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Schreiben Frauen offener über Sex?

Geschrieben von Induna • Sonntag, 17. Juli 2011 • Kategorie: casual dating geheimnisse
Frauen schreiben angeblich nicht nur offener, sondern auch emotionaler über ihre sexuellen Bedürfnisse und ihre Erfüllung – und dabei ist keinesfalls Blümchensex gemeint. (Zitat):

Allein in den letzten zehn Jahren haben Frauen Bücher über Schläge, Analsex. Prostitution, Partnertausch, Körperflüssigkeiten, SM-Aktivitäten, Gelegenheitssex, Tantra-Sex und Sex über 50 geschrieben.


Doch was ist mit den Männern? Wenn überhaupt, schreiben junge Männer Schulaufsatz-ähnliche Sexpamphlete, und ältere Männer versteigen sich in eher extrempornografische Schilderungen. Besonders beklagt wird, dass Männer nicht über die Höhen und Tiefen ihrer Gefühle schreiben, vor allem aber nicht über die beiden Extreme: Dem Wunsch, sich Frauen zu unterwerfen und dem entgegengesetzten Wunsch, Frauen zu beherrschen. Was also ist mit den männlichen Schriftstellern los? Wie ticken Sie? Warum schreiben sie nicht offener?

Ich fand drei Gründe (zwei davon aus dem Referenzartikel):

1. Wir Männer fürchten uns davor, dass unsere Aussagen nicht als literarisch, sondern als persönlich verstanden werden: Wenn männliche Sexualität also beispielweise Gewaltbereitschaft beinhalten könnte, so fürchten wir, dass uns die Feministinnen diese auch persönlich unterstellen.
2. Bei unseren Schwächen (Erektionsstörungen, die Wunschpartnerin nicht zu bekommen oder Unterwürfigkeit) fürchten wir den Hohn und Spott anderer Männer, durchaus auch solcher, die für Zeitungen schreiben.
3. Wir selbst haben oft Angst davon, unsere Gedanken wirklich öffentlich zu präsentieren: Zwar durchleben Tausende von Männern wildeste Fantasien während des Geschlechtsakts - aber kaum eine hat etwas mit der Partnerin zu tun. Wir verschweigen dies gerne, weil wir uns dessen schämen.


Sicher, auch viele Frauen werden wegen ihrer Offenheit beschimpft, beleidigt, bezichtigt und diffamiert – ich darf nur an Charlotte Roche erinnern. Doch wir Männer denken wohl, wir könnten uns die Peinlichkeiten der öffentlichen Zurschaustellung unsere Gedanken ersparen.

Was meint ihr? Sollten wir Männer ehrlich sein und uns zu unseren Schwächen und Abgründen bekennen, und sei es „nur“ literarisch?

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2 Kommentare

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  1. Definitiv! Denn daraus erwächst doch auch erst wahre Stärke - selbst wenn es noch so schwer fällt.

    Die Kunst, diese Umstände entsprechend ansprechend zu verpacken, ist anschließend eine andere Frage.

    Schöne Grüße
  2. Dieses Thema ist sehr interessant. Ich bin auch der Meinung das Frauen viel offener über Sex schreiben als Männer. Sicherlich sind Frauen einfach von Natur aus viel besser in der Lage Gefühle auszudrücken und schreiben auch viel bessere Romane wenn es über das Thema Erotik und Sex geht.

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Intime Begegnungen – Lust oder Frust? Hier schreibt der Chef über den Sinn dieser Seite
Die Lust, sich schön zu machen - die Lust, schön zu sein

Recht viele Menschen können heute Lust von Liebe trennen. Vielleicht konnten sie es immer, aber sie durften nicht sagen. Männer wollten nicht als „Lustmolche“ verspottet werden, und Frauen nicht als Schlampen diffamiert.

Das Werkzeug von Mutter Natur, um uns zum Paaren zu veranlassen, heißt Wollust, nicht Liebe. Liebe ist eine Überhöhung eines sozialen Gefühls, der innigen Verbundenheit miteinander. Wenn man so will, haben Sex und Liebe gar nicht viel miteinander zu tun. Auch die Reihenfolge stimmt nicht wirklich: Erst Liebe, dann Sex. In Wahrheit ist es umgekehrt: Erst schüttet unser Körper unser Hirn mit Drogen zu, damit wir meschugge genug sind, uns der Wollust zu unterwerfen. Dann erst entwickeln wir die Liebe füreinander, also den sozialen Klebstoff, der uns aneinanderbindet.

Causal Dating ist der Ausdruck einer Zeit, die Lust von Liebe zu trennen weiß. Das Märchen, eine Frau müsse erst in Liebe zu einem Mann verfallen, bevor sie sich hingibt, ist ziemlicher Unsinn. Denn nicht Liebe, sondern die Vorstufe von Sex, die Geilheit, ist nötig, um den Körper in Stimmung zu bringen. Fast ein Jahrhundert war man der festen Überzeugung, Frauen würden überhaupt nicht geil. „Das sexuelle Verlangen des gesunden und wohlerzogenen Weibes ist ein Geringes“, schrieb Ende des 19. Jahrhunderts sinngemäß ein bekannter Psychiater.

Frauen sind die eigentlich entscheidenden Kräfte in der gesamten Szenerie des „Casual Dating“, wie auch aller anderen erotischen Affären. Wenn Sie sich nicht in das Spiel einbringen, ist der „Markt“ gestorben. Ob es nun „sozial korrekt“ ist oder nicht: nahezu das gesamte Marktgeschehen auf dem Tummelplatz Leidenschaften, Lüste und Beziehungen liegt in den Händen der Frauen, die sich diesem Markt öffnen.

Weil das so ist, kann auf diesem Liebesmarkt alles Geschehen – oder gar nichts. Ich hoffe sehr, dass diese Mischung von Unterhaltung und Information dazu beiträgt, Ihnen klarzumachen, wie wichtig es ist, Causal Dating richtig einzuordnen. Es ist ein Spiel mit der Lust auf einem hohen Niveau – mit Frust und Lust, Gefahren und Erleuchtungen.

In diesem Sinne – werden Sie intim, und sündigen Sie aus vollem Herzen, um das ganze Vergnügen einzuheimsen.