Liebe, Erotik, Sex: Was bringt 2009?

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Eines kann ich Ihnen nicht beantworten: wie die Konjunktur verlaufen wird. Ist sie so mies, wie die Pessimisten annehmen, dann steigt die Zahl der Liebenden, Verlobten und Ehepaare, weil ein Badezimmer billiger ist als zwei. Ist sie besser als erwartet, dann steigen die ONS, schrägen Beziehungen und Seitensprünge.

Nehmen wir mal das Mittelmaß an – was passiert dann?

Miese Zeiten für junge Männer ohne Moos


In jedem Fall werden die Männer immer mehr liegen gelassen. Diejenigen, an die sich Frauen dennoch heranrobben, müssen schon in jungen Jahren entweder ordentlich Moos angesetzt haben oder jedenfalls die Aussicht darauf. Ein weiterer Teil, frisch, jung und potent, wird voraussichtlich zum Sofortverzehr gebraucht, aber der brave Junge, der nichts will als eine Familie, wird im neuen Jahr noch stärker in die Röhre gucken als bisher schon. Schade um euch, Jungs – ihr habt Besseres verdient – und Frauen gibt’s genug – nur muss man sie sich dann erst mal beschaffen. Da können die Damen und Herren Gutmenschen reden, was sie wollen. Wer klug ist, holt seine Braut aus Ländern, in denen die „Ansprüche“ nicht ganz so hoch sind.

Naschen wird populärer

Der absolute Trend: An Männern herumnaschen. Darauf bauen Dutzende von Glücksrittern, die inzwischen Seitensprung- und Casual-Sex Kästchen aufgemacht haben und gerne sehen würden, dass die männlichen Mäuse in ihre Fallen gehen. Da gibt es nämlich einen grundlegenden Irrtum: Frauen wollen wirklich gerne mal am Mann naschen – aber sie sind auch lecker: Ein Gentleman mit Manneskraft wird gesucht – schließlich will sich die Frau „ganz als Frau“ fühlen und nicht als Objekt zur Triebabfuhr gebraucht werden. Wieder das alte Lied: Die Männer werden liegen gelassen – nur ist es um die geilen Böcke wirklich nicht schade. Für sie bleibt ja noch der Puff.

Die Liebe, Hybrid betrachtet

Seit Langem wird dies beobachtet: Liebe und Sex funktionieren als Hybridantrieb – geht das eine nicht, wird das andere versucht. Typisch ist dies beim Dating: Ist der Mensch nicht für die Ewigkeit geeignet, taugt er vielleicht fürs Bett. Noch eine Variante: Wenn er nicht fürs Leben taugt, hilft er vielleicht, dir eigenen Rechnungen zu bezahlen – das Leben ist schließlich teuer, nicht wahr? Vornehm heißt dies jetzt: Eine Dame sponsern. Früher sagte man Edelnutten dazu.

Damen – Schnäppchen und Trickserinnen

Immer mehr Damen verdingen sich bei merkwürdigen Internetdiensten, von denen man eigentlich nicht weiß, ob sie Fisch oder Fleisch sind – Hauptsache, die Brüste sind nackt. Was man von den Damen bekommt, ist freilich zweifelhaft – „alles kann, nichts muss“ oder „GV ist möglich, aber ihr müsst nett und sauber sein“ … und so weiter, und so weiter. Vermutlich steht jeden Tag eine ganze Armada von Dummen auf, die unsichtbaren und unfühlbaren Sex kaufen.

Erotische Wünsche? Psst! Sehr geheim!

Die Zeiten, in denen jeder Mann mal eine Peitsche spüren und jede Frau mal gefesselt werden wollte, sind vorbei – nichts mehr mit Indianerspielchen. Wer wirklich das Besondere braucht, geht gleich zur Fachfrau respektive zum Fachmann und bekommt dort gute Leistungen gegen gutes Geld. Derweil zieht sich die BDSM-Front immer mehr dorthin zurück, wo sie hergekommen ist: in den Untergrund. Seien wir mal ehrlich: Eigentlich ist sie dort besser aufgehoben als im Fernsehen. Indessen haben viele Tierchen inzwischen andere Pläsierchen entdeckt: Immer mehr Frauen und Männer wollen schwach sein und beherrscht werden – auch ein Markt, aber einer, der mehr Geist erfordert als der Kauf einer Peitsche. Der Markt tendiert zu Erotikspielen mit gekonnt agierenden Schauspielerinnen – nicht mit billigen Huren – vor allem aber will man sicher sein, dass es keine geheimen Kameras gibt – und das hat nun mal seinen Preis. Der Grund: Viele der erotischen Wünsche sind bei Weitem extremer als es die Öffentlichkeit goutiert wird: Da ist die angebliche Empörung von Millionen deutscher Autofahrer wegen ein paar Frauen in Uniformen ein Pipifax dagegen.

Der Frust am Sehen - die Lust am Sehen


2009 wird uns eindeutig zu viele Frauen und Männer präsentieren, die kopulieren, sowie Analverkehr und Fellatio ausüben und dabei Kameras laufen lassen. Das Ergebnis ist so langweilig, die Ausdrucksweise so roh, dass man erschreckt die Paniktaste drückt, wenn man hinsieht. Auch die Amateurseiten, auf denen seit Jahren Frauen gegen ihren Willen nackt oder saugend ins Internet gestellt werden, haben leider eher Konjunktur, als dass man ihnen das Wasser abgräbt.

Die Trends? Verweiblichung von Männern einerseits und Männer jagende Cougars andererseits. Dazu erotische Filme von Frauen für Frauen und Paare – das sind die guten Seiten. Die Schlechten: Je mehr die unreifen und armseligen Männer beim Sex ausgegrenzt werden, umso mehr träumen sie davon, Frauen zu erniedrigen – in Amateurvideos passiert dies bereits häufig – und die werden ja überwiegend für die Prolos gemacht.

Was meinen Sie? Wie lautet Ihre Prognose?

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