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Lassen sich Krisen „wegbumsen“?

Manchmal sind Pressemitteilungen wirklich lustig. Warum sollte eigentlich „das Sexleben der Krise zum Opfer fallen?“ Fragt ihr jetzt „welche Krise?“ dann stellt ihr euch exakt die gleiche Frage, die mir auch auf den Lippen liegt. Jedenfalls: Laut aktueller C-Date-Studie glauben 81 Prozent der Befragten, dass ihr Sexleben durch „die Krise“ nichts in Schlingern gekommen sei – und bei den restlichen 19 Prozent unterstelle ich mal, dass sie ohnehin gerade in einer Krise waren, die mit „der Krise“ nichts zu tun hatte. Möglicherweise diente die Sache allerdings lediglich dazu, um Frau Ann-Marlene Henning ins Spiel zu bringen, die dazu sagte:

«Gerade wenn Menschen eine Krise haben, wächst das Bedürfnis nach Nähe, Sex und Liebe. Die Erfüllung dieser Bedürfnisse bringt gerade dann eine gewisse Sicherheit mit sich und verbessert das eigene Gefühl – Sorgen, die man hat, erscheinen kleiner durch die körpereigenen, sehr gesunden und Stress mindernden Glückshormone, die beim Sex im Körper herumturnen. »


Tja, nun ist es nicht mehr „die Krise“, sondern es sind Menschen, die „eine Krise haben“.

Fast ist es ohnehin schon eine Satire, dass man Krisen mit Sex und Glückshormonen heilen kann – da fragen wir uns hier beim Casual Dating Magazin „Mehrhaut“ natürlich, warum man nicht Ingweressenz oder Voodoo einsetzen sollte, denn bisher gingen wir immer davon aus, dass Krisen ein stabiles Krisenmanagement verlangen.

Wie dem auch sei: Frau Henning betreibt ein Video-Blog, in dem sie ihre Dienste als Sexologin anpreist – recht flippig aufgemacht und zeitgemäß mit eigenen Videos bestückt. Ich habe mich herzlich amüsiert – zum Beispiel über diesen Beitrag über Untreue und Fremdgehen. Wir entnehmen daraus: „60 Prozent fliegen auf – Frauen machen es auch“ und sagen: Ein Blog mit viel Unterhaltungswert.

Zitatenquelle: C-Date Pressemitteilung

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Kommentare

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Ann-Marlene Henning am :

Lieber Herr Gebhard Roese,

Wenn ich schreibe, dass Menschen in Krisen ein höheres Bedürfnis Nach Nähe, Sex und Liebe haben, soll es also gleich bedeuten, dass Krisen damit gelöst werden? Wohl kaum!

Ich habe übrigens in meiner ursprünglichen Antwort tatsächlich über "die Krise" (Krisenzeiten) gesprochen und nicht über "Menschen, die Krise haben". Leider bin ich nicht richtig zitiert worden.

Ann-Marlene
P.S. Mein Blog dient ausschließlich der Unterhaltung und soll absolut nicht meine Dienste als Sexologin anpreisen. Dafür gibt es eine eigene Seite (www.doch-noch.de) auf der ich meine Tätigkeit als Therapeutin darstelle.

Gebhard Roese am :

Liebe Frau Henning,

Entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihren Beitrag erst jetzt freigeben konnte - ganz klar mein Fehler.

Selbstverständlich bleibe ich bei meiner Meinung, dass Krisen nicht durch sexuelle Lust gemeistert werden können. Bliebe natürlich die Frage, was denn eigentlich "Krisenzeiten" im Leben eines Menschen sind und welche Bedeutung sie haben - aber das dürfte über diesen marginalen Disput hier hinausgehen, denke ich.

Ihr

Gebhard Roese

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