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Wie werde ich Domina?

Geschrieben von Miss Y. • Mittwoch, 13. April 2011 • Kategorie: casual dating geheimnisse
ein altes, lukrative gewerbe
Berufswunsch Domina – wie das klingt, nicht wahr? Da hätte der Papi natürlich protestiert, wenn ich mit 18 gesagt hätte: „Papi, ich will nicht mehr Journalistin, Fotografin, Fernsehansagerin, Model oder Stewardess werden, ich will jetzt Domina werden.“ Dominas sind für Männer und Frauen immer wieder "ein Ausschlusskriterium" für soziale Kontakte - den Hass auf Dominas als Beruf kannst du hier nachlesen.

Aber, aber … wir reden ja hier nur in Theorie, oder? Manche Dominas machen inzwischen Kurse für Frauen, die den Beruf mal beschnüffeln wollen oder auch für Hausfrauen, die ihren Mann gerne mal auf Trab bringen würden. Da kannst du es ausprobieren.

Kommen wir mal zur Praxis. Du brauchst Talent zur Selbstständigkeit und ein gewisses Interesse am Menschen. Es ist gut zu wissen, wie der Körper von außen und von innen aussieht. Anfängerinnen wissen oft nicht einmal, wo der Magen ist und wo die Nieren sind, von der Prostata ganz zu schweigen. In vielen Blogs steht als Erstes: „Such dir eine Persönlichkeit und kauf dir Klamotten dafür“, aber das ist Bullshit. Die Reihenfolge ist immer, die zuerst klar zu machen, wer du bist und was du kannst, und dann herauszufinden, welche wundervollen Rollen du spielen kannst.

Das Erste, was du tun musst, ist mal mit deinem „Mäuschen hinter dem Ohr“ zu sprechen. Wenn es sagt „das tut man nicht, Ina“, dann musst du das Mäuschen anders erziehen es bleiben lassen. Das Zweite ist dann wirklich, dir deine „Person Nummer zwei“ aufzubauen. Da folgt auch gleich Bullshit Nummer Zwei – es gibt keine Lifestyle-Dominas, jedenfalls nicht da, wo du herkommst. Die Person Nummer zwei bist nicht du, es ist die Domina. Du verwandelst dich in sie, wenn du ins Studio kommst, und du legst sie wieder ab, wenn du das Studio verlässt. Tust du das nicht, dann kriegst du einen Knacks. Das Geld, um den wieder auszubügeln, kannst du dir sparen. Also: Dienst ist Dienst, und Schnaps ist Schnaps.

So, und nun brauchst du mehrere Kurse: einen medizinischen Grundkurs, den die am besten eine befreundete Ärztin oder Krankenschwester gibt. Auch wenn du nichts mit Blut, Nadeln und so weiter machen willst: Wissen ist macht, nichts wissen macht machtlos. Zweitens brauchst du einen Selbstversuch: Lass dich ein paar Mal nach Strich und Faden quälen und erniedrigen. Du musst wissen, was bei deinem Kunden passiert, oder etwa nicht? Das kannst du am besten lernen, wenn du selbst gespürt hast, was geht und was nicht.

Drittens brauchst du einen minimalen Unterricht in Stimmbildung und Schauspiel. Das meiste, was du tust, ist ein Schauspiel aufzuführen. Lerne, einen smarten Top-Manager eine „Nichtsnutzige Sau“ und einen liebevollen, aber schmergeilen Großvater einen „perversen alte Bock“ zu nennen. Das ist unabhängig von deiner Lieblingsrolle, und die kommt jetzt.

Eine Mutter, die ihren Sohn aus nichts als Liebe mit der Hand schlägt? Eine strenge Lehrerin, die ihren faulen Schüler mit dem Rohrstock traktiert? Eine Geheimdienstfrau, die einen windigen kleinen Agenten foltert? Ein gestrenge Ärztin oder Krankenschwester, die ihren Patienten quält? Oder eine gute Freundin, die den Mann ganz und gar in ein Frauchen verwandelt? All das sind Dominarollen, und du musst sie nicht alle gleich gut beherrschen.

Woher ich das weiß? Na, hört mal, ich rede schließlich mit Leuten, und ab und lese ich auch ein Buch.

So, so, und du hast immer noch Lust, eine Domina zu werden? Dann lies erst mal hier weiter, in der FAZ von 2006.

(Biild nach einer Zeichnung aus einem erotischen Werk, 1922)
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