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Der vergessene Mann: Der Verehrer

du bekommst, was du willst - von deinem verehrer

Dieser Mann ist fast vergessen: der „Kavalier der alten Schule“, heute meist als „Verehrer“ bezeichnet. Er ist zumeist ein netter, etwas dümmlicher Typ, bisweilen etwas lästig, aber ansonsten wirklich brav. Man kann ihn anrufen, wenn man einmal einen wirklich festen Dübel braucht, und ihn anschließend mit einem kleinen Kuss belohnen.

Wichtig ist, dass der Verehrer etwas Sinnliches von dir bekommt – aber es muss sehr, sehr wenig sein, wohl dosiert sozusagen. Wenn du dramatische Spiele liebst, kannst du ihm immer wieder Hoffnungen machen, wobei genau abzuwägen ist, was du von deinem Verehrern verlangen kkannst. Hat er Geld, so darf er euch kleine und auch etwas größere Geschenke machen. Hat er Beziehungen, so hat er sie auch anzubieten. Kann er Malerarbeiten verrichten, so darf er tapezieren, und kann er eine Homepage einrichten, so darf er dies für dich tun. Bei passender Gelegenheit wirfst du ihm einen Knochen hin, an dem es noch etwas zu nagen gibt – einen kurzen Zungenkuss, deine Hand zum Lecken oder deinen Fuß zum Liebkosten - oder so etwas in der Art.

Der Verehrer wird nehmen, was er bekommt – und glauben, dass er noch mehr bekommen kann, wenn er sich noch mehr bemüht. Eigentlich schade um ihn – er hätte etwas Besseres verdient. Aber wenn du ihn fallen lässt, dann geht er zur nächsten Dame, bei dem er sich als Schoßhündchen bewerben darf. Warum er nie aus dieser Rolle herauskommt? Keine Ahnung – es ist, glaube ich, nicht dein Problem, oder?

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Kommentare

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smartig am :

Provozierender Artikel. Ich hoffe, er ist auch mit dieser Absicht so geschrieben. Denn er greift viel zu kurz. Er blendet aus, dass mit dieser Art der Verachtung nicht nur dieser Typus Mann auf der Strecke bleibt, sondern auch die Person, welcher diese Verehrung gelten könnte.

So dumm, wie Sie diese Art Männer, also auch mich, darstellen, sind wir nicht. Gerade auch, weil wir Frauen, welche so einfach zum Ziel zu kommen glauben, links liegen lassen.

Ubomi am :

Der Verehrer

Vielleicht können wir uns darauf einigen: Der Verehrer beginnt stets ein Spiel, von dem er weiß, dass er am Ende verliert. Die Frage, warum er dieses Spiel dann spielt, muss er selber entscheiden, denn die Frau, der die Verehrung gilt, sitzt stets am längeren Hebel. Selbstverständlich ergibt sich auch für sie die Frage: „Warum spiele ich dieses Spiel?“, denn nicht alle Frauen sind begeistert davon, verehrt zu werden.

Im Grunde ist es so: Wer nie dieses Spiele spielen will, kann weder jemanden verehren noch kann er sich verehren lassen. So jedenfalls geht es mir.

Mit herzlichem Gruß

Ubomi via Liebesverlag

smartig am :

Vielleicht müsste man Verehrer neu definieren? Es ist wohl auch ein Unterschied, ob ich die Frau als sexuelles Wesen verehre, ich ihre Schönheit wie eine göttliche Erscheinung sehen kann - das hindert mich nicht, ihr intellektuell, ja geistig in Lebensfragen auch Partner zu sein.
Und: NEIN. Der wahre Verehrer will gewinnen! Die Frau, ihr Herz und Ihre Beachtung und Zuneigung. Und er unterscheidet sehr wohl, was er wann wie geben kann. Auch er hat Bedingungen - und sei es nur, dass er schnell(er) abkühlt, wird ihm ablehnend begegnet.

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