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Die feuchten Träumen im erotischen Gefängnis des Gehirns

Geheime Träume - offengelegt
Mit diesem Beitrag wenden wir uns den Themen zu, die zwar auch in der Realität vorkommen, die aber eher in den geheimen Verließen nächtlicher feuchter Träume beheimatet sind. Wir planen dazu etwa 25 Artikel mit unterschiedlichen erotischen Abweichungen, die alle eine relativ große Bedeutung für Frauen haben. Und zusätzlich einige Artikel zu Themen, die sehr am Rande der erotischen Literatur angesiedelt sind, von denen Sie aber als Autorin wissen sollten.

Romantik plus feucht und heftig ergibt erotische Frauenliteratur

Es lohnt sich, Ihr Manuskript prüfen zu lassen
An der Spitze der Frauenfantasien stehen – das wissen Sie wahrscheinlich – romantisch verbrämte Sexerlebnisse, die mit Romantik und einem Hauch von Gefahr verbunden sind. Weit über 80 Prozent aller Frauen haben solche Fantasien. Und weil sie in der Realität eher rar sind, suchen sie die Erfüllung in Gedanken, Schiften und Filmen. Falls Sie denken, erotisches oder gar pornografisches Schrifttum sie niemals romantisch, dann irren sie. Oftmals entstehen die erotischsten Momente aus einer verklärten Romantik, die in ungebändigte Leidenschaft umschlägt. (1)

Nach romantischen Abenteuern - von welchen Praktiken träumen Frauen?

Sie werden hingegen kaum raten, wovon Frauen in zweiter und dritter Linie träumen. Denn um die 70 bis 80 Prozent der lustvollen Gedanken der Frauen kreisen um Hand- und Mundverkehr, sowohl aktiv wie auch passiv. Fasst man dies zu einer Gruppe zusammen, so kann man sagen: Der zweitstärkste Reiz in den erotischen Wünschen und Vorstellungen geht von Zungen, Lippen, Mündern und Händen aus, die mit den Genitalien in Berührung kommen.

Die "Aua-Fraktion": BDSM ist immer ein beliebtes Thema

Neugierig auf Gruppe drei? Hier spüren wir den „SoG“-Sog: nicht erst die Trilogie „Shades of Grey“ sorgte dafür, dass Frauen zu ihren Träumen nach heftigen Herausforderungen körperlicher Art standen. Alles war schon zuvor in den Köpfen und musste nur noch geweckt werden: Dominiert werden, gefesselt werden, selber dominieren und andere fesseln gehört mit zwischen 42 und 65 Prozent zum Mittelteil der erotischen Frauenträume.

Die restlichen Wünsche nach Gruppensex, Orgien, Dreiern, Zuschauen, und gleichgeschlechtlichen Affären liegt im Bereich des unteren zweiten Drittels, also etwa zwischen 30 und 40 Prozent.

Männerwünsche

Ich will Ihnen nicht verheimlichen, wie das bei den Männern ist.

Bei Männern finden wir keine „einheitlich vorherrschenden“ Wünsche, die sich in Gruppen zusammenfassen ließen. Überraschenderweise steht erotische Romantik gleichfalls an erster Stelle, der Oralverkehr folgt aber sehr deutlich der Wunsch nach Sex mit zwei Frauen, Fremdgehen und Voyeurismus. Die gesamte Skala zeigt: Männer sind nicht so wählerisch, was die sexuellen Wünsche angeht, dafür leiben sie die Vielfalt.

Der Mittelbereich zeigt uns dann tatsächlich ähnliche Vorstellungen wie bei den Frauen, namentlich, was sogenannte SM-Aktivitäten angeht.

Fazit für Autorinnen

Für Männer können Sie nahezu jede beliebige sexuelle Lust mit fast allen Abweichung zum Thema machen (weil ihre Fantasien damit satt gefüttert werden). Nur bei Aktivitäten, die männliche Homosexualität beinhalten, müssen sie Abstriche machen: Männer sind oft peinlich berührt, wenn solche Gelüste angesprochen werden.

Frauen hingegen haben neigen mehrheitlich zu gewissen erotischen Tendenzen, die sie am liebsten erfüllt sehen. Häufiger, als wir denken, wollen sie, dass sich feuchte Lust auch in Oralkontakten niederschlägt, und dabei darf es auch eine Frau sein, die solche Bedürfnisse befriedigt.

