Für Frauen: Wie viele Sexpartner hattest du?

Dienstag, 24. August 2010
humor

collage © 2010 by sehpferd, budapest


Antworten und Gegenfragen auf die dümmste Frage der Welt: „Du, sag mal, wie viele Sexpartner hattest du eigentlich schon“?

Null

Wo denkst du hin? Ich bin selbstverständlich Jungfrau!

Zwischen eins und zehntausend

Das Jahr hat ungefähr 300 Tage, an denen es geht, ich hab‘ mit 18 angefangen und bin jetzt 37. Kannte das ausrechnen?
An meinem besten Tag hatte ich mal 25 Männer nacheinander
Das ist jeden Tag unterschiedlich, meistens so drei im Schnitt pro Tag.
Ach, seit ich diesem Dating-Dienst angemeldet bin, jede Woche so ungefähr zwei verschiedene.
Mit dir käme ich auf 100 – das wäre ja ein Jubiläum!
Weiß nicht – aber Kondome kauf ich immer in 100-Stück-Packungen, wenn dir das weiterhilft.
Die Daten habe ich zu Hause auf Festplatte. Ich schick sie dir mal per Email.

Gegenfragen

Zählen da auch die mit, die ich durch die Hose gewichst habe?
Meinst du vor 18 oder danach?
Nur die Männer oder auch die Frauen?
Soll ich die mitzählen, die, die ich im Puff bedient habe?
Meinst du alle oder nur die ohne Kondom?
Auf einmal oder nacheinander?
Vaginal, anal oder oral?
Hast du nicht von meinem Rekordversuch auf der Sexmesse gehört? War doch in allen Zeitungen!

Schmusen, Küssen, Lecker NS uvm

Mittwoch, 21. Juli 2010
sex gegen geld

Basel ist in heller Aufregung, seit ein Basler Bordell Plakatwerbung macht. Zwar werden die Damen sowohl auf dem Plakat wie auch auf der ebenfalls angegebenen Webseite durchaus noch züchtig abgebildet, aber was viele Basler stört, ist eben die Tatsache, dass für die Unzucht geworben wird. Vor allem aber befremdet sie, dass Preise und Dienstleistungen dort teils detailliert angegeben werden ... und da lasse ich doch lieber mal weg, was wirklich ordinär klingt, und lese dann noch (Text „entschärft“):

Bildhübsche Teenyblondine aus Ungarn mit super Figur. Wunderschöne, blaue Augen und geiles Zungenpiercing … NF … schmusen, küssen … lecker NS uvm.


Na bitte, diese Attribute hätten auch bei einer Seitensprungagentur stehen können … vielleicht mit Ausnahme des „NS“, der selbst Erwachsenen noch immer etwas peinlich ist. Die Abkürzungen wurden ja extra erfunden, um der Zensur das Leben zu erschweren – und lächeln musste ich dann doch über „uvm“ vielleicht sollte ich diese doch einmal als erotische Praxis im Lexikon veröffentlichen?


Der neue Mädchentraum: Sexgöttin?

Sonntag, 15. November 2009
frauenlust



Früher wollten sie alle Prinzessinnen werden: Der Märchenschleim der grimmschen Brüder setzte sich frühzeitig in ihren Gehirnen ab: Sie hörten vom wunderschönen, aber leider noch den jungfräulich-dornig schlafenden Dornröschen, das die Schenkel nur einem edlen Ritter öffnen dufte. Sie vernahmen erstaunt die Geschichte von der nativen, aber wunderschönen Königstochter, die zuerst einen gestandenen Jäger mit ihrer jugendlichen Unschuld bezirzte. Dann aber bedurfte es der Aufsicht von sieben Bergarbeitern, um sie von Dummheiten abzuhalten, bis sie schließlich im Tiefschlaf der Unschuld und dazu gläsern eingesargt in ein Schloss verfrachtet werden sollte. Schließlich hörten sie begierig von einem Mädchen, dass gegen jede irdische Gerechtigkeit in den Status einer Magd versetzt wurde, aber durch Redlichkeit, Geduld und magische Kräfte letztendlich doch noch ins royale Ehebett kam.

Aus der Traum – verpufft ist das Trugbild von der jugendlichen Unschuld, die auf Ritter und Königssöhne wartet, um endlich in den deflorierten Zustand versetzt zu werden.

Das neue Idealbild scheint die Sexgöttin geworden zu sein, die Frau, an deren Schwelle Dutzende von Männern hecheln, um diesen oder jenen Gunstbeweis in Empfang nehmen zu können. Die Bücher wuchsen in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden: 696 Tipps hat Anne West in ihrem „Handbuch“ für Sexgöttinnen zusammengestellt, die deutsche Ausgabe von Dianne Brills Buch „Dressed to Kill“ wird zur „Wie werde ich eine Sexgöttin“ und Flic Everett bringt uns „Die perfekte Sexgöttin“ und das neueste Buch kommt jetzt von der Tochter einer Schweizer Emanzipationsikone: : „Heissssss: Eine Lustreise zur Sexgöttin“ ist von Maja Onken, von der man bisher eigentlich nur etwas als Tochter von Julia Onken gehört hatte.

