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Die Hausfrau als Hure – in Wahrheit ist es umgekehrt

die willige hausfrau, wie man sie sich in den 1960er jahren vorstellte


In konservativen Gegenden Deutschlands und Österreichs herrscht bei Männern immer noch die Auffassung, dass von morgens früh bis abends spät in den bürgerlichen Wohnungen vernachlässigte, sexuell bedürftige Hausfrauen herumlägen. Das nutzen Anzeigenseiten aus, in denen professionelle Texter gewöhnliche Huren als Hausfrauen anpreisen.

Da liegen sie also herum: die Nippel steif, der Erfrischungsraum feucht und empfangsbereit, und bei Bedarf auch „restlos versaut“. Dem seitensprungbereiten Mann wird eingeflüstert: Macht nichts, wenn du gebunden bist, ich bin es auch.“ Weil die Geschmäcker verschieden sind, annonciert neben der „rasierten und versauten“ 34-Jährigen dann auch noch eine „gepflegte und niveauvolle Dame“, die allerdings das F-Wort auch nicht ausspart.

Alle diese Damen zeichnen sich dadurch aus, dass sie entweder ihre nackten Brüste in den Vordergrund stellen oder sich in ihrer Unterwäsche fotografieren ließen, die man bei bedarf übrigens auch erwerben kann. Je nach Anzeigenseite ist die Sprache mal direkter, mal weniger direkt, aber zumeist fehlt der wichtigste Hinweis, nämlich welche Preis für derartige Dienste zu entrichten wäre. Wenn überhaupt, stehen Dümmlichkeiten dort wie „ich möchte meine Haushaltskosten aufbessern“. Nun, kaufmännische Bildung ist Glückssache: Gemeint sind nicht die Kosten, sondern die Einnahmen. Wer es noch nie gehört hat: „FI“ heißt: Ich verlange Geld, und „Taschengeld“ ist das Codewort für den Hurenlohn.

Die Hausfrau als Hure? Da kann man sich wirklich nur amüsieren, wie blöd Männer sein können. In Wahrheit ist es umgekehrt: Die Hure wird zur Hausfrau „umgetextet“, damit der naive Freier glaubt, er bekommt bei ihr die erotischen Dienstleistungen umsonst – oder mindestens preiswerter als bei der Konkurrenz.

Das sinnliche Spiel mit Schmerz, Unterwerfung und Gefahr

schamvoll oder mühelos hinein gleitend in die welt der unterwerfung?


Ach, verschonen sich mit der Frage, warum ich dies tue“ – das ist die aussage, die man am häufigsten hört, wenn man mit den „passiven“ Liebhaberinnen und Liebhabern von Schmerz, Unterwerfung und Lustfolter spricht. Die Informationen darüber sind dürftig und oft nicht ganz zutreffend, was an dreierlei liegen mag:

1. Die BDSM-Szene, die früher relativ freizügig und gelegentlich sogar objektiv über ihre Aktivitäten berichtete, hat sich wieder in ihre Katakomben zurückgezogen.
2. Das Internet wird inzwischen auch bei sogenannten „Dominas“ von Werbeagenturen beherrscht, die mit Keywords und dergleichen versuchen, ganz bestimmte Praktiken und ihren Vollzug in den Vordergrund zu stellen. Wie sich die Kunden tatsächlich fühlen, spielt dabei kaum noch eine Rolle. Viel wichtiger ist den Agenturen, wie sich „fühlen sollten“, damit sie neugierig werden.
3. Wenn die meisten Informationen von Dominas zu Werbezwecken veröffentlicht werden, kommt insbesondere der sinnliche Inhalt der Beziehung zwischen der Herrin (dem Herrn) und dem sklavischen Liebhaber der Unterwerfung zu kurz. Was bleibt, ist lediglich die Schilderung der Abläufe während einer Dienstleistung.

Dabei sind gerade die simulierte vollständige Unterwerfung, der als sensationell empfundene Schmerz und die subjektive Gefahr die wesentlichen Gründe, die faszinierende Welt der zunächst befremdlichen Lüste zu betreten – und möglichst nicht nur in die Welt der Dominierung als Dienstleistung einzusteigen.

