Arrangements vorstellt und wer zu wem reisen könnte. „Mein Mann ist immer dabei, aber er ist absolut passiv“ – wie beruhigend, Cuckolding heißt das wohl. Hoffentlich bleibt wenigstens der Schäferhund an der Leine, der in manchen Anzeigen ebenfalls erwähnt wird.

Ja, bitte – gibt es denn nichts Anständiges? Zum Beispiel Angebote wie: „Suche Mann zum Verlieben, Heiraten und mit Kinderwunsch?“ ja, die gibt es. Hoffentlich sind sie besser durchdacht, doch schon ist die nächste Stufe angesagt: die psychologisch durchgesheckte und auf eheliche Verwendbarkeit getestete Partnerin, vorerst noch ohne Zertifikat der sexuellen Fähigkeiten und ohne gynäkologisches Gutachten und psychiatrischen Befund. Wenn wir noch ein wenig warten, kommen diese Qualitäts-Zertifikate sicherlich auch noch dazu.

Zum Trost: Nicht nur Frauen sind betroffen – Männer auch. Vor allem aber funktioniert das Ganze nicht so halb gut, wie man es sich wohl vorstellen mag: Die zertifizierten Frauen aus den Katalogender Edelagenturen, die es bereits heute gibt, wollen sich einfach nicht alle verlieben. Aber auch hier wissen die Verkünder einer schönen neuen Welt bereits Rat: Das mit dem Verlieben braucht halt Geduld, aber die Katalogdaten stimmen selbstverständlich. Nur Mut, wenn die Ware nicht gefällt – irgendwie scheinen Sie die Pflegeanleitung für die Damen nicht genügend beachtet zu haben - Ihre Schuld.

Bevor Sie nun aufgeben, beachten Sie doch bitte den Rat meiner feinen Tante Christina: „Kind, du kannst alles tun, was du gerne tun möchtest, aber behalte bitte deine Ziele im Auge und vergiss nicht deine Herkunft.“ Danke, Tante Christina.

Bild © 2007 by (modifiziertes Bild) von Jérome
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Cuckolds – die Vermarktung der Fantasie eines Seitensprungs

Geschrieben von Induna • Samstag, 2. Januar 2010 • Kategorie: casual dating geheimnisse
hahnrei / cucu / cuckold


Die Welt der Sekten hat überall eines gemeinsam: Neben merkwürdigen Ritualen pflegt man dort auch eine eigene Sprache. Alleine der Begriff klingt ja schon merkwürdig genug: „Cuckold“? Der Begriff wurde nach halbwegs verlässlichen Quellen bereits vor mehr als 500 Jahren benutzt, als man bereits wusste, dass das Weibchen des Kuckucks seine Eier in fremde Nester legt. Dem Zeitgeist folgend, wurden solche Umschreibungen gerne benutzt, um sexuelle Laster zu bezeichnen: Wenn eine Frau „fremd ging“, dann tat sie dies nach Art des Kuckucksweibchens, indem sie zu „einem Fremden ins Nest ging“. Der Ehemann wurde dann eben zum „Cuckcold“, denn aus Frankreich wechselte diese Bezeichnung auch nach England über, wo sie unter anderem von William Shakespeare als Metapher benutzt wurde.

Der Cuckold ist eigentlich ein "Hahnrei" oder "gehörnter Ehemann"

Ein Alternativbegriff ist ebenfalls populär: Jemanden „hörnen“ oder ihm „Hörner aufsetzen“. Der Begriff kommt aus der Praxis, dem kastrierten Hahn, der dann zum Kapaun wird. Dadurch wird er dann zum Hahnrei (Hahnreh), wozu wir diese Erklärung fanden: ((Brockhaus, 14. Auflage, 1894-1896)

Hahnrei, ein Mann, der von seiner Frau, indem sie sich zu einem andern hält, betrogen wird. Das Wort kommt zuerst bei Matthesius im 16. Jahrh. vor und ist vermutlich zurückzuführen auf den alten Gebrauch, jungen Hähnen bei dem Kapaunieren die abgeschnittenen Sporen in den verschnittenen Kamm einzusetzen, in den sie so fest wachsen, dass sie den Eindruck von Hörnern machen. Der von seiner Frau betrogene Ehemann wird also mit einem solchen Kapaun verglichen; er ist ein Hörnerträger oder Hahnrei, d. i. ein Hahn, der durch die ausgesetzten Hörner zu einem Rehbock gemacht ist, ursprünglich "Hahnreh" oder "Rehhahn" genannt, woraus Hahnrei missverständlich wurde. Im Französischen wird der Hahnrei. Cocu, altfranzösisch für coucou genannt - nach dem Kuckuck, dessen Weibchen seine Eier in fremde Nester legt (…) bekannt ist aus Shakespeare die Sage, dass der Kuckuck jeden Hahnrei anrufe.


