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In Uniform oder besser gleich nackt zum Date?

Dating in Uniform?
Gelegentlich lese ich etwas Lustiges über die Bekleidung, die „man“ zum Date anzieht. Normalerweise denke ich so: Da geht eine Stadtfrau zum Date, das mit der S-Bahn erreichbar ist. Wenn es warm genug ist, wäre ein Sommerkleid gut. Bluse und Rock vielleicht auch. Irgendein Top mit irgendwelchen Jeans? Ach nee, bitte nicht.

Bekanntermaßen machen sich Frauen zu viel Gedanken über die Kleidung, wenn sie irgendwohin gehen- egal wo. Beim Date stehen allerdings noch weitere Fragen an, nämlich:

Leger oder elegant? Sexy oder sportlich? Modisch oder individuell? Kreativ, schreiend, knallig oder eher zurückhaltend und konservativ?


Ich sage mal, was Männer sich so denken: Solange die Frau innen drin halbwegs zum Kleid außen herum passt, kann eigentlich nicht schiefgehen. Sieht die Frau nicht angezogen, sondern verpackt aus, so will der Mann die Verpackung öffnen, falls ihm der Inhalt zusagt. Ist die Außenhülle zweifelhaft, schlampig oder stillos, dann schließt er vom Äußeren aufs Innere und denkt: Na ja, zu irgendetwas wird sie vielleicht gut sein. Zu was? Zu dem, was ihr gerade denkt.

Nun aber zurück zu der Stelle, an der ich gelacht habe: Felicitas Pommerening schreibt, eigentlich müsste man das mit den Dates so machen wie in englischen Schulen. Heißt: Uniformen tragen. Alle die gleichen Blusen, die gleichen Röcke, die gleichen Strümpfe und Schuhe – nicht zu vergessen die gleichen Slips. Das hätte den unglaublichen Vorteil, dass nun nur noch die Persönlichkeit zählen würde. Allerdings sind Frauen in Uniformen bevorzugte Partnerinnen von Fetischisten und BDSM-Anhängern – und das gefällt nicht jeder Frau.

Bliebe Alternative zwei – treffen in der Sauna, gemischt, finnisch und textilfrei. Da ahne ich Schreckliches. Die Kerle wären schneller wieder draußen, als die Frau bis drei zählen kann. Denn nackt – so wissen wir leider aus Erfahrung – sehen die meisten Frauen ziemlich erschreckend aus. Und die wirklich schönen Frauen ohne Textilhüllen erzeugen erzeugen bei Männern eher Verlegenheit, jedenfalls die „soliden“ unter ihnen. Wo soll der Mann da schließlich hingucken? Sogar die Psycho-Freaks machen heute keine Nackt-Encounter mehr. Nackte Körper lügen zwar nicht, aber das ist ja gerade das Problem – sie sagen die Wahrheit, und die schreckt gelegentlich ab.

Ich habe – ernsthaft – schon Begegnungen mit Frauen in Dirndln, froschähnlichen Kostümen, durchsichtigen Blusen und Latzhosen gehabt, und ich habe sie höflicherweise ausgehalten.

Auf ein Nackt-Date hätte ich – nach reiflicher Überlegung - gerne verzichtet. Zumal ich nicht in die Sauna gehe. Und ich hatte wirklich noch kein Date mit einer Soldatin in Ausgehuniform. Die gab's damals noch nicht.

Weibliche Dominanz und männliche Unterwerfung im Wandel der Zeiten

Weibliche Dominanz ist ein durchgehendes Thema des 19. und 20. Jahrhundert
Seit wann Männer sich gerne und willig der Dominanz einer Frau unterwürfen würden, ist nicht eindeutig belegt. Tatsache ist aber, dass die wissenschaftliche wie auch die populäre Literatur im 19. Jahrhundert die erotisch motivierte weibliche Dominanz entdeckte. In der „Wissenschaft“ (falls man diese als solche bezeichnen kann) stand der Nervenarzt Krafft-Ebing an der Spitze einer Bewegung, die männliche Unterwerfung und weibliche Dominanz als krankhaft brandmarkte. Aus einer Böswilligkeit von Krafft-Ebing wurde die männliche Unterwerfung (später auch das gesamte Spektrum der erotischen Unterwerfung) als „Masochismus“ bezeichnet. Nicht, weil dies ein wissenschaftlich glaubwürdiger Begriff war, sondern weil Krafft-Ebing damit Sacher-Masoch diffamieren wollte. Immerhin kam Sacher-Masoch damit zu ungewohnten Ehren, die zuvor nur dem Marquis de Sade zuteilwurden (Sadismus).