Wir meinen: Menschen steigen nicht einfach schrankenlos in die Welt der sinnlichen Schmerz- und Unterwerfungslüste ein. Sie haben Bedenken, Schämen sich, behalten Zweifel, erleiden unerwünschte Qualen, verfallen Ausbeuterinnen oder Betrügerinnen. Warum eigentlich kommen sie nicht zu Wort? Haben sie Angst, zu den eigenen Lüsten zu stehen und zuzugeben, dass sie „gelinkt“ wurden?

Wir stellen diese Fragen ganz bewusst, denn unsere Leserinnen und Leser erwarten entweder Tatsachen oder sinnliche Märchen, die man auch als „Erotik-Short-Storys“ bezeichnen könnte.

Was meinen Sie?

Mein erstes Mal: Scharfe rote Krallen im Männerrücken



Seit ich ungefähr 21 war und meinen pietistischen Eltern endlich entflohen war, habe ich mich für Männer immer aufreizend zurechtgemacht. Meine Lippen, meine Fingernägel und meine Zehennägel habe ich seit damals immer blutrot angemalt. Am Anfang habe ich noch gedacht: „Na, Isi, das sieht doch ein bisschen übertrieben aus“, aber die Männerblicke, die ich einfing, waren so wild, dass ich noch ein bisschen mehr übertrieb. Damals wurde ich gerade Sekretärin, und bei den modernen elektrischen Schreibmaschinen konnte ich mir endlich lange, spitze Fingernägel leisten.

Klar hatte ich damals auch viele Verabredungen mit Männern, die meine schicken Nägel bewunderten und sich auch mal ein bisschen kratzen ließen. Doch einmal, im Sommer, hatte ich ein ganz besonderes Date: Ich trug absichtlich keinen BH, damit meine Brüste unter dem leichten Sommerkleid hervorstanden. Normalerweise gucken die Männer dann auf meine Brüste und kommen gar nicht los davon, und nach einer Weile bekommen sie Spendierhosen und kaufen mir etwas Schönes. Doch der smarte Geschäftsmann, mit dem ich mich traf, sah nicht auf meine Brüste, sondern unverwandt auf meine spitzen Fingernägel. Ich bemerkte, wie seien Hände zu zittern begannen, als er seine Kaffeetasse hob, und wie er errötete, als ich ihm in die Augen sah.

Ihr habt sicher schon gemerkt: Ich spiele mit den Männern so lange, bis sie spendabel werden. Auf die Art bin ich schon an manchen schönen Schmuck gekommen oder was mir sonst gut und teuer ist. Na, da kam mir der Typ gerade recht. Wenn er meine Fingernägel bewunderte, dann sollte er sie haben. Aber zuerst wollte ich noch mal probieren, ob ich mich wirklich nicht geirrt hatte. Ich fuhr mir also leicht durch meine schulterlangen Haare und sorgte dafür, dass meine Nägel dabei deutlich zur Geltung kamen. Der Blick meines Gegenübers hob sich sofort, und er bemühte sich krampfhaft, Haltung zu bewahren. Nun ging ich aufs Ganze: ich griff nach seiner Hand, sah ihm in die Augen und drückte meine Fingernägel leicht in seinen Handrücken. Es dauerte nur wenige Minuten, bis ihm der Schweiß ausbrach und er heiser sagte: „Nicht hier …“

Sofort zog ich meine Hand zurück, und kaum hatte ich dies getan, begann er zu stottern: „Ich würde die bitten, damit an einem anderen Ort fortzufahren, wenn Sie mögen“. Ich musste innerlich grinsen. Der Typ war unglaublich schmerzgeil und gierte so nach meinen Krallen, dass er sich kaum noch halten konnte, und blieb trotzdem übermäßig höflich. Ich bewegte meine Fingernägel dezent, aber deutlich krallend in seien Richtung, woraufhin bereits wieder der Schweiß ausbrach. Was ich mir wohl wünschen könnte, wenn ich ihm die Gunst schenken würde, seinen nackten Körper zu zerkratzen? Na, ich rechnete mal 50 Euro pro Finger, und sagte eher scherzhaft: „Ich könnte einen mittelgroßen Diamantring brauchen, hier, für meinen linken Ringfinger.“ Als ich sein Zögern bemerkte, drückte ich ihm den Zeigefinger so tief in seien Haut, dass er sich nur noch mühsam beherrschen konnte, nicht laut aufzuschreien. Danach sagte er sehr leise: „Auf dem Weg zu meinem Hotel beim Juwelier … gehen wir?“

