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Sinnlichkeit nur unter Damen - Tea-Gown

Tea Gown 1906 - auch in Deutschland der "Letzte Schrei"
Hauskleider und Hausmäntel werden heute nur noch selten getragen. Einstmals waren Hauskleider allerdings sehr beliebt, vor allem zum Ende des 19.und anfangs des 20. Jahrhunderts. Einmal, weil die Dame des Hauses in der Lage war, diese Kleidung ohne ihr Dienstmädchen anzulegen, und dann, weil sie legerer war als die übliche Mode der damaligen Zeit. Denn wer auf sich hielt, trug selbstverständlich in der Öffentlichkeit ein möglichst eng geschnürtes Korsett.

Damen trugen die sogenannten Tea-Gowns niemals außerhalb des Hauses zu offiziellen Einladungen, wohl aber im Kreise von Damen. Daher auch der Name: Tea-Gown – die Kleidung, die zum Tee getragen wird.

Die Kleidung sah – im Vergleich zu den „großen Roben“ dieser Zeit sehr sinnlich und zart aus und wurde stark von der damals aufkommenden Liebe für alles Japanische geprägt.

Gleich geht schlecht –zumindest bei Befragungen

Zärtliche Näherung, Bedürfnis oder Verführung?
Gleich geht schlecht – zumindest bei Befragungen. Das gleiche Geschlecht lieben? Oder jedenfalls sinnlich oder gar sexuelle Kontakte dieser Art haben? Ihr werdet gleich sehen: Das ist wesentlich differnzierter, als sich manche Autorin oder mancher Autor so ein Thema vorstellt - zumal dann, wenn man/frau ehrlich bleiben will.

Die Lust aufs gleiche Geschlecht - eher schwach besetzt?

Lust auf das gleiche Geschlecht? PARSHIP hat gerade die eigenen Mitglieder befragt und stellt fest: Erfahrungen mit dem eigenen Geschlecht sind nicht sonderlich gefragt. Dabei war PARSHIP ausgesprochen zurückhaltend und fragte zum Beispiel die Frauen:

Im Lauf des Lebens sammeln einige Menschen auch Erfahrungen mit dem gleichen Geschlecht. Wie ist das bei Ihnen, sind Sie schon mal einer Frau (z. B. mit einem Kuss etc.) körperlich näher gekommen?


Oh, nur mit einem Kuss? Nicht einmal mit einem Zungenkuss? Und das soll schon der halbe Weg „ans andere Ufer“ gewesen sein?

Nun, fast 80 Prozent der befragten Frauen beantworteten die Frage mit „nein, niemals.“

Und der Wunsch danach?

PARSHIP differenziert dabei etwas. Nachdem zuvor die Kusserfahrung in den Mittelpunkt gestellt wurde, geht es nun um Liebe, und man fragt:

Unabhängig davon, ob Sie schon körperliche Erfahrungen mit gleichgeschlechtlichen Menschen gesammelt haben oder nicht. Können Sie sich vorstellen, sich in jemanden zu verlieben, der das gleiche Geschlecht hat?


Die Assoziation „gleiches Geschlecht“ und „verlieben“ deutet natürlich auf eine andere Konstellation hin als „körperliche Kontakte wie Küsse“. Dennoch waren nur 68 Prozent der Frauen völlig negativ gegenüber der Möglichkeit der gleichgeschlechtlichen Liebe eingestellt:

Nur etwa 68 Prozent lehnten sie kategorisch ab – und immerhin 29 Prozent wollen nicht restlos ausschließen, sich in eine Frau zu verlieben. Der verbleibende Rest konnte sich durchaus vorstellen, auch eine Liebesbeziehung mit einer Frau einzugehen.


Bei Männern war die Ablehnung übrigens deutlich stärker: Sie lehnten zu fast 90 Prozent jede Liebesbeziehung zu Männern für sich ab.

Wie sah es nach einer Auswertung der Fantasien aus? Wir blickten auf eine Studie aus Kanada. Dort wurde explizit nach sexuellen Lüsten gefragt, also nicht ausschließlich nach Bisexualität. Demnach hegten 37 Prozent der Frauen solche Gelüste, aber nur 21 Prozent der Männer.

Viele Fragen bleiben offen, - und die Zahlen sagen wenig aus

Daraus ergibt sich natürlich die Frage: Ist gleichgeschlechtliche Sinnlichkeit oder gleichgeschlechtliche Lust eine Frage der Veranlagung oder eine Frage der Gelegenheit? Oder ist es gar der Wunsch, von einem gleichgeschlechtlichen Partner verführt zu werden, weil frau/man sich selbst nicht traut? Und geht es dabei wirklich um Liebe oder vielleicht ausschließlich um Lust?

