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Der geschlitze Rock und die jähe Erkenntnis

Geschrieben von Johann Fürchtegott Gramse • Mittwoch, 26. Februar 2014 • Kategorie: casual dating - short story
Sie schob den rechten Teil ihres geschlitzten Rocks so weit zur Seite, dass ich ihr in den Schritt sehen konnte.

Ich versuchte, wegzusehen, aber sie sprach mich nun direkt von dem Barhocker an, auf dem sie saß: „Gefällt dir, was du siehst?“ Ich war gewohnt, auf ungewöhnliche Fragen zu antworten und sagte deshalb: „Ja, es würde jedem Mann gefallen, denke ich.“ Die Dame spreizte die Beine nun ein wenig weiter auseinander, sodass ich noch neugieriger auf ihren Körper werden musste. „Dann nimm dir doch, was du siehst“, sagte sie herausfordernd lächelnd.

Ich sah mich in der Bar um: Außer uns war niemand hier – und Liane, die Barfrau, war gerade mal einen Moment rausgegangen. Musste erst mal nach dem Kakao sehen. Eine Spezialität des Hauses, Kakao mit Sahne und Cognac. Trinken meist die Damen, die das Glück hatte, bis zum Morgen im Hotel bleiben zu dürfen.

Ja – der frühe Morgen - eigentlich noch nicht die richtige Zeit, um in die Bar zu gehen. Und erst recht nicht die Zeit, der Lust zu frönen. Aber warum nicht? Ein offener Schritt? Hübsches Angebot. Also ging ich einfach auf sie zu und fragte nur „Wo?“ Sie grinste spitzbübisch: „Hier“, sagte sie und entblößte nun ihren Unterleib vollständig. „Geh auf die Knie und genieß es – gibt’s nicht alle Tage bei mir.“

Frivole Verführung mit bitterem Ende
Ich war verirrt: „Nichts sonst?“ fragte ich. „Nichts sonst – hast ein Freilos. Aber nur dafür, nicht mehr.“ Nicht ganz das, was mich vorgestellt hatte, aber verführerisch: ein taufrischer Genuss am frühen Morgen und dann noch kostenlos? Habt ihr eigentlich eine Ahnung, wie intensiv ein Mann so etwas genießen kann? Der ungewöhnlich sinnliche Duft, die Aussicht auf den verführerischen Geschmack und nicht zuletzt der intime Kontakt mit ihrer sanften, weichen Haut. Ich vergaß alles um mich herum und achtete nur auf die Reaktionen, die mir ihr Körper sandte.

Ein sanfter Zug an meinem Lockenkopf riss mich aus dem Vergnügen. „Ein neuer Gast“, hörte ich Liane sagen. Ich stand so schnell wie möglich auf, und die Dame rückte ihren Rock wieder zurecht. Wie zwei Figuren aus dem Wachsfigurenkabinett saßen wir kurze Zeit später wieder auf dem Barhocker, ohne einander anzusehen. „Pinotage?“, fragte mich Liane grinsend, schon die Flasche in der Hand. Ich war total verdattert. „Wie lange bist du schon hier?“, fragte ich Liane, die mich spöttisch ansah, bevor sie sagte: „Lange genug, um zu sehen, wie begeistert du warst, JoJo“. Der neue Gast hatte inzwischen abgelegt und den roten Vorhang überwunden, der die unwirtliche Welt da draußen von der sinnlichen Entspannung drinnen trennte.

Er braucht nicht lange, um an der Dame mit dem duftenden Schritt gefallen zu finden. Er bestellte zwei Gläser Champagner, und beide begannen, in gedämpften Ton über die gegenseitigen Erwartungen und das Zeitfenster zu verhandeln, das sie miteinander teilen wollten. Dann zahlte er den Champagner, der noch zu zwei Dritteln im Glas schwappte, und beide gingen hinaus.

