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Wir werden umziehen … schon bald …

Surprise, Surprise … ich ziehe mit allen Webseiten, die sich mit den schönen Seiten des Lebens beschäftigen, in Kürze um. Der Grund liegt daran, dass es viel einfacher ist, eine einzige Webseite zu pflegen und zu verwalten als „mal hier eine und mal dort eine“.

Betroffen sind „Sinnlich Schreiben“, „Sinn und Sinnlichkeit“ (Ex-Mehrhaut.de) und später auch wesentliche Teile der Liebeszeitung, in der keine neuen Beiträge zur Sinnlichkeit mehr erscheinen werden.

Das Konzept entspricht ganz dem neuen Gedanken, Sinnlichkeit und Sinn zu vereinen und dabei deutlich zu machen, was sinnreich ist und was Sinnlichkeit bewirken kann. Wir werden uns dabei von allem Vordergründigen, Plakativen und Klischeehaften trennen.

Stattdessen wollen wir mehr informieren und versuchen, frischen Wind in die inzwischen etwas vermuffte Welt der Sinnlichkeit zu blasen.

Ob es uns das gelingt, hängt im Wesentlichen von euch ab, die ihr dies lest. Also von eurem Beiträgen, eurem Feedback und den Ideen, die ihr uns zuspielt.

Und wir? Wir rücken näher zusammen, tauschen kreativere Ideen mit neuen Partnern aus, und versuchen euch sozusagen „hautnah“ virtuell zu berühren.

Das Thema „Liebe“ ist nie ausgeschöpft. Und die Sinnlichkeit? Manchmal glauben wir, dass sie uns umschwirrt wie wilde Bienen, und dass wir davon dennoch nur das Summen der Bienen wahrnehmen, aber nicht den Nektar, den die lustvoll dargebotenen Blüten enthalten.

Hier werden wir sein: Sinn und Sinnlichkeit auf der Domäne "sinnlich leben". Und das habe ich zur Eröffnung geschrieben.



Wenn Frau über Sex schreibt …

Wenn Frau über Sex schreibt … ist sie eine Schlampe. Warum eigentlich? Und was ist ein Mann, der über Sex schreibt?

Erotik schreiben ...
Die Zeiten, in denen viele attraktive, gesunde und überaus kluge Frauen über Sex schreiben, sollte eigentlichen gerade erst angebrochen sein. Denn sie (und nur sie) bilden ein Gegengewicht gegen die Bevormundung der Wissenschaftler einerseits und der Verblödung durch Frauenzeitschriften anderseits.

Viele „offizielle“ Frauen verachten und bewundern die Autorinnen, die sich nicht scheuen, das Blatt vom Mund zu nehmen und von Masturbation, Penissen und anderen Ereignissen zu schreiben, die ihr Leben kreuzen.

Die Wahrheit muss verachtet werden – oder?

Aber offiziell – muss man sie als Frau offenbar verachten. „Das tut man nicht, und wenn man es tut, dann redet man nicht darüber.“ Als ich vor einiger Zeit mal eine junge Frau fragte, ob sie bereit sei, für mein damalige Magazin „LiebePur“ zu schreiben, war sie zunächst ganz angetan. Doch als sie hörte, dass ich dort recht freizügig mit dem Thema Sex umging (damals noch etwas mehr als heute), zog sie ihr Angebot sofort zurück.

Neue Verblödungen und Fakes durch Alternativmagazine

Und ich merke hier mal an: Das ist erst der Anfang. Wer „über die Lust“ schreibt, schriebt noch lange nicht „von seiner eigenen Lust“. Genau das wollen aber all diese neuen Alternativmagazine. Sehr schnell kommt ihren Redakteurinnen das Unwort „authentisch“ über die Lippen. Das heißt letztlich: Frau soll über jede Masturbation, jeden aufgenommenen Penis und noch viel mehr schreiben, und zwar „auf Positiv“. Eigentlich müssten die Herausgeberinnen wissen, dass sie damit Fakes und krankhafte psychische Exhibitionisten anziehen – und vielleicht sogar eine Kombination von beiden.

Von der Schwierigkeit, allzeit authentisch zu sein

Gerade dies macht es ehrlichen Menschen (nicht ausschließlich Frauen) noch schwerer, den feuchten Wahrheiten die Ehre zu geben. Denn „echt authentisch“, also aus dem eigenen Erleben zu schreiben, ist unglaublich schwierig. Es kostet Selbstüberwindung, erfordert sprachliche Verrenkungen und – nun ja, was schreibt eigentlich jemand über „seinen“ Sex, wenn wirklich gerade Flaute herrscht?

Wie auch immer - ob frau unter dem eigenen Namen schreibt oder unter einem Pseudonym, ob sie etwas dazudichtet oder nicht, ob sie zu viel Zuckerguss dazu tut oder eine übergroße Menge Spermaflüssigkeit – sie wird immer beargwöhnt werden. Von Frauen sowieso und von Männern auch, wenngleich in anderer Weise.

Sind Autorinnen Schlampen, weil sie über Sex schreiben?

Dazu darf ich mal eine Dame zitieren, die – wie ich glaube – authentisch schreibt, und dazu in einer namhaften Wochenzeitung.

Ich wundere mich trotzdem. …Darüber, dass mich die einen als verabscheuungswürdig und die anderen als sexuell verfügbar betrachten. Für beide Seiten bin ich eine Schlampe – nur mit unterschiedlicher Konnotation.