Die Pornobranche verfälscht den alte Begriff Cuckold

Der gehörnte Ehemann war zwar schon immer ein Motiv erotischer Literatur und sogar erotischer Darstellungen aller Art, doch erst seit die Swingerszene, die BDSM-Szene und die Internet-Pornobranche miteinander vermengt wurden, steht der „Cuckold“ für ein Genre der besonders ordinären Pornografie. Seither werben zahlreiche allgemeine pornografische Seiten, aber auch spezielle Foren mit dem Begriff, der dabei teilweise extrem verfälscht wird. Denn „Cuckolding“ wird durch die pornografische Werbung zu einem Prozess, der von der Frau, dem „Hotwife“, nicht nur dominiert wird, sondern die auch das „Drehbuch“ für komplette Szenarien schreibt, in denen sie vom „Bull“, dem Liebhaber, in allen möglichen Stellungen beschlafen wird, während der unterwürfige „Cucky“ zusehen muss. „Bull“, „Cuckold“ oder „Cucky“ gehören zu dem bereits erwähnten Vokabular, mit dem die Adepten dieser Ausschweifungen ihre Rollen bezeichnen.

Auch der moderne, unterwürfige Cuckold hat Vorbilder

Solche Szenarien mögen als exklusiver Zeitvertreib durchaus existieren. Sie haben sogar literarische Vorbilder. Typisch dafür wären die Erlebnisse des Leopold Graf von Sacher-Masoch, der in seinem berühmten Roman „Venus im Pelz", zusehen muss, wie seine erwählte Pelzherrin Wanda einen jungen Künstler verführt und dabei in die gleiche Situation bringt, in die er sich selbst brachte: die völlige Erniedrigung aus Lust und Leidenschaft.

Voyeure beim Seitensprung der Ehefrau - Cuckolds

Ähnliche Formen der Verbindung von Masochismus und spielerischen sexuellen Ausschweifungen findet man auch in der modernen erotischen Literatur. In einem englischen Roman der Gegenwart wird sehr bildhaft geschildert, wie ein Cuckold-Treffen nach einem vorher festgelegten Drehbuch arrangiert und durchgeführt wird. Dabei erfüllt die lustvolle Ehefrau ihrem Mann den lange gehegten Wunsch, Voyeur einer Szene zwischen ihr und einem bestellten Liebhaber zu sein. Wie viele Geschichten aus dem Vereinigten Königreich wird auch diese mit einem trockenen Humor gewürzt – und die Geschichte erhält ein überraschendes Ende, das ebenfalls „sehr britisch“ ist und so nicht im Drehbuch stand, nämlich eine bisexuelle Variante.

Fantasie, sinnliche Realität oder Pornografie?

Offen bleibt bei alldem natürlich, ob der „Cuckold" als gedemütigter Ehemann eher ein Fantasieprodukt der Männer ist, oder ob es tatsächliche Frauen gibt, von denen als „Hotwife“ solche Impulse ausgehen. Völlig nebulös bleibt dabei auch, ob Frauen überhaupt Freude an solchen Fantasien haben. Da die Treffen, wenn sie in der Realität stattfinden sollen, sehr sorgfältig arrangiert werden müssen, ist die Frage, wie oft dies in „ganz gewöhnlichen Beziehungen“ wirklich vorkommt oder ob diese Ereignisse nicht eher in die Dogging-, Swinger- oder BDSM-Szene gehören.

Vergessen wir nicht den Ursprung aller pornografischen Schilderungen des „Cuckold-Themas: die Fantasie der Männer, zuzusehen, wenn die Geliebte, Freundin, Verlobte oder Ehefrau von einem anderen Mann beschlafen wird. Ob sie genauso viel Freude daran haben, wenn sie dies tatsächlich erleben?

Cuckolding - Zweifel überwiegen

Es wäre zu bezweifeln, wie denn überhaupt die Frage gestellt werden muss, ob es dem Paar, das sich darauf einlässt, wirklich gut tut. Drehen wir die Sache doch einmal um: Seit Frauen offener zu eigenen Fantasien stehen, kann man gelegentlich die Vorstellung hören, sie würden gerne zusehen, wie ihr Freund Sex mit einer anderen Frau hat, während sie selbst unbeteiligt bleibt. Als Fantasie und literarische Vorlage durchaus interessant, würde das Vorhaben in der tatsächlichen Ausführung aber von den meisten Frauen abgelehnt – die Gefahr, dass die Gelegenheitspartnerin dem Mann Lust auf weiterer Seitensprünge machen könnte, wäre für die meisten Frauen viel zu beängstigend.

Lediglich die Swinger- und Doggingliebhaber sind darüber offenbar anderer Meinung – doch sollte man sich auf das Niveau von Parkplatzsex (Dogging) begeben, um sich erotische Fantasien zu erfüllen? Wohl eher nicht. Menschen mit Rückgrat sollten zu ihren Fantasien stehen - aber sie sollten sich nicht dazu herablassen, sich in die Niederungen einer Unkultur zu begeben, in der Menschen nur noch sexuelle Objekte sind.

Titel: 17 Jahrhundert, Frankreich, Teil eines Kalenders
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