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Enge Schnürungen – bei sehr jungen Mädchen

Kein Vergnügen - junge Frauen, eng geschnürt, fest verpackt
Die Mode um die Jahrhundertwende anno 1900 kannte keine Gnade: Hochgeschlossen mussten die jungen Damen ausgehen, mit Kleidern, die bis zum Boden reichten – und vor allem in der Taille fest und eng geschnürt.

Links ein „elegantes Backfischkeid“ (1) aus weinrotem Tuch, in der Mitte eine „fußfreie Promenadentoilette“ (um zu promenieren, dufrte das Kleid nicht am Boden schleifen) und recht (mit der besonders enger Schnürung) eine Besuchstoilette für junge Mädchen. Die Einschnürungen sah man damals als „sinnlich“ an, während weder die Haut an Brust, Hals oder Beinen hervorgucken dufte. Selbst Arme und Hände mussten verdeckt werden, wie das Bild zeigt.

(1) Backfisch - Synoynm für ein unverheiratetes Mädchen.

Erläuterung für Wissbegierige:

„Mit vierzehn Jahren und sieben Wochen ist der Backfisch ausgekrochen“, sagte der Volksmund. Und weil die Schule zu diesem Zeitpunkt beendet war, die junge Frau aber auf keinen Fall schon in „die Gesellschaft eingeführt“ werden durfte, hielt man sie zurück. Das Wort „zurück“ (back) soll auch der Ursprung für den Begriff „Backfisch“ gewesen sein.

Die Feminisierung - was bewegt uns da eigentlich?

Die Kunst der Verwandlung ... nicht für jeden Mann akzeptabel
Artikel über Feminisierung haben auf diesem Blog, wie ich meine, zu viel Aufsehen erregt. Es ist deshalb an der Zeit, ein paar Behauptungen zu überprüfen und den „perversen Touch“ aus der „Feminisierung“ herauszunehmen.

Erst einmal müssen wir etwas klarstellen: Feminisierung in der Gesellschaft bedeutet, dass Frauen in bestimmten Berufen, beispielsweise Lehrer- und Erzieherberuf, aber auch in hochklassigen Berufen des Gesundheitswesens nach und nach die überhand gewinnen. Man sagt dann, diese Berufe seien „feminisiert“.

Erotik und Feminisierung - was ist gemeint?

Wenn der Erotik-Autor über Feminisierung schreibt, dann über zwei Trends: Einmal, dass immer mehr Männer durchaus mögen, sinnlich verwöhnt zu werden, ohne dabei aktiv zu sein. Doch Feminisierung steht auch für eine Art frivoles Rollenspiel, wobei es sich um einen Rollenwechsel handelt: Der Mann will sich gerne (zeitweilig) in eine Frau verwandeln und zumeist auch „wie eine Frau behandelt werden“. Kein Zweifel – jede Art von dieser Feminisierung führt auch zu einer „Versinnlichung“, die nicht unbedingt „perverser“ Natur sein muss.

Männer - farblose Kerle in Warenhaus-Uniformen?

In den letzten Jahren haben wir erlebt, dass die Männermode auf den Laufstegen zwar bunter und gelegentlich auch sinnlicher geworden ist, aber nicht in den Warenhäusern. Wer heute in ein „Department Store“ geht, findet fast ausschließlich schrecklich langweilige, dunkle und einfarbige Kleidung – und Businesskleidung wie zu Großvaters Zeiten.

Da ist irgendwie klar, dass Männer langweilig und angestaubt sind – jedenfalls äußerlich. Wer preiswerte, farbige, gemusterte Männerkleidung tragen will, muss lange suchen.

Ist das Feminisierung? Nein, es ist vielmehr der Ausbruch aus den lachhaften Uniformen, die uns Männern von ein paar Dummköpfen in den Chefetagen, aufgezwungen werden.

Die "innere Frau" - ein Mythos oder eine Männerlust?

Innerlich sind viele Männer neugierig darauf, was eigentlich passiert, wenn sie weiche, feminine Wäsche anlegen, sich schminken, Röcke tragen oder Sex ausschließlich passiv erleben. Auch das ist noch keine Feminierung. Wer einmal einen baumstarken Mann im Schottenrock gesehen hat, wird mir zustimmen. Und wer jemals einen Seiden-Morgenrock getragen hat, wird ihn nie wieder missen wollen.

Die Neugierde auf weibliche, weiche, befreiende oder seidene Kleidungsstücke lässt sich also leicht erklären. Gefühlte „Verweiblichung“ nach außen und innen hingegen ist nicht ganz so leicht erklärbar.

