Hostess ist einer von Japans beliebtesten „Mädchenberufen“

männerlust

hostessJapan ist voller Überraschungen – und eine davon mag sei, dass es sehr viel „bezahlte Unterhaltung“ mit Damen gibt. Die zumeist sehr jungen Frauen sind eine Mischung aus Taschenformat-Geisha und westlicher Animierdame.

Worin ihre Arbeit besteht, ist ein wenig rätselhaft – sie wird jedenfalls in Japan gerne als „sich unterhalten und dabei mit Herren ein paar Gläschen trinken“ bezeichnet – und das muss den Gästen einiges wert sein, denn eine Dame in Spitzenklubs kann bis zu 16.000 US-Dollar pro Monat verdienen – eine Summe, von der andere junge Mädchen in Japan nur träumen, denn gerade mal ein Zehntel davon verdient eine normale Angestellte.

Der Job einer „Hostess“ war freilich in Japan noch vor Jahren so schlecht angesehen, das viele Mädchen aus traditionellen Familien nie gewagt hätten, den Beruf zu ergreifen – die Nähe zu Animierdamen ist unverkennbar. Das änderte sich inzwischen, denn viele junge Mädchen kommen sogar mit ihrer Mutter, um sich bei den Personalagenturen vorzustellen, berichtete die „New York Times“ und beruft sich dabei auch noch auf andere Zahlen: Laut einer Befragung des Instituts für kulturelle Studien in Tokio kam die Hostess in den Berufswünschen junger Frauen auf Platz 12 von 40 „Mädchenberufen“ – noch weit vor der Krankenschwester, die auf Platz 22 landete. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass es unter den Hostessen inzwischen Stars gibt, die zahlreiche weibliche Fans haben – auch eine japanische Besonderheit.

Wie überall auf der Erde, sehen es die Gutmenschen, die es auch in Japan gibt, nicht sehr gerne, wenn Frauen den Beruf ergreifen – er könne in die Prostitution führen, wird allen gesagt, die es wissen oder nicht wissen wollen.

Nun, an dieser Stelle kämen wir nun zu einer weiteren japanischen Besonderheit: Prostitution ist zwar offiziell verboten, aber sie treibt heftigere und skurrilere Blüten als sonst wo auf dieser Erde. Dies mag den Befürwortern „strengerer“ Prostitutionsgesetze in der heimischen Republik eine Lehre sein: Je mehr „die“ Prostitution gesetzlich eingeschränkt wird, umso mehr taucht sie unter neuen Namen wieder auf. Massagesalon, sexuelle Heilpraxis, Badestube („Soapland“), erotische Rollenspiele und „verabredete Begleitungen“ sind nur einige aus einem großen Repertoire.


Foto: © 2008 by antje verena






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Kommentare

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    sehr eindrucksvoll dieser bericht. Er stimmt nachdenklich und ist zugleich auch beeindruckend. Die Prostitution ist ja auch schon hierzulande ein problem amn siehe nur diese ganzen flatrateclubs... naja aber trotzdem muss man sagen japan ist ein wunderschönes land und immer eine reise wert.
    #1 Stiffler (Homepage) am 30.07.2009 12:15 (Antwort)
    Ich liebe Japan ich finde die einfach spitze und ich denke nächsten sommer werde ich wieder urlaub dort machen ;-)
    #2 dildo (Homepage) am 30.07.2009 12:18 (Antwort)

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