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Sexuelle Sonderwünsche und Dates

Geschrieben von Induna • Donnerstag, 7. Juli 2011 • Kategorie: casual dating geheimnisse
das extreme spiel mit der lust gefällt nicht jeder und jedem - doch manchmal muss es eben pfeffer statt vanille sein.

Wer ein Date eingeht, sollte wissen: Alles ist möglich, aber es gibt keine Garantie auf irgendetwas. Ein Date, das aufgrund der Bemühungen einer seriösen Partnervermittlung zustande kam, muss nicht vor dem Traualtar enden – es kann auch in ein paar rauschenden Liebesnächten enden und dann auslaufen. Ebenso wenig muss ein Date, dass über eine Casual Dating Agentur geschlossen wurde, unbedingt im Bett enden, und recht selten werden Menschen ihre erotischen Sonderwünsche gleich in ihr Profil schreiben.

Dates sind – man kann es nicht oft genug sagen – Möglichkeiten, einander kennenzulernen – ganz brav im Dialog miteinander oder ganz wild, nachdem man einander die Kleider vom Leib gerissen hat. Nur in einem Punkt wird man sich niemals sofort öffnen – bei den „besonderen Vorlieben“, die man allgemein als Schmerzlust, Unterwerfung, Rollenspiele, SM, Fetischismus oder Bisexualität bezeichnet. All dies sind schreckliche Wörter für jemanden, der „Stino“ ist, also stinknormal oder „Vanilla“, also ohne scharfe Würze.

Doch für diejenigen, die Freude daran haben, ist dies alles ganz normal – und natürlich soll es auch mit dem neuen Partner oder der neuen Partnerin verwirklicht werden. Auf die Frage „Hast du besondere Vorlieben“ wird man ja zu Anfang bestenfalls hören: „Oh, ich liebe kantonesische Küche“ aber nicht: „Ich mag gerne leichte Schläge auf den Po vor dem Liebesakt“.

Nicht mit der Tür ins Haus fallen - und keine Reizwörter benutzen.

Nicht opportun ist jedenfalls, mit der Tür ins Haus zu fallen: Sadist, Masochist, BDSM-Anhänger, Fetischist? Um Himmels willen. „Hast du schon einmal die dunkle Seite der Liebe entdeckt?“, geht gerade noch, kann aber auch zu Missverständnissen führen. Noch direkter sollte man erst recht nicht werden: „Liebst du es eigentlich, wenn du in der Liebe gehorchen musst?“ ist viel zu viel – das funktioniert bestenfalls im erotischen Roman.

Hallo - seid ihr sicher, nicht schärferes zu wollen?

Dies ist der Moment, um sich einmal an die Vanille-Fraktion zu wenden: „Hey, wisst ihr denn eigentlich, ob ihr nur Vanille wollt?“ – oder mit anderen Worten: Hattet ihr nie Lust, mal ein bisschen Piri-Piri (scharfe Pfeffersoße) zu probieren?

Man sagt leichthin „wat de Bur nich kennt, dat fret he nich“ (Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht“) und man könnte dazu natürlich auch sagen: „Was Lieschen Müller in der Liebeslust nicht kennt, das verweigert sie.“ Das gilt auch für Karlchen Müller, und ich verrate euch nichts Neues, wenn ich dies behaupte: Das erste Mal, da tut’s noch weh und vielleicht ist man ein bisschen beschämt, das volle Lustprogramm gewagt zu haben – aber so „peu a peu“ da gewöhnt man sich nicht nur daran, sondern dann lechzt man vielleicht sogar danach.

Woran man die besonderen (Ge-)Lüste erkennt

Wie findet man also heraus, welche merkwürdigen Gelüste der andere bereits hat oder von welchen er träumt? Ein Beispiel ist die Literatur. Mag sie oder er frivole Erzählungen, in denen es um wilde, verwegene Spiele geht? Versteht er/sie hintergründige Dialoge sofort?

Ein anderes Beispiel ist die Liebe zu bestimmten Spielfilmen, in denen es „etwas härter zur Sache geht“. Der Connaisseur kennt sie alle und schätzt sie. Dazu noch ein paar Videos, die sich mit dem Genre beschäftigen – und schon weiß man – mhhh … da hat er/sie aber einen besonderen Geschmack.

