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Der vergessene Mann: Der Verehrer

Geschrieben von Ubomi Ulobi • Donnerstag, 10. November 2011 • Kategorie: casual dating und sex
du bekommst, was du willst - von deinem verehrer

Dieser Mann ist fast vergessen: der „Kavalier der alten Schule“, heute meist als „Verehrer“ bezeichnet. Er ist zumeist ein netter, etwas dümmlicher Typ, bisweilen etwas lästig, aber ansonsten wirklich brav. Man kann ihn anrufen, wenn man einmal einen wirklich festen Dübel braucht, und ihn anschließend mit einem kleinen Kuss belohnen.

Wichtig ist, dass der Verehrer etwas Sinnliches von dir bekommt – aber es muss sehr, sehr wenig sein, wohl dosiert sozusagen. Wenn du dramatische Spiele liebst, kannst du ihm immer wieder Hoffnungen machen, wobei genau abzuwägen ist, was du von deinem Verehrern verlangen kkannst. Hat er Geld, so darf er euch kleine und auch etwas größere Geschenke machen. Hat er Beziehungen, so hat er sie auch anzubieten. Kann er Malerarbeiten verrichten, so darf er tapezieren, und kann er eine Homepage einrichten, so darf er dies für dich tun. Bei passender Gelegenheit wirfst du ihm einen Knochen hin, an dem es noch etwas zu nagen gibt – einen kurzen Zungenkuss, deine Hand zum Lecken oder deinen Fuß zum Liebkosten - oder so etwas in der Art.

Der Verehrer wird nehmen, was er bekommt – und glauben, dass er noch mehr bekommen kann, wenn er sich noch mehr bemüht. Eigentlich schade um ihn – er hätte etwas Besseres verdient. Aber wenn du ihn fallen lässt, dann geht er zur nächsten Dame, bei dem er sich als Schoßhündchen bewerben darf. Warum er nie aus dieser Rolle herauskommt? Keine Ahnung – es ist, glaube ich, nicht dein Problem, oder?

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3 Kommentare

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  1. Provozierender Artikel. Ich hoffe, er ist auch mit dieser Absicht so geschrieben. Denn er greift viel zu kurz. Er blendet aus, dass mit dieser Art der Verachtung nicht nur dieser Typus Mann auf der Strecke bleibt, sondern auch die Person, welcher diese Verehrung gelten könnte.

    So dumm, wie Sie diese Art Männer, also auch mich, darstellen, sind wir nicht. Gerade auch, weil wir Frauen, welche so einfach zum Ziel zu kommen glauben, links liegen lassen.
  2. Der Verehrer

    Vielleicht können wir uns darauf einigen: Der Verehrer beginnt stets ein Spiel, von dem er weiß, dass er am Ende verliert. Die Frage, warum er dieses Spiel dann spielt, muss er selber entscheiden, denn die Frau, der die Verehrung gilt, sitzt stets am längeren Hebel. Selbstverständlich ergibt sich auch für sie die Frage: „Warum spiele ich dieses Spiel?“, denn nicht alle Frauen sind begeistert davon, verehrt zu werden.

    Im Grunde ist es so: Wer nie dieses Spiele spielen will, kann weder jemanden verehren noch kann er sich verehren lassen. So jedenfalls geht es mir.

    Mit herzlichem Gruß

    Ubomi via Liebesverlag
  3. Vielleicht müsste man Verehrer neu definieren? Es ist wohl auch ein Unterschied, ob ich die Frau als sexuelles Wesen verehre, ich ihre Schönheit wie eine göttliche Erscheinung sehen kann - das hindert mich nicht, ihr intellektuell, ja geistig in Lebensfragen auch Partner zu sein.
    Und: NEIN. Der wahre Verehrer will gewinnen! Die Frau, ihr Herz und Ihre Beachtung und Zuneigung. Und er unterscheidet sehr wohl, was er wann wie geben kann. Auch er hat Bedingungen - und sei es nur, dass er schnell(er) abkühlt, wird ihm ablehnend begegnet.

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intime begegnungen

Intime Begegnungen – Lust oder Frust? Hier schreibt der Chef über den Sinn dieser Seite
Die Lust, sich schön zu machen - die Lust, schön zu sein

Recht viele Menschen können heute Lust von Liebe trennen. Vielleicht konnten sie es immer, aber sie durften nicht sagen. Männer wollten nicht als „Lustmolche“ verspottet werden, und Frauen nicht als Schlampen diffamiert.

Das Werkzeug von Mutter Natur, um uns zum Paaren zu veranlassen, heißt Wollust, nicht Liebe. Liebe ist eine Überhöhung eines sozialen Gefühls, der innigen Verbundenheit miteinander. Wenn man so will, haben Sex und Liebe gar nicht viel miteinander zu tun. Auch die Reihenfolge stimmt nicht wirklich: Erst Liebe, dann Sex. In Wahrheit ist es umgekehrt: Erst schüttet unser Körper unser Hirn mit Drogen zu, damit wir meschugge genug sind, uns der Wollust zu unterwerfen. Dann erst entwickeln wir die Liebe füreinander, also den sozialen Klebstoff, der uns aneinanderbindet.

Causal Dating ist der Ausdruck einer Zeit, die Lust von Liebe zu trennen weiß. Das Märchen, eine Frau müsse erst in Liebe zu einem Mann verfallen, bevor sie sich hingibt, ist ziemlicher Unsinn. Denn nicht Liebe, sondern die Vorstufe von Sex, die Geilheit, ist nötig, um den Körper in Stimmung zu bringen. Fast ein Jahrhundert war man der festen Überzeugung, Frauen würden überhaupt nicht geil. „Das sexuelle Verlangen des gesunden und wohlerzogenen Weibes ist ein Geringes“, schrieb Ende des 19. Jahrhunderts sinngemäß ein bekannter Psychiater.

Frauen sind die eigentlich entscheidenden Kräfte in der gesamten Szenerie des „Casual Dating“, wie auch aller anderen erotischen Affären. Wenn Sie sich nicht in das Spiel einbringen, ist der „Markt“ gestorben. Ob es nun „sozial korrekt“ ist oder nicht: nahezu das gesamte Marktgeschehen auf dem Tummelplatz Leidenschaften, Lüste und Beziehungen liegt in den Händen der Frauen, die sich diesem Markt öffnen.

Weil das so ist, kann auf diesem Liebesmarkt alles Geschehen – oder gar nichts. Ich hoffe sehr, dass diese Mischung von Unterhaltung und Information dazu beiträgt, Ihnen klarzumachen, wie wichtig es ist, Causal Dating richtig einzuordnen. Es ist ein Spiel mit der Lust auf einem hohen Niveau – mit Frust und Lust, Gefahren und Erleuchtungen.

In diesem Sinne – werden Sie intim, und sündigen Sie aus vollem Herzen, um das ganze Vergnügen einzuheimsen.