Angesehene Frauen quälten die Herren in der Vergangenheit- meist in der Fantasie

Die Heldinnen jener Zeit waren überwiegend Damen, die eine gewisse Reputation hatten. Wanda, die adlige „Venus im Pelz“ wurde am deutlichsten einer realen Person nachempfunden, doch tauchten auch Gouvernanten, Leiterinnen von Erziehungsanstalten und Lehrerinnen als erotisch dominante Frauen auf, die ausschließlich der Fantasie entsprangen.

In den Zeiten, als noch alle Welt von der unerklärlichen Erotik der englischen Flagellations-Bordelle fasziniert war, kamen dann in Frankreich und Deutschland Anzeigen auf, in denen Dominanz geboten oder (seltener) gesucht wurde. Typisch dafür war eine Anzeige dieser Art (1):

Dame, alleinstehend, wünscht sich einen sehr unterwürfigen Schüler, um ihm Englischlektionen zu geben. Zuschriften unter …


Damals verstand jeder Mann, was gemeint war: Die Englischlektionen hatten nicht mit Sprache zu tun, und die Lehrerin verstand sich nicht auf Shakespeare, sondern auf verbläute Männerhintern.

Wir lesen dann (2):

«Unter der Flagge des „englischen Sprachunterrichts“ bieten sich sehr häufig Damen an, die entweder sadistisch empfinden oder aus masochistischen Passionen Gewinn schlagen wollen.»


Wir dürfen gerne annehmen, dass die zweite Möglichkeit die Regel war – denn Anzeigen dieser Art wurden selten aus Neigung aufgegeben. In der damaligen Zeit kam es sehr, sehr selten vor, dass sich ein Herr aus seiner Bedürftigkeit herauswagte und selbst eine Such-Annonce für eine „Englischlehrerin“ aufgab. Dr. Leo Perry hat es zu Testzwecken gewagt und tatsächlich antwortete ihm eine der Damen. Sie verwies zunächst darauf, wirklich Sprachkenntnisse zu haben, ging aber dann bald ins Detail. (2)

Mit ausgezeichneten Sprachkenntnissen verbinde ich Energie, ja Strenge und Unerbittlichkeit bei gewissen Fehlern in der Aussprache – bei mir muss man parieren – da gibt es nichts.


Gouvernanten, Gutsbesitzerinnen und Sportlehrerinnen als Dominas

Die strenge Erzieherin, die rohrstockbewehrte Lehrerin, die unerbittliche Gouvernante oder die strenge Gutsbesitzerin mit der Reitpeitsche waren die weiblichen Personen, die Dominanz anboten. In zahlreichen Schriften und Illustrationen finden wir nicht etwa die Englischlehrerin im Schulzimmer, sonder die Sportlehrerin, die ihre willfährigen Opfer über Sportgeräte legt, um sie auf manche Art zu verbläuen.

Neue Rollenbilder und der Siegeszug der bezahlten Domitarix

Im Lauf der Jahre hat sich das Interesse der Männer an Unterwerfung sowohl qualitativ wie auch quantitativ gewandelt. Was fehlt, sind die Personen der Vergangenheit, die aufgrund ihrer „typischen“ Rolle als Respektsperson mit Körpergewalt und Psychoterror ihre Dominanz unter Beweis stellten. An ihre Stelle trat die professionelle „Dominatrix“, die heute als Sinnbild der Dominanz gilt. In der Fantasie kann sie alles sein: Meist ist sie weiterhin eine Art Respektsperson, etwa eine Tante oder eine Krankenschwester, die zugleich streng und erotisch begehrenswert ist.