Frauen sind Schlampen, Männer Pornografen

So, und nun frage ich mich: Was sagen „die Leute“ eigentlich über Männer, die über Erotik schreiben, teils anband von Fakten, teils anhand pointierter Meinungen?

Sie sagen dasselbe. Nur, dass diese Männer nicht als „Schlampen“, sondern schlicht und einfach als Pornografen gelten. Übrigens auch dann, wenn sie nur darüber schreiben, was (fast) jede(r) tut. Und ganz schlimm werden sie beäugt, wenn sie dazu Tacheles reden – nicht nur über Frauen, sondern auch über sich selbst.

Na schön, manche Männer machen sich nichts draus, aber andere werden eben verunglimpft. Das ist nicht schön, und es ist ähnlich wie bei Frauen: Man hat beste Chancen, sein Renommee als Schriftsteller oder Fachautor zu verlieren. Man fasst einfach keine Themen an, bei denen man etwas anfasst, was so pfuiteuflisch ist wie ein Penis.

Sinn und Sinnlichkeit

Das Konzept von „Mehrhaut“ wurde von mir vor einigen Wochen verändert. Und nun hoffe ich darauf, mehr Leser(innen) zu gewinnen. Um mal Klartext zu reden: Nackte Haut ist nicht nur „so was von out“ und selbst halb nackte Zeitgenossinnen gibt es in allen Variationen. „Nein, #Metro hockt mir nicht im Nacken, es ist eher so, dass eigentlich nur noch Sinnlichkeit zählt. Und darüber gäbe es auch noch mehr zu schreiben.

Du zählst – wer sonst?

Voraussetzung für den Erfolg ist, dass Du ein wenig mitmachst, liebe Leserin, lieber Leser. Ohne dich sind wir nichts, und wir sind gerne bereit, von unseren Leserinnen und Lesern zu lernen.

Ob erotische Storys, sinnliche Fotografien, interessante Kunstwerke oder auch nur ein einzelner sinnlicher Gedanke – wir greifen nahezu alles auf, was sinnlich ist.

Und da unterscheiden wir uns immer noch deutlich von anderen, die hauptsächlich bezahlte Artikel über Vibratoren schreiben und so etwas für „erotisch“ halten. Nun gut, der Name „Mehrhaut“ steht immer noch oben. Aber vielleicht lässt sich ja auch da noch ändern.

Die Dompteuse mit der Peitsche

Das Details offenbart die Erotik der Dompteuse
Die Bilder von Frauen, die erotisch gekleidet und mit einer Peitsche bewaffnet abgebildet wurden, begeisterten schon unsere Vorfahren.

Das Original in Farbe
Da es nicht möglich war, solche erregenden Bilder öffentlich zu verbreiten, griff man in die Trickkiste: Im Zirkus traten Frauen ohnehin leicht bekleidet auf. Und wenn man nun eine „Dompteuse“, heute wohl als Tierlehrerin bezeichnet, mit ein paar wild aussehenden Raubkatzen in der Manege abbildet? Dann war möglich, was sonst höchst degoutant gewesen wäre. Und wiel man derartige Abbildung tatsächlich als Zirkusplakate verwendete, fielen sie auch nicht der Zensur zum Opfer.

In Schwarz-Weiß eher blässlich
Einerseits bewunderten dann alle den Mut dieser Frauen, sich den Tigern oder Löwen zu nähern, und andererseits wünschte sich mancher Herr, die Rolle des Tigers einzunehmen. Ich kannte die Abbildung bisher nur in Schwarz-Weiß, wie sie in dem Buch „Artisten- und Zirkusplakate“ (Leipzig 1975) gezeigt wurde. Dort ist ihr künstlerischer Wert allerdings kaum erkennbar.

Es gibt recht viele Bilder in dieser Art von Dompteurinnen der 1900er Jahrhundertwende, aber kaum eines ist so sinnlich ausgeführt wie dieses, das um 1900 entstand. Tatsächlich hatte der „Cirque d’Hivier“ eine namhafte „Dompteuse“, die auf dem Bild allerdings idealisiert dargestellt wurde. Als Künstler ist ein gewisser J. Boichard vermerkt. Es gibt inzwischen zahllose Nachdrucke in unterschiedlichen Formaten.

Comtesse de X, mit Maske, Anno 1895
Auch sehr interessant ist die etwas naturalistischere Zeichnung, die im „Le Petit Journal“ von 1895 abgebildet wurde. Bei der Artistin handelte es sich um eine als „Comtesse de X.“ agierende Zirkusfrau, die stets mit Maske abgebildet wurde.

Was unsere Leser im Mai bewegte

Seit relativ kurzer Zeit können Sie unsere Artikel bewerten. Dabei ergibt sich natürlich die interessante Frage: Welche Artikel haben Sie so bewegt, dass Sie sich die Mühe der Bewertung gemacht haben?

Die meisten der „neuen“ Bewertungen erhielten wir für den Artikel „Sinnliche Frauen sind begehrt, aber schwer zu finden“, gefolgt von „Strapse zum Date –frivol oder selbstverständlich?

Kritische Artikel, auch wenn sie objektiv waren, wurden überwiegend schlecht bewertet, namentlich unsere Artikel über Schamhaare und über erotische Sichtweisen der Frauen (gegenüber Männern).

Enorm positiv fiel hingegen unser Artikel über „Sinnliche Selfies“ aus – das haben wir offenbar den richtigen Ton für das richtige Publikum getroffen.

Der Publikumsstar unter den neuen Artikeln, ob mit oder ohne Bewertung, war unser Beitrag über weibliche Dominanz und männliche Unterwerfung.