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Die „englische Erziehung“ und die Weiberherrschaft

Geschrieben von Gebhard Roese • Sonntag, 24. Januar 2010 • Kategorie: casual dating historisch
idealisierte darstellung der unterwerfung eines gentlemans
Nicht nur das „übers Knie“ legen, sondern auch die „englische Erziehung“ bewegt derzeit wieder einmal die Wellen des Internets, wie ich aus verschiedenen Anfragen entnehmen konnte. Wer nicht nur nach „Geschichten über englische Erziehung“ sucht, sondern wissen will, was "englische Erziehung", wird in unserem Lexikon fündig. Zwar handelt es sich eher um ein weltweites als um ein englisches Phänomen, und es hat nichts mit Erziehung im pädagogischen Sinne zu tun, aber es ist nun einmal zu einem fest gefügten Begriff der deutschen Sprache geworden.

Was ist denn nun die „englische Erziehung“? Sie finden den Begriff auch in unserem Lexikon für Anzeigenbegriffe erklärt, aber lassen Sie mich noch ein paar Worte darüber verlieren, die auch dort nicht stehen.

Das sexuelle Vergnügen bei der Flagellation der damaligen Zeit war noch eng mit der Schmerzlust gekoppelt. Die englischen Gentlemen, die sich damals kunstvoll den Hintern behandeln ließen, wurden nicht selten zugleich mit Fellatio versorgt, was deutlich macht, warum die Sache als so wild erotisch und verrucht dargestellt wurde. Entsprechend sprach man auch nicht von Flagellationsstudios, sondern von Flagellationsbordellen – denn das ist genau das, was sie waren. Um gleichzeitig die Hintern der Herren mit der Rute zu bedienen und die gegenseitige Körperhälfte von der „Frictrix“ bedienen lassen zu können wurden sogar spezielle Möbel unterschiedlicher Art ersonnen, von denn das berühmteste allerdings verloren gegangen ist, das „Berkley Horse“.

Eine der Besonderheiten „englischer Erziehung“ ist auch die Bestrafung von Gentlemen in den Unterkleidern einer Lady. Zur Literatur über die lustvolle Flagellation gehörte fast immer auch ein Abschnitt darüber, dass sich Herren in Frauenkleidung schlagen ließen – und nicht nur dies. Auch die anale Penetration gehörte zu den Sehnsüchten, die die Gentlemen mal lieber, mal weniger gerne über sich ergehen ließen, wenn sie sie eine Erziehung „unter dem Rock“ genossen. Die Moral war einfach: Wenn die Herren sich schon anmaßten, etwas in die Damen „hineinzustecken“, dann sollten sie gefälligst auch bereit sein, dieses Gefühl einmal selber zu erleben.

Die interessanteste, novellenartig und dabei hochgradig erotische Schilderung der „Erziehung“ eines jungen Gentlemans nach englischer Art heißt „Gynecocracy“ („Weiberherrschaft“) eines anonymen Autors, der unter dem Namen „Viscount Ladywood“ schrieb. Es ist in Deutschland antiquarisch oder aktuell als „Die Herrschaft der Frauen“ unter dem Autorennamen „Julian Robinson“ erschienen. Eine Neuauflage erschien jetzt wieder unter einem anderen Titel: "Unterm Pantoffel" heißt das Werk jetzt beim "Marterpfahl Verlag" - mit einem schrecklichen Titelbild, das ich Ihnen lieber vorenthalte.

Wirkliche authentische erotische Novellen aus englischen Flagellationsbordellen existieren nach meinem Wissensstand nicht, jedoch soll es gelegentlich im Internet eineiige nachempfundene Erzählungen geben.

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Causal Dating ist der Ausdruck einer Zeit, die Lust von Liebe zu trennen weiß. Das Märchen, eine Frau müsse erst in Liebe zu einem Mann verfallen, bevor sie sich hingibt, ist ziemlicher Unsinn. Denn nicht Liebe, sondern die Vorstufe von Sex, die Geilheit, ist nötig, um den Körper in Stimmung zu bringen. Fast ein Jahrhundert war man der festen Überzeugung, Frauen würden überhaupt nicht geil. „Das sexuelle Verlangen des gesunden und wohlerzogenen Weibes ist ein Geringes“, schrieb Ende des 19. Jahrhunderts sinngemäß ein bekannter Psychiater.

Frauen sind die eigentlich entscheidenden Kräfte in der gesamten Szenerie des „Casual Dating“, wie auch aller anderen erotischen Affären. Wenn Sie sich nicht in das Spiel einbringen, ist der „Markt“ gestorben. Ob es nun „sozial korrekt“ ist oder nicht: nahezu das gesamte Marktgeschehen auf dem Tummelplatz Leidenschaften, Lüste und Beziehungen liegt in den Händen der Frauen, die sich diesem Markt öffnen.

Weil das so ist, kann auf diesem Liebesmarkt alles Geschehen – oder gar nichts. Ich hoffe sehr, dass diese Mischung von Unterhaltung und Information dazu beiträgt, Ihnen klarzumachen, wie wichtig es ist, Causal Dating richtig einzuordnen. Es ist ein Spiel mit der Lust auf einem hohen Niveau – mit Frust und Lust, Gefahren und Erleuchtungen.

In diesem Sinne – werden Sie intim, und sündigen Sie aus vollem Herzen, um das ganze Vergnügen einzuheimsen.