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FemDom, dominierte Männer und ein Irrtum

Auch FemDom selbst kann ein Klischee sein
Die männliche Lust, die männliche Sichtweise der Dinge, die Dominanz des Mannes, ihre natürliche Führerschaft, Macht und Stärke … kein Klischee bleibt unberührt, wenn vom Mann die Rede ist. Sogar die Literatur, und, nicht zu vergessen, die Pornografie wird bemüht, um zu beweisen: Der Mann ist brutal und rücksichtslos, und er wird von Macht, Gier und Wollust getrieben. Oder mal so gesagt (Zitat 1)

Aufgrund der über Jahrhunderte geprägten Geschlechterrollen – möglicherweise, ohne sich dessen bewusst zu sein - fühlen sich viele Menschen wohl bei dem Gedanken, eine Frau in der unterwürfigen Rolle zu sehen.


FedmDom Darstellungen überall
Allerdings gelten in der Welt neben diesen alten Vorstellungen durchaus auch neue. Es ist ja geradezu ein Merkmal der gegenwärtigen, westlichen Gesellschaftsordnung, dass nach wie vor auch Regeln des 19. Und frühen 20.Jahrhunderts gelten. Und dies merkwürdigerweise nicht nur bei Männern, sondern auch durchaus bei Frauen. Und weil das so ist, treffen sowohl Männer, die sich als unterwürfig deklarieren, wie auch Frauen, die sich als (sexuell) dominant definieren, auf Vorbehalte. Wer als Sex-Autor(in) und gar als sogenannte Lifestyle-Domina outet, wird noch einmal mit ganz anderen Augen angesehen: Viele Autorinnen (auch Autoren) von erotisch anmutendem Schrifttum und entsprechende Blogger werden von vornherein mit einem „Drecksau-Attribut“ belegt. Und wer sich als „Lifestyle-Domina“ bezeichnet, setzt ein Attribut an die Spitze der Persönlichkeit, das dort nicht hingehört.

Buchtitel, ohne Datum
Die Zahlen und Fakten zu FemDom (dominieren durch Frauen) sehen im Übrigen ganz anders aus: Es mag ja sein, dass Frauen nach wie vor bereiter sind, sich Männern (und erotisch durchaus auch anderen Frauen) zu unterwerfen. Aber in der Erotik herrscht ein gewisser Spieltrieb, und wenn er zur Lust führt, dann sind sich Frauen und Männern schnell einig. Auch bei der lustvollen Unterwerfung. Doch nach wie vor gilt: Wer irgendeinen besonderen erotischen „Lifestyle“, einen sogenannten „Fetisch“ oder eine andere besondere Art der Sinnlichkeit nach außen kehrt, wird von einer Bande von Dummbacken öffentlich angegriffen.

(1) Aus einem Blog, zu dem wir nicht verlinken können.
Zum zweiten und dritte Bild haben wir keinen Autoren gefunden.

Männer: Mehr Sinnlichkeit durch intensive Masturbation?

Mehr Spaß am Sex durch Masturbation mit Toys? Bild: © 2018 by TENGA
Was passiert, wenn eine Frau ihren Freund, Verlobten oder Ehemann beim Masturbieren erwischt? Packt sie den Koffer, schließt sie sich ein und heult, schreit sie Zeter und Mordio oder geht sie stracks zum Scheidungsanwalt?

Eigentlich sollte sie sagen: „Schön, dass du masturbierst, denn dann machst du mich glücklicher.“ Das jedenfalls soll das Ergebnis einer Studie im Auftrag von TENGA beinhalten.

Um sich mal an die Frauen zu wenden: Habt ihr eigentlich irgendeine Erfahrung mit einem Mann, der nicht masturbiert? Dann habt ihr eins der seltenen Exemplare kennengelernt, die es nicht tun, nämlich lächerliche sieben Prozent. Und das heißt nun wieder: 93 Prozent tun es.

Der nächste Schrecken folgt auf dem Fuß: Ja, viele Männer tun es auch, wenn sie in Beziehungen leben. Und dir nächste Nachricht verwundert dann: Gut, wenn sie es tun, denn dann sind sie bessere Liebhaber.

