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Merkwürdige Schamgefühle – „ich mag mich nicht ausziehen“

Männer wissen, dass manche Frauen merkwürdige Schamgefühle haben: Manche mögen sich nicht auf die Lippen küssen lassen, verweigern aber keinesfalls Intimküsse, andere beschenken uns gerne mit Liebesdiensten, verweigern aber den Blick auf die nackten Brüste, und wieder andere würden am liebsten gar nichts von ihrem nackten Körper präsentieren – angebliche 60 Pozent sollen es sein.

Dabei soll es nach den Angaben eines Fitness-Magazins nicht die Scham an sich sein, die diese Frauen hindert – sondern das Gefühl, ihr Körper sei nicht attraktiv genug.

Ist es nun wirklich so, dass wir Männer immer nur gertenschlanke, wohlproportionierte Frauen wollen, die der antiken Venus ähneln? Und zusätzlich gefragt: Wollen wir wirklich Frauen, die so fit sind, dass sie uns sexuell davonlaufen und noch begierig sind, wenn wir längst erschöpft und hodentrocken auf dem Linnen liegen?

Zweifel sind angebracht, und dies in jeder Hinsicht. Sexuell hyperaktive Frauen („macht doch Spaß, oder?“) und solche, die Sex als Sport ansehen, werden in Wahrheit kaum nachgefragt. Wer die Wahl hat zwischen einer sinnlichen Verführerin, die uns Glauben macht, wir würden von ihr alle Geschenke der Lust bekommen, und einer sportlichen, angeblich „natürlichen“ Frau, die freizügig ihren Körper entblößt und fragt: „Na, gefällt dir, was du siehst?“ – nun, wen würden wir wählen?

jugendliches aussehen und schamvoller blick
Mag sein, dass die Frau von Mitte 20 glaubt, sie sei nicht attraktiv, wenn sie keinen Modellkörper hat – aber kaum ein Mann will „nichts als Körper“. Je nach den eigenen Wünschen und dem Lebensalter will man eine Frau, die hingebungsvoll ihre Möglichkeiten der Lust ausschöpft. Dies erkennen wir nicht an ihren Körpermaßen, sondern daran, wie sich bewegt und wie sie sich anzieht. Denken wir doch bitte mal daran, wie selten man bei Verführungen, ja sogar beim Sex, den ganzen Körper sieht. In Wahrheit sammeln wir vor dem Sex Eindrücke und während des Geschlechtsverkehrs (es tut mir leid, dies sagen zu müssen, aber es ist so) nehmen wir die Frau nicht wirklich wahr, sondern erzeugen ein Bild, das sich aus allem zusammensetzt, was unsere Leidenschaft beflügelt.

Der ganze Körper? Die angeblich so wichtige Schamhaarfrisur? Das können die „anständigen“ Damen dieser Welt gut den teuren Huren und Stripperinnen überlassen.

Sich „schämen“? Keine Frau sollte das tun. Scham wie Schamlosigkeit kommt von innen, und nur bei sehr jungen Frauen heizt „Verschämtheit“ die Liebe der Männer bisweilen an. Den Körper allzeit und unabhängig vom Aussehen lustvoll, aber nicht lustbetont zu präsentieren hilft dabei, intensiv beflirtet zu werden. Nun und vor der Liebe? Da hilft es immer, ein wenig frivol zu werden und den Liebhaber das zum Lustgenuss anzubieten, was wirklich schön ist – seien es die Lippen oder die Brüste. Denn hat der Lover erst mal intensiven Kontakt mit den „schönen“ Stellen der Frau, dann ist ihm der venusgleiche Körper schnurzpiepegal.

Zahlenquelle: Blog des tagesanzeigers

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Kommentare

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Nightbloom am :

Alles scheint sich dieser Tage um "Schamlosigkeit" zu drehen - oder auch nicht, wenn man dem Ruf einer groß abBILDenden Zeitung folgt.

Vielleicht sollten wir uns eher der Moral schämen, als uns für uns selbst zu schämen.

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