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Was begeistert Männer eigentlich – am Cunnilingus?

Das "Y" steht oft für den Cunnilingus
Geben soll ja seliger als nehmen sein. Gilt das auch für den Oralverkehr? Wir haben geforscht, nachgefragt und waren am Ende total baff. Denn fast nichts erregt Frauen und Männer mehr als der Gedanke an Oralverkehr. Fast 78,5 Prozent der Frauen und 87,6 der Männer wünschen sich als erregendsten Sex die wundervolle Lust, die eine Mundhöhle oder eine Zunge zu schenken vermag.

Allerdings fällt in diese schöne Statistik ein Wermutstropfen: Davon träumen, heißt nicht, Oralsex zu geben oder zu bekommen. Das sagten nicht nur die Autoren der verwendeten Studie, sondern jeder wird euch sagen: Bei „Oral“ liegen Lust und Ekel eng beieinander. Und da haben wir ein wenig gestaunt: Denn obwohl Männer zu fast 80 Prozent behaupten, Lust am Cunnilingus zu verspüren, lehnen die Männer in der Praxis den Geschmack des weiblichen Schoßes eher ab. Oder sie fangen nichts damit an. Da zitieren wir doch gleich mal:

«Die einen Männer wollen nicht, die anderen trauen sich nicht und viele haben´s einfach nicht drauf. Wie viele Männer gerne und gut lecken, könne sie nur schätzen, die Quote sei aber sicher lausig. »


Also scheint es mal so, als ob die Fantasien mit den Kerlen durchgehen würden. Wollen würden sie wohl mögen, aber können haben sie sich nicht getraut.

Nun gibt es ja den Verdacht, dass die Männer, die sich gerne „am Y gütlich tun“ ein bisschen devot sind. Denn auf die Knie gehen, selbst nicht befriedigt werden und stattdessen ständig so eine Art Zungenküsse zwischen die verborgenen Lippen aufzusetzen … das ist doch nicht so richtig „männlich“, oder?

Na ja – einige Männer werden richtig geil davon. Was genau dabei antörnt, ist zwar nicht ganz klar, du kannst aber feststellen, dass manche Männer die Scheidenflüssigkeit sowohl im Geruch als auch im Geschmack unglaublich stimulierend finden. Und wenn das noch nicht reicht: Der Mann merkt ja, wenn die Frau von seinem „Wirken“ immer noch geiler wird, und das spornt ihn an.

Tatsächlich sind manche Männer auch ein bisschen stolz darauf, alles zu geben, damit die Geliebte oder Ehefrau ihren Orgasmus heftig in die Nacht hinausschreit, wenn er sie oral befriedigt hat.

Bleiben zwei Einwände. Der Erste: Auch wenn Frauen sich wünschen, zwischen den Schenkeln geküsst zu werden, das heißt aber nicht, dass sie keine Hemmungen haben, es zuzulassen. Es ist eben sehr, sehr intim. Der zweite ist ein bisschen konservativ: Frauen befriedigen sich untereinander manchmal mit Cunnilingus. Ob sie dabei „lesbisch“ sind oder nicht, spielt gar keine Rolle – es ist nur Befriedigung, sonst nichts. Manche, die’s probiert haben, meinen aber, Frauen verstünden sich besser auf aktiven Cunnilingus.

Bewiesen ist das nicht, nur so viel: Ein komfortables Drittel der Frauen träumt auch davon, einer anderen Frau aktiv Cunnilingus zu schenken.

Was nun schöner ist? Am Schönsten ist Sex immer, wenn du wirklich sehr intim mit jemandem bist. Und Cunnilingus ist wirklich etwas ganz besonders Intimes.

Zahlen: Oral ist der Favorit in feuchten Träumen von Frauen und Männern. Es gibt leicht unterschiedliche Zahlen zwischen "Oral geben und empfangen" und "Cunnilingus geben". sowie "Fellatio geben". Die Zahlen sind wissenschaftlich stichhaltig. Nur Cunnilingus (geben) : 35,7 % F – 78,1 % M

Was begeistert Männer eigentlich … an Krankenschwestern?

Krankenschwestern anwerben mit romantisch-sinnlichen Plakaten im Krieg
Eigentlich heißt sie „Gesundheits- und Krankenpflegerin“, auf Macho auch mal „Karbolmäuschen“, sonst aber „Krankenschwester“. Die Frau am Krankenbett begeistert Männer jeden Alters, sei sie nun jung, sanft, attraktiv und verführerisch oder etwas älter, dann auch gerne selbstbewusst und herrisch.

Der Uniform-Fetisch und die Lust des männlichen Voyeurs

Kenner wissen, dass es dafür ein Stichwort gibt: Uniform-Fetisch. Das teilt die Krankenschwester mit dem uniformierten Dienst- oder Zimmermädchen, der Kellnerin und der Stewardess und sogar mit der formal gekleideten Sekretärin alter Schule. Aber das ist es nicht allein. Krankenschwestern berühren die Männer häufiger, als dies andere Frauen tun würden, und die Berührungen sind nicht immer unangenehm. Zudem fantasieren die Männer mit Vorliebe darüber, ob und was die hübsche Pflegerin wohl unter ihrem Kittel trägt. Und sowieso liegt „man“ ja im Bett – und ist meistens nicht so krank, dass man die Hormone sich schlafen gelegt haben.