Neulich lasen wir einen Internet-Beitrag, der sich an Herren mit derartigen Interessen wendet (3):

Du sehnst dich nach einer strengen Lehrerin, die dich nach den Regeln der alten Schule konsequent unterrichtet? Und deine Geilheit hindert dich daran, ein braver und fügsamer Mensch zu sein? Dann ist die strenge Erziehung mit dem Rohstock genau das, was du brauchst! Als selbstbewusste Englischlehrerin weiß ich, was geile Böcke wie du brauchen: Respekt vor Frauen. Und den bekommst du von mit eingebläut, und zwar nachhaltig. Du kannst sicher sein, dass meine Methoden auch schwere Fälle von Lüstlingen zu Disziplin und Demut bringen.


(Der Artikel wurde sprachlich verändert, sodass keine Rückschlüsse auf den Urheber gefunden werden können).

Offenbar spukt der alte Geist immer noch in den Köpfen der Männer. Sie schämen sich ihrer Geilheit und hoffen, diese unter dem Rohrstock oder der Peitsche zu verlieren – wohl wissend, dass sie diese Maßnahmen nur noch mehr aufgeilen.

Indessen können wir beobachten, dass ein breites Spektrum unterschiedlicher Bedürfnisse dazu führt, die Lust an der Unterwerfung zu suchen, während die Lust an der Dominanz zumeist eine Fiktion ist. Die meisten der Frauen, die Dominanz als „Lifestyle“ angeben, wollen damit ihre Kunden ködern – denn in Wahrheit geht es nur darum, „Tribut“ zu fordern, also das Honorar für die Behandlung zu kassieren.

Die Motive der Herren - wirklich bekannt?

Sehr interessant wäre nun, die Motive der unterwürfigen Herren zu untersuchen, die sich abwerten, fesseln oder peitschen lassen, doch ist dies in der Vergangenheit literarisch fast niemals gelungen – und wissenschaftlich würde es ohnehin nicht wirklich transparent.

Behauptungen gibt es in Hülle und Fülle: Die Lust daran, ohne Verantwortung zu sein, das sinnliche Vergnügen, geschlagen zu werden, die Genugtuung, beschämt oder besudelt worden zu sein oder die Hoffnung, durch die Erniedrigung geläutert zu werden.

Und was es wirklich ist? Das können wir ja mal fragen – ob wir allerdings auf Antworten (auch aus der Literatur) hoffen dürfen? Wir haben nach wie vor einen hungrigen Briefkasten.

(1) aus einem französischen Roman.
(2) Aus "Auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege", Wien 1927).
(3) (Das Zitat wurde sprachlich verändert, sodass keine Rückschlüsse auf den Urheber gefunden werden können).

Pardon, Ladys – da wäre der Blowjob

Im Zweifel ...
Das Volk sagt „Blowjob“ und erweiteret damit der Anglizismen um einen weiteren Begriff. Naja, das klingt besser als „ihm einen zu blasen“ oder die Sache mit dem „Lutschen“ der vermeintlichen Zuckerstange. Den (ebenso angeblich) streng wissenschaftlichen Ausdruck benutzt kaum jemand: Fellatio. Das heißt eigentlich „saugen“ und definiert das, was es ist, besser als „blasen“.

Womit wir auf schlüpfrigem Territorium wären. Kaum ein Frauenforum und keine Frauenzeitschrift lässt das Thema aus. Schließlich will frau wissen, ob und wie es andere Frauen machen, auch wenn sie es selbst „voll eklig“ finden oder aus anderen Gründen ablehnen.

Mal eklig, mal aufregend - und immer hübsch kontrovers

In den letzten Jahrzehnten gab es mehrere Wandel im Ansehen des Lutschvergnügens, teils aus dem Zeitgeist, teils aus der Moral, teils aus der Gesundheitsvorsorge und eben auch teils aus emanzipatorischen Tendenzen.

