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Kaninchen-Sex

Zur Abwechslung mal ein Limerick:

Die Gedanken eines Kaninchens beim Sex
Sind selten wirklich komplex.
Denn bei geilen Tieren
Finden wir keine Manieren.
Das macht manche Damen perplex.


Zeigen Sie uns alles …

Raus aus der Schublade - zeigen Sie uns Ihr Manuskript

Zeigen Sie uns alles … alles was Sie über die Liebe, die Lust oder die Erotik schreiben. Wir sehen es uns an, schlagen Ihnen Änderungen und Ergänzungen vor und lesen für Sie auch ein paar Seiten Korrektur, wenn Sie mögen. Das kostet Sie keinen Cent – jedenfalls nicht bis zu 900 Wörtern. Wir lieben Worte – das ist alles.

Und sollte Ihr Buch schon fertig sein: Wir lesen es für Sie – schreiben hier darüber (wenn wir es gut finden) – und falls nicht, sagen wir es Ihnen einfach.

Und nun für diejenigen, die gerne gleich etwas intimer werden:

Komm, zeig uns alles …

Du schreibst über über die Liebe, die Lust oder die Erotik? Und alles für die Schublade? Das muss nicht sein! Wir sehen uns an, was du schreibst, schlagen dir Änderungen und Ergänzungen vor und lesen für dich ein paar Seiten Korrektur, wenn du magst. Es kostet – gar nix, jedenfalls nicht bis zu 900 Wörtern. Wir lieben Worte – das ist alles.

Wir saugen Worte auf, wechseln Worte, schreiben etwas um, wenn du magst – und wir sind auch sonst unheimlich nett zu Autorinnen und Autoren.

Versuch es mal mit uns … du kannst dabei nichts falsch machen. Und wenn du wirklich noch einmal fragst, warum wir das tun – wir lieben Worte so sehr, dass sie uns am Herzen liegen.


E-Mail:

Wer liest eigentlich erotische Literatur?

Es geht nicht um das Handeln, sondern um das Gefühl, das die Handlung erzeugt
Eine der interessantesten Fragen zu Romanen, Novellen und Kurzgeschichten besteht darin, warum es sie überhaupt gibt. Wenn man einmal alle historischen, sozialen und kulturellen Aspekte weglässt, dann ist es die Neugierde auf das Leben anderer, aber auch auf das, was andere Menschen stellvertretend erlebt , erfühlt oder erdacht haben. Was davon bedeutsam ist, entscheidet ein selbstverliebter Klüngel von Schwätzern aller Art, wenigen fröhlichen Kennern und Kritikern der Feuilletons, die zumeist einen recht eng gefassten Kulturbegriff haben.

Literatur kann dreierlei: reduzieren, schildern oder überhöhen. Die erotische Literatur wäre eine Meisterin darin, mehr noch als jede andere Literaturgattung – aber der Konjunktiv ist berechtigt, denn sie ist es nicht.

Dilettanten und Könner - bei beiden fehlt die Qualität

Sie leidet vielmehr unter ihren vielen Dilettanten, die nicht in der Lage sind, alle Aspekte des erotischen Handelns und Fühlens zu schildern. Ja, sie zwingt sogar bekannte Schriftsteller zu einer Verflachung und Verfälschung des Ausdrucks, sobald von Sexualität die Rede ist. Zudem muss der Schriftsteller die Zensur fürchten, wenn er die Vorgänge realistisch aus der Sicht des Voyeurs oder gar des Betroffenen schildert. In der Erotik ist nichts so brutal und ehrlich wie die Wahrheit, und sie schreckt ab. Tendenzen, wie etwa die Bigotterie, die Wohlanständigkeit oder der Feminismus, wirken mit, um Schriftsteller(innen) in die Ecke der „Schmutzfinken“ und „Menschenverächter“ zu stellen.

Erotische Literatur - nicht nur zum "Aufgeilen"

Erotische Literatur wird – daran kann kein Zweifel bestehen – einerseits zur Information, andererseits zur Erregung geschrieben. Wir vergessen oft, dass insbesondere junge Leute, neugierige Menschen mittleren Alters und solche, die ihre Lust bereichern wollen, tatsächlich an authentischen oder quasi-authentischen Informationen interessiert sind. Das heißt, sie wollen genau wissen, wie sich Menschen in ungewöhnlichen erotischen Situationen fühlen, vom ersten Eindringen eines Penis in die Vagina bis zur Fesselung an ein Andreaskreuz. Frauen wollen wissen, mit welchen Mitteln Verführerinnen arbeiten, Männer suchen nach Möglichkeiten, Frauen ins Bett zu bekommen und Grenzgänger(innen) suchen nach Informationen über die Lust am anderen Ufer.

