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Wenn die Tochter die Ehe bricht …

Wenn die Tochter die Ehe bricht, dann hat das nichts mit Ehebruch oder Inzest zu tun, jedenfalls nicht im Schweizer Magazin „Clack“. Dort weist man auf eine Studie hin, dass Mädchenmütter häufiger geschieden werden als Bubenmütter.

Sie ahnen, woher das alles stammt? Richtig, aus einer dieser „wissenschaftlichen“ Untersuchungen ohne Sinn. Demnach haben Gordon Dahl und Enrico Morretti sich die Frage gestellt, warum sich Töchtermütter häufiger scheiden lassen als Söhnemütter („Bubenmütter“).

Nun, und da alles im Artikel ein bisschen verruchter wird, titelte man bei Clack eben „Töchter als Ehebrecherinnen“. Ursprünglich sollte der Artikel übrigens „Wer Töchter hat, lässt sich eher scheiden“ heißen, und im Original, aus dem man ein bisschen abgekupfert hat, hieß es: „Verusachen Töchter Scheidungen?“ Machen wir es kurz: Die Tochter bricht die Ehe sehr selten mit dem Vater, auch wenn deutsche Fernseh-Kriminalfilme ein anderes Bild davon zeichnen. Und übrigens: Die Forschungen sind „alter Schweizer Käse“ – sie stammen aus dem Jahr 2003.

Die Forscher wollen jedenfalls herausgefunden haben, dass Mütter von Töchtern sich im Fall einer Scheidung eher Unterstützung von den Kindern erwarten als Mütter von Söhnen. Eine Begründung für den Wunsch, sich überhaupt scheiden zu lassen, liefert dieses Argument allerdings nicht.

Das gesamte Gebiet ist rein spekulativ - und Spekulationen sind immer fragwürdig. Fakt ist jedenfalls, dass geschiedene Frauen mit halb erwachsenen Töchtern schwierige Partnerinnen sind, weil die Mutter-Tochter-Konkurrenz zumindest im Hintergrund schlummert. Warum sollte sich ein Mann in diesen Konflikt überhaupt hineinziehen lassen, selbst dann, wenn er an sich nicht konfliktscheu ist? Wissen Sie eine Antwort?

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