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Die unendliche Mühe, Frauen zu verführen

Die sogenannten PUAs, also die selbst ernannten Verführungskünstler, reden vorn allem – nur nicht davon, wie viel Zeit und Geld ein „Stich“ schon allein für sie kostet.

verführerin oder verführte?Doch inzwischen haben in den USA ein paar Journalisten und Journalistinnen ­recherchiert­ - und auch in Deutschland wurde mal nachgerechnet: Wer täglich eine Frau verführen will, so wurde aus einer US-Quelle bekannt, muss im Monat dafür etwa 9000 USD aufwenden – nämlich 300 USD pro Tag bei fünf versuchten Verführungen (60 Dollar pro Verführungsversuch), von denen mindestens eine klappen sollte. Freilich lenkte der von einer Journalistin befragte Gigolo dann ein, dass diese fünf Mal oder eben 300 Dollar sein Wochenpensum wären – aber immerhin, dann hätte er auch noch 1.200 USD pro Monat zu löhnen – ziemlich viel Geld, das man auch sinnvoller hätte verwenden können.

Andere sind auch nicht schlauer – legendäre Spitzenverführer sollen angeblich sieben Stunden brauchen, bevor ihre Opfer die Beine grätschen – da fragt sich so mancher: ja, haben die denn keinen Job, zumal auch bei den Superstars nicht jeder Versuch klappt? Nachgerechnet ergibt sich pro flachgelegte Dame ein Zeitaufwand von 21 Stunden, wenn man davon ausgeht, dass von drei Versuchen einer funktioniert.

Doch die PUAs nehmen den Mund voll: Gegen 200 Frauen im Jahr flachzulegen, sei kein Problem, heißt es in einem Blog. Wer nachrechnet, kommt dabei auf etwa 600 bis 1000 Kontakte, und je nach Zählung auf bis zu 7.000 Arbeitsstunden – wie viel Kosten für Drinks und andere Einladungen dabei anfallen, werden nur die „Künstler“ selber wissen.

Rechnen scheint also nicht die starke Seite der PUAs zu sein – nun gut, das kann man verstehen, denn jedes Hobby kostet Zeit. Nur ist die Frage, ob sie das alles nicht auch viel billiger, bequemer und eleganter haben könnten.

Ich bin übrigens einmal einem „Natural“ begegnet – das ist in der Sprache der PUAs ein „geborener Verführer“. Er sprach nie jemanden an – die Frauen sprachen ihn an. Noch Fragen?

Lesen Sie bitte auch den Beitrag über über Online-Verführungen mit ähnlichen Ergebnissen.

Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus dem alten "Mehrhaut" Magazin.