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Die „hygienische Lust“ der Frauen am Sex und das Männerbordell

Die Parade in einem Männerbordell, die Bordellbetreiberin und die Kundin (mit Maske)


Es gibt einfach nichts Neues auf dieser Erde: Man weiß bereits aus der Blütezeit des Bürgertums, dass es hie und da Männerbordelle für Frauen gab, und Zeitzeugen berichten, dass diese Häuser den „goldenen“ 1920er Jahren einen regen Zulauf hatten:

(Männerbordell für Frauen) … eine nicht geringe Klientel haben, und dass sich diese aus Frauen der besseren Kreise zusammensetzt.

Die Sexualforschung verbuchte dies (erneutes Zitat) …

… als ein modernes Symptom der Entweiblichung, der Frau, die in ganzen Schichten … zur reinen Geschlechtlichkeit bekennt uns sie vom Gefühlsleben abtrennt.


Im weiteren schreiben die Autoren, dass es sich dabei offenbar um eine „rasche hygienische Lust“ handele.

Bordelle für Frauen gibt es heute kaum noch – das dahinterliegende Geschäft haben längst Call-Boys übernommen. Junge Frauen, die Zeit haben und halbwegs attraktiv sind, versuchen heute mehr und mehr, „die kleine Lust zwischendurch“ mit Casual Dating zu stillen. Offenbar ist das „Bezahlen für schnellen Sex“ immer noch unweiblich, während der Genuss daran inzwischen durchaus üblich geworden ist.

Zeichnung N. KĂłra Entstehungszeitpunkt unsicher. Quellen: Sexualforschung, 1930.

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Geschrieben von Induna

12.11.2011 um 15:37:59

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Liebesschmerz oder Lustschmerz?



Herzen reimen sich nun einmal gut auf Schmerzen, und welcher Menschen hätte nicht schon einmal diesen unendlichen Schmerz des Verlustes einer „großen Liebe“ erlebt? Rotwein, Valium, Tränen – das heulende Elend.

Die Lust, vor allem die reine Lust, also die lustvolle Begierde, reimt sich nicht so gut auf Schmerz – da spricht man schon eher von „Liebe, Triebe, Hiebe“, wenn man etwas sagen will, das in Erinnerung bleibt.

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Wer einmal erlebt hat, wie sich zwei konkurrierende Sinne vereinen, wie das Herbe beispielsweise zur Süße kommt, der sollte auch verstehen, wie sich Lust und Schmerz paaren. Schwerer zu begreifen ist wohl, wie man sich einem anderen Menschen unterwerfen kann – doch warum eigentlich? Wer sich unterwirft, gibt die Eigenverantwortung an der Garderobe ab – und sehr viele Frauen und Männer täten nichts lieber, als die Verantwortung für ihr kompliziertes Leben einmal für ein paar Stunden abzulegen und – einfach wieder einmal zu gehorchen.

Dennoch – Liebe und Hiebe gehen nicht immer zusammen. „Küsse mich und quäle mich“ ist sicher sehr sinnlich, aber „ich habe ihren Willen gebrochen“ grenzt an eine Menschenrechtsverletzung. Ein Autorenteam hat Menschen gesprochen, die sich aus Lust einem anderen Menschen unterwerfen – und solche, die es lieben, das Spiel mit der Unterwerfung aus der Herrenrolle zu erleben.

Was es mit der schwarzen Scheibe da oben auf sich hat, erfährt nur derjenige, der sie sich längere Zeit anhört.

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Geschrieben von Induna

21.07.2011 um 15:13:40

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Rollenspiele: Umkehrung der Machtverhältnisse

die lust daran, von bediensteten gedemĂĽtigt zu werden
Der Reiz der meisten Rollenspiele beruht auf die Umkehrung der Machtverhältnisse: Der vornehme Herr will einmal Diener sein und die befehlsstarke Managerin einmal Dienstmagd.

Schon früher hat man in der erotischen Literatur die Machtverhältnisse spielerisch gedreht, um diesen zusätzlichen Lustaspekt aufzubauen: Da wurde die neue Herrin zunächst von einem schwarzen Landarbeiter geschlagen, damit sie die Demut lernt, oder sie musste erst dem Kutscher und dann dem Diener ihre Qualitäten als Geliebte beweisen, bevor der Herr sich dazu herabließ, mit ihr zu schlafen. Das alles sind natürlich erotische Fantasien. In der heutigen Realität wird man die Putzfrau kaum noch dazu bewegen können, denn Ehemann einmal kräftig abzustrafen – was würde die Gewerkschaft dazu sagen?