Frauen sind recht konsequent: Sie sehen die Hand oder das „Toy“, das er benutzt, immer als Konkurrenz zu den Möglichkeiten, die sie selbst bieten können und wollen. Für sich selbst haben sie derartige Vorbehalte aber selten: Der Vibrator liegt oft schon parat, wenn er zum Skatabend oder zum Stammtisch geht. Es soll nicht verschwiegen werden, dass auch Männer eigenartig gucken, wenn sie bemerken, dass ihre Frau vom vibrierenden Dildo mehr Lust bekommt als vom Penis.

Nach den Zahlen von TENGA erleben 84 Prozent der befragten Deutschen intensivere geschlechtliche Lüste, wenn sie Partner wählen, die mit „Toys“ masturbieren, während nur 64 Prozent mit Partnern solche Orgasmen erleben, die keine Toys benutzen.

Sollte Männer, die masturbieren, sei es mit oder ohne „Toys“ wirklich die besseren Lover sein? Bisher wurde ja immer angenommen, dass Männer, die viel masturbieren, nicht sehr sensibel sind, wenn sie tatsächlich Geschlechtsverkehr haben.

Der Urologe und Erfolgsautor Volker Wittkamp glaubt, eine plausible Erklärung für die Liebesqualitäten masturbierender Männer zu haben. Er nennt den Mann, der sensibel mit seiner Gefühlswelt umgeht, einen „Gefühlsmann“ und behauptet:

Der Gefühlsmann ist sich seiner Bedürfnisse bewusst und hat keine Scheu, darüber zu reden. Er kann seine Wünsche folglich auch besser vor der Partnerin oder dem Partner artikulieren. Wenn beide Seiten genau wissen, was dem Gegenüber gefällt und darauf eingehen, führt das zu einem besseren Sexleben.


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Gut – und doch bleibt da eine Frage offen: Wenn 93 Prozent der Männer masturbieren (auch noch während intensiver Beziehungen), dann müsste diese starke Mehrheit auch zu den idealen Lovern gehören. Und ich wüsste eine ganze Anzahl von Frauen, die dies bezweifeln würden. Und in wieweit das Masturbieren die Kommunikations-Lust erhöht, ist mir auch nicht völlig klar.

Für diesen Artikel wurde PR-Material von TENGA benutzt. TENGA stellt unter anderem Masturbatoren für Männer her.

Dating: Wann darf man „delikate“ Fragen nach Vorlieben stellen?

Und natürlich solltest du über Sex sprechen - und wie du es gerne hättest
Dates und Sex? Häufig hört man: Um Himmels willen, bloß nicht über Sex reden beim ersten Date!

Mag sein, dass dies für manche Treffen gilt, die ganz bewusst auf „Beziehungs-Marketing“ angelegt sind: Die Person (meist der Mann) muss sich erst einmal in unterschiedlichen Situationen bewähren, und „zum Dank“ darf er dann schließlich auch mal ans Honigtöpfchen.

Positiv ausgedrückt: Wichtig ist, dass „wir“ zunächst verliebt in den Alltag gehen, dort in verschiedene Lebensumstände eintauchen und schließlich auch – nach reiflicher Überlegung – das Bett teilen. Man könnte sagen: Dies ist die Ansicht der konservativen Partnersuchenden, die vor allem „Marktforschung“ für Persönlichkeitsqualitäten betreiben und bei denen „Sicherheit“ ganz oben steht.

Dennoch ist alles eine Spur zu konservativ gedacht, denn immer häufiger enden Dates – egal bei welchen Agenturen oder im Dating-Wildwuchs, nachdem ersten Date (eigentlich währen des ersten Dates) im Bett. Und nicht selten ist es die Frau, die dies durchaus auf den Plan hat und deshalb darauf vorbereitet ist.

