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Liebesschmerz oder Lustschmerz?

Geschrieben von Induna • Donnerstag, 21. Juli 2011 • Kategorie: casual dating historisch


Herzen reimen sich nun einmal gut auf Schmerzen, und welcher Menschen hätte nicht schon einmal diesen unendlichen Schmerz des Verlustes einer „großen Liebe“ erlebt? Rotwein, Valium, Tränen – das heulende Elend.

Die Lust, vor allem die reine Lust, also die lustvolle Begierde, reimt sich nicht so gut auf Schmerz – da spricht man schon eher von „Liebe, Triebe, Hiebe“, wenn man etwas sagen will, das in Erinnerung bleibt.

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Wer einmal erlebt hat, wie sich zwei konkurrierende Sinne vereinen, wie das Herbe beispielsweise zur Süße kommt, der sollte auch verstehen, wie sich Lust und Schmerz paaren. Schwerer zu begreifen ist wohl, wie man sich einem anderen Menschen unterwerfen kann – doch warum eigentlich? Wer sich unterwirft, gibt die Eigenverantwortung an der Garderobe ab – und sehr viele Frauen und Männer täten nichts lieber, als die Verantwortung für ihr kompliziertes Leben einmal für ein paar Stunden abzulegen und – einfach wieder einmal zu gehorchen.

Dennoch – Liebe und Hiebe gehen nicht immer zusammen. „Küsse mich und quäle mich“ ist sicher sehr sinnlich, aber „ich habe ihren Willen gebrochen“ grenzt an eine Menschenrechtsverletzung. Ein Autorenteam hat Menschen gesprochen, die sich aus Lust einem anderen Menschen unterwerfen – und solche, die es lieben, das Spiel mit der Unterwerfung aus der Herrenrolle zu erleben.

Was es mit der schwarzen Scheibe da oben auf sich hat, erfährt nur derjenige, der sie sich längere Zeit anhört.

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Die Lust, sich schön zu machen - die Lust, schön zu sein

Recht viele Menschen können heute Lust von Liebe trennen. Vielleicht konnten sie es immer, aber sie durften nicht sagen. Männer wollten nicht als „Lustmolche“ verspottet werden, und Frauen nicht als Schlampen diffamiert.

Das Werkzeug von Mutter Natur, um uns zum Paaren zu veranlassen, heißt Wollust, nicht Liebe. Liebe ist eine Überhöhung eines sozialen Gefühls, der innigen Verbundenheit miteinander. Wenn man so will, haben Sex und Liebe gar nicht viel miteinander zu tun. Auch die Reihenfolge stimmt nicht wirklich: Erst Liebe, dann Sex. In Wahrheit ist es umgekehrt: Erst schüttet unser Körper unser Hirn mit Drogen zu, damit wir meschugge genug sind, uns der Wollust zu unterwerfen. Dann erst entwickeln wir die Liebe füreinander, also den sozialen Klebstoff, der uns aneinanderbindet.

Causal Dating ist der Ausdruck einer Zeit, die Lust von Liebe zu trennen weiß. Das Märchen, eine Frau müsse erst in Liebe zu einem Mann verfallen, bevor sie sich hingibt, ist ziemlicher Unsinn. Denn nicht Liebe, sondern die Vorstufe von Sex, die Geilheit, ist nötig, um den Körper in Stimmung zu bringen. Fast ein Jahrhundert war man der festen Überzeugung, Frauen würden überhaupt nicht geil. „Das sexuelle Verlangen des gesunden und wohlerzogenen Weibes ist ein Geringes“, schrieb Ende des 19. Jahrhunderts sinngemäß ein bekannter Psychiater.

Frauen sind die eigentlich entscheidenden Kräfte in der gesamten Szenerie des „Casual Dating“, wie auch aller anderen erotischen Affären. Wenn Sie sich nicht in das Spiel einbringen, ist der „Markt“ gestorben. Ob es nun „sozial korrekt“ ist oder nicht: nahezu das gesamte Marktgeschehen auf dem Tummelplatz Leidenschaften, Lüste und Beziehungen liegt in den Händen der Frauen, die sich diesem Markt öffnen.

Weil das so ist, kann auf diesem Liebesmarkt alles Geschehen – oder gar nichts. Ich hoffe sehr, dass diese Mischung von Unterhaltung und Information dazu beiträgt, Ihnen klarzumachen, wie wichtig es ist, Causal Dating richtig einzuordnen. Es ist ein Spiel mit der Lust auf einem hohen Niveau – mit Frust und Lust, Gefahren und Erleuchtungen.

In diesem Sinne – werden Sie intim, und sündigen Sie aus vollem Herzen, um das ganze Vergnügen einzuheimsen.