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Dating: Wann darf man „delikate“ Fragen nach Vorlieben stellen?

Und natürlich solltest du über Sex sprechen - und wie du es gerne hättest
Dates und Sex? Häufig hört man: Um Himmels willen, bloß nicht über Sex reden beim ersten Date!

Mag sein, dass dies für manche Treffen gilt, die ganz bewusst auf „Beziehungs-Marketing“ angelegt sind: Die Person (meist der Mann) muss sich erst einmal in unterschiedlichen Situationen bewähren, und „zum Dank“ darf er dann schließlich auch mal ans Honigtöpfchen.

Positiv ausgedrückt: Wichtig ist, dass „wir“ zunächst verliebt in den Alltag gehen, dort in verschiedene Lebensumstände eintauchen und schließlich auch – nach reiflicher Überlegung – das Bett teilen. Man könnte sagen: Dies ist die Ansicht der konservativen Partnersuchenden, die vor allem „Marktforschung“ für Persönlichkeitsqualitäten betreiben und bei denen „Sicherheit“ ganz oben steht.

Dennoch ist alles eine Spur zu konservativ gedacht, denn immer häufiger enden Dates – egal bei welchen Agenturen oder im Dating-Wildwuchs, nachdem ersten Date (eigentlich währen des ersten Dates) im Bett. Und nicht selten ist es die Frau, die dies durchaus auf den Plan hat und deshalb darauf vorbereitet ist.

Ein bisschen reden ist meist nötig

Ob dieser erste Sex miteinander Freude bereitet, ist abhängig von den eigenen Wünschen und Bedürfnissen, die jedoch meist von der Verliebtheit überdeckt werden: „Ich habe mich verliebt, also finde ich den Sex mit ihm/ihr schön“ ist ein Standard.
Ein paar Wort über den Sex sollten es schon sein - vor dem Sex
Dabei wird nicht so recht klar, dass die Lüste entwicklungsfähig sind und manche sinnliche wie auch heftige Lüste aus Scham oder Rücksicht auf die aufkeimende Liebe unterdrückt wird. Natürlich ist das kein Gesprächsthema für ein dynamisches Date, das sozusagen vom Kaffee über den Champagner mit der Aufnahme von Körperflüssigkeiten endet. Aber schon da geht’s los. Ob die Sache im Hellen stattfinden darf oder im Dunkeln, ob (insbesondere sie) sich auszieht oder nur den Slip abstreift, ob verhütet wird und falls ja, ob Kondome benutz werden – das sind die „Essentials“, über die oft nicht einmal gesprochen wird. Und lustvolle Vorspiele mit Cunnilingus oder Fellatio entstehen ja auch nicht „restlos von selbst“. Da muss (hier wieder insbesondere die Frau) schon mal nachfragen, falls sie’s in dieser Weise bevorzugt.

Nein, nichts ist selbstverständlich. Nicht einmal die Missionarsstellung, ganz nackt und bei Dunkelheit. Und insofern gleitet der Mann eben nicht einfach in die Frau, nimmt dies als selbstverständlich an und grunzt hinterher: „War toll mit dir.“

Am besten kann die Frau bestimmen, was passieren soll

Übriges kann die Frau am besten bestimmen, wo und wie die lustvolle Erfüllung geschehen soll … und deshalb ist es nicht falsch, den Mann zu verführen. Dann hat sie „alles“ in der Hand und kann dem Mann zeigen, wie sie es selber gerne hätte – notfalls auch ohne peinliche Erklärungen in ganzen Sätzen.

Wirklich „delikate“ Vorlieben sollten taufrische Paare allerdings wirklich auf ein späteres Treffen verschieben, weil dazu mehr Vertrauen nötig ist. Und selbstverständlich auch, weil manche Wünsche in den jeweiligen Träumen sinnlicher sind als in der Realität. Und dazu brauchen Paare dann eben die Toleranz, dass ihnen auch einmal ein Lustgewinn danebengeht.

Bilder: Buchillustrationen und Beilagen, 19. und frühes 20. Jahrhundert.

Die Feminisierung - was bewegt uns da eigentlich?

Die Kunst der Verwandlung ... nicht für jeden Mann akzeptabel
Artikel über Feminisierung haben auf diesem Blog, wie ich meine, zu viel Aufsehen erregt. Es ist deshalb an der Zeit, ein paar Behauptungen zu überprüfen und den „perversen Touch“ aus der „Feminisierung“ herauszunehmen.

