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In Frankreich bald Strafen für Liebeskunden?

Geschrieben von Gebhard Roese • Montag, 18. April 2011 • Kategorie: casual dating bezahlt
anlächeln kann sie ins gefängnis bringen
Frankreich wird möglicherweise seine Prostitutionsgesetze ändern. Wie verlautet, will das Land möglicherweise dem Vorbild Schwedens folgen und die Inanspruchnahme jeder Art von sexuellen Dienstleistungen unter Strafe stellen. Wie in anderen Ländern auch wird damit argumentiert, dass Prostitution eine Art moderne Sklaverei sein. Die französische Sozialministerin soll dazu gesagt haben, es gäbe keinerlei selbst gewählte Prostitution. Der Verkaufs des Geschlechtsakts bedeute, dass die Körper der Frauen für Männer zugänglich gemacht würden, unabhängig davon, ob die Frauen dies wollten oder nicht. Eine ähnliche orthodox-feministisch motivierte Grundhaltung wird vor allem in Schweden vertreten.

Frankreich hat schon jetzt eine janusköpfige Gesetzgebung: Prostitution ist nicht verboten, aber es dürfen keine Möglichkeiten für die Ausübung zur Verfügung gestellt werden. Seit den 1990er Jahren wurde vonseiten der Regierung ein regelrechter Feldzug gegen die Prostituierten geführt, sodass nunmehr (seit 2003) das bloße Anlächeln eines Kunden mit Gefängnis bestraft werden kann.

Nun scheint es so, als wolle man seitens der französischen Gutmenschenschaft zum „letzten Gefecht“ ausholen und nicht nur den Huren, sondern auch noch den Freiern den käuflichen Sex für den kleinen Mann vermiesen: Schwedische Verhältnisse bedeuten das Ende der Straßenprostitution.

Der „teure käufliche Sex“ hat in Frankreich wie auch in Schweden längst seinen Namen geändert: Wo für Sex kein Geld bezahlt wird, sondern die Dienstleistung darin bestecht, Zeit mit einem Menschen zu verbringen, hat der Staat sein Recht verloren – und dass Menschen, die Zeit miteinander verbringen, manchmal auch Sex haben – das wird der Staat kaum verhindern können.

Zitate nach dem Guardian.

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Recht viele Menschen können heute Lust von Liebe trennen. Vielleicht konnten sie es immer, aber sie durften nicht sagen. Männer wollten nicht als „Lustmolche“ verspottet werden, und Frauen nicht als Schlampen diffamiert.

Das Werkzeug von Mutter Natur, um uns zum Paaren zu veranlassen, heißt Wollust, nicht Liebe. Liebe ist eine Überhöhung eines sozialen Gefühls, der innigen Verbundenheit miteinander. Wenn man so will, haben Sex und Liebe gar nicht viel miteinander zu tun. Auch die Reihenfolge stimmt nicht wirklich: Erst Liebe, dann Sex. In Wahrheit ist es umgekehrt: Erst schüttet unser Körper unser Hirn mit Drogen zu, damit wir meschugge genug sind, uns der Wollust zu unterwerfen. Dann erst entwickeln wir die Liebe füreinander, also den sozialen Klebstoff, der uns aneinanderbindet.

Causal Dating ist der Ausdruck einer Zeit, die Lust von Liebe zu trennen weiß. Das Märchen, eine Frau müsse erst in Liebe zu einem Mann verfallen, bevor sie sich hingibt, ist ziemlicher Unsinn. Denn nicht Liebe, sondern die Vorstufe von Sex, die Geilheit, ist nötig, um den Körper in Stimmung zu bringen. Fast ein Jahrhundert war man der festen Überzeugung, Frauen würden überhaupt nicht geil. „Das sexuelle Verlangen des gesunden und wohlerzogenen Weibes ist ein Geringes“, schrieb Ende des 19. Jahrhunderts sinngemäß ein bekannter Psychiater.

Frauen sind die eigentlich entscheidenden Kräfte in der gesamten Szenerie des „Casual Dating“, wie auch aller anderen erotischen Affären. Wenn Sie sich nicht in das Spiel einbringen, ist der „Markt“ gestorben. Ob es nun „sozial korrekt“ ist oder nicht: nahezu das gesamte Marktgeschehen auf dem Tummelplatz Leidenschaften, Lüste und Beziehungen liegt in den Händen der Frauen, die sich diesem Markt öffnen.

Weil das so ist, kann auf diesem Liebesmarkt alles Geschehen – oder gar nichts. Ich hoffe sehr, dass diese Mischung von Unterhaltung und Information dazu beiträgt, Ihnen klarzumachen, wie wichtig es ist, Causal Dating richtig einzuordnen. Es ist ein Spiel mit der Lust auf einem hohen Niveau – mit Frust und Lust, Gefahren und Erleuchtungen.

In diesem Sinne – werden Sie intim, und sündigen Sie aus vollem Herzen, um das ganze Vergnügen einzuheimsen.