Für Ihre Arbeit als (angehende) Autorin

Wenn Sie für Frauen schreiben, empfiehlt sich immer ein Rest Romantik, auch in den heftigsten Oral- oder BDSM-Szenen. Besonders, wenn Sie eine heftige erotische Abweichung als Thema wählen, sollten Sie sehr sorgfältig abwägen, ob sie mehr als etwa ein Drittel der Frauen interessiert. Bei den meisten Artikeln, die wir in Zukunft für Sie schreiben, geben wir daher den Anteil der interessieren Frauen am Thema an, soweit dies in unserer Macht steht. Die gleichen Angaben – soweit vorhanden - bekommen sie dann auch für Männer. Sie können nun warten, bis „ihr Thema“ bei uns behandelt wird oder Sie können und vorab eine E-Mail schicken und nach der Relevanz fragen.

Sie erreichen uns über E-Mail:

Bild: Esby (historisch, als Romanillustration verwendet)
(1) Bei dieser Erhebung haben wir "Abenteuer und Romantik" als Themengebiet zusammengefasst - es ergeben sich dadurch Abweichungen von anderen Zahlen vergleichbarer Erhebungen.

Was Sie wissen müssen, bevor Sie erotisch schreiben

Dichter singen über unsere Triebe
in ihrer kindischen Poesie.
Ich kenne jede Art von Liebe –
Und dies viel besser als sie.


(Nach Cole Porter)

Die Buchstaben werden zu Wörtern, die Wörter werden zu Sätzen, und die Sätze werden zur puren Lust
In dieser neuen Serie wende ich mich zuerst an alle diejenigen, die ganz bewusst Blümchensex (auch Vanille-Sex genannt) in ihre Romane, Novellen oder Kurzgeschichten einbauen wollen. Es ist ja die Art von Liebe, Lust und Leidenschaft, die jede Autorin kennen dürfte. Heterosexuell geprägt, meist beschrieben als das Eindringen eines Penis in die Vagina und dann vielleicht ein Orgasmus, der den Körper Ihrer Heldin erbeben lässt.

Ich gehe dabei davon aus, dass Sex ein wichtiges Element und einer der Höhepunkte Ihres Werkes ist, Sex aber andererseits nicht das durchgängige Thema darstellt.


Jetzt muss es passieren …

Wie bei anderen Liebesthemen auch, steht im Vordergrund, auf welche Art und Weise ihre Heldinnen und Helden einander begegnen und wie sich ihre Liebe, ihre Lust oder ihr Verlangen entwickelt. Bei den meisten „Sex-Storys“ kommt dieser Bereich zu kurz, denn zumeist umkreisen die Menschen einander, bevor es zu intimen Begegnungen kommt. Ein wichtiges Spannungselement ist dabei, den Zeitpunkt der ersten „echten“ sexuellen Begegnung hinauszuschieben, besonders dann, wann ihre Leserinnen und Leser meinen: „Jetzt muss es doch passieren.“

Unbedingt den Gedanken an Körperliche Nähe zu Ihren Figuren erzeugen

Um Nähe zu ihren Figuren zu erzeugen, sollten sie wenigstens all das ausführlich beschreiben, was „auf der Haut und unter der Haut“ passiert. Sie haben damit ein gutes Mittel, sinnlich zu schreiben, ohne auf die Emotionen einzugehen. Ich sage dies, weil die meisten Autorinnen und Autoren selbst nach langjähriger Erfahrung mit erotischen Schriften nicht in der Lage sind, emotionale Gefühle plastisch zu beschreiben. Die Empfindungen, die auf der nackten Haut ausgelöst werden, sind hingegen wesentlich leichter zu beschreiben. Denken Sie in diesem Fall nicht gleich an Lippen oder gar Schamlippen, Penisse oder Hodensäcke – die Haut ist ein riesiges Körperorgan, das reichlich mit Nervenenden bestückt ist. Beschreiben Sie beispielsweise, wie Sie sich ausziehen oder entkleidet werden. Falls Sie sich (als Autorin) schämen, sich zu entkleiden und sich dabei „vorzuzeigen“, statten Sie ruhig auch Ihre Heldin mit dieser Schamhaftigkeit aus.

Je mehr Blümchensex, umso intimer sollten Sie schreiben

Besonders, wenn Sie über „Vanillesex“ schreiben, sollten Sie intim werden. Viele der heutigen Autorinnen weichen auf spektakuläre Themen wie SM oder Fetische aus, weil es auf diesen Gebieten mehr zu beschreiben gibt. Doch sobald sie „intim“ werden, kann auch der oft abgetane Blümchensex sehr spektakulär werden.

Ich hoffe, dass Ihnen der folgende Absatz nicht peinlich ist. Ich habe ihn deshalb in diesen Artikel aufgenommen, weil eine große Anzahl von Frauen im Internet bestätigte, dass sie sehr selten oder gar noch nie eine zutreffend erotische Schilderung über „ganz gewöhnlichen Sex“ gelesen hätten. Die Frage eines Mannes war: Wie fühlt sich der Penis aus der Sicht der Frau eigentlich in der Vagina an?

