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Englische Erziehung

Es gibt kaum ein Wort, dass dem Eingeweihten so viel Schauer über den Rücken jagt wie „englische Erziehung“ – und doch ist so gut wie alles, was darüber geschrieben wird, falsch.

Bild nach Édouard-Henri Avril: Flagellation
Tatsache ist, dass „The English Vice“, das „Englische Laster“ in der französischen und deutschen Literatur der 1900er Jahrhundertwende sich ganz eindeutig auf die Lust englischer Gentlemen an der Flagellation bezieht. Zu diesem Zweck gab es zahllose Flagellationsbordelle, die teilweise so berühmt waren, dass die Namen ihrer Inhaberinnen heute noch bekannt sind: Mistriss Collett, die selbst den englischen König zu Gast hatte, Mistriss Mitchell, Mistress Hames – und vor allem die berühmte Mistriss Theresa Berkley (nach anderen Quelle Berkeley geschrieben).

Es ist also nicht wahr, dass der Begriff "englische Erziehung" auf die angeblich rigide englische Schulerziehung zurückgeht, wie von einigen Lexika behauptet wird.

Nachgelesen unter anderem bei „Lob der Peitsche“, München 2001

Nachtrag aus der alten Version dieses Blogs. "Die englische Erziehung" war immer ein viel beachteter Teil der besonderen "Casual-Dating-Erfahrungen", der erotischen Literatur und der Fantasie von Herren jeden Alters - und in letzter Zeit wurde sie auch zu einer Damenfantasie.