Diese Fragen bleiben offen. Vor Jahren haben wir einmal eine Verführerin befragt, und sie behauptete, dass sie nahezu jede Frau, ob mit oder ohne Erfahrung und ob verheiratet oder Single, ins Bett locken könnte. Und manche Studien behaupten, dass Frauen deutlich geneigter sind, sich verführen zu lassen, als es die relativ geringen Prozentsätze ausdrücken, die in Umfragen ermittelt würden.

Ist die Mehrheit der Frauen "lesbisch"?

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Und die Gretchenfrage stellte vor einigen Jahren einmal Doktor Gerulf Rieger von der psychologischen Fakultät der Universität Essex. Nach dieser Studie wurden 82 Prozent der Probandinnen von beiden Geschlechtern sexuell angezogen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein YourGov Studie, die viel zitiert wird und die zeigt, dass es von allem unter jungen Leuten eine große Toleranz existiert. Immerhin sagten 61 Prozent der Befragten, es gäbe für sie keine eindeutige Zuordnung von „Heterosexuell“ und Homosexuelle“ – Sexualität sei durchaus fließend.

Ja, und nun? Die Antwort liegt möglicherweise in der Frage, seit wann es überhaupt eine Einordnung der Menschheit in „Heterosexuelle“ und „Anders Sexuelle“ gibt. Und dabei stellen wir fest: noch nicht sehr lange. „Heterosexualität“ ist eine äußert brüchige und mithin fragwürdige Definition, die der Menschheit von Wissenschaftlern aufgezwungen wurde.

Festgestelle Neigung zur Gleichgeschlechtlichkeit, Studie.
YouGov Studie (UK)
Dieser Artikel: Mit Zahlen und Zitaten der Partneragentur "PARSHIP" neuesten Datums, aus einer Pressemitteilung.

Bild: Anonyme Zeichnung (Teilansicht) zu einem Band über frivole Lieder

Sehen Frauen erotischer als Männer?

Sehen Frauen sinnlicher?
Um Himmels willen! Frauen sehen die Welt erotisch? Da werden einige Kirchgängerinnen, Hausfrauen und andere Salonmoralistinnen erst einmal heftig protestieren.

Doch Fotografinnen sehen die Welt tatsächlich erotisch, sinnlich und manchmal sogar köstlich ironisch, zum Beispiel, wenn sie mit Porno-Klischees spielen. Und sie haben noch einen Vorteil, wenn sie nicht gerade in der Werbung arbeiten – und dazu sagt die Galeristin Kirsten Landwehr;

Ich glaube tatsächlich, dass Fotografinnen den Begriff Schönheit viel radikaler hinterfragen und dementsprechend freier abbilden.


Auf die aktuelle Diskussion durch #MeToo angesprochen, regiert die Galeristin etwas verhalten, doch sagte sie ICONIST:

Und gleichzeitig fürchte ich, dass uns Sinnlichkeit, Intuition, Erotik, sexuelle Spannung verloren gehen werden.


Es wäre jammerschade. Wir erleben ja gerade, dass sogar Bloggerinnen nicht mehr freizügig über Sinnlichkeit und Erotik schreiben mögen, obgleich das Thema im Grunde aktueller ist als je zuvor. Denn die Frage ist doch: Wie stellen wir es an, dass uns das sinnlich Schöne wieder erreicht? Wie lassen wir die Sinnlichkeit heraus, und wie lassen wir sie hinein? Und wie halten wir die erotische Spannung aufrecht, die ja nicht durch die Aufnahme des sinnlichen Vanillegeschmacks, sondern auch durch erregende Empfindungen aus scharfen Chilischoten entsteht?

Was wir gebrauchen könnten, wer einfach mehr Ehrlichkeit und weniger aufgesetzte Masken.

Zitate aus "ICONIST (ICON, Welt).

Haare im Schritt – schamlos, beschämend oder sinnlich?

Wer weiß schon, wo dieses Haar spross?
Haare auf dem Kopf sind bekanntlich Ausdruck sinnlicher Weiblichkeit. Haare unter den Achseln sind neuerdings verpönt (stinken angeblich nach Schweiß) und Haare auf der Scham sind völlig out. Heute werden Liebhaber von Schamhaaren sogar schon als „Fetischisten“ bezeichnet. Parallel dazu tauchen, wie ich gerade las, eine Menge Idioten auf (natürlich in „Sozialen Netzwerken, wo sonst?), die Propaganda für den haarlosen Schritt machen.