Erotik auf banale Handlungen reduzieren?

Nahezu jeder Autor versteht sich darauf, Erotik auf banale Handlungen zu reduzieren, und eine beträchtliche Anzahl von Schundschreiber (inne)n und Autoren (Autorinnen) mit Millionenauflagen tut nichts anderes als dies. Nur eine Minderheit schreibt realistisch, inklusive Verletzungen und Grenzüberschreitungen, und ebenfalls sehr wenige überhöhen die Lust, wie es einst Salomon tat.

Bei der Erotik versagt das Schriftsteller-Handwerk oft

Überzeugende Sprache? Handwerkliches Können? Eine realistische, teils sinnliche, teils brutale Darstellung dessen, was in Körper, Geist und Psyche beim Sex abläuft? Nein, das lesen wir nur selten.

Dabei wäre es durchaus eine literarische Aufgabe. Wenn es wahr ist, dass Schriftsteller Welten vermitteln wollen, dann sollten sie das, was im Kosmos der Lust geschieht, so intensiv und realistisch schildern, wie es sich tatsächlich darstellt.

Nähe, Unmittelbarkeit, Sinnlichkeit - ja, wo bleibt denn dies?

Wer erotische Literatur liest – gleich, ob aus dem 19. Jahrhundert oder dem 21. Jahrhundert - findet dergleichen nur selten. Nähe zu den geschilderten Personen ist dabei so wichtig wie der nötige Abstand zu ihnen. Ein junger Mann kann die Gefühle während seines ersten vollständigen Geschlechtsakt noch gar nicht schildern – er bracht Abstand und das Vermögen, sich später noch einmal gedanklich und emotional auf den Prozess einzulassen. Ebenso vermessen ist es, nur „Betroffene“ zu Wort kommen zu lassen, wenn es um homoerotische Begegnungen, Partnertausch oder SM-Aktivitäten geht. Immer und überall ist nötig, sich in die Person einzufühlen und somit eine Vorstellungskraft für fremde Gefühle zu entwickeln. Denn nur, wer selbst Gefühle „nachempfinden“ kann und über sprachliche Macht verfügt, kann sie auch vermitteln.

Nun gut – fast schon zu viel gesagt. Wer lüstet und dabei lernen will, sollte ja keine Pornografie sehen, sondern lesen. Fragt sich nur: was denn eigentlich?

Hinweis:

Sie schreiben?

Das tun wir für Sie:
Wir lesen Ihr Manuskript, wir schlagen Änderungen und Ergänzungen vor, und sollte ihr Buch schon fertig sein: Wir beurteilen es für Sie – kritisch und objektiv.

Die untergegangene Welt der Schreibmaschinen-Erotik

Die Möglichkeit, vermittelst einer Schreibmaschine Erotik zu produzieren und zu verkaufen, war insbesondere in den Nachkriegsjahren (von 1918 bis etwa 1928) und in den Jahren 1946 bis etwa 1956, äußerst populär. Man arbeitete mit dem Original und mehreren Durchschlägen, später auch mit relativ preiswerten Wachsmatrizen.

Auszug aus einem Typoskript von 1953. Es wurde mit amateurhaften Illustrationen verkauft


Zu Tausenden entstanden solche für den Augenblick berechneten Erotika, deren Verfasser jedoch weniger die normale Liebe als deren eine Abart, die Flagellation, zum Gegenstand literarischer Behandlung sich erwählten.


Erstaunlich ist dies nicht. Zwar interessiere die „normale Liebe“, womit hier die Sexualität gemeint ist, weite Kreise, doch war insbesondere die Flagellation ein Thema, das die lustbetonten Herren der damaligen Zeit aufs Äußerste erregte. Im Grunde ist dies bis heute der Fall, nur verband sich in früheren Zeiten noch der ungewöhnliche Anblick des nackten Körpers mit den sanften und heftigen Streichen der Rute zu einer „entzückenden“ Szenerie, die uns heute nicht mehr erreicht.

Auch heftigere Szenen, wie die Umerziehung eines Jünglings zur Frau durch gezielte „Erziehungsmaßnahmen“, (2) das Schlagen weiblicher Domestiken (3) oder die häufig auftretende „gestrenger Lehrerin“ ( auch die Turnlehrerin) waren äußert beliebt – und all diese Geschichten wurden beliebig oft nacherzählt.

Literarisch waren zumal die Nacherzählungen – nun ja, Schund. Es entspricht aber dem, was später in Sammelbänden erschien – und ebenso dem, was heute in Internet-Erotik-Foren zu finden ist.

