Frauen sind begehrte Erotikkunden

Die Zeiten, in denen Frauen „an Schmuddelkram“ kein Interesse hatten und kategorisch ablehnten, auch nur über Erotik zu reden, geschweige denn gemeinsam einen erotischen Film anzusehen, sind vorbei. Ganz abseits der „Mainstream-Pornografie“ haben sich eine Reihe von Firmen angesiedelt, die erotische Filme von Frauen für Frauen produzieren. In Deutschland ist es noch ein wenig ungewöhnlich, doch im Vereinigten Königreich existiert längst eine weiblich geprägte, sadomasochistische Literatur.
Längst wissen Frauen durchaus, wie sie auch ohne Mann sexuelle Genüsse erzielen können – der Markt an sogenanntem „Liebespielzeug“ ist riesig. Inzwischen wird nicht mehr von Männern entworfen, was Frauen befriedigen soll: Frauen entwerfen, begutachten und testen Sexspielzeug aller Art – vom G-Punkt-Vibrator über den Klitorisstimulator bis hin zum Auflagevibrator für die sanften Lüste. Was an den Markt kommt, bestimmen Frauen und nicht etwa Männer.
Der Markt für Dessous ist riesig – und Frauen experimentieren mit Lustklamotten im Bett, auf Partys und sogar beim Shopping. Die Mode, Dessous öffentlich als Tops zu tragen, ist gerade hier in Budapest sehr verbreitet.
Frauen sind inzwischen begehrte Erotikkunden. Gerade hat die Webseite „Her Revolution“ von sich reden gemacht, die sich ausschließlich an Frauen wendet und nichts als Erotik vermarktet: „Her Body“ bietet luxuriöse Wäsche, „Her Emotion“ das Spielzeug für die Lust allein und „Her Time“ die nötigen Herren, wenn das Spielzeug einmal langweilig werden sollte und Frauen sich nach etwas Fleisch im Topf sehnen. Mehrhaut fand fanden dieses Portal, als ich einer etwas misslungenen Pressemitteilung nachgingen.
Dieses „Rundum-Angebot“ wagten bisher nicht einmal Erotikshops zu offerieren, die sich an Herren und Paare wenden. Wie man sieht, geht die Emanzipation manchmal eben sehr eigene Wege.
Bildquelle: Flickr, © 2007 by powderruns