Hat der neue Partner merkwürdige Gegenstände? Dicke Seile, deren Verwendung recht unklar bleibt? Besitzt er Handschellen, eine Streichelpeitsche oder einen Rohrstock? Liebt er den Geruch von Leder, Pelz oder Gummi? Eine junge Dame sagte mir einmal, sie habe sich „gerade eine Dunkelkammer“ eingerichtet, obgleich sie gar keine Kamera besaß – es war ein schwarzer Raum mit einer Prügelbank, die deutliche Zeichen häufigen Gebrauchs zeigte.

Manchmal sind die Utensilien schon da - nur der Partner fehlt

Weil wir gerade bei Damen sind: Sie bestellen sich die kleinen Helfer für die lustvollen Rollenspiele manchmal im Versandhaus, ohne sofort eine Verwendung dafür zu haben – sie wollen einfach einmal sehen, wie sich die Sache anfühlt, und suchen dafür einen Gespielen, der sich wenigstens ein bisschen auskennt.

Ob man darauf eingehen soll?

Ich rate davon ab, es beim ersten Date zu versuchen. Nicht jeder Mensch, der behauptet, sinnliche Frivolitäten zu suchen, ist dabei aufrichtig – vor allem aber: Tut niemals Dinge, von denen ihr nichts versteht oder von denen eine Gefahr für Leib und Leben ausgeht, die ihr nicht abschätzen könnt.

Nach einer Überlegung von Barak & Sheba
Bild: Französische Bordellszene, Privatbesitz, retuschiert.

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intime begegnungen

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Die Lust, sich schön zu machen - die Lust, schön zu sein

Recht viele Menschen können heute Lust von Liebe trennen. Vielleicht konnten sie es immer, aber sie durften nicht sagen. Männer wollten nicht als „Lustmolche“ verspottet werden, und Frauen nicht als Schlampen diffamiert.

Das Werkzeug von Mutter Natur, um uns zum Paaren zu veranlassen, heißt Wollust, nicht Liebe. Liebe ist eine Überhöhung eines sozialen Gefühls, der innigen Verbundenheit miteinander. Wenn man so will, haben Sex und Liebe gar nicht viel miteinander zu tun. Auch die Reihenfolge stimmt nicht wirklich: Erst Liebe, dann Sex. In Wahrheit ist es umgekehrt: Erst schüttet unser Körper unser Hirn mit Drogen zu, damit wir meschugge genug sind, uns der Wollust zu unterwerfen. Dann erst entwickeln wir die Liebe füreinander, also den sozialen Klebstoff, der uns aneinanderbindet.

Causal Dating ist der Ausdruck einer Zeit, die Lust von Liebe zu trennen weiß. Das Märchen, eine Frau müsse erst in Liebe zu einem Mann verfallen, bevor sie sich hingibt, ist ziemlicher Unsinn. Denn nicht Liebe, sondern die Vorstufe von Sex, die Geilheit, ist nötig, um den Körper in Stimmung zu bringen. Fast ein Jahrhundert war man der festen Überzeugung, Frauen würden überhaupt nicht geil. „Das sexuelle Verlangen des gesunden und wohlerzogenen Weibes ist ein Geringes“, schrieb Ende des 19. Jahrhunderts sinngemäß ein bekannter Psychiater.

Frauen sind die eigentlich entscheidenden Kräfte in der gesamten Szenerie des „Casual Dating“, wie auch aller anderen erotischen Affären. Wenn Sie sich nicht in das Spiel einbringen, ist der „Markt“ gestorben. Ob es nun „sozial korrekt“ ist oder nicht: nahezu das gesamte Marktgeschehen auf dem Tummelplatz Leidenschaften, Lüste und Beziehungen liegt in den Händen der Frauen, die sich diesem Markt öffnen.

Weil das so ist, kann auf diesem Liebesmarkt alles Geschehen – oder gar nichts. Ich hoffe sehr, dass diese Mischung von Unterhaltung und Information dazu beiträgt, Ihnen klarzumachen, wie wichtig es ist, Causal Dating richtig einzuordnen. Es ist ein Spiel mit der Lust auf einem hohen Niveau – mit Frust und Lust, Gefahren und Erleuchtungen.

In diesem Sinne – werden Sie intim, und sündigen Sie aus vollem Herzen, um das ganze Vergnügen einzuheimsen.