Erst einmal müssen wir etwas klarstellen: Feminisierung in der Gesellschaft bedeutet, dass Frauen in bestimmten Berufen, beispielsweise Lehrer- und Erzieherberuf, aber auch in hochklassigen Berufen des Gesundheitswesens nach und nach die überhand gewinnen. Man sagt dann, diese Berufe seien „feminisiert“.

Erotik und Feminisierung - was ist gemeint?

Wenn der Erotik-Autor über Feminisierung schreibt, dann über zwei Trends: Einmal, dass immer mehr Männer durchaus mögen, sinnlich verwöhnt zu werden, ohne dabei aktiv zu sein. Doch Feminisierung steht auch für eine Art frivoles Rollenspiel, wobei es sich um einen Rollenwechsel handelt: Der Mann will sich gerne (zeitweilig) in eine Frau verwandeln und zumeist auch „wie eine Frau behandelt werden“. Kein Zweifel – jede Art von dieser Feminisierung führt auch zu einer „Versinnlichung“, die nicht unbedingt „perverser“ Natur sein muss.

Männer - farblose Kerle in Warenhaus-Uniformen?

In den letzten Jahren haben wir erlebt, dass die Männermode auf den Laufstegen zwar bunter und gelegentlich auch sinnlicher geworden ist, aber nicht in den Warenhäusern. Wer heute in ein „Department Store“ geht, findet fast ausschließlich schrecklich langweilige, dunkle und einfarbige Kleidung – und Businesskleidung wie zu Großvaters Zeiten.

Da ist irgendwie klar, dass Männer langweilig und angestaubt sind – jedenfalls äußerlich. Wer preiswerte, farbige, gemusterte Männerkleidung tragen will, muss lange suchen.

Ist das Feminisierung? Nein, es ist vielmehr der Ausbruch aus den lachhaften Uniformen, die uns Männern von ein paar Dummköpfen in den Chefetagen, aufgezwungen werden.

Die "innere Frau" - ein Mythos oder eine Männerlust?

Innerlich sind viele Männer neugierig darauf, was eigentlich passiert, wenn sie weiche, feminine Wäsche anlegen, sich schminken, Röcke tragen oder Sex ausschließlich passiv erleben. Auch das ist noch keine Feminierung. Wer einmal einen baumstarken Mann im Schottenrock gesehen hat, wird mir zustimmen. Und wer jemals einen Seiden-Morgenrock getragen hat, wird ihn nie wieder missen wollen.

Die Neugierde auf weibliche, weiche, befreiende oder seidene Kleidungsstücke lässt sich also leicht erklären. Gefühlte „Verweiblichung“ nach außen und innen hingegen ist nicht ganz so leicht erklärbar.

Keine Klischees - aber auch keine Beeinflussung von Interessengruppen

Wir müssen uns, wenn wir uns in andere hineindenken wollen, immer erst einmal von Klischees verabschieden. Haben wir das geschafft, dann müssen wir uns einen Schutzmantel gegen die Argumente von Extremisten zulegen. Denn es geht nicht um „die Feminisierung männlicher Sklaven“ oder was der Jargon sonst hergibt. Es ist ein Experiment, zeitweilig in die Kleider oder auch in die Rolle einer Frau zu schlüpfen oder eine Frau zu imitieren. Fotografen, Autoren und andere Personen haben dies schon getan, um „alternative“ Erfahrungen zu sammeln. Dabei geht es selten um gelebte Erotik, sondern um das „abweichende Fühlen“. Außer den schon erwähnte Röcken und Seidenstoffen spielen dabei vor allem unterschiedliche Verhaltensweisen eine Rolle:

1. Das „Raumnehmen“ in der Öffentlichkeit (reduzieren).
2. Die Mimik und Gestik des Flirts.
3. Das Gehen, besonders in Schuhen mit hohen Absätzen.
4. Das Schminken und Enthaaren.
5. Die Sprechweise und Tonfärbung.
6. Das Tragen von Handtaschen.
7. Das Aufstehen und Hinsetzen.

(Das meiste geht übrigens auch „umgekehrt“)

Ist es nun verwerflich oder unsinnig, sich mit dem Rollenverhalten des anderen Geschlechts intensiv zu beschäftigen? Natürlich nicht. Die Frage ist für jeden Mann, wie weit er dabei gehen will. Das Verhalten von Frauen kann ihm „am Arsch vorbeigehen“. Er kann es studieren, ohne es jemals anzunehmen, und er kann versuchen, die Rollen zeitweilig anzuspielen und dabei entdecken, wie sich Frauen manchmal fühlen mögen – und es wird ihm kaum schaden, wenn er es weiß.