Wir haben mal überprüft, wie dusselig die Frauen und Männer sein müssen, die darüber schreiben. Google hat 2,6 Mio. Einträge für „Shaved Pussies“, also rasierte Pussys. Bloß: Eine rasierte Pussy ist keine Pussy mehr. Denn die Pussy (Muschi) zeichnet sich gerade dadurch aus, dass uns aus dem Fellkleid ein rosa Mäulchen entgegenglänzt. Es kommt noch schlimmer, denn 1,8 Mio. Einträge wiesen auf „rasierte Vaginen“ hin (eine Vagina ist niemals behaart) und nur popelige 0,2 Mio. Einträge verwiesen (richtigerweise) auf rasierte Vulven.

Und wie ist die Realität? Manche Frauen rasieren sich wegen des angeblich „ästhetischen“ Aussehens. Andere glauben, dass „haarlos“ hygienischer wäre und wieder andere denken an die Männer, die bei ihnen Oralverkehr ausüben wollen. Die „Braveren“ sind modebewusst und möchten nicht, dass aus den Rio-Strings oder Bikinihöschen Haare herausgucken.

Ob Männer sich wirklich freuen, wenn Frauen vom Hals abwärts völlig haarlos sind? Wer weiß, ob nicht manche Männer davon träumen würden, schönes, lockiges Schamhaar sanft zu streicheln? Und die Achseln? Auf denen wirken hübsche schwarze Löckchen doch einfach wundervoll sinnlich – und dazu muss sich die Frau nicht einmal ausziehen.

Mehr bei Isabelle Lauren.

Sinnliche Frauen sind begehrt – aber schwer zu finden



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Sinnlichkeit ist ein rares Gut geworden. Warum das so ist, darüber mag man Kluges oder Dummes hören, vor allem aber liest man Belangloses. Oftmals wird behauptet, es sei die Emanzipation, weil sie der natürliche Feind der Sinnlichkeit wäre. Das kann kaum sein, denn um sich zu ent-sinnlichen, muss frau (übrigens auch Mann) sich schon eine Lederhaut wachsen lassen.
Sinnlich sein - Sinnlichkeit schenken und empfangen

Sinnliche Menschen haben eine durchlässige Haut

Sinnliche Menschen haben eine durchlässige Haut für sinnliche Berührungen, einen durchlässiges Ohr für sinnliche Worte und eine neugierige, sinnliche Zunge für die Haut der anderen. Sie fühlen und denken sinnlich, und Körper, Geist und Psyche saugen Sinnlichkeit auf wie ein Schwamm. Vernunftbegabte sinnliche Menschen können diesen Fluss der Sinnlichkeit anstellen und auch wieder abstellen. Sie sind durchaus Zöllner(innen) oder Programmiere(innen), aber auch Krankenpfleger(innen) und Bäckerwarenverkäufer(innen).

Schämen wegen der eigenen Sinnlichkeit?

Indessen schämen sich viele Frauen, sinnlich zu sein, wilde Lüste in sich aufsteigen zu sehen und grenzwertige Bedürfnisse an den Tag zu legen. Mit anderen Worten: sie schämen sich, echte Wollust zu empfinden. Sie wollen nicht, dass man ihnen ihre Geilheit ansieht und lassen sich deshalb „im Dunklen“ lieben. Sie berufen sich auf die „anständige Frau“, die „so etwas niemals tun würde“. Und sie befürchten, dass Ihnen „schreckliche Dinge“ passieren würden, wenn sie es dennoch täten. Doch der schrecklichste aller Schrecken erschöpft sich bei näherem Hinsehen darin, dass es bei ein paar Nächten bleibt. Das könnt ihr überall nachlesen, wo sich Frauen ausweinen. Die Nacht mag noch so toll gewesen sein, der Lover noch so gut – ja, aber er machte ihr keinen Antrag. Na, so etwas.

Den eigenen Körper lieben

Sinnlichkeit beginnt damit, deinen eigenen Körper zu lieben. Und zu deinen eigenen sinnlichen Empfindungen zu stehen. Warum sollte dich jemand begehren, wenn du dich nicht einmal selbst begehrst? Wie soll jemand deine wirklich heißen Lustknöpfe finden, wenn du sie nicht einmal selbst kennst? Wie soll jemand lernen, dich zu berühren, wenn du nicht einmal selbst weißt, wie du berührt werden willst?

Was ist mit deinen Brüsten, den Aureolen, den Brustwarzen? Was mit Lippen, Ohren und Nacken? Wo willst du Zungen und Lippen spüren?

Sei doch einfach so sinnlich, wie du willst … dann bereicherst du dich und die Welt, die nach Sinnlichkeit giert.

Bild Mitte: Aus einer Buchillustration "Der Fehler der Rosen"