(1) Paul English, Kenner der Erotik-Literatur um 1931.
(2) "Weiberherrschaft" (Gynecocracy: A Narrative of the Adventures and Psychological Experiences of Julian Robinson)
(3) "Die Kallipygen"

Masochist(in) – die Symmetrie ohne Genderwahn

Sadist, Masochistin - da stimmt doch etwas nicht?
Für die meisten modernen Psychologen, Psychotherapeuten, Philosophen und Soziologen, aber auch für kritische Freigeister steht fest: Masochismus ist nicht an ein Geschlecht gebunden. Weder der klinisch erfassbare Masochismus noch der psychologische definierbare noch der einer Liebesbeziehung entspringende Masochismus.

Die Symmetrie, die Unterwerfung und die Freude daran

Was wir sicher wissen (dazu muss man wahrhaftig kein Wissenschaftler sein): Ist die Macht in einer Beziehung asymmetrisch verteilt, so nehmen wir an, dass es aufgrund der Asymmetrie zu Verwerfungen kommt. Einfacher: Eine der Partner unterwirft sich dem anderen. Zum Beispiel, wenn „die Frau der Finanzminister“ ist, oder eine gute Köchin der Mann über die Nahrung beherrscht (eine schlechte übrigens auch). Und natürlich könnte sich auch die Frau unterwerfen, etwa dann, wenn sie etwas anziehen soll, was sie „blöd“ findet, er aber unglaublich verführerisch. Und um mal klare Worte zu verlieren: Keine Beziehung ist in jeder Minute und jeder Situation absolut „symmetrisch“. Im Gegenteil: Beide sitzen sozusagen auf einer Wippe, die mal zum Himmel ausschlägt und mal auf den Boden auftrifft.
Sogar in Comics blüht der Masochismus

Ist einer der Partner bewusst und ständig devot, und stellt er sich dauernd zur Verfügung, oder lässt er sich sklavisch zum Lustobjekt degradieren, dann kippt die Wippe. Normalerweise tut sie das allerdings nicht, weil mal der eine, mal der andere oben sitzt. Man spielt wippen - das ist keine „gefährliche instabile Lage“.

Im Extrem ist es so, wie es auf einer Psycho-Seite heißt:

Wenn er (der Devote) die eigene Willensfreiheit verleugnet, erhöht er den narzisstischen Kontrast zwischen sich und dem Anderen, was dessen Begierde anstachelt und somit sicherstellt, dass sich der dominante Partner nicht abwendet.


Das geht allerdings so gut wie nur „auf psychologisch“ und nicht „auf real“. Denn in der Praxis hat jeder Partner, der in einer Beziehung lebt, sehr unterschiedliche Bedürfnisse, die er (oder sie) in „Spielen der Erwachsenen“ auf die Waagschale legt. Sich mal „klein zu machen“, sich mal zu überhöhen und mal ganz gleich zu sein, gehört zu jeder Beziehung.

Und noch mal auf psychologisch:

Während der dominante Partner Lust erlebt, weil sein Ego scheinbar mächtig wird, erlebt der Devote Lust, weil er sich durch die vordergründige Verleugnung des Ego außer Gefahr bringt, als solches abgelehnt zu werden.


Nicht nur Zyniker würden daraus nun allerdings ableiten: Wenn beide Partner sinnliche Lust aus der Asymmetrie beziehen können - wäre es dann wirklich sinnvoll, Lust aus der Symmetrie ziehen zu wollen? Oder bedeutet Asymmetrie Lust, Symmetrie hingegen Langeweile? Tatsächlich wird diese Frage inzwischen sogar von Psychologen gestellt.

Wie sieht es aus mit dem Unterschied zwischen Frau und Mann? Ist Masochismus eine „geschlechtsspezifische Eigenschaft“?

Geschlechtsspezifischer Masochismus? Seid ihr meschugge?

Man könnte nun sagen: was für ein Blödsinn? Warum sollte Masochismus geschlechtsspezifisch sein? Sind die Leute, die das behaupten, meschugge?

Und doch wird es immer wieder behauptet. Mal ist es die Natur, dann wieder die soziale Prägung, und schließlich ist es das Patriarchat oder der Kapitalismus, der Frauen knechtet und Männer herrschen lässt.

Ach, wie lustlos. Lasst euch doch bitte mal andere Argumente einfallen – möglicherweise wird die Diskussion dann sachlicher – oder etwa sinnlicher?

Zitatenquelle: "Seele und Gesundheit"
Bild unten: Aus "Memoiren eines Masochisten"