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Freispruch für Kachelmann – was lernen wir daraus?

Die gute Nachricht zuerst: Der Wettermoderator Jörg Kachelmann wurde vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen – freilich nur nach dem Rechtsgrundsatz „im Zweifel für den Angeklagten“.

Doch was bedeutet dies für die Männer außerhalb des Falles Kachelmann? Muss jeder Mann damit rechnen, von einer eifersüchtigen Geliebten eines Verbrechens bezichtigt zu werden? Oder würde schon die Drohung reichen, um Männer wieder „gefügig“ zu machen?

Frauen sollte man nicht leichtfertig vertrauen

Voraussichtlich nicht – aber dennoch ist Vorsicht angebracht. Man kann gar nichts oft genug sagen: Wenn ein Mann ein paar Mal mit einer Frau geschlafen hat, bedeutet dies nicht, dass er ihr vorbehaltlos vertrauen kann. Andererseits gilt: Wenn eine Frau mehrfach mit einem Mann schläft, heißt das nicht, dass sie auch irgendwelche Ansprüche an ihn anmelden kann.

Die moderne Welt kennt inzwischen viel zu viele Möglichkeiten, auch extreme sexuelle Wünsche von Frauen und Männern erfüllt zu bekommen, wie sie beispielsweise auch im Casual Dating Bereich vielfach gesucht und geboten werden. Das lockt zweifellos auch Glücksritterinnen, männliche Schufte und gutgläubige Menschen beiderlei Geschlechts an. Der Rat an alle ist deshalb: Zwei Mal hinsehen, mit wem man sich einlässt, und bei den „härteren Spielen“ sollte man noch ein drittes Mal ganz besonders scharf hinsehen.

Männer genüsslich in den Dreck ziehen?

Was wir alle am Fall Kachelmann lernen können: Es gibt da draußen eine besondere Art von Öffentlichkeit, die in gutmenschenhafter, populistischer und ideologisch verblendeter Art und Weise das Verhalten von Männern um der Auflage willen in den Dreck zu ziehen versucht – und dass dies bisweilen sogar gelingt. Wer wirklich etwas für die Opfer von Vergewaltigungen tun will, sollte dies nicht aus Hass gegen Männer tun. Insofern sind die jetzigen Rechtfertigungsversuche mancher Journalistin, man habe ja nur etwas "für die Opfer" tun wollen, restlos unglaubwürdig.

Wenn Frauen keine Schuld fühlen - das Beispiel im Roman

Es gibt ein literarisches Beispiel: Im Buch „Nothing Natural“ (1968), deutsch „Küsse und Schläge“ von Jenny Diski, das in Deutschland immerhin in drei Auflagen erschien, sorgt die Heldin am Ende dafür, dass ihr gutgläubiger Lover wegen einer angeblich brutalen Vergewaltigung verhaftet wird – nur, dass diese inszeniert war. Die Autorin schreibt dies so, als sei es ganz normal für eine Frau, so zu handeln, und unterstellt, dass dieser „Befreiungsschlag“ nötig gewesen wäre. Bis heute ist unklar, ob die Autorin das Buch aus populistischen Motiven schrieb oder ob es ihr ein Anliegen war.

Warum Männer Frauen sein wollen … manchmal

Was hat „Mieten, Kaufen, Wohnen“ eigentlich mit Causal Dating“ zu tun? Nun, eigentlich gar nichts. Aber da wir uns hier auch mit Fragen seltsamer Praktiken im Umfeld der Liebe beschäftigen, fiel mir gestern ein Name auf: Manuela Mock. Sie ist eine schillernde Ikone der Glamour-Welt und betreibt in Frankfurt das Ladengeschäft „Transnormal“. An dieser Damenboutique ist eigentlich alles „ganz normal“, nur eben „transnormal“: Man kann dort nur weibliche Kleidungsstücke für Herren erwerben, die sich gerne wie Damen kleiden – und bekommt noch die Stilberatung dazu.