Was soll ich euch sagen? Ich bekam nicht nur meinen Ring, sondern einen Liebhaber, der immer bei mir anklopfte, wenn er in der Stadt war. Ja, er übernachtete sogar wieder im gleichen Hotel. Es machte ihm wohl nichts aus, wenn das Zimmermädchen morgens die blutbefleckten Laken abziehen musste, die meine Fingernägel nach etlichen tiefen Kratzern auf seinem Rücken hinterlassen hatten. Ich durfte sogar jedes Mal mit ihm frühstücken, damit er noch einmal sehnsuchtsvoll einen Blick auf die scharfen roten Krallen werfen konnte, mit dem ich ihn die Nacht ohne Ende malträtiert hatte.

Die Redaktion weist darauf hin, dass es sich bei den Beiträgen von Isi um reine Fiktion handelt.
Kategorien: casual dating | 0 Kommentare
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Marketing: „Sauna Clubs“ kreieren Alleinstellungsmerkmale

Noch vor 10 Jahren wussten wir (fast) alle nicht einmal, was ein Alleinstellungsmerkmal ist, und nun versuchen Erotik-Dienstleister, sich vermittels Marketing-Strategien ebenfalls Alleinstellungsmerkmale zuzulegen. Hintergrund ist offenbar, neuen Gästen die Schwellenangst zu nehmen und bereits bekannte Gäste enger an sich zu binden.

Wie unser Magazin aus mehreren Großstädten hörte, wachsen die Bereiche „Wellness“, erotische Unterhaltung und Prostitution zu einem neuen Geschäftszweig der Erotikbranche zusammen.

In einer Pressemitteilung waren jetzt zu lesen:

Das Erlebnis entsteht durch einem Full Service FKK Club Angebot, das den erotischen Aspekt nicht in den Vordergrund stellt, sondern ihn in angenehmer Art und Weise kombiniert.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung, man wolle nun für solche Klubs Alleinstellungsmerkmale kreieren, um „nachhaltiges Wachstum und innovativen Erfolg“ zu gewährleisten.

Das Geschäft mit der käuflichen Liebe boomt – in Österreich

Wann und wie will der Mann Sex? Die Frage ist nicht immer leicht zu beantworten – auch für die Polizei und für die Hureorganisationen in Österreich nicht. Doch der Markt der käuflichen Liebe scheint in mehrere Teile zu zerfallen: „Ganz unten“ gibt es die zahnlosen Schmuddelhuren, die sich bereits ab fünf Euro prostituieren, ganz oben die schicken Transen, die bis zu 1000 Euro für lustvolle Liebesdienste verlangen. Dabei dürfte die Luxusprostitution allerdings noch nicht mitgerechnet sein, in der noch bei Weiten höhere Beträge pro Nacht gezahlt würden, wie Insiderkreise wissen wollten.

Was geschieht im Mittelfeld, im „ganz normalen“ Markt täglicher Männerlust? Es sind längst nicht mehr betrunkene Fußballfans, die mit dem frischen Mut des alkoholisierten Hirns ins Bordell gehen, sondern Angestellte, die ihre Mittagspause mit einem Bordellbesuch versüßen – dann merkt die Ehefrau garantiert nichts.

Wer den Sex schick genießen will, geht natürlich nicht in gewöhnliche Bordelle. Außer den in Österreich etablierten Eskort-Agenturen bieten vor allem erotische Wellness-Oasen sinnliche Begegnungen in angenehmer Atmosphäre. Die „Tiroler Tageszeitung“ berichtete ausführlich, über die Licht- und Schattenseite der Prostitution in Österreich. Die klassische Wiener Hure allerdings wird man bald vergeblich suchen: Nur noch vier Prozent der Prostituierten seien Österreicherinnen, schrieb die Zeitung.