Aus dem interessantesten Beitrag (Netdoktor-Forum) zitiere ich hier einmal kurz:

Wenn ich auch eine der Frauen bin, die nicht unbedingt durch den Geschlechtsverkehr zum Orgasmus kommt, so fühlt es sich doch sehr, sehr aufregend an, wenn er ihn hineinschiebt. Manchmal scheint mir, ich fühle das bis in den Kopf hinauf ... Wenn er den ersten Stoß macht, dann fühle ich das bis hinauf in jene Region des Gesichtes, in der man spürt, dass man rot wird … Was mir ganz einfach auch noch daran gefällt, den Penis in der Vagina zu spüren, ist die Nähe, die in diesem Moment zu meinem Mann besteht.


Die Gefühle im Inneren - nicht nur in der Psyche

Diese kurze, sicherlich nicht literarische Schilderung zeigt, woran es mangelt: Die Zeit zwischen dem Auftauchen des Penis aus der umhüllenden Bekleidung bis zur vollständigen Versteifung kann bereits einige Seiten füllen, wird aber oft nur mit einem Satz abgehandelt. Weitaus interessanter ist jedoch der Moment, indem sich der Körper deiner Heldin bereit macht, den Penis zu empfangen und wie sich „das anfühlt“ – nicht nur in der Vagina, sondern überhaupt. Besonders der Moment des Einführens wird ja noch bewusst wahrgenommen, selbst dann, wenn die Details später verfließen und in nicht beschreibbaren Gefühlen enden. Auch das „Abkühlen“ nach dem ersten Orgasmus und der wieder einsetzenden Lust kann ausführlich und sehr sinnlich beschrieben werden.

Einer der möglichen Gründe, warum dieser Teil der Vanille-Erotik selten beschrieben wird, könnte in der Scham liegen, sich diesem Thema zu widmen. Das gilt für die Penetration ebenso wie für Brust-, Hand- und Mundverkehr.

Nicht von der Heldin distanzieren – sondern sie leben lassen

Ein anderer Grund könnet aber auch daran liegen, sich selbst heimlich von der Heldin zu distanzieren. Nun ist es sicherlich gut, der Heldin ein Eigenleben zu schenken, weil sie dann über den Erfahrungsschatz und die Schamgrenzen der Autorin hinausgehen kann. Aber es ist schlecht, sie nicht einmal mit den Grundlagen auszustatten, und dazu gehörte eben, wie sich ein Mann anfühlt – bei einem flüchtigen Kuss auf die Wange ebenso wie beim Eindringen in die Vagina.

Die Grundlagen und Würzen des erotischen Romans

Ich fasse Ihnen all dies zusammen:

- Die Grundlage des erotischen Romans ist identisch mit der des Liebesromans: Wo und wie kamen beide zusammen, und wie kam es dann zu einer Liebesbeziehung?
- Beim erotischen Roman geht es im Grund darum, die Erfüllung der Lust ausführlich und äußert intim zu beschreiben. Ihre Leserin muss mental die Rolle ihrer Heldin einnehmen können – ob sie es nun ekelt oder anregt.
- „Innere Gefühle“ lassen sich bis zu einem gewissen Grad durch die Empfindungen bei der Berührung der Haut ersetzen.
- Geschlechtsverkehr, auch Hand- und Mundverkehr, ist ein sinnlicher Prozess, kein mechanischer Vorgang. Er wird von vielen, teils widersprüchlichen Empfindungen und Gedanken begleitet.
- Wenn Sie irgendetwas aus Scham vermeiden, kann ihre Leserin weder den Genuss noch den Ekel noch das Schamgefühl nachvollziehen. Sie entziehen ihrer Leserschaft damit eine wichtige Grundlage der Empfindungen Ihrer Heldin.

Der Artikel erschien zuerst in „Sinnlich Schreiben“ als Nummer 50 einer Serie. Die Redaktion hat sich entschlossen, ihn als Nummer eins in eine neue Serie aufzunehmen, in der wir verschiedene Aspekte des Schreibens über Sexualität behandeln. Unser Lohn sollet sein: Wenn sie ein Geschichte schreiben, verweisen Sie bitte auf die Tipps in „mehrhaut.de“.

Die richtige Art, selbstbewusst Erotik zu schreiben

Feucht denken, feucht sein - Erotik schreiben
Ein bisschen Erotik in deinem Roman, sanft angedeutet und zärtlich beschrieben?

Nein, sagt eine bekannte Erotik-Autorin. Und sie weiß auch, wie es geht:

Die Frauen sind feucht, wissen was sie wollen und holen es sich.


Dazu gehört freilich, sich in die Situation der selbstbewussten Verführerin hineinzuversetzen – oder in die Situation einer nach Lust lechzenden Frau, die darauf wartet, verführt zu werden. In jedem Fall: Sex findet nicht ausschließlich im Kopf statt, und er ist nicht „hygienisch folgenlos“.