Ein bisschen reden ist meist nötig

Ob dieser erste Sex miteinander Freude bereitet, ist abhängig von den eigenen Wünschen und Bedürfnissen, die jedoch meist von der Verliebtheit überdeckt werden: „Ich habe mich verliebt, also finde ich den Sex mit ihm/ihr schön“ ist ein Standard.
Ein paar Wort über den Sex sollten es schon sein - vor dem Sex
Dabei wird nicht so recht klar, dass die Lüste entwicklungsfähig sind und manche sinnliche wie auch heftige Lüste aus Scham oder Rücksicht auf die aufkeimende Liebe unterdrückt wird. Natürlich ist das kein Gesprächsthema für ein dynamisches Date, das sozusagen vom Kaffee über den Champagner mit der Aufnahme von Körperflüssigkeiten endet. Aber schon da geht’s los. Ob die Sache im Hellen stattfinden darf oder im Dunkeln, ob (insbesondere sie) sich auszieht oder nur den Slip abstreift, ob verhütet wird und falls ja, ob Kondome benutz werden – das sind die „Essentials“, über die oft nicht einmal gesprochen wird. Und lustvolle Vorspiele mit Cunnilingus oder Fellatio entstehen ja auch nicht „restlos von selbst“. Da muss (hier wieder insbesondere die Frau) schon mal nachfragen, falls sie’s in dieser Weise bevorzugt.

Nein, nichts ist selbstverständlich. Nicht einmal die Missionarsstellung, ganz nackt und bei Dunkelheit. Und insofern gleitet der Mann eben nicht einfach in die Frau, nimmt dies als selbstverständlich an und grunzt hinterher: „War toll mit dir.“

Am besten kann die Frau bestimmen, was passieren soll

Übriges kann die Frau am besten bestimmen, wo und wie die lustvolle Erfüllung geschehen soll … und deshalb ist es nicht falsch, den Mann zu verführen. Dann hat sie „alles“ in der Hand und kann dem Mann zeigen, wie sie es selber gerne hätte – notfalls auch ohne peinliche Erklärungen in ganzen Sätzen.

Wirklich „delikate“ Vorlieben sollten taufrische Paare allerdings wirklich auf ein späteres Treffen verschieben, weil dazu mehr Vertrauen nötig ist. Und selbstverständlich auch, weil manche Wünsche in den jeweiligen Träumen sinnlicher sind als in der Realität. Und dazu brauchen Paare dann eben die Toleranz, dass ihnen auch einmal ein Lustgewinn danebengeht.

Bilder: Buchillustrationen und Beilagen, 19. und frühes 20. Jahrhundert.

Die Feminisierung - was bewegt uns da eigentlich?

Die Kunst der Verwandlung ... nicht für jeden Mann akzeptabel
Artikel über Feminisierung haben auf diesem Blog, wie ich meine, zu viel Aufsehen erregt. Es ist deshalb an der Zeit, ein paar Behauptungen zu überprüfen und den „perversen Touch“ aus der „Feminisierung“ herauszunehmen.

Erst einmal müssen wir etwas klarstellen: Feminisierung in der Gesellschaft bedeutet, dass Frauen in bestimmten Berufen, beispielsweise Lehrer- und Erzieherberuf, aber auch in hochklassigen Berufen des Gesundheitswesens nach und nach die überhand gewinnen. Man sagt dann, diese Berufe seien „feminisiert“.

Erotik und Feminisierung - was ist gemeint?

Wenn der Erotik-Autor über Feminisierung schreibt, dann über zwei Trends: Einmal, dass immer mehr Männer durchaus mögen, sinnlich verwöhnt zu werden, ohne dabei aktiv zu sein. Doch Feminisierung steht auch für eine Art frivoles Rollenspiel, wobei es sich um einen Rollenwechsel handelt: Der Mann will sich gerne (zeitweilig) in eine Frau verwandeln und zumeist auch „wie eine Frau behandelt werden“. Kein Zweifel – jede Art von dieser Feminisierung führt auch zu einer „Versinnlichung“, die nicht unbedingt „perverser“ Natur sein muss.

Männer - farblose Kerle in Warenhaus-Uniformen?

In den letzten Jahren haben wir erlebt, dass die Männermode auf den Laufstegen zwar bunter und gelegentlich auch sinnlicher geworden ist, aber nicht in den Warenhäusern. Wer heute in ein „Department Store“ geht, findet fast ausschließlich schrecklich langweilige, dunkle und einfarbige Kleidung – und Businesskleidung wie zu Großvaters Zeiten.

