Lustvoll im Dirndl-BH – aber nicht für den Freund

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“Sie ist ein lebensfroher Mensch, aber sie hat ja auch diesen dunklen Teil“, sagte Jan leise, und es schien mir so, als wolle er nun endlich mit der Sprache herausrücken. Ich lächelte und sagte beschwichtigend: „Nun, dein Geschmack ist halt auch Geschmackssache“, worauf er mich aus übernächtigten Augen tiefgründig ansah: „Du kennst Sie nicht“, sagte er sehr leise, „aber stell dir vor, als wir neulich bei Frau Dr. Hausmann eingeladen waren, sagte sie plötzlich: „Nee, entschuldigen Sie, hier kann ich nicht sitzen bleiben, ich stinke zu sehr nach Schweiß „- du kannst dir gar nicht vorstellen, wie Frau Dr. Hausmann geguckt hat – es war alles so peinlich. Ich dachte nach: diese lustvolle Frau, die stets Dirndl trug und aussah wie ein Schäfchen? Die soll so etwas gesagt haben? Jan seufzte, als ob er Gedanken lesen konnte. „Du wirst es nicht für möglich halten“, sagte er – Frau Dr. Hausmann bot ihr an, sich doch ein wenig frisch zu machen – und als sie zurückkam …“, Jan machte eine Pause und errötete. „Und als Sie zurückkam?“, half ich ihm. „Als Sie zurückkam, trug sie nur BH und Höschen – natürlich einen Dirndl-BH, wenn du dir das vorstellen kannst“. Eine weitere Pause entstand. „Und das Dirndl?“, fragte ich. „Oh, sie sagte nur, „ach je, ich hab gerade mein Dirndl in die Wäsche geschmissen!” Ich dachte nach: „Es war ein Scherz, nicht wahr – einer ihrer üblichen Scherze?“

„Das dachte ich erst auch“, sagte Jan – aber es kam alles ganz anders. Frau Dr. Hausmann sah meine Freundin nämlich sehr wohlgefällig an, wie sie so halb nackt dastand. Und sagte leise zu ihr , wobei sie ihr tief in die Augen sah.“ Nun war ich erstaunt angesichts der Wendung, die die Geschichte nahm. „Vermutlich hat sie deine Freundin dann in den Arm genommen und beruhigt?“

Jans Blick flackerte. „So kann man es nennen“, sagte er leise, „aber – Frau Dr Hausmann hat ihr über die Brüste gestrichen und dann intensiv geküsst – nennst du das „Beruhigen“?“ Ich ahnte, dass die Geschichte nicht gut für Jan ausgehen würde, der nun puterrot weitersprach: „Ja, und dann haben sich beide immer intensiver geküsst, und Frau Doktor hat ihre Bluse aufgeköpft und schließlich zu meiner Freundin gesagt: „Das Pferd muss raus – findest du nicht auch?“

„Netter Name für dich“, lächelte ich –Jan war allgemein als das „holländische Honigkuchenpferd“ bekannt. „und bist du wirklich gegangen?“

Jan sah etwas verzweifelt in meine Richtung, sagte dann aber schnell: „Ja, und weißt du, was meine Freundin zum Abschied gesagt hat?“ Er wartetet nicht auf meine Reaktion, sondern sagte es gleich: “Wichtig ist ja, dass man sich lieb hat und so.”

Ich schmunzelte: „Und hat sie hat dich noch lieb?“. Jan sagte eine Weile nichts mehr, dann schnaubte er heraus: „Sie wohnt jetzt bei ihr“. Nun, wer hätte ein anderes Ende dieser Geschichte erwartet?

Diese Geschichte beinhaltet sieben vorgegebene Sätze - falls Sie sich über den Stil wundern - ich nehme gerade an einer Blog-Parade teil.

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