Fragt sich: Was treibt Männer dazu, in Frauenkleider zu schlüpfen? „Sie nehmen eine Auszeit von ihrem Alltag als Mann“, sagte Manuela Mock jüngst einem Reporter, und tatsächlich genießen es manche Männer, sich ab und an eine lustvolle Frivolität zu leisten: Sie lassen sich temporär in Frauen verwandeln und wagen sich mit diesem Outfit sogar in die Öffentlichkeit.

Doch damit ist die Frage nicht beantwortet, wo die Motive liegen. Um einem populären Missverständnis vorzubeugen: Diese Männer sind nicht homosexuell. Einige von ihnen sind verheiratet, manche Familienväter. Wenn sie sich verwandeln wollen, brechen sie aus ein eine andere Welt, wechseln mit jedem Kleidungsstück auch innerlich ein Stück ihrer Identität, wie ein Schauspieler, der sich auf seine Rolle vorbereitet.

Wie ist es, von einer Welt in die andere zu gehen? In einem vornehmen Londoner Vorort hatte ich einmal Gelegenheit, einen jüngeren Mann zu treffen, der ein ganz gewöhnliches Leben mit seiner zweiten Frau führte. Nur wenn er in den „Klub“ ging, in dem sich allerlei bizarre Menschen trafen, dann verwandelte er sich selbst in eine Frau. Wie ist es nun eigentlich, sich einen ganzen Abend wie eine Frau zu kleiden, so zu bewegen und so zu handeln? „Oh, es ist sehr aufregend“, sagte er mir, „weißt du, schon, wenn du im Auto sitzt, wirst du anders angesehen. Manche Männer versuchen zu flirten, andere beschimpfen die ‚blöde Frau am Steuer‘, und wieder andere geben mir die Vorfahrt.“

solange sich alles auf der bühne abspielt, freuen sich auch frauen über die transformation
Es mag viele Gründe für Männer geben, sich wie Frauen zu kleiden: Erfahrungen, Sinnlichkeit, Auszeit von dem Leben als Mann. „Ein bisschen Schauspielerei ist immer dabei“, sagt mein Gesprächspartner, der deshalb nicht auffällt, weil er seine Passion eben nur in einschlägigen Londoner Klubs auslebt, wo man ihn unter seinem Künstlernamen kennt. Doch andere Transvestiten machen sich durchaus auch mal viel „öffentlicher“. Ob im langen Kleid mit großem Rückenausschnitt, oder in High Heels und Minirock: Die Herausforderungen werden gesucht und gefunden. Ganz verwegene Herren sollen sogar schon gewagt haben, sich in Londoner Edelkaufhäusern in der Damenabteilung beraten zu lassen.

Ja, und die Frauen? Die meisten Frauen erkennen einen Mann in Frauenkleidern, aber mache Männer sind einfach so perfekt in der Verwandlung, dass nicht einmal sie aufmerksam werden. „Frauen haben einen anderen Hüftschwung“, sagen aufmerksame Beobachter, und der Adamsapfel lässt sich auch nicht überschminken, während sich andere weibliche Attribute durchaus ankleben lassen: künstliche Brüste, zum Beispiel. Solange Frauen nicht in das Leben von Transvestiten involviert sind, amüsieren sie sich sogar königlich: In Travestie-Shows sieht man viele Zuschauerinnen, die sich die Bewegungen der Künstler genau daraufhin ansehen, wie feminin sie sind.

Ja, und wie fühlt man sich, wenn man als Mann Damenhöschen, BHs, Röcke, Nylons und Strapse trägt? „Sinnlich … und ein bisschen frivol“, sagte mein Gesprächspartner, „… aber wenn du es genau wissen willst, musst du es selber ausprobieren.“

Nun, so genau wollte ich es nun auch wieder nicht wissen – und ich hätte bestimmt nach zehn Metern aufgegeben, in Stilettos zu gehen. Ob es dem Mann im Film gefällt?