Und es gab einen neuen Irrtum, der nun aus einer ganz anderen Quelle gespeist wurde: aus der Pornografie. Seit sie die inoffizielle visuelle „Lehranstalt“ für viele junge Menschen geworden ist, ist auch der „Blowjob“ zum Lecken besonders hübscher, meist überdimensionaler, vor allem aber stets von Natur steifen Zuckerstangen geworden.

Bleiben wir zunächst mal bei den alten Mythen. Demnach tat „so etwas“ keine anständige Frau – und selbst Huren weigerten sich, derartige „Perversionen“ zu dulden. Vor allem in Deutschland war dies ein eisernes Gesetz – nicht von ungefähr heißt der Mundverkehr auch „französisch“

Im Puffjargon werden die Begriffe übrigens heute noch verwendet: Französisch, „französisch mit Aufnahme“ und „französisch komplett“ heißen die Abstufungen der Möglichkeiten.

Wer das „Abblasen“ oder „Ansaugen“ eigentlich erfunden hat und in welchen Kulturen es häufig vorkam, ist umstritten. Sicher ist, dass die alten Römer und die Inder sich daran erfreuen duften – vorzugsweise allerdings in Bordellen.

Taten es in den 1970ern alle Frauen?

Im Zuge der angeblichen „sexuellen Revolutionen“ der 1970er Jahre kam Fellatio in Mode, wurde aber gleichwohl weiterhin diffamiert. Und je mehr er sich verbreitete, umso mehr Männer erkannten, dass diese Methode der Befriedigung über alles hinausging, was sonst möglich war. Man redet viel darüber – vor allem in Zusammenhang mit dem geheimnisvollen „69“, das gar nicht so einfach zu praktizieren ist. Immerhin konnte diese Methode beiden Partnern Freude bringen, weil sie Cunnilingus und Fellatio kombinierte.

Das neue Millennium: die Ablehnung komm zurück

Als aus der eher verbalen und sozial wie finanziell wirksamen Frauenemanzipation eine vehemente anti-maskuline Bewegung wurde, wendet sich das Blatt abermals. Immer wieder beklagten sich nun Frauen, von ihren Partnern „bedrängt“ zu werden, Fellatio auszuführen. Nachdem der „Blowjob“ einige Zeit fast zum Repertoire der Frauen auf Partnersuche gehörte, und teils „wie selbstverständlich“ gegeben wurde, verschwand er plötzlich wieder.

Die Ursachen sind bekannt: einmal, weil sich herausstellte, dass STDs, sogar HIV, oral übertragen werden können, dann aber auch, weil eine neue Wohlanständigkeit aufkam. Diesmal war es das Selbstbewusstsein: Viele Frauen wollten sich auf keinen Fall mehr darin messen, wer die tollsten Blowjobs geben konnte. Das sogenannte „erotische Potenzial“ geriet in Verruf, und die Wünsche verkehrten sich ins Gegenteil. Frauen wollten nun mehrheitlich nicht mehr gelobt werden, weil ihre Lippen und Zungen Lustgenüsse bescherten. Mehr und mehr zählten andere Werte und Fähigkeiten. Hinzu kam noch, dass die eigene Lustbefriedigung stärker in den Fokus geriet: Immer mehr wurde darüber geerdet und geschrieben, wie wenig ein Penis in der Vagina dazu beitrüge, den Lustgenuss zu erzeugen.

Frauen sind weiterhin neugierig - und Fellatio bleibt interessant

Soweit der Verruf. Da dieser aber nie alle Frauen erreichte, und manche Frauen deutlich neugieriger auf die Exploration männlicher Körper sind als andere, versuchten sie, aus dem Internet zu lernen, wie sie den besten Blowjob vollziehen konnten. Und weil optische Eindrücke immer intensiver sind als die schnöden Texte der seriösen Aufklärungsliteratur, landeten fast alle extrem neugierigen Frauen früher odre später bei pornografischen Darstellungen oder anderen Übertreibungen.