Warum Frauen Sexgöttinnen werden wollen? Nun, sie wollen es gar nicht, denn eine wirkliche Sexgöttin bekommt ja von den Irdischen keinen Sex, sondern bestenfalls Huldigungen. Auch bei den irdischen, selbst ernannten „Sexgöttinnenanwärterinnen“ scheint keine Eindeutigkeit vorzuherrschen, ob sie nun eher göttliche Verteilerinnen von Sexgunst sein wollen oder selber göttliches Empfinden daraus ziehen wollen.

In dieser Weise muss man dann auch wohl differenzieren, welchen Gewinn die „Göttinnen-Schülerinnen“ selber aus diesen Büchern ziehen wollen: Mehr Lustgewinn aus den vorhandenen Ressourcen Namens Vibratoren und Männermaterial zu bekommen oder mehr und bessere sexuelle Dienste freizügig an Männer zu verteilen, um begehrter zu sein.

Bleiben wir mal den Frauen, die sich mehr Männer vor ihren Türschwellen wünschen, aus denen sie geeignetes Material für ihre kalten Betten aussuchen können: Die beste Zeit, um die vorhandenen Ressourcen zu nutzen und sie durch Verhaltensmodifikation, Kosmetik und Kleidung noch zu unterstützen, liegt zwischen dem dreißigsten und dem neununddreißigsten Lebensjahr, wobei die Skala eher nach oben als nach unten offen ist. Jüngere Frauen müssen die noch nicht vorhandene erotische Reife, die eine „Sexgöttin“ benötigt, durch Schauspielkunst überspielen – also eher kein Mädchentraum.

Ob sich die Sache überhaupt lohnt? Natürlich nicht. Die Sexgöttin ist die neue Prinzessin, die inzwischen ein bisschen frivoler geworden ist, weiter gar nichts. Und so wenig, wie es sich lohnt, auf den Königssohn zu warten, so wenig zahlt es sich aus, darauf zu warten, dass die Männer nun endlich an der Türschwelle Aufstellung nehmen, um eingelassen zu werden.

Vergaß ich etwas? Oh ja. Der einzige Grund, eine „perfekte Sexgöttin“ zu werden, ist der, sich als solche zu vermarkten. Entweder, indem sie Bücher für Ihre Anhängerinnen schreiben, oder indem sie den himmlischen Sex an den Markt bringen.

Bild oben © 2009 by aspersa. Buchbild: Verlagswerbung

Die Venus, der lüsterne Tannhäuser und die nackten Frauen

Mittwoch, 14. Oktober 2009
recherche

Sapperlot, dieser Wagner – ja, Wagner, Richard, der mit den langen Opern und den vielen Krachinstrumenten im Orchester. Also, dieser Wagner hat da doch eine Oper komponiert, in der die geballte Erotik vorkommt – jedenfalls im ersten Akt. Allerdings ist da ein Haken an der Sache: Der Sänger Tannhäuser ist ja an sich edel und gut, aber er wollte nun mal partout einen Blick in das Lotterleben bekommen. Dabei landete eri nicht etwa in einer mittelalterlichen Badestube, bei der man die Bademägde zum Flat-Rate-Tarif bekommen konnte, sondern in der bösen, bösen, bösen heidnischen Welt der Venus. Da er aber natürlich ein aufrechter Deutscher ist, wird sein Puffblick bald wieder in einen Marienblick verwandelt – und schwups sitzt er unter der Wartburg und soll einen zum besten geben: Ausgerechnet vom Eros.

Warum ich Ihnen das so brühwarm erzähle, als wäre es gestern gewesen? Na, weil man in Tannhäuser-Aufführungen natürlich jede Menge lustvolle Weiber auf die Bühne bringen kann – und nun halten Sie sich fest: Die Chemnitzer machen es sogar nackt. Neben dem Model Nicole Neubert, haben sich offenbar schon einige Chemnitzerinnen für die nackten Nymphen interessiert, die geschlagene 20 Minuten nackt, aber kunstvoll verhuscht durch den Venusberg schwirren und dabei den Tannhäuser bezirzen sollen.

Der Pussy-Club in der FAZ – die Wahrheit über die Flatrate

Donnerstag, 23. Juli 2009
sex news

Die Journalistin Julia Schaaf hat sich in die Höhle der Löwinnen gewagt: in den Pussy-Club. Das Billig-Bordell ist wegen seiner Flatrate in die Kritik geraten. Ob sie berechtigt ist oder nicht? Ausgesprochen schwierig zu sagen – aber je mehr man hört, umso mehr wird deutlich: Werbung ist eine Sache – Wahrheit eine andere.

Lesen Sie heute selbst in der FAZ, wie ein Billigpuff funktioniert, was die Frauen verdienen und welche Möglichkeiten sie haben, sich ihren Freiern zu verweigern. Das Hauptargument der Frauen für die Arbeit im Flatrate Bordell: Es gibt täglich Geld, gleichgültig, wie voll der Laden ist. Das sei in traditionellen Bordellen oft nicht so – bei Kundenmangel lege man als Hure drauf, weil Steuern und Mietkosten auch bei „Nullrunden“ angeführt werden müssten.

Bild © 2009 by keepwaddling1

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