Sinnlichkeit nur unter Damen - Tea-Gown

Tea Gown 1906 - auch in Deutschland der "Letzte Schrei"
Hauskleider und Hausmäntel werden heute nur noch selten getragen. Einstmals waren Hauskleider allerdings sehr beliebt, vor allem zum Ende des 19.und anfangs des 20. Jahrhunderts. Einmal, weil die Dame des Hauses in der Lage war, diese Kleidung ohne ihr Dienstmädchen anzulegen, und dann, weil sie legerer war als die übliche Mode der damaligen Zeit. Denn wer auf sich hielt, trug selbstverständlich in der Öffentlichkeit ein möglichst eng geschnürtes Korsett.

Damen trugen die sogenannten Tea-Gowns niemals außerhalb des Hauses zu offiziellen Einladungen, wohl aber im Kreise von Damen. Daher auch der Name: Tea-Gown – die Kleidung, die zum Tee getragen wird.

Die Kleidung sah – im Vergleich zu den „großen Roben“ dieser Zeit sehr sinnlich und zart aus und wurde stark von der damals aufkommenden Liebe für alles Japanische geprägt.

Gleich geht schlecht –zumindest bei Befragungen

Zärtliche Näherung, Bedürfnis oder Verführung?
Gleich geht schlecht – zumindest bei Befragungen. Das gleiche Geschlecht lieben? Oder jedenfalls sinnlich oder gar sexuelle Kontakte dieser Art haben? Ihr werdet gleich sehen: Das ist wesentlich differnzierter, als sich manche Autorin oder mancher Autor so ein Thema vorstellt - zumal dann, wenn man/frau ehrlich bleiben will.

Die Lust aufs gleiche Geschlecht - eher schwach besetzt?

Lust auf das gleiche Geschlecht? PARSHIP hat gerade die eigenen Mitglieder befragt und stellt fest: Erfahrungen mit dem eigenen Geschlecht sind nicht sonderlich gefragt. Dabei war PARSHIP ausgesprochen zurückhaltend und fragte zum Beispiel die Frauen:

Im Lauf des Lebens sammeln einige Menschen auch Erfahrungen mit dem gleichen Geschlecht. Wie ist das bei Ihnen, sind Sie schon mal einer Frau (z. B. mit einem Kuss etc.) körperlich näher gekommen?


Oh, nur mit einem Kuss? Nicht einmal mit einem Zungenkuss? Und das soll schon der halbe Weg „ans andere Ufer“ gewesen sein?

Nun, fast 80 Prozent der befragten Frauen beantworteten die Frage mit „nein, niemals.“

Und der Wunsch danach?

PARSHIP differenziert dabei etwas. Nachdem zuvor die Kusserfahrung in den Mittelpunkt gestellt wurde, geht es nun um Liebe, und man fragt:

Unabhängig davon, ob Sie schon körperliche Erfahrungen mit gleichgeschlechtlichen Menschen gesammelt haben oder nicht. Können Sie sich vorstellen, sich in jemanden zu verlieben, der das gleiche Geschlecht hat?


Die Assoziation „gleiches Geschlecht“ und „verlieben“ deutet natürlich auf eine andere Konstellation hin als „körperliche Kontakte wie Küsse“. Dennoch waren nur 68 Prozent der Frauen völlig negativ gegenüber der Möglichkeit der gleichgeschlechtlichen Liebe eingestellt:

Nur etwa 68 Prozent lehnten sie kategorisch ab – und immerhin 29 Prozent wollen nicht restlos ausschließen, sich in eine Frau zu verlieben. Der verbleibende Rest konnte sich durchaus vorstellen, auch eine Liebesbeziehung mit einer Frau einzugehen.


Bei Männern war die Ablehnung übrigens deutlich stärker: Sie lehnten zu fast 90 Prozent jede Liebesbeziehung zu Männern für sich ab.

Wie sah es nach einer Auswertung der Fantasien aus? Wir blickten auf eine Studie aus Kanada. Dort wurde explizit nach sexuellen Lüsten gefragt, also nicht ausschließlich nach Bisexualität. Demnach hegten 37 Prozent der Frauen solche Gelüste, aber nur 21 Prozent der Männer.