Womit wir bei einem traurigen Kapitel wären. Üblicherweise ist ein durchschnittlicher Penis:

1. Nicht steif, wenn der „aufgenommen“ wird – in der Pornografie aber fast immer.
2. Nicht schön, lang und ebenmäßig, also nicht „appetitlich“.
3. Nicht haarlos in den Körper übergehend, sondern von Haaren umgeben. Die stören natürlich etwas.
4. So gestaltet, dass die Vorhaut (falls vorhanden) zunächst durchaus stören kann.
5. Nicht immer hübsch verpackt (und nun ja, nicht immer blitzsauber).

Das war noch anders, als junge Frauen zuerst an einem natürlichen Penis forschten – ob neugierig oder angeekelt oder beides. Jedenfalls wussten sie eher, worauf sie sich einließen.

Nun gilt es noch, einen Irrtum aufzuklären, der weithin verbreitet ist: Junge Frauen sind nicht neugierig, sondern sie fürchten und ekeln sich vor neuen Erfahrungen. Sie tauschen sich auch nicht über ihre erotischen Qualitäten (Zungenküsse, Vaginalmuskulatur oder Blowjobs) aus.

Das ist – mit Verlaub – eine zwar verständliche, aber sinnlose Verdrängung der Tatsachen. Schon in den frühen 1960er Jahren gaben junge Frauen ihren Mitschülerinnen jede Art von Tipps, wie sie sich bei Zungenküssen, Petting, Handverkehr und Oralkontakten verhalten sollten. All diese Instruktionen wurden nicht gegeben, um solche Kontakte zu verhindern, sondern um zu damit zu bestehen, wenn die Männer danach verlangten. Zwar bezog sich die Vermittlung der Künste weitgehend auf den Zungenkuss, aber der wurde in vivo geübt.

Pro und Kontra z.B. bei BENTO.
Ausführlich dagegen: Bei Vice.
Interessant Kontroverse auf Planet Liebe.
In der BRIGITTE diskutieren Frauen darüber, ob es "mit Kondom" besser geht oder vielleicht richtig ekelhaft ist.

Verblüffung pur: So geht eine perfekte Orgie

Da fallen mir doch die Socken von den Füßen. Wusstet ihr, was eine Orgie ist?

Also, eine Orgie ist nicht, wenn ihr masturbiert – egal wie viel virtuelle Teilnehmer ihr euch erdenkt. Zwei Menschen erleben auch keine Orgie, auch nicht, wenn ein Teddybär (oder ein Sexspielzeug) dabei ist. Das wussten wir ja, aber nun kommt’s (einige Ausdrücke wurden abgemildert):

Ich denke, eine Orgie besteht aus vier oder mehr … wenn eine Frau dabei ist und drei Männer, und alle auf die Frau scharf sind, dann ist es Rudelbumsen. Zwei Frauen und vier Männer ergeben eine Orgie. Und wenn es nur drei Leute sind, ist es ein Dreier.


Nach so viel Aufklärung schreitet eine Internet-Autorin zum pragmatischen Teil, wobei wir wieder einige Ausdrücke ersetzt haben.

Jeder sollte jederzeit etwas machen. Deine … Geschlechtsteile inklusive anderer Öffnungen sollten immer aktiv sein. Zudem sollte eine Orgie aus einer gleichen Anzahl von Frauen und Männern bestehen oder zumindest bisexuellen Frauen oder so etwas. Eine Orgie läuft nicht, wenn du vier Hetero-Frauen und zwei Hetero-Männer hast, weil dann zwei Frauen übrig sind.


Nach so viel mathematischer und pragmatischer Weisheit habe ich abgeschnallt. Und überhaupt: Warum sollten wir eigentlich Orgien haben? Auch darauf gibt es ein Antwort:

Bei Orgien gibt’s immer Überraschungen, und du weißt nie, was als Nächstes passiert.


Na denn. Und wo das stand … also das muten wir euch nicht zu, wirklich nicht. Wir wissen es aber. Die Autorin nennt sich Juicy Jazmynne.

