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Die Domina, die Hure und die Tributpflicht

Wie sich die Zeiten ändern: In den 1950er Jahren war eine Stiefelfrau eine alternde Hure, die sich darauf spezialisiert hatte, Männer gegen Zahlung eines deftigen Hurenlohns zu unterwerfen. Später teilte sich die Branche: Insbesondere Quereinsteigerinnen dachten gar nicht daran, die Beine zu spreizen, sondern nutzten ihr herrisches Talent, den Männern wohlige Schauer über ihre Rücken zu jagen – und mit so einem Männerrücken lässt sich bekanntlich noch bei Weitem mehr anstellen.

Die Eliten der Damen legten bald Wert darauf, auf gar keinen Fall Huren zu sein, weil sie ja keine „typischen Hurendienste“ anboten – doch ein einziger Blick auf die Schilderungen von Brancheninsidern hätte genügt, um diese Theorie zu Konterkarrieren: Manche Huren haben ihren Dominabereich, und manche Dominas lassen auch den Geschlechtsverkehr zu, wenn es gerade nicht genügend Kunden gab, die ausschließlich Schmerzlust und Unterwerfung wünschten.

Apropos Eliten: In den bekanntesten historischen Flagellationsbordellen im Vereinigten Königreich ließen sich Geschäftsleute und Politiker nicht nur mit Peitschen und Weidenruten traktieren, sondern genossen währen der Behandlung durch die Dominatrix auch noch die Dienste einer Frictrix – das waren die Damen, die sich wesentlich zärtlicher um die andere Körperseite des Mannes bemühten.

Heute bemühen sich Dominas, Alternativbegriffe für ihre Entlohnung zu erfinden, und während manche ganz geschäftsmäßig von „Honorar“ sprechen, propagieren andere die „Tributpflicht“ (selbstverständlich in Geld) für ihre Dienste – und das ist nichts anderes als der Hurenlohn der Domina.

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