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Starker Tobak: Die Hälfte von uns ist lesbisch

Geschrieben von Miss Y. • Mittwoch, 2. November 2011 • Kategorie: satire und humor
Hey, habt ihr heute neben einer Frau in der U-Bahn gesessen? Oder sitzt ihr einer Frau am Schreibtisch gegenüber? So, und wenn du genau weißt, dass du nicht lesbisch bist, dann ist sie es. Ene mene mu, und lesbisch bist du.

Na ja, vielleicht nicht wirklich. Aber guck sie mal an, deine Nachbarin. Sieht sie dir nicht verdächtig oft in die Augen oder auf den Po oder sonst wo hin? Das wäre ganz normal, denn so etwas tun 60 Prozent aller Frauen. Ja, und wenn sie dann so verträumt über ein paar Tabellen sitzt, was denkt sie dann? Richtig, sie fantasiert über Sex mit Frauen (das tun angeblich 50 Prozent) und wer weiß, vielleicht bist du gerade die Frau, an die sie dabei denkt?

Viellicht bis du sogar selber lesbisch und weißt es nur nicht? Meine Freundin Biggi sagt ja immer, so was findet man nur heraus, wenn man es probiert, das wäre so wie mit dem Zimt im Hackbraten. Nur irgendwie ist das doch ein bisschen was anderes, oder?

Heute hat mich die Chefin für Freitag auf einen Kaffee in ihrem Büro eingeladen – so ganz intim, nur wie zwei. Eigentlich dachte ich ja, es ginge darum, ob ich das neue Projekt kriege, aber nun kratz ich mich doch hinter dem Ohr und frage mich: Ja, wenn ich also sicher nicht lesbisch bin, vielleicht ist sie ja’n bisschen bi?

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1 Kommentare

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  1. Das sollte man alles nicht so eng sehen. Frauen sind halt viel offener für zumindest Bi-Sexuelle Erfahrungen als Männer, einfach schon weil es (von beiden Geschlechtern gleichermaßen) ganz anders, viel positiver, angesehen wird, als wenn es bei Männern vorkommt.

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intime begegnungen

Intime Begegnungen – Lust oder Frust? Hier schreibt der Chef über den Sinn dieser Seite
Die Lust, sich schön zu machen - die Lust, schön zu sein

Recht viele Menschen können heute Lust von Liebe trennen. Vielleicht konnten sie es immer, aber sie durften nicht sagen. Männer wollten nicht als „Lustmolche“ verspottet werden, und Frauen nicht als Schlampen diffamiert.

Das Werkzeug von Mutter Natur, um uns zum Paaren zu veranlassen, heißt Wollust, nicht Liebe. Liebe ist eine Überhöhung eines sozialen Gefühls, der innigen Verbundenheit miteinander. Wenn man so will, haben Sex und Liebe gar nicht viel miteinander zu tun. Auch die Reihenfolge stimmt nicht wirklich: Erst Liebe, dann Sex. In Wahrheit ist es umgekehrt: Erst schüttet unser Körper unser Hirn mit Drogen zu, damit wir meschugge genug sind, uns der Wollust zu unterwerfen. Dann erst entwickeln wir die Liebe füreinander, also den sozialen Klebstoff, der uns aneinanderbindet.

Causal Dating ist der Ausdruck einer Zeit, die Lust von Liebe zu trennen weiß. Das Märchen, eine Frau müsse erst in Liebe zu einem Mann verfallen, bevor sie sich hingibt, ist ziemlicher Unsinn. Denn nicht Liebe, sondern die Vorstufe von Sex, die Geilheit, ist nötig, um den Körper in Stimmung zu bringen. Fast ein Jahrhundert war man der festen Überzeugung, Frauen würden überhaupt nicht geil. „Das sexuelle Verlangen des gesunden und wohlerzogenen Weibes ist ein Geringes“, schrieb Ende des 19. Jahrhunderts sinngemäß ein bekannter Psychiater.

Frauen sind die eigentlich entscheidenden Kräfte in der gesamten Szenerie des „Casual Dating“, wie auch aller anderen erotischen Affären. Wenn Sie sich nicht in das Spiel einbringen, ist der „Markt“ gestorben. Ob es nun „sozial korrekt“ ist oder nicht: nahezu das gesamte Marktgeschehen auf dem Tummelplatz Leidenschaften, Lüste und Beziehungen liegt in den Händen der Frauen, die sich diesem Markt öffnen.

Weil das so ist, kann auf diesem Liebesmarkt alles Geschehen – oder gar nichts. Ich hoffe sehr, dass diese Mischung von Unterhaltung und Information dazu beiträgt, Ihnen klarzumachen, wie wichtig es ist, Causal Dating richtig einzuordnen. Es ist ein Spiel mit der Lust auf einem hohen Niveau – mit Frust und Lust, Gefahren und Erleuchtungen.

In diesem Sinne – werden Sie intim, und sündigen Sie aus vollem Herzen, um das ganze Vergnügen einzuheimsen.