Übrigens: Habt ihr Angst davor, beim Schreiben richtig geil zu werden? Dazu weißt eine andere Autorin etwas, nämlich Elizabeth Benedict. Sie schreibt (1):

Es ist - wirklich! – in Ordnung, wenn Sie beim Schreiben erregt werden.


Es kann zwar sein, dass du deine Erregung dann erst einmal herunterfahren oder alternativ befriedigen musst, aber inzwischen ist deine Figur zur sinnlichen, feuchten und absolut begierigen Frau geworden – und du kannst weiterschreiben, was sie nun erlebt.

Mehr in der Huffington Post.
(1) New York 2002, deutsch als "Erotik schreiben", Berlln 2013 ?
Und wir? Wir begleiten Sie beim erotischen Schreiben vom ersten Wort an - wenn Sie wollen.

Peinliche Befragung ... was ist wirklich intim?
Wesentlich intimer als Sex vor der Kamera darzustellen soll es sein, über Sex vor der Kamera zu sprechen. Und wir lesen noch dazu:

Während diese Frauen immer menschlicher werden indem sie ihre Emotionen zeigen, bedecken sie ihren Körper immer mehr.


Was ist entwürdigender - nackt sein, Koitus oder Inquisition?

Na schön. Ich weiß nicht, was andere sich angesehen haben – aber Casting-Couch-Pornos gehören zu dem Langweiligsten, was die Branche zu bieten hat.

Die andere Frage ist wesentlich heikler: Was ist entwürdigender? Sich vor der Kamera auszuziehen, sich immer nackter und verfügbarer zu machen und schließlich das Unvermeidliche zu tun? Oder sich von einer Inquisitorin oder einem Inquisitor in die Enge treiben zu lassen, um das Intimste aus dem Gehirn zu quetschen?

Um ehrlich zu sein: Ich habe nichts von dem Artikel verstanden. Wenn’s ein Kunstprojekt ist, dann ist es nicht viel wert, und als Pseudo-Porno-Projekt noch weniger.

Na ja, ich frage mal euch … was wäre für euch intimer?

1. Dich vor der Kamera nackt auszuziehen, sodass man alles sieht?
2. Dich auszuziehen und dabei Posen einzunehmen, die „unanständig“ sind?
3. Dich nicht auszuziehen, aber „sexuelle Handlungen“ an jemandem durchzuführen?
4. Dich auszuziehen und sexuelle Handlungen an jemandem auszuführen (klassisches Porno-Casting).
5. Dich unter psychischem Druck nach deinen sexuellen Erfahrungen und Wünschen ausfragen zu lassen?

Ob ihr antwortet oder nicht – macht euch mal Gedanken - das ist die Hauptsache.

Verblüffung pur: So geht eine perfekte Orgie

Da fallen mir doch die Socken von den Füßen. Wusstet ihr, was eine Orgie ist?

Also, eine Orgie ist nicht, wenn ihr masturbiert – egal wie viel virtuelle Teilnehmer ihr euch erdenkt. Zwei Menschen erleben auch keine Orgie, auch nicht, wenn ein Teddybär (oder ein Sexspielzeug) dabei ist. Das wussten wir ja, aber nun kommt’s (einige Ausdrücke wurden abgemildert):

Ich denke, eine Orgie besteht aus vier oder mehr … wenn eine Frau dabei ist und drei Männer, und alle auf die Frau scharf sind, dann ist es Rudelbumsen. Zwei Frauen und vier Männer ergeben eine Orgie. Und wenn es nur drei Leute sind, ist es ein Dreier.


Nach so viel Aufklärung schreitet eine Internet-Autorin zum pragmatischen Teil, wobei wir wieder einige Ausdrücke ersetzt haben.

Jeder sollte jederzeit etwas machen. Deine … Geschlechtsteile inklusive anderer Öffnungen sollten immer aktiv sein. Zudem sollte eine Orgie aus einer gleichen Anzahl von Frauen und Männern bestehen oder zumindest bisexuellen Frauen oder so etwas. Eine Orgie läuft nicht, wenn du vier Hetero-Frauen und zwei Hetero-Männer hast, weil dann zwei Frauen übrig sind.


Nach so viel mathematischer und pragmatischer Weisheit habe ich abgeschnallt. Und überhaupt: Warum sollten wir eigentlich Orgien haben? Auch darauf gibt es ein Antwort:

Bei Orgien gibt’s immer Überraschungen, und du weißt nie, was als Nächstes passiert.


Na denn. Und wo das stand … also das muten wir euch nicht zu, wirklich nicht. Wir wissen es aber. Die Autorin nennt sich Juicy Jazmynne.