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Erotisches Schreiben und Gefühle

Hautnah spüren - im Bild leichter als beim Schreiben


„Hey, hast du Interesse an Dreiern mmf oder ffm?“ Wahrscheinlich hat mein Chatpartner erwartet, dass ich ihn frage, was das ist, damit er mich aufklären kann. Aber nein, ich habe kein Interesse, virtuelle Geschichten über Dreier zu entwickeln.

Wirklich sinnliche erotische Geschichten brauchen Zeit, um wenigsten die Grundlagen des süßen Begehrens zu entwickeln, nicht wahr? Meine Leserinnen sollen spüren, wie die Heldinnen und Helden sich anstrengen und entspannen, und ich will, das sie die Lustschreie so hören, als wären sie selbst dabei gewesen. Also frage ich mich: "wer wäre ich in einem Dreier?" Das Stückchen Fleisch, auf das beide Männer scharf sind? Die Hexe, die ein unschuldiges Paar verführt? Die überredete Ehefrau, die sich auf eine Bi-Geschichte einlassen soll? Das „Hotwife“, das sich vor den Augen des Ehemannes mit einem bullenstarken Mann aus Afrika vergnügt?

Nicht meine Rollen, wirklich nicht. Ach, ich müsste mich gar nicht wirklich beteiligen? Mich einfach hineinfallen lassen in die Geschichte eines anderen?

"Schreiben Sie doch einfach eine Geschichte aus dem Internet um – Sie brauchen dazu keine Erfahrungen“, sagt der Mann, dem ich meine Geschichten verkaufen will.

Nein, ich brauche keine Erfahrungen. Niemand hat all alles erlebt, über das er schreibt. Aber ich will mich verdammt noch einmal hineinfühlen in die Frauen, die lüsten, leiden, herrschen und dienen, und in die Männer, die gieren und winseln. Ich will nicht einfach beschreiben, was sie tun, wie sie es tun, wie viel Schläge sie bekamen und wohin ihr Sperma floss.

Wie geht es eigentlich euch?

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