Da ist irgendwie klar, dass Männer langweilig und angestaubt sind – jedenfalls äußerlich. Wer preiswerte, farbige, gemusterte Männerkleidung tragen will, muss lange suchen.

Ist das Feminisierung? Nein, es ist vielmehr der Ausbruch aus den lachhaften Uniformen, die uns Männern von ein paar Dummköpfen in den Chefetagen, aufgezwungen werden.

Die "innere Frau" - ein Mythos oder eine Männerlust?

Innerlich sind viele Männer neugierig darauf, was eigentlich passiert, wenn sie weiche, feminine Wäsche anlegen, sich schminken, Röcke tragen oder Sex ausschließlich passiv erleben. Auch das ist noch keine Feminierung. Wer einmal einen baumstarken Mann im Schottenrock gesehen hat, wird mir zustimmen. Und wer jemals einen Seiden-Morgenrock getragen hat, wird ihn nie wieder missen wollen.

Die Neugierde auf weibliche, weiche, befreiende oder seidene Kleidungsstücke lässt sich also leicht erklären. Gefühlte „Verweiblichung“ nach außen und innen hingegen ist nicht ganz so leicht erklärbar.

Keine Klischees - aber auch keine Beeinflussung von Interessengruppen

Wir müssen uns, wenn wir uns in andere hineindenken wollen, immer erst einmal von Klischees verabschieden. Haben wir das geschafft, dann müssen wir uns einen Schutzmantel gegen die Argumente von Extremisten zulegen. Denn es geht nicht um „die Feminisierung männlicher Sklaven“ oder was der Jargon sonst hergibt. Es ist ein Experiment, zeitweilig in die Kleider oder auch in die Rolle einer Frau zu schlüpfen oder eine Frau zu imitieren. Fotografen, Autoren und andere Personen haben dies schon getan, um „alternative“ Erfahrungen zu sammeln. Dabei geht es selten um gelebte Erotik, sondern um das „abweichende Fühlen“. Außer den schon erwähnte Röcken und Seidenstoffen spielen dabei vor allem unterschiedliche Verhaltensweisen eine Rolle:

1. Das „Raumnehmen“ in der Öffentlichkeit (reduzieren).
2. Die Mimik und Gestik des Flirts.
3. Das Gehen, besonders in Schuhen mit hohen Absätzen.
4. Das Schminken und Enthaaren.
5. Die Sprechweise und Tonfärbung.
6. Das Tragen von Handtaschen.
7. Das Aufstehen und Hinsetzen.

(Das meiste geht übrigens auch „umgekehrt“)

Ist es nun verwerflich oder unsinnig, sich mit dem Rollenverhalten des anderen Geschlechts intensiv zu beschäftigen? Natürlich nicht. Die Frage ist für jeden Mann, wie weit er dabei gehen will. Das Verhalten von Frauen kann ihm „am Arsch vorbeigehen“. Er kann es studieren, ohne es jemals anzunehmen, und er kann versuchen, die Rollen zeitweilig anzuspielen und dabei entdecken, wie sich Frauen manchmal fühlen mögen – und es wird ihm kaum schaden, wenn er es weiß.

Sinnlichkeit nur unter Damen - Tea-Gown

Tea Gown 1906 - auch in Deutschland der "Letzte Schrei"
Hauskleider und Hausmäntel werden heute nur noch selten getragen. Einstmals waren Hauskleider allerdings sehr beliebt, vor allem zum Ende des 19.und anfangs des 20. Jahrhunderts. Einmal, weil die Dame des Hauses in der Lage war, diese Kleidung ohne ihr Dienstmädchen anzulegen, und dann, weil sie legerer war als die übliche Mode der damaligen Zeit. Denn wer auf sich hielt, trug selbstverständlich in der Öffentlichkeit ein möglichst eng geschnürtes Korsett.

Damen trugen die sogenannten Tea-Gowns niemals außerhalb des Hauses zu offiziellen Einladungen, wohl aber im Kreise von Damen. Daher auch der Name: Tea-Gown – die Kleidung, die zum Tee getragen wird.

Die Kleidung sah – im Vergleich zu den „großen Roben“ dieser Zeit sehr sinnlich und zart aus und wurde stark von der damals aufkommenden Liebe für alles Japanische geprägt.