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Ingwer, Figging und der ganze Rest

Geschrieben von Gebhard Roese • Montag, 11. April 2011 • Kategorie: casual dating geheimnisse
besser auf der zunge verwenden - ingwer, hier noch ungeschält


Beim Sex liegt die Würze sicher nicht in der Kürze – aber wie würzt man Sex eigentlich? Gelegentlich suchen sich Menschen in der Natur Stoffe, die ich Sexleben antreiben sollen – und dabei kommen vor allem Chili-Schoten, Brennnesseln und Ingwer zur Sprache. Die Inhaltsstoffe, der Reihe nach:

Chili: Capsaicin, der Stoff, der dem Paprika die Schärfe gibt.
Brennnessel: Ameisensäure, sehr unangenehme, scharfe Flüssigkeit.
Ingwer: Gingerol, scharfe, aromatische Substanz.

Chili - ganz und gar nicht problemlos

Die meisten Paare, die mit Chili experimentieren, verwenden dazu nicht die Schoten selber, sondern ein Extrakt, wie wir es zum Beispiel in der Tabascosoße oder in Piri-Piri finden – das Mittel wird überwiegend zur Stimulation der Brustwarzen eingesetzt, und entfaltet dort (je nach Empfindlichkeit derselben) einen stark brennenden, schmerzhaften oder auch sinnlichen Effekt. Der Einsatz auf Schleimhäuten ist (wie auch beim Essen von entsprechenden Schoten oder Gerichten, wie etwa Chili con Carne), gewöhnungsbedürftig, sodass Vorsicht geboten ist – vor allem bei Allergikern.

Brennnesseln - nur für hartgesottene Experten

Der Einsatz von Brennnesseln (gemeint sind hier die Brennhaare) sollte nur denjenigen vorbehalten sein, die mit der stark und nachhaltig schmerzerregenden Ameisensäure umgehen können – und das sind sehr wenige Paare aus dem absoluten BDSM-Hardcorebereich.

Der Ingwer - anal gesehen

Wie ist es nun mit dem Ingwer? Er wird als ganze Wurzel geschält überwiegend dazu benutzt, um den Anus „zusammengekniffen“ zu halten, was bei Flagellationen eine besondere Wirkung hervorruft. Dieser Vorgang wird auch „Figging“ genannt. Wie aber ist die Wirkung als solche, ohne BDSM-Aktivitäten?

Ein Paar versuchte es kürzlich herausfinden. Können es Frauen wie Männer verwenden? Wie wirkt es zunächst, wie nach einiger Zeit? Bringt es wirklich den orgasmusverstärkenden Effekt, der dem Ingwer nachgesagt wird?

Zunächst einmal: Wirkstoffe, die in den Anus eingeführt werden, gehen sehr schnell in den Blutkreislauf über – wir wissen dies vielleicht noch aus unserer Jugend, in der wir noch Rektalzäpfchen bekommen haben. So ist es auch beim Ingwer, aber Wissenschaftler sind sich nicht ganz klar, welche Wirkstoffe des Ingwers welche Reaktionen auslösen – schon lange nicht bei so einem heiklen Thema wie der sexuellen Stimulation.

Was ergab nun das Experiment?

Nun, etwa 15 Minuten nach dem Einführen fühlten beide – Frau und Mann einen Schmerz, einem Stich nicht unähnlich. Danach aber reagierten Frau und Mann unterschiedlich: Während die Frau mithilfe des Ingwers bei der Stimulation durch einen Vibrator heftige Orgasmen bekam, erlebte der Mann (der nichts dergleichen anwendete) eine leichte Trance.

Ingwer anal und oral – köstlicher ist er auf der Zunge

Nun wissen wir zwar nicht unbedingt mehr, aber doch dies: Ingwer kann nicht nur als „Figging“-Mittel eingesetzt werden, sonder erhöht möglicherweise die Orgasmusintensität – jedenfalls bei Frauen. Ob man es nachmachen sollte? Da raten wir immer: Jeder tut alles, was er tut, auf eigenes Risiko – aber es ist nie schlecht, den Mediziner seines Vertrauens zu fragen, bevor man sexuell am eigenen Körper herumexperimentiert. Übrigens: Ingwer ist ein ganz hervorragendes Gewürz, das man eigentlich besser oral verwenden sollte … es schmeckt einfach köstlich und wird zur Zubereitung vieler asiatischer Speisen verwendet.

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Quelle des Experiments: not safe for work (NSF) – nicht am Arbeitsplatz öffnen:

Foto: © 2006 by notafish

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