In einer ehemals sehr populären erotischen Erzählung muss die Herrin ihre Putzfrau, einer gläubige Katholikin schwarzer Hautfarbe, mit hundert Dollar dazu überreden, einem Mann den Hintern zu versohlen – das Motiv der Rache an den einstigen Sklavenhaltern reichte nicht. Auch in britischen Flagellationsromanen kommt das Thema zum Tragen: Die vornehme Gouvernante überlässt den eher rauen Teil der Erziehung des Zöglings ihrer Bediensteten. Wenn sie ihren Zögling schlägt, dann vornehm und gepflegt – die Bedienstete hingegen darf ihn nach Herzenslust durchprügeln.

Es kann offensichtlich reizvoll sein, von einer Person des angeblich schwächeren Geschlechts und einem Bildungsstand, der erheblich unter dem eigenen liegt, gedemütigt zu werden. Viele Männer suchen ja gerade die „einfache Frau“, von der sie unterjocht werden wollen und nicht die „vornehme Dame“, die wie eine Dompteurin ihre „Männchen“ trainiert.

Woran dies wohl liegen mag? Möglicherweise daran, dass die ersten Frauen, die mal als „willig“ kennenlernte, einfache, relativ roh geschnitzte Frauen waren, und dass die eine oder andere davon tatsächlich das war, was man damals ein „raffiniertes Biest“ nannte.

Wer kann dieses Mysterium erhellen? Oder haben wir die falschen BĂĽcher gelesen?

Bild: Original nach Topfer (Oberteil), aus "Esclaves Modernes"

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Geschrieben von Ubomi Ulobi

15.04.2011 um 14:19:46

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Solide Frauen und wie sie Huren betrachten

Einst duften Frauen noch in die Altonaer Bordellstraße „Peterstraße“ gehen, und dort konnte man dann folgende Beobachtung machen:

Es lohnt sich, diese beobachtenden Frauen zu beobachten. Sie äugen umher mit Blicken, in denen Lüsternheit und etwas vom Neid schimmert, Aber ihre Worte sind ätzende Kritik, höhnende Verachtung und geschauspielerter Ekel. Die Bordelldirnen … sind die Verachtung dieser sogenannten anständigen Frauen gewöhnt und verachten wieder diese Verachtung. Hinter dem Schweigen dieser Dirnen lacht stumm der Hohn, sie wissen, dass die Männer, die den schmähenden Frauen stumm zuhören, mit ihren Phantasien längst hinter jene roten Vorhänge geeilt sind …


Recht ähnlich betrachten heute noch viele Ehefrauen und Freundinnen die Huren – und die Darstellerinnen pornografischer Filme auch. Doch wenn man sie mitnimmt auf eine Veranstaltung, auf der sich schöne Frauen lustvoll ausziehen, dann ruhen ihre Augen auf jeder Geste dieser Frauen. Wollen wir hoffen, dass sie nicht nur neiden, sondern sich ein wenig abgucken von dem, was eine Stripperin einfach besser kann.

Alter Text: Gotthold Lehnerdt, in "Sexualkatastrophen", vermutlich erschienen 1926, Herausgegeben von Dr. Ludwig Levy-Lenz.

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Geschrieben von Induna

12.04.2011 um 07:11:00

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Die Mär von der Psycho-Treue

Wissenschaftler haben etwas festgestellt – nämlich, dass Singles ganz wild auf fruchtbare Frauen sind, gebundene Männer aber nicht. Das mag man noch ablächeln, aber die Folgerung spotte jeder Beschreibung: Beziehungen haben einen eingebauten Psychoschutz gegen Fremdgehen, und dies sei durch „die Evolution“ bewiesen.

Vielleicht kommt diese Botschaft ja in „bildungsfernen Kreisen“ gut an – durch deren Medien wurde sie aber diesmal nicht verbreitet.

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Geschrieben von Gebhard Roese

20.03.2011 um 11:47:41

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