Viele Fragen bleiben offen, - und die Zahlen sagen wenig aus

Daraus ergibt sich natürlich die Frage: Ist gleichgeschlechtliche Sinnlichkeit oder gleichgeschlechtliche Lust eine Frage der Veranlagung oder eine Frage der Gelegenheit? Oder ist es gar der Wunsch, von einem gleichgeschlechtlichen Partner verführt zu werden, weil frau/man sich selbst nicht traut? Und geht es dabei wirklich um Liebe oder vielleicht ausschließlich um Lust?

Diese Fragen bleiben offen. Vor Jahren haben wir einmal eine Verführerin befragt, und sie behauptete, dass sie nahezu jede Frau, ob mit oder ohne Erfahrung und ob verheiratet oder Single, ins Bett locken könnte. Und manche Studien behaupten, dass Frauen deutlich geneigter sind, sich verführen zu lassen, als es die relativ geringen Prozentsätze ausdrücken, die in Umfragen ermittelt würden.

Ist die Mehrheit der Frauen "lesbisch"?

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Und die Gretchenfrage stellte vor einigen Jahren einmal Doktor Gerulf Rieger von der psychologischen Fakultät der Universität Essex. Nach dieser Studie wurden 82 Prozent der Probandinnen von beiden Geschlechtern sexuell angezogen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein YourGov Studie, die viel zitiert wird und die zeigt, dass es von allem unter jungen Leuten eine große Toleranz existiert. Immerhin sagten 61 Prozent der Befragten, es gäbe für sie keine eindeutige Zuordnung von „Heterosexuell“ und Homosexuelle“ – Sexualität sei durchaus fließend.

Ja, und nun? Die Antwort liegt möglicherweise in der Frage, seit wann es überhaupt eine Einordnung der Menschheit in „Heterosexuelle“ und „Anders Sexuelle“ gibt. Und dabei stellen wir fest: noch nicht sehr lange. „Heterosexualität“ ist eine äußert brüchige und mithin fragwürdige Definition, die der Menschheit von Wissenschaftlern aufgezwungen wurde.

Festgestelle Neigung zur Gleichgeschlechtlichkeit, Studie.
YouGov Studie (UK)
Dieser Artikel: Mit Zahlen und Zitaten der Partneragentur "PARSHIP" neuesten Datums, aus einer Pressemitteilung.

Bild: Anonyme Zeichnung (Teilansicht) zu einem Band über frivole Lieder

Sehen Frauen erotischer als Männer?

Sehen Frauen sinnlicher?
Um Himmels willen! Frauen sehen die Welt erotisch? Da werden einige Kirchgängerinnen, Hausfrauen und andere Salonmoralistinnen erst einmal heftig protestieren.

Doch Fotografinnen sehen die Welt tatsächlich erotisch, sinnlich und manchmal sogar köstlich ironisch, zum Beispiel, wenn sie mit Porno-Klischees spielen. Und sie haben noch einen Vorteil, wenn sie nicht gerade in der Werbung arbeiten – und dazu sagt die Galeristin Kirsten Landwehr;

Ich glaube tatsächlich, dass Fotografinnen den Begriff Schönheit viel radikaler hinterfragen und dementsprechend freier abbilden.


Auf die aktuelle Diskussion durch #MeToo angesprochen, regiert die Galeristin etwas verhalten, doch sagte sie ICONIST:

Und gleichzeitig fürchte ich, dass uns Sinnlichkeit, Intuition, Erotik, sexuelle Spannung verloren gehen werden.


Es wäre jammerschade. Wir erleben ja gerade, dass sogar Bloggerinnen nicht mehr freizügig über Sinnlichkeit und Erotik schreiben mögen, obgleich das Thema im Grunde aktueller ist als je zuvor. Denn die Frage ist doch: Wie stellen wir es an, dass uns das sinnlich Schöne wieder erreicht? Wie lassen wir die Sinnlichkeit heraus, und wie lassen wir sie hinein? Und wie halten wir die erotische Spannung aufrecht, die ja nicht durch die Aufnahme des sinnlichen Vanillegeschmacks, sondern auch durch erregende Empfindungen aus scharfen Chilischoten entsteht?

Was wir gebrauchen könnten, wer einfach mehr Ehrlichkeit und weniger aufgesetzte Masken.

Zitate aus "ICONIST (ICON, Welt).