Neugierig fragte ich Liane: „Kanntest du sie?“, und an Lianes breitem Grinsen merkte ich schon, dass etwas im Busch war. „Ist eine Neue, nennt sich ‚Sugar ‘“. Sie sah mich ironisch an, bevor sie fortfuhr: „Und war sie wirklich so süß?“

Tja, was sagt man darauf? Ich bemühte ich mal, den Humor zu behalten: „Kann dich dir nicht sagen, gab noch keinen Nektar“.

Liane überlegte einen Moment mit jenem zweifelnden Gesichtsausdruck, den manche Mütter haben, wenn sie ihren Kindern etwas beichten müssen. „Sugar ging gestern mit dem letzten Gast ins Hotel und kam heute Morgen in den gleichen Klamotten wieder rein. Hat mir erzählt, dass sie nicht mehr duschen konnte, weil der Mann sie rausgeworfen hat. Hübsch, nicht?“

Ich stutzte nur einen kurzen Moment, trank meinen Pinotage in einem Zug aus und bat Liane um ein Glas Wasser: „Entschuldige bitte, aber Irgendwie habe ich plötzlich so einen trockenen Hals.“

"So wahr ich Gramse heiße" - erlogene Bar-Geschichten von Liane, Buschbaby und Gramse.

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intime begegnungen

Intime Begegnungen – Lust oder Frust? Hier schreibt der Chef über den Sinn dieser Seite
Die Lust, sich schön zu machen - die Lust, schön zu sein

Recht viele Menschen können heute Lust von Liebe trennen. Vielleicht konnten sie es immer, aber sie durften nicht sagen. Männer wollten nicht als „Lustmolche“ verspottet werden, und Frauen nicht als Schlampen diffamiert.

Das Werkzeug von Mutter Natur, um uns zum Paaren zu veranlassen, heißt Wollust, nicht Liebe. Liebe ist eine Überhöhung eines sozialen Gefühls, der innigen Verbundenheit miteinander. Wenn man so will, haben Sex und Liebe gar nicht viel miteinander zu tun. Auch die Reihenfolge stimmt nicht wirklich: Erst Liebe, dann Sex. In Wahrheit ist es umgekehrt: Erst schüttet unser Körper unser Hirn mit Drogen zu, damit wir meschugge genug sind, uns der Wollust zu unterwerfen. Dann erst entwickeln wir die Liebe füreinander, also den sozialen Klebstoff, der uns aneinanderbindet.

Causal Dating ist der Ausdruck einer Zeit, die Lust von Liebe zu trennen weiß. Das Märchen, eine Frau müsse erst in Liebe zu einem Mann verfallen, bevor sie sich hingibt, ist ziemlicher Unsinn. Denn nicht Liebe, sondern die Vorstufe von Sex, die Geilheit, ist nötig, um den Körper in Stimmung zu bringen. Fast ein Jahrhundert war man der festen Überzeugung, Frauen würden überhaupt nicht geil. „Das sexuelle Verlangen des gesunden und wohlerzogenen Weibes ist ein Geringes“, schrieb Ende des 19. Jahrhunderts sinngemäß ein bekannter Psychiater.

Frauen sind die eigentlich entscheidenden Kräfte in der gesamten Szenerie des „Casual Dating“, wie auch aller anderen erotischen Affären. Wenn Sie sich nicht in das Spiel einbringen, ist der „Markt“ gestorben. Ob es nun „sozial korrekt“ ist oder nicht: nahezu das gesamte Marktgeschehen auf dem Tummelplatz Leidenschaften, Lüste und Beziehungen liegt in den Händen der Frauen, die sich diesem Markt öffnen.

Weil das so ist, kann auf diesem Liebesmarkt alles Geschehen – oder gar nichts. Ich hoffe sehr, dass diese Mischung von Unterhaltung und Information dazu beiträgt, Ihnen klarzumachen, wie wichtig es ist, Causal Dating richtig einzuordnen. Es ist ein Spiel mit der Lust auf einem hohen Niveau – mit Frust und Lust, Gefahren und Erleuchtungen.

In diesem Sinne – werden Sie intim, und sündigen Sie aus vollem Herzen, um das ganze Vergnügen einzuheimsen.