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Sie will es, aber nicht wirklich

Wir Männer sind besser still, wenn es um Prozesse geht, in denen das Wort „Vergewaltigung“ ganz oben in den Schlagzeilen steht. Die Autorin Christa Nebenführ darf deutlicher werden und fragt sich, wann ein „Nein“ ein „Nein“ ist und kommt keineswegs zu dem üblichen extremfeministischen Vulgärergebnis: „Nein ist Nein“.

Eigentlich aber geht sie eher der Frage nach, wann ein „Ja“ eigentlich ein „Ja“ ist. Sie steigt tief ein ins Showgeschäft und fragt sich, was eigentlich junge Mädchen dazu bewegen mag, unter Selbstzerfleischung viele Male zu sagen „Ja - ich will Topmodel werden“ - und sich schließlich anhören zu müssen: „Wir sehen einfach nicht, dass du es wirklich willst".

Die Diskussion um Vergewaltigungen ist – man kann es nicht ausdrücken – zu einer Show verkommen. Frauen und Männer verschlingen die Fernseh- und Zeitungsmeinungen zum Thema, und diskutiert wird heiß – seltsamerweise nicht von anderen Betroffenen. Soziologen, Psychologen und Ideologen bestimmen mittlerweile eine Diskussion, die sich von der Realität weiter entfernt hat als Grimms Märchen.

Das Leben, das uns öffentlich vorgegaukelt wird, ist ein Leben in Eindeutigkeit: Eine Frau, ein Mann, ein Bett, zwei ausdrückliche „Ja, ich will“. In dieser Welt gibt es keine Zweifel, keine Stimmungsschwankungen, keine Entscheidungsänderungen, ja nicht einmal einen erotischen Spieltrieb.

Aber: Dieses Leben existiert gar nicht für die meisten spontanen Liebschaften, Affären und Beziehungen. Eigentlich gibt es die Konstellation „Eine Frau, ein Mann, ein Bett, zwei eindeutige Willenserklärungen, den Geschlechtsakt 'hier und jetzt' zu vollziehen", nur im Bordell. Nach reiflicher Überlegung kann ich mir nicht vorstellen, dass das Verhalten eines Freiers und einer Hure ein brauchbares Vorbild für Liebende ist.
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Lieben Männer unterwürfige Frauen?

Da ist eine Frau – sie hat den Blick schamvoll auf den Boden gesenkt und wirkt dabei recht unterwürfig. Eine Frage steht im Raum: Begehrst du, Mann, dieser Frau sexuell?

Eher nicht: In einer Studie, die gerade aus anderen Gründen überall zitiert wird, wurde festgestellt: Die große Mehrheit der Männer bewertet Frauen, die Scham oder Unterwürfigkeit demonstrieren (hier auch als devote Frauen bezeichnet), deutlich schlechter als Frauen mit neutralem Gesichtsausdruck. Nur bei der Jugend konnte die schamvolle, sanfte und unterwürfige Frau punkten, allerdings mit minimalen Differenzen.

Wie verlief die Gegenprobe? Schamvolle Männer mit gesenktem Blick landeten bei der allgemeinen Auswertung auf Platz zwei und damit fast auf gleicher Höhe wie die „stolzen“ Männer. Auch in zwei Vergleichsstudien (betont junge Leute und reifere Jahrgänge) kamen sie recht gut an, immer vergleichen mit dem „neutralen“ Männerbild.

männer: devot (schamvoll) kommt an - aber die unterschiede sind gering


Mindestens bei dieser Auswertung ergab sich also, dass Frauen an einem unterwürfigen Gesichtsausdruck der Männer viel mehr Vergnügen fanden als an einem Neutralausdruck, woraus man schließen könnte, dass sie einen unterwürfigen Mann jederzeit einem farblosen, neutralen Mann vorziehen würden. Der Favorit war allerdings der Mann in Siegerpose.

frauen - devot (schamvoll) kommt nicht wirklich gut an


Zurück zu den Frauen. Wollten die Männer also unterwürfige Frauen? Auf keinen fall, jedenfalls nicht über alle Altersgruppen. Lediglich bei den jungen Leuten konnte diese Frau ein wenig punkten, allerdings nicht so stark wie die freundliche, zuvorkommende, fröhliche Frau.

