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Viele Frauen, billiger Sex

Tja – also wenn ihr meint, wir würden jetzt die Marktgesetze der Rotlichtszene betrachten, dann habt ihr nur zur Hälfte recht, und auch nur deshalb, weil Marktgesetze eben Marktgesetze sind und weil sie auch für die Damen des Rotlicht-Gewerbes gelten. Aber, anständige Frauen, hört her: Ihr seid gemeint, jawohl ihr.

Also wende ich mich mal gleich an die „Soliden“, und vereinfache die Marktgesetze mal:

Je mehr Frauen es pro Mann gibt, umso bereitwilliger lassen diese Frauen das Höschen runter. Nach Frauen besteht dann nämlich kaum Nachfrage, weil das Angebot riesig ist. Je rarer die Frauen sind, umso wertvoller wird die Ware, was nun wieder heißt, dass der Mann ganz schön Männchen machen muss, bevor ihn eine Dame erhört.

Inzwischen ist ja Casual Dating die neue Freizeitbeschäftigung für Frauen, die seit fünf Jahren nach dem Partner „auf Augenhöhe“ suchten und nun herausgefunden haben, dass es auch welche für die Horizontallage gibt – da spielt die Augenhöhe offensichtlich keine so große Rolle mehr. Aber auch da ist der Markt ratzfatz ausverkauft, denn die Jungs sollen knackig, zupackend, schön, potent und darüber hinaus noch liebevoll sein, sozusagen Super-Luxus-Beschäler.

Tja, so ist das eben am Markt. Übrigens gibt’s Leute, die so etwas ernst meinen – gestandene Soziologen und Psychologen, zum Beispiel. Die Analysieren so richtig das Verhalten von euch da draußen und kommen zu dem Schluss … (hier könnt ihr den Satz einsetzen, den ihr zuletzt in einer Wissenschaftszeitung gelesen habt). Wenn euch das Fazit der Wissenschaftler nicht gefällt, macht nichts. Nächste Woche finden andere Wissenschaftler woanders wieder etwas heraus – vielleicht dass der Sex seit Einführung von E10 doch wieder teurer wird oder dass weniger Gleitgel verbraucht wird, seit der Ölpreis steigt.

Im Moment jedenfalls wir Sex billiger – rein ökonomisch betrachtet. Da der Bedarf nicht zurückgegangen ist, muss es also ein Überangebot geben, doch so mancher Knabe mit lockigem Haar fragt sich nun: Wo sind sie denn, die Miezen? Tja, das fragen wir uns auch. Vielleicht sind sie ja bei einer russischen Partneragentur – von dort bekommt ein Redaktionsmitglied gerade leicht bekleidete Frauen aus der Ukraine zugeschickt – nein, nicht per Luftfracht, sondern vorerst nur per Email. Mal ehrlich, wenn unser Kollege jeden Brief aus der Ukraine auch nur lesen wollte, dann müsste er bei seinen annähernd 40 Zuschriften inzwischen fast 400 USD einsetzen – wegen der Übersetzungen aus dem Russischen. Wie der an die Frauen aus der Ukraine und aus Weißrussland kommt? Ja, das fragen wir uns auch.

Erotische Träume – na und?

träume: gestehen, erfüllen, verschweigen?

Natürlich haben wir alle erotischen Träume – warum sollten wir sie eigentlich nicht haben? Ich könnte ja jetzt schreiben: Der eine kann im Traum federleicht fliegen, der andere orgiastisch vögeln, das bedeutet aber nicht, dass man nun gleich das Fenster öffnen sollte und probieren, ob man aus dem 16. Stock auf die Straße fliegen kann – und mit dem Vögeln ist es ganz ähnlich.

Doch halt, Agathe, könnte es nicht sein, dass die Puppe kotzt? Oder, wie man so sagt: Könnte es auch sein, dass ich jetzt zum Psychoklempner muss? Mann, da kriege ich richtig Angst:

Wenn sich aber ein bestimmter Traum … immer wiederholt, dann sollte man sich damit auseinandersetzen und versuchen, herauszufinden, was sich dahinter verbirgt.


Verflucht, vielleicht sollte ich das T-Online-Orakel einmal befragen, weil ich doch gelegentlich vom Fliegen oder vom Straßenbahnfahren träume? Oh, Mist, schon wieder Erotik:

Bei einem Flugtraum werden auch erotische Aspekte deutlich, der Wunsch nach einem sexuellen Rauscherlebnis ausgedrückt.


Mann, oh Mann, vielleicht bin ich gar ein Erotomane? Habe ich unerfüllte, vielleicht gar unerfüllbare sexuelle Wünsche?

Na, also, ich sage euch: In diesem Fall ist mir meine Lieblingsbarfrau näher als ein weiblicher Shrink. Na, ihr wisst schon: Liane aus dem „Urwald“, wie ich meine Lieblingsbar hier mal nenne will. Passt gut, nicht? Liane, Urwald, Buschbaby … doch zurück zu der Psychologie-Arie. Ich frag also Liane, was ich denn nun machen soll, ich meine, mit diesen erotischen Träumen und dem Fliegen und so … und ob ich nicht doch vielleicht mal diesen Traum (flüster, flüster) verwirklichen sollte.

Liane hat sofort losgeprustet und gesagt: „JoJo, für die Nummer brauchste aber eine Menge Kohle“, womit die Sache nun wohl abgehakt wäre. Wer meine „Finanzlage“ kennt, der spendiert mir eher einen Pinotage, als dass er sich selber einen spendieren lässt. Buschbaby hat die Sache ein bisschen verfolgt, und kam dann noch ganz neugierig zu mir, und da habe ich ihr (pssst) auch noch mal alles ins Ohr geflüstert. Da hat sie nur gegrinst und gesagt: „ Na, das ist ja so ähnlich wie bei dem …manager damals, ich denk mal so gegen 3000 pauschal kannste das haben - aber sag mal, willste das wirklich?“

Ich hoffe nur, dass sie euch nie erzählt, was ich ihr gestanden habe, und mal ehrlich, wer Buschbaby in die Augen schaut (jawoll, die Augen) der vergisst ganz schnell seine Fantasien und kommt zurück in die wundervolle Wirklichkeit – so wahr ich Gramse heiße.