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Schläge auf den Po: „… und ich dachte, ich wäre die Einzige“

Geschrieben von Miss Y. • Dienstag, 10. Mai 2011 • Kategorie: casual dating geheimnisse
Schläge auf den Po? Also, das habe ich immer für ziemlich verrückt gehalten. Meine psychologisch „vorgebildete“ Schulfreundin Annemarie hatte ja mal behaupte, dass Frauen, die in der Kindheit versohlt wurden, im Erwachsenenalter „krankhafte Züge von Schmerzsucht“ empfinden könnten, weshalb man auf junge Mädchen auf gar keinen Fall auf den Po schlagen sollte (wenn überhaupt irgendwo hin).

Nur ist da sein Knoten in der Sache: In den Foren und in den Briefen an uns fragen jetzt immer wieder junge Frauen, ob es denn eigentlich OK wäre, wenn man Lust darauf hätte, den nackten Po geschlagen zu werden – und diese Frauen hatten als Mädchen keine Erfahrungen mit dem Po-Verklatschen.

Die meisten Frauen sagen, sie wären im Alltag unheimlich stark (große Schwestern zum Beispiel) und würden im Beruf und Alttag „ihren Mann stehen“. Dabei ist die 20-jährige, die ein Internet-Startup führt, eine Ärztin mit eigener Praxis und eine Personalleiterin – alle sind ausgesprochen starke Frauen. Bevor sie sich an ein Forum oder eine Briefkastentante wandten, dachten sie, sie wären „ein bisschen pervers“ und schämten sich dafür, aber dann … dann endeckten sie plötzlich, dass es viele andere Frauen gibt, die nicht nur ein paar Schläge auf den Po lieben, sondern auch noch härter „rangenommen“ werden wollen, und das sagt man dann so:

Wenn man die Kontrolle mal einfach abgeben kann, ist das unheimlich geil“ oder „Ich mag es, wenn man mir beim Sex sagt, was ich zu tun habe – und im Alltag darf das niemand zu mir sagen“. Oder gar „und ich dachte immer ich wäre die Einzige, und ich kann es meinem Freund einfach nicht beibringen, dass ich so bin“. Eine Architektin sagt, dass sie mit ihrem Mann erst mal zum Baumarkt gegangen ist, Seile kaufen – da hat er begriffen, wie ernst es ihr ist, und eine junge Ehefrau und Mutter sagt, sie hätte da mal ein „Set für Anfänger“ in einem Erotikshop bestellt, das hätte die Sache dann endlich in Gang gebracht.

Warum sind Menschen devot? Warum lieben Sie Schläge? Niemand weiß es, und niemand will es wissen. Gerade Frauen stehen ja immer zwischen den Fronten: starke Frau sein und devotes Weibchen? Das darf man nicht einmal im Freundeskreis sagen, so „pervers“ ist die Vorstellung, man könnte sich einfach nackt auf einen Fliesenboden legen und (… denkt euch was aus) oder an einen Dachbalken gefesselt werden oder … na ja, was euch eben sonst noch so einfällt – vom Rohrstock bis zur Reitpeitsche.

Ja, und dann und wann ist da doch immer wieder die Frage: „Ist das Normal, Ina?“ Ja, wie soll ich denn das wissen? Normal ist immer, was einem Freude bereitet, und wenn es denn der nackte Po ist, der immer mehr glüht, und du froh und glücklich bist, dass du jemanden gefunden hast, der dafür sorgt, ja warum denn dann eigentlich nicht?

Einige Beispiel fanden wir hier: Schläge auf den Po. Das Forum wurde aber nicht als Zitatenquelle genutzt - alle Zitate stammen aus ähnlichen Erhebungen im Rahmen der Recherchen der Redaktion.

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Das Werkzeug von Mutter Natur, um uns zum Paaren zu veranlassen, heißt Wollust, nicht Liebe. Liebe ist eine Überhöhung eines sozialen Gefühls, der innigen Verbundenheit miteinander. Wenn man so will, haben Sex und Liebe gar nicht viel miteinander zu tun. Auch die Reihenfolge stimmt nicht wirklich: Erst Liebe, dann Sex. In Wahrheit ist es umgekehrt: Erst schüttet unser Körper unser Hirn mit Drogen zu, damit wir meschugge genug sind, uns der Wollust zu unterwerfen. Dann erst entwickeln wir die Liebe füreinander, also den sozialen Klebstoff, der uns aneinanderbindet.

Causal Dating ist der Ausdruck einer Zeit, die Lust von Liebe zu trennen weiß. Das Märchen, eine Frau müsse erst in Liebe zu einem Mann verfallen, bevor sie sich hingibt, ist ziemlicher Unsinn. Denn nicht Liebe, sondern die Vorstufe von Sex, die Geilheit, ist nötig, um den Körper in Stimmung zu bringen. Fast ein Jahrhundert war man der festen Überzeugung, Frauen würden überhaupt nicht geil. „Das sexuelle Verlangen des gesunden und wohlerzogenen Weibes ist ein Geringes“, schrieb Ende des 19. Jahrhunderts sinngemäß ein bekannter Psychiater.

Frauen sind die eigentlich entscheidenden Kräfte in der gesamten Szenerie des „Casual Dating“, wie auch aller anderen erotischen Affären. Wenn Sie sich nicht in das Spiel einbringen, ist der „Markt“ gestorben. Ob es nun „sozial korrekt“ ist oder nicht: nahezu das gesamte Marktgeschehen auf dem Tummelplatz Leidenschaften, Lüste und Beziehungen liegt in den Händen der Frauen, die sich diesem Markt öffnen.

Weil das so ist, kann auf diesem Liebesmarkt alles Geschehen – oder gar nichts. Ich hoffe sehr, dass diese Mischung von Unterhaltung und Information dazu beiträgt, Ihnen klarzumachen, wie wichtig es ist, Causal Dating richtig einzuordnen. Es ist ein Spiel mit der Lust auf einem hohen Niveau – mit Frust und Lust, Gefahren und Erleuchtungen.

In diesem Sinne – werden Sie intim, und sündigen Sie aus vollem Herzen, um das ganze Vergnügen einzuheimsen.