Keine Klischees - aber auch keine Beeinflussung von Interessengruppen

Wir müssen uns, wenn wir uns in andere hineindenken wollen, immer erst einmal von Klischees verabschieden. Haben wir das geschafft, dann müssen wir uns einen Schutzmantel gegen die Argumente von Extremisten zulegen. Denn es geht nicht um „die Feminisierung männlicher Sklaven“ oder was der Jargon sonst hergibt. Es ist ein Experiment, zeitweilig in die Kleider oder auch in die Rolle einer Frau zu schlüpfen oder eine Frau zu imitieren. Fotografen, Autoren und andere Personen haben dies schon getan, um „alternative“ Erfahrungen zu sammeln. Dabei geht es selten um gelebte Erotik, sondern um das „abweichende Fühlen“. Außer den schon erwähnte Röcken und Seidenstoffen spielen dabei vor allem unterschiedliche Verhaltensweisen eine Rolle:

1. Das „Raumnehmen“ in der Öffentlichkeit (reduzieren).
2. Die Mimik und Gestik des Flirts.
3. Das Gehen, besonders in Schuhen mit hohen Absätzen.
4. Das Schminken und Enthaaren.
5. Die Sprechweise und Tonfärbung.
6. Das Tragen von Handtaschen.
7. Das Aufstehen und Hinsetzen.

(Das meiste geht übrigens auch „umgekehrt“)

Ist es nun verwerflich oder unsinnig, sich mit dem Rollenverhalten des anderen Geschlechts intensiv zu beschäftigen? Natürlich nicht. Die Frage ist für jeden Mann, wie weit er dabei gehen will. Das Verhalten von Frauen kann ihm „am Arsch vorbeigehen“. Er kann es studieren, ohne es jemals anzunehmen, und er kann versuchen, die Rollen zeitweilig anzuspielen und dabei entdecken, wie sich Frauen manchmal fühlen mögen – und es wird ihm kaum schaden, wenn er es weiß.

Mehr Sinn, mehr Sinnlichkeit

Mehrhaut wird jetzt Sinn und Sinnlichkeit
Wenn Sie bisher gelegentlich „Mehrhaut“ gelesen haben, dann werden Sie sich freuen – oder wundern, je nachdem. Denn wir heißen jetzt „Sinn und Sinnlichkeit“ – und das ist nicht nur ein Name, sondern ein Motto. Wir werden mehr Sinnlichkeit zu Sinnen bringen und mehr Sinn in die Sinnlichkeit hineintragen. Denn wir finden: Dummes Zeug über die Sinne wird genug geredet – jetzt wird es Zeit, wirklich hautnah sinnlich zu werden und dabei tatsächlich noch ein wenig Sinn zu verbreiten.

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Seit dem 16. April 2018 schreiben hier:

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Unsere Vision - eine Re-Vision

Die Vision dieses Blogs wurde mehrfach verändert, und jede Revision brachte mit sich, dass ältere Beiträge geschreddert wurden. Doch die Vision hinter der Vision hieß immer: Freiheit für das eigene Denken und Freiheit für Andersdenkende, wenn es um die Lust geht.

Die meisten Menschen neigend dazu, sich ihrer intimen Wünsche, Lüste und Begierden zu schämen. Das mag sozial sinnvoll sein, aber es führt nicht dazu, einander zu verstehen. Und weil dies so ist, entstehen Parallelwelten, in denen Sex-Ideologien erzeugt und verbreitet werden.

Auf der anderen Seite stehen Brav-Bürger, bigotte Kirchgänger oder moralinsaure Misanthropen – und sie alle zeigen mit ihren erigierten Zeigefingern auf jene, die sich die Lust verschaffen, die ihnen zusteht. Ob allein, zu zweit oder in Gruppen, im bunten Mix oder strikt „hetero“, ob mit süßem Miauen oder Peitschenknallen: Jeder empfindet die Lust anders.

Der Mensch an sich – er mag ja feige sein und sich „für sein Gefühl schämen“. Aber mittlerweile wissen wir aus exakten Zahlen, dass sich kaum jemand für seine Lüste schämen muss – weil zwei Drittel, die Hälfte oder auch nur ein Drittel diese Lüste heimlich teilt. Frauen holen dabei kräftig auf: weniger Streuung, dafür aber heftigeres Verlangen nach lustvollen Extermen.

Wir haben daraus gelernt. Wir wissen jetzt genauer, was Menschen in ihren erotischen Fantasien bewegt, und was ihr Alltag davon übrig lässt.

Deswegen nun eine Re-Vision von unserer Vision. Vom Gedanken des „Casual Dating“, diesem unsinnigen Modewort, haben wir uns ebenfalls verabschiedet. Wir wollen Sinn in die Sinnlichkeit bringen und Sinnlichkeit in den Sinn.