Nun kann man solche Erhebungen unterschiedlich bewerten – und durch einen kleinen Trick ist es möglich, zu sagen: „Männer ziehen die devoten Frauen den starken Frauen vor“. Aber ebenso könnte man als Ergebnis verkünden: Männer ziehen freundliche Frauen den farblosen Frauen vor – und auf diese Weise kann man sich das vermeintliche „Forschungsergebnis“ so hinbiegen, wie man es gerne hätte.

Die blauäugige bürgerliche Presse verkündete übrigens aufgrund der exakt gleichen Studie sofort, dass Frauen Machos lieben – wegen der Siegerpose, die von vielen Frauen gegenüber der lächelnden Pose bevorzugt wurde.

Also erfahren wir etwas Neues? Nein. Wirklich nicht. Manche Frauen lieben eben unterwürfige Männer, und manche wollen Kerls, die sie “richtig rannehmen“, und ein Teil der Männer liebt offenbar devote Frauen – der größte Teil aber eben nicht. Die meisten Männer wollten die freundlichen Frauen.

Datenquelle: UBC.
Aufbereitung der Daten (0,1 Prozent Toleranz möglich) by Liebesverlag.de.

Wie weit darf man in der Liebe gehen?

Frauen stehen im allgemeinen Selbstverständnis des „Weiblichen“ unter Dauerverdacht, sich aus Liebe zu erniedrigen. Das wirft eine Fülle von Fragen auf, besonders dann, wenn Oral- oder Analverkehr gefordert wird, und die Gretchenfrage ist nicht „wie hältst du es mit der Religion?“ sondern eher: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg‘ auch keinem anderen zu“ oder noch besser: „Verlange bitte in der Liebe von einem anderen nie etwas, das du nicht selbst genießen kannst.“

Obgleich Männer dies durchaus auch so sehen, haben sie doch Bedenken, wenn es um die Umsetzung geht: Passiv anal zu verlangen ist eine Sache, passiv anal zu bekommen eine andere, und genauso verhält es sich mit der Fellatio.

Männer argumentieren schnell: „Ja, ich bin doch nicht homosexuell!“, aber gerade dies Argument „zieht“ immer weniger, denn es ist weder für einen Mann noch für eine Frau „normal“, Anal- oder Oralverkehr zu haben, sondern eine Zugabe aus Liebe, die zumeist einem Partner mehr Freude bereitet als dem anderen.

Wie weit darf man in der Liebe nun gehen, ohne dass man Schaden an seinen Gefühlen nimmt?

Solange Neugierde und sinnliches Verlangen die Oberhand haben, ist eigentlich alles erlaubt, und auch die wildesten und verwegensten Spiele mit der Lust erbringen einen sinnlichen Nutzen. Wenn aber Widerwille oder gar Ekel aufkommt, dann sollte man dem Partner sehr deutlich Zeichen geben: „Bis hierher und nicht weiter!“ Übrigens heißt „Nein“ weder bei Frauen noch bei Männern „niemals“, sondern vor allem „nicht jetzt, nicht hier und nicht mit dir“.

Eine neue Stimmungslage, ein stärkeres Verlangen oder die Lust auf ein Abenteuer kann bereits am nächsten Tag ganz andere Wünsche hervorbringen.

Also: Sag niemals „niemals“ – du weißt nie, welche Sehnsüchte dich morgen befallen. Sage lieber: „Nein, das will ich jetzt nicht“, dann musst du dich morgen nicht schämen, wenn du es trotzdem tust.
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