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Gefühle in der professionellen Liebe – möglich oder nicht?

Echt oder gespielt? Das ist nicht nur beim professionellen Sex interessant

Was haben medizinische Berufe, Helferinnenberufe und der Beruf einer Hure miteinander gemein?

Eigentlich sehr einfach: Alle arbeiten am Menschen, und zwar übermäßig hautnah. Wer darin Aspekte „emotionaler Arbeit“ sieht, wird bei der Krankenschwester, der Altenpflegerin oder dem Kindermädchen schnell abgenickt – aber bei einer Hure?

Das sehen andere allerdings ganz anders. Emotionale Nähe ist ein menschliches Gut, aber wer es mit einer anderen Tätigkeit gemeinsame „verkauft“, der vermarktet es eben auch. Dieser Teil der Arbeit ist besonders hart, wenn er an die Substanz geht – das trifft für alle berufe zu, in den erwartet wird, dass man sich ständig neu emotional motiviert – aber kaum Dank dafür erhält. Tauschmittel ist in erster Linie das Gehalt oder Honorar, und erst in zweiter Linie der Segen der Dankbarkeit.

Bei einer Hure zählt das Gefühl des Freiers, nicht ihr Eigenes. Wenn die Hure nicht „emotional dabei“ ist, dann ist der Sex öde. Dem Kunden ist gleichgültig, ob eine Frau ihre Gefühle „toll spielt“ oder ob sie wirklich welche hat. Doch wenn er fühlt, dass ihr alles gleichgültig ist – warum sollte er dann eine Hure bezahlen?

Was eine „richtige Hure“ betrifft, gilt auch für die Freizeitprostituierte. Von einer Escortfrau wird von vornherein emotionale Zuwendung erwarte – dafür zahlt "Mann“ ja schließlich auch viel Geld. Ebenso wie der Escortfrau wird auch der Escortmann („Mietrammler“) nicht allein für den „Sprung“ bezahlt, sondern auch für sein zuvorkommendes Wesen. Emotionen sind also immer und überall gefragt, wenn sich Menschen treffen – sei es professionell oder als echte Begegnung.

Casual Dating ist ein Bereich, in dem sich das rote Licht der professionellen Sexbranche und der Amateurinnen ins rosa Licht der frivolen Liebe wandelt.

Niemand wird sagen können, dass beim Causal Dating immer echte Emotionen betroffen sind. Geilheit an sich ist keine Emotion, sondern ein Trieb, und wer nur seine Geilheit ausleben will, der ist zumeist mit einem professionellen Dienst besser bedient. In der Regel ist es so: Jemand stellt sich etwas vor, was er erleben möchte, und versucht dieses „Drehbuch“ dann an einen sinnlichen Dienstleister zu verkaufen. Der „kauft“ es, wenn er glaubt, dabei einen Lustgewinn zu haben oder wenn er das Abenteuer schätzt.

Natürlich geht das alles auch simpler – wenn zwei Menschen Lust haben und „übereinander herfallen“, dann wird Begierde erwartet und nicht unbedingt ein perfekter Lustgenuss. Wen aber eine Szene gespielt werden soll, etwa eine galante Verführung oder eine Fesselszene (wie in Shades of Grey) dann erfordert dies mindestens von einem der Partner gut gespielte Emotionen.

Echte Gefühle? Sie sind zu einer Seltenheit geworden. Sicher, Frauen wissen seit vielen Jahrzehnten, dass der eigene Lustgewinn oft zurückbleibt, wenn die Frau es dem Mann „schön machen“ soll. Doch heute erleben dies auch Männer: Da ist eine Frau – na ja. Und nun ist sie nackt, wie ein Scheinchen. Sieht nicht mehr ganz so gut aus wie angezogen. Ach ja, und jetzt? Jetzt erwartet sie, dass ich ihr den Hengst mache, sozusagen aus dem Stand heraus, und das Ganze noch mit Küssen und so.

Da nützt nun oft nichts mehr außer Sildenafi, und selbst damit wird’s zur Quälerei, wenn die Emotionen nahe dem Gefrierpunkt sind. Oder nicht? Was meinen Sie?

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