Dating: Wann darf man „delikate“ Fragen nach Vorlieben stellen?

Und natürlich solltest du über Sex sprechen - und wie du es gerne hättest
Dates und Sex? Häufig hört man: Um Himmels willen, bloß nicht über Sex reden beim ersten Date!

Mag sein, dass dies für manche Treffen gilt, die ganz bewusst auf „Beziehungs-Marketing“ angelegt sind: Die Person (meist der Mann) muss sich erst einmal in unterschiedlichen Situationen bewähren, und „zum Dank“ darf er dann schließlich auch mal ans Honigtöpfchen.

Positiv ausgedrückt: Wichtig ist, dass „wir“ zunächst verliebt in den Alltag gehen, dort in verschiedene Lebensumstände eintauchen und schließlich auch – nach reiflicher Überlegung – das Bett teilen. Man könnte sagen: Dies ist die Ansicht der konservativen Partnersuchenden, die vor allem „Marktforschung“ für Persönlichkeitsqualitäten betreiben und bei denen „Sicherheit“ ganz oben steht.

Dennoch ist alles eine Spur zu konservativ gedacht, denn immer häufiger enden Dates – egal bei welchen Agenturen oder im Dating-Wildwuchs, nachdem ersten Date (eigentlich währen des ersten Dates) im Bett. Und nicht selten ist es die Frau, die dies durchaus auf den Plan hat und deshalb darauf vorbereitet ist.

Ein bisschen reden ist meist nötig

Ob dieser erste Sex miteinander Freude bereitet, ist abhängig von den eigenen Wünschen und Bedürfnissen, die jedoch meist von der Verliebtheit überdeckt werden: „Ich habe mich verliebt, also finde ich den Sex mit ihm/ihr schön“ ist ein Standard.
Ein paar Wort über den Sex sollten es schon sein - vor dem Sex
Dabei wird nicht so recht klar, dass die Lüste entwicklungsfähig sind und manche sinnliche wie auch heftige Lüste aus Scham oder Rücksicht auf die aufkeimende Liebe unterdrückt wird. Natürlich ist das kein Gesprächsthema für ein dynamisches Date, das sozusagen vom Kaffee über den Champagner mit der Aufnahme von Körperflüssigkeiten endet. Aber schon da geht’s los. Ob die Sache im Hellen stattfinden darf oder im Dunkeln, ob (insbesondere sie) sich auszieht oder nur den Slip abstreift, ob verhütet wird und falls ja, ob Kondome benutz werden – das sind die „Essentials“, über die oft nicht einmal gesprochen wird. Und lustvolle Vorspiele mit Cunnilingus oder Fellatio entstehen ja auch nicht „restlos von selbst“. Da muss (hier wieder insbesondere die Frau) schon mal nachfragen, falls sie’s in dieser Weise bevorzugt.

Nein, nichts ist selbstverständlich. Nicht einmal die Missionarsstellung, ganz nackt und bei Dunkelheit. Und insofern gleitet der Mann eben nicht einfach in die Frau, nimmt dies als selbstverständlich an und grunzt hinterher: „War toll mit dir.“

Am besten kann die Frau bestimmen, was passieren soll

Übriges kann die Frau am besten bestimmen, wo und wie die lustvolle Erfüllung geschehen soll … und deshalb ist es nicht falsch, den Mann zu verführen. Dann hat sie „alles“ in der Hand und kann dem Mann zeigen, wie sie es selber gerne hätte – notfalls auch ohne peinliche Erklärungen in ganzen Sätzen.

Wirklich „delikate“ Vorlieben sollten taufrische Paare allerdings wirklich auf ein späteres Treffen verschieben, weil dazu mehr Vertrauen nötig ist. Und selbstverständlich auch, weil manche Wünsche in den jeweiligen Träumen sinnlicher sind als in der Realität. Und dazu brauchen Paare dann eben die Toleranz, dass ihnen auch einmal ein Lustgewinn danebengeht.

Bilder: Buchillustrationen und Beilagen, 19. und frühes 20. Jahrhundert.