Geheimnis Verführung: warum Sex langweilig wird
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„Wir müssen lernen, uns wieder viel mehr zu verführen. Aber heute ziehen sich Menschen entweder sofort aus oder verstecken sich im Internet.“
(Der Modedesigner Joe Corre)
Irgendwie sind wir alle so skandinavisch geworden: Sex? Na klar, feine Sache, wie essen und trinken. Doch da kommt gleich mein Einwand: Wir essen das Fleisch nicht roh und das Gemüse nicht so, wie es vom Acker kommt. Im Gegenteil. Wir geben ein Schweinegeld dafür aus, endlich mal einen Koch zu finden, in dessen Restaurant man wirklich ausgezeichnet essen kann – und dann sollen wir an Frauen interessiert sein, die sich gleich nackt machen und „es“ sofort tun wollen?
Um Himmels willen – nein. So wollen wir nicht essen – und eigentlich wollen wir so auch nicht lieben. Männer wollen zunächst mal gar nicht wissen, wie ihre Geliebte nackt aussieht – im Internet können sie genug nackten Hühnchen sehen. Joe Corre sagte dazu: in einem Interview mit der WELT: „Man will gar nicht sofort alles sehen. Es sich erst mal nur auszumalen ist viel spannender“. Womit er recht hat. Nichts ist interessanter als einer Frau mit passender Unterwäsche gegenüberzusitzen, die man nicht sieht, aber die man ahnt. Man will überzeugt sein, dass sie ihre Kleidung zu tragen weiß – Schicht um Schicht. In Wahrheit wollen die meisten Männer sehen, wie Hülle um Hülle nach und nach fällt – körperlich wie moralisch. Wir Männer halten Frauen für langweilig und billig, die sich weder an- noch ausziehen können. Frauen, die reinen und natürlichen Sex haben wollen, frisch geduscht und noch nach Seife riechend? Nein, danke – nichts für Männer mit Stil.
Liebe, Erotik und Sex mit Stil zu zelebrieren – mit edlen Dessous, schönen Ideen für die Liebe, viel Hintergrundwissen und dem „gewissen Etwas“, das ist das Ziel dieses Blogs, den wir heute neu auflegen. Mit unseren Autorinnen und Autoren: Mein liebes Alter Ego Sehpferd übernimmt die Leitartikel, als Gebhard Roese bringe ich die Erotiknachrichten aus aller Welt und den wissenschaftlichen Teil, und Gramse und Ina teilen sich in die Beurteilung von Lust und Liebe und die etwas heftigeren Kommentare zum Liebesleben.
Zitate aus: WELT