Soweit die erste Kategorie: Die Fantasie dreht sich sich darum, wie die hübsche Frau in Uniform mit vermeintlich „wenig darunter“ wohl aussieht, falls sie sich ausziehen würde. Kleiner Tipp für Männer: Wenn ihr wirklich krank seid und im Krankenhaus liegt, behandelt Krankenschwestern nicht wie Krankenschwestern und zieht sie möglichst nicht mit den Augen aus. Behandlet sie einfach wie andere Leute, die ihren Beruf ausüben: höflich und zurückhaltend. Und tut etwas in die Kaffeekasse.
Strenge, Erniedrigung, Qualen - der Masochist und die sexy Krankenschwester

Die strenge Oberschwester und der Masochist

Die zweite Kategorie hängt mit dem Beruf der Krankenschwester zusammen und mit dem Ruf der „Oberschwestern“. Der Beruf erfordert nämlich einige Kraft – physisch und psychisch. Daraus ergibt sich, dass manche Krankenschwestern als „verhärtet“ gelten, weil sie ihre natürlichen Emotionen längst unterdrückt haben. Wenn dann noch die Spritze mit Vehemenz statt mit Feingefühl verabreicht wird oder diese Frauen gar Katheder setzen, Einläufe verpassen (und zumindest früher) noch Fieberthermometer in den Po gesteckt haben. Nun ist also das zweite Szenario da: die grausame Krankenschwester, über die der Masochist fantasiert.

Oh, oh … so ist das also? Nun kannst du „zt, zt“ sagen, dich empören oder in Gelächter über die Kerle ausbrechen – ey, was die so alles denken …

Die Fantasien der Männer nutzen, oder?

Oder du kannst es nutzen, indem du mal eine Krankenschwester für deinen Freud spielst. Dabei kannst du das ganze Spektrum aufmischen, auch wenn dein Mann kein Masochist ist, kannst du die ganze Autorität der Uniformierten ausspielen. Und du kannst ihn mal etwas genauer untersuchen – die Hoden, die Brustwarzen, die Rosette … und am Ende wird er sich wundern über das, was du unter deiner „Unform“ trägst: Strapse sind ein guter Kontrast.

Ist dein Mann ein Masochist (das kannst du ganz gut feststellen, während du mit ihm herumspielst), dann geht natürlich mehr – gleich, ob „Urologie“ oder „Psychiatrie“. Falls das so ist, braucht du aber ein bisschen Grundkenntnisse in Bio – und da ist es gut, wenn du auch ein bisschen von dem weißt, was eine „echte“ Krankenschwester über Anatomie lernt. Denn dann geht’s ans Eingemachte. Dann will dein Mann Schmerz oder Erniedrigung, und das ist gar nicht so einfach durchzuhalten.

Es ist ja noch keine Meisterin vom Himmel gefallen – und vielleicht liegt dir „so was“ ja auch gar nicht. Aber Wissens schadet eigentlich nie was – oder?

Bilder: (oben) Werbeplakat für Krankenschwestern, erstes Weltkrieg.
Mitte: nach einer vergilbten Zeichnung von Hegemann, 1932, aufbereitet

Kommen durch rein-raus?

Das Ziel ist ein schöner Orgasmus - ob man's sieht?
Sagt mal, habt ihr schon mal einen Porno gesehen, wo dem Mann immer „einer steht“ und die Frau immer feucht ist? Was mir so auffiel (räusper) … die Männer „können“ immer unheimlich lange. Ich meine, wenn du mal so nachdenkst oder deine Freundinnen fragst – hat du schon mal gehört, dass ein Mann eine halbe Stunde durchhält? Und wie würdest du dich fühlen, wenn eine halbe Stunde nix passieren würde als rein-raus-rein-raus? Ich glaube, dass die Kerle die Zähne zusammenbeißen und hoffen, dass sie nicht schlappmachen, bevor die Szene im Kasten ist. Und die Frauen? Müssen die nicht ganz wund werden von dem ständigen Gerammel? Ich weiß auch nicht so genau, warum die Jungs in Pornos so lange können. Aber Spaß scheint es ihnen nicht zu machen. Die gucken immer so verbissen, wenn sie da ackern.

Frauen müssen natürlich viel öfter in die Kamera gucken. Der Zugucker will ja sehen, dass sie immer geiler werden. Und dann müssen sie noch immerzu stöhnen und komische Sachen sagen, die sie ständig wiederholen. Und möglichst nicht schwitzen, damit das Make-up nicht verläuft. Und am Ende eine Weile miauen und stöhnen und schließlich „kleine, spitze Schreie“ ausstoßen. Dann weiß der Zuschauer: „Aha, die ist jetzt gekommen.“ Bei der Frau will’s sowieso keiner sehen. Fragt sich bloß, warum die männlichen Zugucker immer sehen wollen, wie das weiße Zeug überall herumspritzt. Denn am Ende – oh Wunder –darf der Mann sich dann auch mal aufbäumen und „kommen“.

Märchenstunde aus, Wirklichkeit an. Für deinen Mann zuhause ist doch alles schon längst vorbei, wenn’s für dich erst richtig anfangen soll. Also ich sag mal so: Warum soll er eigentlich zuerst kommen dürfen? Eigentlich kann er ja erst mal dafür sorgen, dass du zum Höhepunkt kommst, oder?

Jaaaa … werdet ihr sagen. Und dann entweder: „Da krieg‘ ich ihn nicht dazu.“ Oder vielleicht auch „ich mag eigentlich gar nicht, wenn er …

Na, und dann? Dann soll gar nix mehr laufen?

Was meint ihr? Soll er lernen, wie’s besser gehen würde oder würdest du dich überwinden, es doch mal mit etwas zu versuchen, was du bisher abgelehnt hast?